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Veröffentlicht am 30.03.2023

Heiratsschwindler 2.0

Nordwestschuld
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„Nordwestschuld“ von Svea Jensen, ist bereits der vierte Fall für Anna Wagner und Hendrik Norberg von der Soko St. Peter-Ording - und hat mich begeistert. Worum geht es?
Als am Strand von SPO Leichenteile ...

„Nordwestschuld“ von Svea Jensen, ist bereits der vierte Fall für Anna Wagner und Hendrik Norberg von der Soko St. Peter-Ording - und hat mich begeistert. Worum geht es?
Als am Strand von SPO Leichenteile angespült werden, die Elke Färber zugeordnet werden können, wird Hendrik mit seiner ehemaligen Arbeit in der Itzehoher Mordkommission konfrontiert. Elke war 59 Jahre alt, vermögend und vor 2 Jahren spurlos verschwunden.
Als nun die 55-jährige Karla Hensel vermisst gemeldet wird, übernimmt die Soko St. Peter-Ording den Fall. Schnell steht fest, dass beide Frauen wohl einem Love-Scammer in die Hände gefallen sind. Aber, ist der Heiratsschwindler auch ihr Mörder?
„Nordwestschuld“ ist spannend und unterhaltsam. Das Thema Love-Scamming bestens recherchiert. Über das Wiedersehen mit Hendrik und Anna habe ich mich sehr gefreut. Denn ich habe sie über die Jahre liebgewonnen. Auch Kollege Nils ist wieder mit von der Partie.
Unglaublich, was für einen Müll so ein Love-Scammer in den sozialen Medien absondert. Immer wieder sind Original-Posts eingestreut, die die Autorin auf Facebook erhalten hat. Liebesbetrug, ein neues Geschäftsfeld der Nigerianischen Mafia. Das fand ich sehr interessant.
Am Ende ist alles stimmig aufgelöst. Und so freue ich mich schon auf den nächsten Einsatz der Soko SPO.

Fazit: Fall Nr. 4 für die Soko St. Peter-Ording. Spannend, informativ und unterhaltsam.

Veröffentlicht am 30.03.2023

Wiedersehen macht Freude

Erinnere dich!
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Max Reiter aka Andreas Götz kannte ich bisher nicht. Aber „Erinnere dich!“, ein packender Psychothriller, hat mich überzeugt. Worum geht es?
Dr. Arno Seitz ist Dozent an der Humboldt-Universität in Berlin, ...

Max Reiter aka Andreas Götz kannte ich bisher nicht. Aber „Erinnere dich!“, ein packender Psychothriller, hat mich überzeugt. Worum geht es?
Dr. Arno Seitz ist Dozent an der Humboldt-Universität in Berlin, als er eine Einladung zum 20-jährigen Abiturtreffen in Wendling erhält, eine bayerische Kleinstadt am Fuße der Alpen.
Einst verschwand Arnos Freundin Maja spurlos bei einer Wanderung. Seitdem hat er jede Erinnerung an das traumatische Ereignis verdrängt. Auf Wunsch von Majas jüngerer Schwester beschließen die Freunde von damals, den Wanderweg noch einmal gemeinsam zu gehen.
Arno bekommt ein Handy zugeschickt. Erhält mysteriöse Anrufe, verstörende Fotos und SMS. Plötzlich sind da Bilder, Erinnerungen: Er hat Maja als Letzter gesehen. Er weiß genau, wo sie an jenem Morgen waren. Er hat sie in die Höhle gelockt. Aber was ist dann passiert? Stimmt es, dass er Maja umgebracht hat?
Max Reiter hat ein raffiniert gestricktes, erfreulich unblutiges Psychospiel inszeniert. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Sicht von Arno. Ein Ich-Erzähler am Rande des Wahnsinns, wie in Erzählungen von Edgar Allan Poe. Es geht um Erinnerung, aber auch um Manipulation. Eifersucht versus Vertrauen. Eine Wendung jagt die nächste.

Fazit: Spannend von Anfang bis Ende. Sehr empfehlenswert!

Veröffentlicht am 15.03.2023

Das Jubiläum

Toter Blick
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„Toter Blick“, der zehnte Fall für die sympathischen Sylter Ermittler Silja Blanck, Bastian Kreuzer und Sven Winterberg habe ich mit großer Freude gelesen, wie schon die neun Bände dieser Krimi-Reihe zuvor. ...

„Toter Blick“, der zehnte Fall für die sympathischen Sylter Ermittler Silja Blanck, Bastian Kreuzer und Sven Winterberg habe ich mit großer Freude gelesen, wie schon die neun Bände dieser Krimi-Reihe zuvor. Worum geht es?
Silja und Bastian haben heimlich auf dem Hörnumer Leuchtturm geheiratet. Am Morgen danach werden sie zu einem Tatort im Südwäldchen bei Westerland gerufen. Eine Frau wurde brutal erschlagen und nackt an einen Baum gefesselt.
Schon bald wird eine zweite Leiche gefunden. Zwei Morde innerhalb von 48 Stunden. Es muss einen Missing Link zwischen den Fällen geben.
Das ruft auch Staatsanwältin Elsbeth von Bispingen auf den Plan. Denn ihr Lover Fred gehört zum Kreis der Verdächtigen.
„Toter Blick“ ist spannend und unterhaltsam. Nordsee-Flair und Urlaubsfeeling kommen gut rüber. Am Ende ist alles stimmig aufgelöst und für den degradierten Sven gibt es sogar ein Happy End.
Silja, Bastian und Sven habe ich über die Jahre liebgewonnen. Und so freue ich mich schon auf ihren nächsten Einsatz.

Fazit: Das „perfekte Verbrechen“. Die perfekte Lektüre für entspannte Stunden nicht nur im Strandkorb.

Veröffentlicht am 09.03.2023

Hochspannung aus Norwegen

Nachtjagd
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Um es gleich vorwegzunehmen, „Nachtjagd“ von Jan-Erik Fjell ist der Hammer! Es handelt sich um den sechsten Band einer Thriller-Reihe. In Deutschland sind bisher drei erschienen. Ich kenne die Vorgänger ...

Um es gleich vorwegzunehmen, „Nachtjagd“ von Jan-Erik Fjell ist der Hammer! Es handelt sich um den sechsten Band einer Thriller-Reihe. In Deutschland sind bisher drei erschienen. Ich kenne die Vorgänger zwar nicht, hatte aber keine Verständnisprobleme. Worum geht es?
Am Ufer eines Sees in Norwegen wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Ihr nackter, geschundener Körper ist mit auffälligen Wunden übersät. Ist womöglich der flüchtige Serienmörder Stig Hellum wieder aktiv?
Und was hat das mit Nathan Sudlow zu tun, der 2006 in Texas in der Todeszelle sitzt?
Kriminalkommissar Anton Brekke von der Osloer Polizei ermittelt - trotz einer schmerzhaften Epididymitis. Unterstützt wird er von seinen Kollegen Magnus Torp und Lars Hox.
Gekonnt springt der Autor durch Zeit und Raum. Es gibt zwei Haupthandlungsstränge, die lange nebeneinander herlaufen. Erst spät werden sie zusammengeführt. Die vielen Personen machen es dem Leser schwer, den Überblick zu behalten.
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Kommissar Anton Brekke ist „trockener Spieler“. Er ist geschieden und hat einen 15-jährigen Sohn. Beruflich ist er ist ein genialer Ermittler mit einem sehr speziellen Humor.
„Nachtjagd“ ist spannend und hat einen Plot, der nicht vorhersehbar ist. Aber das Wichtigste sind all die Wendungen, die gegen Ende des Buches immer mehr werden. Und so freue ich mich schon auf Antons nächsten Einsatz.

Fazit: Fesselnder Thriller der Extraklasse. Hart und düster.

Veröffentlicht am 06.03.2023

Spannender Krimi mit Hamburg-Flair

Der Bojenmann
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„Der Bojenmann“ von Kester Schlenz und Jan Jepsen habe ich mit großer Freude gelesen. Es handelt sich um den Auftakt einer neuen Krimireihe mit Kommissar Thies Knudsen und seinen alten Freund Oke La Lotse ...


„Der Bojenmann“ von Kester Schlenz und Jan Jepsen habe ich mit großer Freude gelesen. Es handelt sich um den Auftakt einer neuen Krimireihe mit Kommissar Thies Knudsen und seinen alten Freund Oke La Lotse Andersen, Hochseekapitän und Lotse a.D. Worum geht es?
Die hölzerne Kunstfigur „Bojenmann,“ die bei Övelgönne im Fluss auf einer Tonne steht, ist über Nacht abgesägt und ausgetauscht worden. Durch eine ähnlich aussehende, besonders makabre Leiche. Dies führt zu drei simplen Fragen:
1. Wer war der Tote?
2. Warum genau war er tot?
3. Und wer war in der Lage gewesen, ihn so kunstvoll und aufwändig zu plastinieren?
Zu Frage 1 hat La Lotse, der gerne philosophische Erkenntnisse von sich gibt, schon eine Idee. Aber wie befürchtet, wird es nicht bei einer Leiche bleiben…
„Der Bojenmann“ ist spannend und unterhaltsam. Humorvoll, aber nicht albern. Auch mit Gesellschaftskritik sparen die Autoren nicht. Und diese Bojenmänner gibt es ja wirklich. Obwohl sie inzwischen aus Alu sind.
Kommissar Knudsen und sein Freund Andersen, kommen sympathisch rüber. Für Frauenpower sorgt Knudsens Kollegin Dörte Eichhorn. Das LKA 12, eine liebenswerte Truppe, der ich gerne wieder über die Schulter schauen möchte.

Fazit: Spannend, schräg, skurril. Gerne mehr davon!