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Veröffentlicht am 16.03.2023

Interessante Geschichte mit etwas (zu) viel Glück

Ein Licht der Hoffnung
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Margarete ist Jüdin und arbeitet für einen hochrangigen SS Offizier. Als die Villa ausgebombt wird, bleibt sie die einzige Überlebende. Kurzerhand beschließt sie die Identität der verhassten Tochter ihres ...

Margarete ist Jüdin und arbeitet für einen hochrangigen SS Offizier. Als die Villa ausgebombt wird, bleibt sie die einzige Überlebende. Kurzerhand beschließt sie die Identität der verhassten Tochter ihres Dienstherren anzunehmen und nach Leipzig zu flüchten. Sie lebt in ständiger Angst entdeckt zu werden, denn ihre beiden „Brüder“ würden die Lüge jederzeit enttarnen. Als Wilhelm Huber, der Sohn ihres ehemaligen Arbeitgebers sie entdeckt, fürchtet sie das schlimmste. Doch seltsamerweise verrät er sie nicht. Stattdessen nimmt er sie in sein Leben in Paris auf. Kann sie ihm wirklich vertrauen? Und wieso riskiert er alles um sie zu schützen?

Die Autorin hat es geschafft eine unglaubliche Spannung aufzubauen. Durch die bildhafte Sprache konnte man sich förmlich in die damalige Zeit hineinversetzten und hat einen Einblick in die Angst der Menschen vor dem Nazi Regime erhalten. Zu Beginn konnte man richtig mit Margarete mitfiebern und hat einfach nur gehofft, dass sie es schafft nicht entdeckt zu werden. Gleichzeitig bekommt man einen Eindruck vom Leben in Deutschland und Frankreich in der Mitte des zweiten Weltkrieg. Grundsätzlich hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Gegen Ende wurde es mir allerdings etwas zu unglaubwürdig. Es lief alles einfach etwas zu glatt für Margarete und bei dem riskanten Spiel hätte ich erwartet, dass sie viel früher auffliegen. Vor Allem der Schluss war für mich nicht wirklich realistisch. Auch hätte es mir gefallen, wenn die Charaktere sich im Laufe der Geschichte etwas mehr entwickelt hätten. Gerade Wilhelm hatte aus meiner Sicht eine gute Chance seine Denkweisen zu ändern, doch leider ist es dazu nicht mehr gekommen. Alles in allem war das Buch trotzdem sehr interessant und ich würde es allen Fans von historischen Liebesbüchern jederzeit empfehlen. Zumal es relativ kurz und damit auch recht schnell zu lesen ist.

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Veröffentlicht am 16.03.2023

Toller Start, aber gegen Ende etwas viel Tempo & Drama

Es braucht drei, um dich zu vergessen (Es braucht - Reihe 1)
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Liv will unbedingt nach New York, um wie ihre Mutter an der Julliard Tanz zu studieren. Perfektion ist ihr wichtig und sie setzt alles daran eine großartige Tänzerin zu werden. Bis sie Logan kennenlernt, ...

Liv will unbedingt nach New York, um wie ihre Mutter an der Julliard Tanz zu studieren. Perfektion ist ihr wichtig und sie setzt alles daran eine großartige Tänzerin zu werden. Bis sie Logan kennenlernt, der ihr zeigt, dass Leidenschaft genauso zum Tanzen dazugehört. Gemeinsam finden sie ihren Rythmus und Liz lernt auch abseits von Erfolg zu leben. Die beiden kommen sich immer näher, doch eigentlich ist Logan mit Liz Mitbewohnerin zusammen. Können die beiden einen gemeinsamen Weg finden? Und wird Liz an der Julliard bestehen können?

Der tolle Schreibstil nimmt einen direkt mit in die Geschichte. Die Charaktere sind aus meiner Sicht ziemlich gut beschrieben und man kann sich oft in sie hineinversetzen. Gerade für junge Erwachsene ist die Liebesgeschichte zwischen Liz und Logan mit all ihren Hürden absolut passend. Besonders gefallen haben mir die Tanzszenen, da sie mit viel Gefühl beschrieben wurden. Ansonsten ist Liz der typische Teeanger der eben manchmal sehr erwachsen, aber manchmal auch ziemlich kindisch ist. Dadurch entsteht das ein oder andere Chaos. Vor allem zu Beginn der Geschichte zeigt sie sich immer einsichtig und steht für ihre Fehler ein. Gegen Ende des Buches geht es mir aber an der ein oder anderen Stelle zu schnell und das Verhalten der einzelnen Charaktere war gar nicht mehr so ganz nachvollziehbar. Hier hätte ich mir manchmal etwas mehr Tiefe gewünscht. Für meinen Geschmack hätte es zum Schluss auch etwas weniger Drama sein dürfen. Alles in allem aber trotzdem eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die gerne Geschichten über Drama, Liebe und Tanz lesen.

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Veröffentlicht am 16.03.2023

Eine nette Liebesgeschichte mit einer etwas anderen Beziehung

Sports & Love
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Marika arbeitet bei ihrer Freundin Anne und deren Mann Chris als Kindermädchen und genießt ihre Freiheit. Seit langem versucht Tim, ein Kollege von Chris, sie zu einem Date zu überreden. Doch Marika trägt ...

Marika arbeitet bei ihrer Freundin Anne und deren Mann Chris als Kindermädchen und genießt ihre Freiheit. Seit langem versucht Tim, ein Kollege von Chris, sie zu einem Date zu überreden. Doch Marika trägt ein tragisches Ereignis aus ihrer Vergangenheit mit sich und hat kein Interesse an einer ernsthaften Beziehung. Irgendwie schafft Tim es trotzdem sie immer wieder aus der Fassung zu bringen. Ihre ständigen Abweisungen gefallen ihm gar nicht und so schlägt er ihr einen Deal vor. Einen Monat lang werden sie so tun als wären sie ein Paar, zumindest in der Öffentlichkeit. Allerdings wird es keinen Sex zwischen den beiden geben. Marika lässt sich auf den Deal ein. Können die beiden das schaffen? Was wird nach dem Monat passieren?

Während ich im ersten Band eher mit Anne und weniger mit Chris warm wurde, ist es in diesem Teil eher umgekehrt. Tim ist zwar eigentlich ein Aufreißer, doch sobald es um Marika geht zeigt er sich von einer ganz anderen Seite. Er ist aufmerksam, bereit ihr zuzuhören und gibt sich alle Mühe. Wenn da nur nicht immer diese ständigen Kosenamen wären, das ist mir ehrlich gesagt etwas zu viel des guten. Dagegen ist mir Marika nicht ganz so sympathisch. Sie ist sehr sprunghaft und wirkt gar nicht wie die starke Frau, die sie eigentlich sein soll. Ihr Verhalten gegenüber Tim ist oft unlogisch und auch nicht wirklich fair ihm gegenüber. Natürlich hat sie etwas dramatisches erlebt, allerdings spricht es auch nicht wirklich für sie, dass sie mit niemandem darüber sprechen mag. Gegen Ende zeigt sich jedoch endlich die starke Frau, die ich von Anfang an erwartet habe. Trotzdem ist es eine interessante Geschichte und für alle Fans von unterhaltsamen Liebesgeschichten genau das richtige.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Zwischen Pflicht und Herz

The Defender
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Vincent hat sein Leben fest im Griff. Als Kapitän seines Teams weiß er genau, was er will und was er sich erlauben kann. Gefühle gehören für ihn definitiv nicht dazu, denn seine Karriere steht immer an ...

Vincent hat sein Leben fest im Griff. Als Kapitän seines Teams weiß er genau, was er will und was er sich erlauben kann. Gefühle gehören für ihn definitiv nicht dazu, denn seine Karriere steht immer an erster Stelle. Doch dann sorgt ein Stalker dafür, dass er sich in seinen eigenen vier Wänden nicht länger sicher fühlt. Als er daraufhin bei Brooklyn, der besten Freundin seiner Schwester, einzieht, hätte er nie erwartet, dass es ihm so schwerfallen würde, sich von ihr fernzuhalten. Allerdings ist Brooklyn auch die Tochter seines Trainers und damit für ihn absolut tabu.
Auch in dieser Geschichte war der Schreibstil der Autorin wieder sehr angenehm zu lesen und ich bin schnell in die Handlung hineingekommen. Allerdings hatte ich ein wenig das Gefühl, dass bei der Übersetzung nicht alles ganz rund gelaufen ist. Es gab die klassischen Sie-/Du-Fehler und auch die ein oder andere seltsame Formulierung. Nachdem ich ein großer Fan des ersten Teils war, in dem wir die beiden Protagonisten bereits etwas kennenlernen durften, war ich sehr gespannt darauf, wie sich ihre Geschichte entwickeln würde. Zunächst mochte ich die beiden auch wirklich gerne und es fiel mir leicht, mich in sie hineinzuversetzen. Doch mit der Zeit fiel mir das bei Brooklyn immer schwerer. Sie ist seit zwei Jahren mit dem Studium fertig, arbeitet aber immer noch „nur“ als Praktikantin im Fußballclub ihres Vaters und darf dort kaum eigene Ideen einbringen. Gleichzeitig wundert sie sich, dass sie den „Innovator Award“ nicht erhält. Für mich wirkte diese Erwartung an einigen Stellen etwas schwer nachvollziehbar. Hinzu kommt ihre komplizierte Beziehung zu ihren Eltern. Ihr Vater wirkt im Grunde wie ein guter Mensch, der jedoch völlig überfordert ist, und ich hatte mehrfach das Gefühl, dass ein offenes Gespräch vieles hätte klären können. Ihre Mutter hingegen ist eine wirklich schreckliche Persönlichkeit, weshalb ich es schade fand, dass Brooklyn erst durch Vincent den Mut findet, hier klare Grenzen zu ziehen. Vincent mochte ich dagegen deutlich lieber. Nach außen wirkt er kontrolliert und distanziert, doch hinter dieser Fassade steckt deutlich mehr, als man zunächst vermuten würde. Man merkt schnell, dass er für die Menschen, die ihm wichtig sind, fast alles tun würde. Die Anziehung zwischen ihm und Brooklyn ist von Anfang an spürbar, auch wenn sich ihre Beziehung im Verlauf der Geschichte teilweise sehr langsam entwickelt. Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten geben die beiden ein tolles Paar ab und ich habe mich sehr über ihr Happy End gefreut.
Eine emotionale Sports-Romance mit etwas schwächerer Protagonistin, die mich in Summe aber doch überzeugen konnte. Von mir gibt es 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Gefangen zwischen zwei Welten

Bis das letzte Sandkorn fällt
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Malia ist es gelungen, ein stabiles Tor in die Welt der Dämonen zu erschaffen, doch dann scheint alles schiefzugehen. Plötzlich ist sie mit ihrem Lehrmeister, dem Halbdämonen Livio, alleine in der Dämonenwelt ...

Malia ist es gelungen, ein stabiles Tor in die Welt der Dämonen zu erschaffen, doch dann scheint alles schiefzugehen. Plötzlich ist sie mit ihrem Lehrmeister, dem Halbdämonen Livio, alleine in der Dämonenwelt gefangen. Dort müssen sie sich nicht nur gegen gefährliche Dämonen zur Wehr setzen, sondern treffen auch auf Livios Vater, den Dämonfürsten Jaro. Um wieder zurück in die Welt der Menschen zu gelangen, müssen sie unbedingt eines der Tore wieder aufbauen. Dabei kommen die beiden sich immer näher und beginnen Gefühle füreinander zu entwickeln.

Nachdem ich mir schon mit der Bewertung des ersten Teils schwergetan habe, ist es im zweiten leider nicht viel besser. Wieder gibt es einige Aspekte, die mir richtig gut gefallen haben, aber leider auch einiges, das nicht wirklich zusammenpasst. Die Grundidee der Geschichte überzeugt mich nach wie vor. Besonders die verschiedenen Zirkel, die Sanduhr und der Aufbau der Dämonenwelt fand ich spannend. Auch der Schreibstil der Autorin ist angenehm, flüssig und mit einer Portion Humor versehen. Aber leider geht mir Malia auch hier wieder furchtbar auf den Geist. Ich hatte gehofft, dass sie im Verlauf der Geschichte eine Entwicklung durchmacht, doch sie ist am Ende des zweiten Teils noch genauso trotzig wie am Anfang. Statt ans große Ganze zu denken, verliert sie sich immer wieder in ihrem Ärger und verschlimmert damit die Lage für alle Beteiligten. Die Handlung selbst ist durchgehend spannend und bringt einige unerwartete Wendungen mit sich. Allerdings habe ich das Gefühl, dass wir deutlich weitergekommen wären, wenn Malia nicht so stur gewesen wäre.

Etwas stärker als der Auftakt, aber die Protagonistin bleibt für mich ein großer Schwachpunkt. Von mir gibt es 3,5 Sterne, mit der Hoffnung, dass Malia im dritten Band endlich wächst.

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