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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.07.2022

Empfehlenswert

Die versteckte Apotheke
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Empfehlenswert

Carolines Leben ist momentan eher frustrierend, anstatt mit ihrem Mann zu verreisen, tritt sie diese alleine an, da sie ihn beim Fremdgehen erwischt hat. Als sie an der Themse ein altes ...

Empfehlenswert

Carolines Leben ist momentan eher frustrierend, anstatt mit ihrem Mann zu verreisen, tritt sie diese alleine an, da sie ihn beim Fremdgehen erwischt hat. Als sie an der Themse ein altes Apothekerfläschchen entdeckt, wirbelt das eine ganze Menge auf, als sie beginnt näher nachzuforschen, was es damit auf sich hat.

Im weiteren Verlauf blicken wir in eine Zeit gute 200 Jahre früher. Die Apothekerin Nella versorgte damals die Frauen mit allerlei nützlichem, aber sie mixt auch heiklere Dinge zusammen, um den armen Frauen, die unter ihren Männern enorm zu leiden haben, zu helfen.
Durch Nella lernt der Leser auch Eliza kennen, die ebenfalls Nellas Hilfe suchte. Diese beiden Frauen bestimmen die Handlung in der Vergangenheit und Caroline in der Gegenwart.

Die Geschichte ist sehr interessant, da sie es zulässt, das Leben dieser drei Frauen zu vergleichen. Spannend wird es dadurch, dass so verschiedene Blickwinkel auf die Situation möglich sind. Die historischen Aspekte die ebenso mit einfließen fand ich sehr interessant. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie viele Menschen, insbesondere Männer, damals irgendwelchen Giften zum Opfer fielen. Da Scheidungen noch nicht etabliert waren, blieb den misshandelten Frauen oft gar keine andere Lösung. Bella hat mutig gehandelt, denn ihre Art der Hilfe ging eng am Galgen vorbei.

Der Roman ist interessant, ich habe bisher nichts vergleichbares gelesen. Kann ihn daher sehr empfehlen!

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Veröffentlicht am 10.05.2021

Spannend und schrecklich zugleich

Girl A
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Spannend und schrecklich zugleich

Girl A, diesen Namen bekam Alexandra von ihren religiösen, fanatischen Eltern. Sie und ihre Geschwister wurden gefangen gehalten im eigenen Elternhaus. Die Kinder sind ...

Spannend und schrecklich zugleich

Girl A, diesen Namen bekam Alexandra von ihren religiösen, fanatischen Eltern. Sie und ihre Geschwister wurden gefangen gehalten im eigenen Elternhaus. Die Kinder sind unterernährt und werden gequält. Es ist kaum zu ertragen, was den Geschwistern angetan wird.
Als Alexandra es schafft zu fliehen, bringt der Vater sich um, und die Mutter kommt ins Gefängnis.
Der Leser erfährt nach und nach was den Kindern alles schreckliches angetan wurde über die Jahre.
Gut gefallen hat mir, dass man auch erfährt, wie die einzelnen Opfer später mit allem fertig werden. Einige zerbrechen und andere wachsen über sich hinaus.
Das Buch war schockierend aber dennoch spannend zu lesen. Ich musste mir mehr als einmal sagen, dass es glücklicherweise fijtional ist, ansonsten wäre einiges tatsächlich schwer verdaulich gewesen.
Ich vergebe für die spannenden Lesestunde, die die Autorin mir verschafft hat, 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 21.02.2021

Eindrucksvoll erzählt

Das achte Kind
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Eindrucksvoll erzählt

Das achte Kind ist eine beeindruckende Biografie, vor allem da der Autor sehr schonungslos und ehrlich erzählt,was in seiner Kindheit schief gelaufen ist.
Alems Mutter, aus einem ...

Eindrucksvoll erzählt

Das achte Kind ist eine beeindruckende Biografie, vor allem da der Autor sehr schonungslos und ehrlich erzählt,was in seiner Kindheit schief gelaufen ist.
Alems Mutter, aus einem ärmlichen kroatischen Dorf kommend, gelangt nach Würzburg, um dort in einer Fabrik zu arbeiten. Ihn bringt sie bereits als Baby zu einer Pflegefamilie, hält den Kontakt zu ihrem Kind aber immer aufrecht. Als die Mutter sich einem anderen Mann zuwendet, der gewalttätig ist, kann er, Alem froh sein, die Pflegefamilie zu haben.
Schwierigkeiten gibt es aber auch dort, hier liegen sie eher in der nationalsozialischtischen Einstellung des Pflegevaters. Dies wird im weiteren Verlauf noch zu größeren Problemen führen.
Dies alles erzählt der Autor, der ein renommierter Journalist geworden ist, sehr nüchtern. Dennoch empfand ich diesen Tatsachenbericht sehr emotional, da ich den Wahrheitsgehalt nicht angezweifelt habe.
Die politischen Hintergründe die der Leser außerdem erfährt runden dieses Werk gekonnt ab, um machen es zu einem wichtigen Buch, einem Buch, das man gelesen haben sollte!







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Veröffentlicht am 08.12.2020

Sicher nicht jedermanns Geschmack

Die Djurkovic und ihr Metzger
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Sicher nicht jedermanns Geschmack

Die Djurkovic und ihr Metzger, so lautet der neue Titel aus der Metzger-Reihe von Thomas Raab.
Wer Thomas Raab kennt, weiß, dass er nicht nur mit Wortwitz aufwartet, ...


Sicher nicht jedermanns Geschmack

Die Djurkovic und ihr Metzger, so lautet der neue Titel aus der Metzger-Reihe von Thomas Raab.
Wer Thomas Raab kennt, weiß, dass er nicht nur mit Wortwitz aufwartet, er hat einen ganz eigenen Stil, den man mögen muss. Mir gefällt es, da es mal etwas anderes ist, und der Humor für mich im Vordergrund steht.

Willibald Adrian Metzger erlebt wohl das schlimmste was einem passieren kann. Er wird von seiner geliebten Danjiela sitzen gelassen. Der Metzger wäre nicht der Metzger wenn er sich geschlagen gibt, und so macht er sich auf die Suche nach seiner großen Liebe, und gerät dabei in einem Strudel aus zwielichtigen Machenschaften eines albanischen Clans.
Die Handlung dreht sich weitestgehend um diese Suche und die Machenschaften drumherum. Viele Aktionen, viele Akteuere, lassen das Ganze manchmal etwas unübersichtlich wirken. Man muss schon konzentriert lesen um am Ball zu bleiben.

Der Metzger ist ein Charakter, wie es ihn nur einmal gibt, dies, gepaart mit den humorvollen Elementen, machte den Roman für mich zu einer guten Unterhaltung. Dennoch empfand ich das Durcheinander auch als störend. Dies ist der erste Roman von Thomas Raab dem ich nicht die volle mögliche Punktzahl geben werde.

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Veröffentlicht am 17.03.2023

Konnte mich leider nicht überzeugen

Ein Geist in der Kehle
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Konnte mich leider nicht überzeugen


In diesem Roman sollen Verbindungen zu längst verstorbenen Frauen aufgezeigt werden, anlehnend an eine Totenklage aus dem 18. Jahrhundert aus Irland. Eine reizvolle ...

Konnte mich leider nicht überzeugen


In diesem Roman sollen Verbindungen zu längst verstorbenen Frauen aufgezeigt werden, anlehnend an eine Totenklage aus dem 18. Jahrhundert aus Irland. Eine reizvolle Idee, die mich sehr neugierig gemacht hat auf diesen Titel. Die Verfasserin dieser Klageschrift hatte sie zu Ehren ihres erforderten Mannes ins Leben gerufen.
In der heutigen Zeit kommt die Erzählerin immer wieder mit diesem Werk in Berührung und erliegt dann als Mutter, die eigentlich genug zu tun hat, dem Nervenkitzel und widmet sich der Lyrik dieses Werkes.

Die Texte sind in drei Sprachen dargestellt, eine schöne Idee, die aber schnell ermüdet, denn zum Verständnis kann man nur die eine nutzen, ein Drittel des Buches ist daher nur der Optik wegen vorhanden.
Die Darstellung der alten Geschehnisse konnte mich fesseln, das hier und jetzt war nur schmückendes Beiwerk um das alte zu transportieren. Schade, die Idee hatte mich wirklich gefesselt. Dennoch denke ich, dass das Buch seine Anhänger finden wird. Sicher hilft es, wenn man mit der irischen Sprache verbunden ist, oder zumindest andere Prosa aus der Region bereits kennt.

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