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Veröffentlicht am 29.03.2023

Welcome to Nevermoor

Nevermoor 1. Fluch und Wunder
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Morrigan Crow muss sterben. Das weiß sie, seit sie denken kann, denn alle Kinder, die am letzten Tage der Abendzeit geboren wurden, sind verflucht und sterben, bevor die neue Ära anbricht.
Ihr bisheriges, ...

Morrigan Crow muss sterben. Das weiß sie, seit sie denken kann, denn alle Kinder, die am letzten Tage der Abendzeit geboren wurden, sind verflucht und sterben, bevor die neue Ära anbricht.
Ihr bisheriges, zehnjähriges Leben verbringt Morrigan zumeist damit sich zu entschuldigen und sich bedeckt zu halten. Ständig muss sie sich entschuldigen, weil verfluchte Kinder angeblich Unglücke auslösen; Dinge zerbrechen, Erdbeben auslösen und Menschen sterben lassen. Für ihren Vater ist sie daher ein Ärgernis, ein Schandfleck auf seiner Karriere, und er lebt so distanziert von seiner Tochter, als wäre sie bereits gestorben.

Als am Abend von Abendzeit beim Familienessen die Stunde von Morrigans Ableben näherrückt, ist die Stimmung bedrückt. Plötzlich jedoch erscheint ein Mann in der Tür, der Morrigan in einem merkwürdigen Gefährt mitnimmt und in eine andere Welt mitnimmt, wo sie wundersamerweise ihren Tod überlebt.
Vor Morrigan liegt ein Jahr voller Wunder, Heimgefühl und Freundschaft. Der Mann, der sie gerettet hat, ist Jupiter North, ein Gönner der Wundersamen Gesellschaft, der Morrigan als erste Person überhaupt unter seine Fittiche genommen hat und sie ebenfalls in die Gesellschaft einführen möchte. Dazu müssen Morrigan und die Kandidaten anderer Gönner jedoch drei Prüfungen erfolgreich bestehen. Jupiter offenbart dem Mädchen, dass jeder Gönner seinen Schützling nach dessen besonderen Fähigkeiten auswählt, lässt sie über ihre eigene Besonderheit jedoch im Dunkeln.
Bei einer der Prüfungen lernt sie Hawthorne kennen, der ihr erster wirklicher Freund in ihrem jungen Leben wird. Sie lernt aber auch Missgunst und Niedertracht bei den Prüfungen kennen.
Ihre Besonderheit offenbart sich in der letzten Prüfung, jedoch nicht so wie Morrigan sich das vorgestellt hätte, und nicht nur sie selbst ist geschockt über das, was Jupiter ihr verschwiegen hat...

Morrigans Geschichte, Nevermoor und die Freundschaft zu Hawthorne gefielen mir sehr gut. Allerdings muss ich sagen, dass sich für meinen Geschmack alles zu sehr in die Länge gezogen hat zwischen den Prüfungen und die Offenbarung sehr auf sich hat warten lassen.
Nichts desto trotz habe ich mir den zweiten Band aus Neugier gekauft, und ich hoffe, dass dort nicht solche Längen vorhanden sind, sondern sich die interessanten Sachen bereits etwas früher einstellen!

Veröffentlicht am 29.03.2023

Schöne Fantasy-Geschichte mit lockerer Hauptakteurin

Die Wiege aller Welten (Chroniken von Bluehaven - Band 1)
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In einem Ort namens Bluehaven, da lebt ein Mädchen namens Jane. Jane kümmert sich aufopferungsvoll um ihren Vater, der sich in einer Art Wachkoma befindet. Jane und ihr Vater leben im Keller der Familie ...

In einem Ort namens Bluehaven, da lebt ein Mädchen namens Jane. Jane kümmert sich aufopferungsvoll um ihren Vater, der sich in einer Art Wachkoma befindet. Jane und ihr Vater leben im Keller der Familie Hollow. Jane und ihr Vater sind von den Bewohnern Bluehavens als verflucht verschrien, seit sie vor über zehn Jahren aus dem Schloss gestolpert sind und Erdbeben mitbrachten. Das Schloss ist das Tor zu den Anderwelten, viele haben dort legendäre Abenteuer erlebt, jedoch hat sich das Tor nicht mehr geöffnet, seit Janes Vater mit dem Baby im Arm auf den Stufen vor dem Schloss erschienen ist und dort zusammenbrach. Die Bibliothekarin von Bluehaven ist die einzige, die glaubt, Janes Vater und sie hätten ein Schicksal im Schloss zu erfüllen, was der einzige Grund ist, dass die beiden noch geduldet und bei den Hollows einquartiert werden. Violet ist die Einzige der Familie, die Jane leiden kann.


Eines Tages bekommt Jane ein Foto von ihrem Vater und sich durch das Kellerfenster geschoben mit einer Notiz um die Mittagszeit an einem bestimmten Ort zu sein. Jane trifft auf die Bibliothekarin, die von einer Vision geleitet das Mädchen zum Schloss führen soll. Das Tor öffnet sich tatsächlich, Janes Vater erwacht aus seinem Koma und stürmt zum Tor des Schlosses. Jane, die ihren Vater finden will, betritt das Schloss und findet heraus, dass aus den Anderwelten eine Gefahr ins Schloss eingedrungen ist, der sie sich stellen muss.


Jeremy Lachlan hat eine schöne Geschichte geschaffen, an der mir besonders die witzige und rotzfreche Art von Jane und einigen anderen Charakteren gefallen hat. Das Buch endet mit einem Cliffhanger (scheint also eine Fortsetzung zu geben), was erklärt, warum es zwischendurch solche für mich schwer zu ertragenden Längen gab. Ich habe panisch festgestellt, dass nicht mehr genügend Buch für das Ende dieser Geschichte vorhanden ist, und so hänge ich nun etwas in der Luft.

Veröffentlicht am 29.03.2023

Für Japaninteressierte auf jeden Fall interessant

Japan – Abstieg in Würde
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Die japanische Gesellschaft gibt sich nach außen hin stark, unnahbar und hält sichtbare Emotionen zurück, um den Anschein zu wahren. So auch ihre Regierung. Für jemanden, der dieser Gesellschaft nicht ...

Die japanische Gesellschaft gibt sich nach außen hin stark, unnahbar und hält sichtbare Emotionen zurück, um den Anschein zu wahren. So auch ihre Regierung. Für jemanden, der dieser Gesellschaft nicht angehört, ist es nicht so einfach einen Einblick in das zu bekommen, was sie umtreibt und womit sie zu kämpfen hat. Japan als frühere Wirtschaftsmacht hat mit einem demographischen Problem zu kämfen, denn die Bevölkerung wird immer älter. Geplatzte Wirtschaftsblase, demographischer Wandel, gesellschaftliche Aussteiger, Fukushima - das sind nur einige Themen, mit denen man in diesem Buch versorgt wird.
Das Buch hat einen wirklich lesenswerten Stil. Normalerweise tue ich mich mit Sachbüchern schwer, sie lesen sich für mich einfach nicht so flüssig weg wie Fiktion. Ich weiß nicht, ob es am Thema liegt (ich interessiere mich sehr für Japan) oder an Wieland Wagners Schreibstil, aber es liest sich ungewohnt leicht für mich weg.

Veröffentlicht am 21.03.2023

Rätsel auf Alcatraz

Mr Griswolds Bücherjagd
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Der dritte Teil von „Mr Griswolds Bücherjagd“ gefiel mir tatsächlich nicht so gut. Es ging weniger um Rätsel als um den Ruhm, den Emily und James mittlerweile in der Bücherjagd-Community haben und von ...

Der dritte Teil von „Mr Griswolds Bücherjagd“ gefiel mir tatsächlich nicht so gut. Es ging weniger um Rätsel als um den Ruhm, den Emily und James mittlerweile in der Bücherjagd-Community haben und von Mitspielern ausgetrickst werden sollen. Vielleicht lag es daran, dass es schon eine Weile her ist, seit ich den zweiten Teil gelesen habe, aber mit den Nebencharakteren aus Emilys und James Klasse konnte ich nicht so viel anfangen. Mir hätte die Geschichte besser gefallen, wenn es weiterhin nur die beiden und Emilys Bruder Matthew gewesen wären. Die anderen hatten für mich zu wenig Substanz.
Dafür war das Ende dann sehr überraschend und interessant!

Insgesamt aber trotzdem eine tolle Reihe, die ich weiterempfehlen würde an Kinder, die sich für Geschichten mit Rätseln interessieren!