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Veröffentlicht am 23.03.2023

Mega gute Dystopie!

After Dawn – Die wandernde Stadt
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Inhalt:
Ein schweres Erdbeben im unterirdischen Reich der Grounders ermöglicht Ember und Devan die Flucht an die Oberfläche. Endlich kommt Ember ihrem Ziel näher: ihre Familie zu befreien, die von fremden ...

Inhalt:
Ein schweres Erdbeben im unterirdischen Reich der Grounders ermöglicht Ember und Devan die Flucht an die Oberfläche. Endlich kommt Ember ihrem Ziel näher: ihre Familie zu befreien, die von fremden Soldaten gefangen genommen wurde – als Arbeitskräfte für die wandernde Stadt des Dawn Imperiums. Die Spur des stählernen Kolosses ist unübersehbar, er verwüstet und entwurzelt, zermalmt alles, was ihm in den Weg kommt. Die wenigen Zugänge ins Innere sind schwer bewacht. Um an ihnen vorbei zu gelangen, müssen Ember und Devan alles riskieren, denn ein Zurück gibt es für sie nicht mehr. Aber das ist erst der Anfang, denn die Welt innerhalb des wandernden Kolosses übersteigt alles, was Ember sich jemals hätte ausmalen können …

Meinung:
Ember und Devan ist die Flucht aus dem Reich der Grounders geglückt. Endlich kann Ember versuchen, ihre Familie aus der wandernden Stadt des Dawn Imperiums zu befreien. Doch bereits das Hineinkommen in die Stadt gestaltet sich als große Herausforderung. Und auch in der Stadt warten jede Menge Gefahren auf Ember und Devan.

Nachdem mir vor gut einem Jahr der erste Band der After Dawn Reihe so wahnsinnig gut gefallen hat und eine sehr positive Überraschung für mich war, habe ich mich extrem auf diesen zweiten Band gefreut.

Die Geschichte setzt direkt nach den Ereignissen des ersten Bandes an und bereits auf den ersten Seiten kommt man als Leser kaum dazu in Ruhe Luft zu holen, geschweige denn das Buch aus der Hand zu legen.
Autor Lars Meyer hat ein wahnsinnig hohes Erzähltempo, baut aber auch immer mal wieder etwas ruhigere Passagen ein, sodass man als Leser wirklich optimal unterhalten wird.

Die Handlung ist, genau wie im ersten Band, sehr dynamisch, actiongeladen und teilweise brutal. Ich mag diese Mischung unglaublich gerne und bin mir sicher, dass auch die Zielgruppe (Kinder ab 12 Jahren) mit der Dramatik gut zurechtkommen werden. Gerade die Brutalität sorgt dafür, dass sich die Handlung doch äußerst realistisch anfühlt.

Auch die ein oder andere Überraschung hält Lars Meyer für seine Leser parat, sodass man sich bis zum Schluss nicht sicher sein kann, ob nicht noch etwas Überraschendes passieren wird.

Die dystopischen Elemente sind zwar keineswegs neu, dennoch drückt der Autor diesen Elementen seinen ganz eigenen Stempel auf. Dies sorgt für großen Lesespaß.

Das Ende des Bandes hätte man durchaus als Ende der Reihe schreiben können. Ich für meinen Teil bin jedoch sehr froh, dass es noch einen weiteren Band über Embers und Devans Geschichte geben wird.

Fazit:
Der zweite Band der After Dawn Reihe schliesst nahtlos an den extrem guten ersten Band an. Tolle dystopische Elemente und eine starke Protagonistin machen es dem Leser leicht, sich in dieser Geschichte zu verlieren.
Mir persönlich haben vor allen Dingen die realistischen und dadurch teilweise etwas brutalen Szenen gut gefallen.
Daher ist meine Vorfreude auf den nächsten Band wirklich enorm.
Ich vergebe 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 23.03.2023

Noch spannender und dramatischer

Der Zauberschüler (Band 3) - Im Schatten des roten Drachen
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Inhalt:
Noch immer schwimmt der riesige Giftwurm des Hexenmeisters durch den Magischen Fluss. Flo und seine Freunde müssen ihn einholen, bevor er die Quelle erreicht. Zum Glück kennt Troll Minu eine Abkürzung. ...

Inhalt:
Noch immer schwimmt der riesige Giftwurm des Hexenmeisters durch den Magischen Fluss. Flo und seine Freunde müssen ihn einholen, bevor er die Quelle erreicht. Zum Glück kennt Troll Minu eine Abkürzung. Doch da bemerken sie auf einmal einen Schatten. Ein Drache! Und er ist hinter ihnen her!

Meinung:
Der gefährliche Giftwurm des Hexenmeisters schwimmt weiter durch den Magischen Fluss. Zauberschüler Flo, Elfenmädchen Ava, Wolf Rul und Troll Minu versuchen alles, um den Grol endlich stoppen zu können. Dabei begeben sich die vier Freunde auf eine gefährliche Reise und landen schließlich im Dorf der Trolle. Doch anstatt hier in Sicherheit zu sein, werden sie plötzlich von einem Drachen angegriffen.

Hierbei handelt es sich um den dritten Band der Reihe "Der Zauberschüler". Zwar gibt es auf den ersten zwei Seiten des Buches immer eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse, ich finde es dennoch ratsam, die Reihe mit Band 1 zu beginnen.

Die Reihe rund um Zauberschüler Flo ist für mich eine dieser Reihen, die sich von Band zu Band immer noch ein bisschen mehr steigern. Dabei ist das Niveau des ersten Bandes schon sehr hoch, wird jedoch immer noch ein wenig getoppt.

An diesem dritten Band habe ich es geliebt, dass wir dem Dorf der Trolle einen Besuch abstatten und ein waschechter Drache auf der Bildfläche erscheint. Doch bevor wir an diesen Punkt der Geschichte kommen, erleben Flo, Ava, Rul und Minu schon einige spannende Abenteuer auf ihrer Reise. Ihr merkt also, jedes Kapitel ist hier prall gefüllt mit spannenden und interessanten Dingen.
Und so darf man sich in diesem dritten Band wieder auf viel Neues und eine bunte und abwechslungsreiche Geschichte freuen.

Aber nicht nur die Handlung weis zu überzeugen. Mindestens genauso toll sind wie immer die Illustrationen im Buch. Leonie Daub hat einen ganz bezaubernden Zeichenstil. Gerade das Dorf der Trolle wurde so wundervoll von ihr zum Leben erweckt.

Die Geschichte bietet sich dabei perfekt für Erstleser an. Ich denke, Kinder die bereits in die zweite Klasse gehen, werden mit dem Text und seiner Länge gut zurechtkommen. Aber auch zum Vorlesen ist dieses wunderschöne Büchlein wunderbar geeignet.

Fazit:
Noch spannender und dramatischer geht es für Flo und seine Freunde im mittlerweile dritten Band des Zauberschülers weiter. Man fühlt sich als Leser bestens unterhalten und genießt die Illustrationen in vollen Zügen. Ich kann diese Reihe absolut empfehlen, egal ob zum Vorlesen, Erstlesen oder Selberlesen.
Von mir gibt es 5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 23.03.2023

Ein toller Klassiker

Das Gespenst von Canterville
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Inhalt:
Die amerikanische Familie Otis erwirbt Schloss Canterville, obwohl es in dem alten Gemäuer spuken soll. Als moderne, aufgeklärte Amerikaner schenken sie den Gespenstergeschichten jedoch keinen ...

Inhalt:
Die amerikanische Familie Otis erwirbt Schloss Canterville, obwohl es in dem alten Gemäuer spuken soll. Als moderne, aufgeklärte Amerikaner schenken sie den Gespenstergeschichten jedoch keinen Glauben. Für den alten Schlossgeist brechen harte Zeiten an, denn eine solche Respektlosigkeit hat er in all den Jahrhunderten noch nicht erlebt. Weder lautes Kettenrasseln noch der immer wiederkehrende Blutfleck beeindrucken die Familie – im Gegenteil! Besonders die frechen Zwillinge setzen dem Geist mit ihren Streichen ordentlich zu. Bis sich Tochter Virginia des traurigen Gespensts erbarmt …

Meinung:
Als die amerikanische Familie Otis Schloss Canterville kauft, brechen schwere Zeiten für das dortige Schlossgespenst an. Denn die Amerikaner können wenig mit all den Gespenstergeschichten anfangen und machen sich sogar über das Gespenst lustig. Gerade die beiden Zwillinge der Familie setzen dem Gespenst übel zu. Doch zum Glück gibt es Tochter Virginia, die ein offenes Ohr für das Gespenst hat.

Ich muss sagen, dass ich die Geschichte vom Gespenst von Canterville bisher weder gelesen noch gehört habe. Dennoch wollte ich schon immer mal diesen Klassiker von Oscar Wilde kennenlernen. Tatsächlich muss ich gestehen, dass ich aufgrund des Titels immer von einer Geschichte für Erwachsene ausgegangen bin. Diese Bildungslücke konnte jedoch der Audio Verlag mit der Vertonung des Buches schließen.

Auch wenn das Hörspiel nur knapp über eine Stunde dauert, wird die Geschichte der Familie Otis und dem Gespenst von Canterville sehr gut dargestellt und durchleuchtet. Man lernt die verschiedenen Familienmitglieder etwas näher kennen. Dabei hat Oscar Wilde es perfekt geschafft, die amerikanische Bodenständigkeit im tollen Kontrast zu den englischen Geistergeschichten stehenzulassen. Es macht furchtbar viel Spaß, das Treiben auf Schloss Canterville zu beobachten, auch wenn einem das Gespenst ab einem gewissen Punkt der Geschichte sehr leid tut.

Was diese Hörversion so besonders macht ist, dass es sich hierbei um ein Hörspiel handelt. Lauter bekannte Sprecher wie Peter Fricke oder Rufus Beck leihen dieser Geschichte ihre Stimme.
Dabei überzeugen nicht nur die Sprecher, auch die Nebengeräusche und die leicht schaurige Musik, führen dazu, dass es sich anfühlt, als wäre man selbst auf Schloss Canterville zu Gast.

Fazit:
Endlich habe ich meinen Horizont erweitern können und Oscar Wildes Klassiker "Das Gespenst von Canterville" hören dürfen. Dabei hat mich die Geschichte rund um die amerikanische Familie Otis und das Gespenst von Canterville sehr fasziniert.
Eine perfekte Hörspielinszenierung, der ich gerne 5 von 5 Hörnchen gebe.

Veröffentlicht am 23.03.2023

Cornibus meets Keinhorn

Cornibus & Co. (Band 4) - Wie das Keinhorn in die Hölle kam
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Inhalt:
Was ist das denn? Das kleine Keinhorn kann ja sprechen! Bisher hat es immer nur Määääh gemacht. Heute erfährt Cornibus, wie das Keinhorn damals zu Luzifer gekommen ist und wo es herkommt: Aus dem ...

Inhalt:
Was ist das denn? Das kleine Keinhorn kann ja sprechen! Bisher hat es immer nur Määääh gemacht. Heute erfährt Cornibus, wie das Keinhorn damals zu Luzifer gekommen ist und wo es herkommt: Aus dem GLITZERWALD, wo alles perfekt ist, jedes Gänseblümchen genau neun Blätter, jeder Marienkäfer exakt sieben Punkte und jedes Zweihorn zwei Hörner hat. Aus einer Hölle der anderen Art sozusagen.

Meinung:
Cornibus findet heraus, dass das Keinhorn tatsächlich sprechen kann. Das Keinhorn möchte jedoch, dass dies niemand erfährt und erzählt Cornibus, wie es damals zu Luzifer gekommen ist. Denn eigentlich stammt das kleine Keinhorn aus dem Glitzerwald. Dort ist alles perfekt, angefangen bei den Gänseblümchen bis hin zu den Zweihörnern, die zwei Hörner besitzen. Blöd nur, wenn man wie das Keinhorn, ein Horn besitzt. Dann wird das Leben im Glitzerwald zur Hölle.

Die Loewe WOW! Titel von dem kleinen Dämon Cornibus sind immer ein tolles Leseerlebnis. Mein Sohn und ich sind riesige Cornibus-Fans. Daher haben wir uns sehr auf diesen Titel gefreut.

Wie der Titel des Buches jedoch bereits verrät, ist Cornibus in diesem vierten Abenteuer nicht die eigentliche Hauptperson. Viel mehr erfahren wir die Geschichte vom Keinhorn. Dennoch darf man sich als Cornibus-Fan auf ein paar schöne Szenen mit dem kleinen Dämon freuen. Denn Cornibus wäre nicht Cornibus, wenn er mit vielen Wortverdrehern Keinhorns Geschichte zu einem unterhaltsamen Vortrag macht.

Richtig cool fand ich die krasse Darstellung von Keinhorns Glitzerwald. Denn der Glitzerwald ist ein perfekter Ort, voller perfekter Wesen. Da hat es ein Tier, wie das Keinhorn, das aufgrund seines Äußeren nicht perfekt ist, ganz schön schwer. Als Leser wird einem schnell klar, dass man auf gar keinen Fall im Glitzerwald leben möchte.

Mein Sohn hat zwar gerne die Geschichte vom Keinhorn gelesen, dennoch merkte man ihm an, dass er eigentlich viel lieber ein Abenteuer über Cornibus gelesen hätte. Ich kann ihn durchaus verstehen. Auch ich fand Keinhorns Abenteuer ganz nett, so richtig fesseln konnte es mich aber leider nicht.

Wie gewohnt sind die Illustrationen von Raimund Frey wieder allererste Sahne. Gerade das niedliche Keinhorn und Cornibus sind einfach super toll dargestellt.

Fazit:
Das neueste Abenteuer von Cornibus ist eher eine Geschichte über das Keinhorn. Das ist einem als Leser durchaus bewusst, da Klappentext und Titel einen darauf aufmerksam machen. Dennoch müssen mein Sohn und ich festhalten, dass wir uns lieber eine Geschichte über Cornibus Leben in der Hölle gewünscht hätten. Denn die Geschichte des Keinhorn konnte uns bedauerlicherweise nicht ganz so sehr fesseln. Dennoch wird das Abenteuer sicherlich viele absolut begeistern.
Von uns gibt es sehr knappe 4 von 5 Junior-Hörnchen.

Veröffentlicht am 23.03.2023

Schon nach kurzer Zeit mehrere Lachanfälle beim Lesen

Jim war's nicht!
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Inhalt:
Jim ist mies drauf: Erst interessieren sich die anderen Tiere nicht für seinen Zaubertrick, dann wird er in die Wüste verbannt. Und das nur, weil er Madenhacker angeblich mit einer Bananenschale ...

Inhalt:
Jim ist mies drauf: Erst interessieren sich die anderen Tiere nicht für seinen Zaubertrick, dann wird er in die Wüste verbannt. Und das nur, weil er Madenhacker angeblich mit einer Bananenschale beworfen hat! Nick begleitet seinen Kumpel in die Wüste, aber dort fühlt er sich gar nicht wohl – tagsüber ist es zu heiß, nachts zu kalt und Bananen gibt es auch keine. Doch zurück in den Dschungel können die beiden nur, wenn Jim sich entschuldigt. Ob er sich dazu überwinden kann?
Eine humorvolle Geschichte übers Fehlermachen, Lügen und Sich-Entschuldigen!

Meinung:
Bei Jim läuft es gar nicht rund. Erst möchte keines der Tiere seinen Zaubertrick sehen und dann wird er auch noch wegen schlechtem Benehmen in die Wüste geschickt. Sein bester Freund, Gorilla Nick, begleitet Jim in die Wüste. Doch dort ist es viel zu heiß, es gibt nichts außer Sand und auch das Essen ist rar. Vielleicht könnte Jim mit einer ehrlich gemeinten Entschuldigung wieder zurück in den Dschungel?

Die Bücher von Schimpanse Jim sind bei uns zu Hause sehr hoch im Kurs. Egal für welches Format oder welches Alter, das neueste Jim Buch wird mir von meinem Sohn förmlich aus der Hand gerissen. Daher war die Freude auf Jims neuestes Abenteuer riesig.

Auch der neueste Band ist ein Angriff auf die Lachmuskeln. So hatten wir tatsächlich nach noch nicht mal 15 Seiten schon drei Lachanfälle hinter uns. Jim und seine Macken sind einfach nur zum Schießen komisch. Aber auch die anderen Dschungelbewohner sind super witzig.

Sobald Jim mit Nick in der Wüste landet, wird die Geschichte etwas ernster. Denn Jim muss in die Wüste, weil er seinen Fehler gegenüber Madenhacker, die er mit einer Bananenschale beworfen hat, einfach nicht eingestehen will. Nick, der seinem besten Freund Glauben schenkt, begleitet Jim in die Wüste. Doch das Leben dort ist hart und nicht sehr angenehm. Und irgendwann sieht Jim ein, dass er Mist gebaut hat und Nick auch noch belogen hat.
Ich fand diese Entwicklung sehr wertvoll für die jungen Leser. Natürlich lügt jeder einmal, umso wichtiger finde ich es, wie das Thema hier kindgerecht dargestellt und aufbereitet wird.

Auch die Bilder dieses Comics sind wieder sehr gelungen. Die Emotionen, gerade von Schimpanse Jim, werden wieder perfekt transportiert. Und schon das Cover lässt einen als Leser unwillkürlich schmunzeln.

Fazit:
Jim und sein Kumpel Nick sind ein Garant für lustige Abenteuer, die aber auch jedes Mal wichtige Themen kindgerecht aufbereiten. Dieses Mal geht es um das Thema Lügen und das man zu seinen Fehlern stehen sollte.
Mein Sohn und ich haben uns wieder köstlich amüsiert und hatten bereits nach noch nicht mal 15 Seiten drei Lachanfälle hinter uns.
Wir vergeben 5 von 5 Junior-Hörnchen.