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Veröffentlicht am 25.03.2023

Liebesgeschichte in Tagebuchform

Meinem Herzen ganz nah
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Svea geht als Journalistin für einen Artikel der Frage nach, ob es die echte, wahre und unerschütterliche Liebe tatsächlich gibt und bekommt bei ihren Recherchen die Geschichte von Agnes und Henry erzählt, ...

Svea geht als Journalistin für einen Artikel der Frage nach, ob es die echte, wahre und unerschütterliche Liebe tatsächlich gibt und bekommt bei ihren Recherchen die Geschichte von Agnes und Henry erzählt, deren Liebe auch über Entfernung hinweg weiterhin bestand.

Zunächst musste ich mich an den Aufbau der Tagebucheinträge und den entsprechenden Lesefluss gewöhnen, was mir durch Nadine Seidels flüssigen Schreibstil und die anschauliche Erzählweise gut gelang. Gerade wenn es um die Gefühle von Agnes und Henry geht, habe ich doch sehr mit ihnen gelitten und fand die Ausführungen sehr berührend. Wer "Meinem Herzen ganz nah" liest, sollte also auf jeden Fall Liebesromane mögen. Zur Handlung oder der Entwicklung der Liebesgeschichte äußere ich mich nicht weiter.

Ich mochte die wechselnden Perspektiven, hätte mir eventuell mehr Geschehen auf Sveas Ebene gewünscht - einfach, da ich anhand des Klappentextes nicht erwartet habe, dass es fast ausschließlich um die Lovestory von Agnes und Henry geht. Mir gefiel die Tagebuchaufmachung ebenfalls sehr gut und habe die Lesestunden mit dem Roman genossen!

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Veröffentlicht am 25.03.2023

Umsetzbare Strategien für den Alltag

Psychohacks für ein glückliches Leben
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Im Vergleich zu sehr theoretischen und schlecht umsetzbaren Ratgebern oder sehr theoretischen Ansätzen innerhalb von Therapien setzt Rolf Schmiel in "Psychohacks für ein glückliches Leben" im Kleinen an ...

Im Vergleich zu sehr theoretischen und schlecht umsetzbaren Ratgebern oder sehr theoretischen Ansätzen innerhalb von Therapien setzt Rolf Schmiel in "Psychohacks für ein glückliches Leben" im Kleinen an - bei kleineren und größeren Situationen im Alltag, die auf psychologischer Ebene herausfordern, Ängste wecken oder das Ticket ins Gedankenkarussell sind und überfordert. Er stellt 111 sogenannte "Psycho-Hacks" vor. Als erfahrener Psychologe kennt er sämtliche Tricks und Strategien aus der Verhaltenstherapie, die einfach und effektiv sind und dabei helfen, die Hürden im Alltag besser zu meistern.

Rolf Schmiels Schreibstil ist flüssig und knackig - auf wenigen Seiten schafft er es, die Problematik zu schildern und für das entsprechende Szenario die passende Lösung darzustellen, sodass man das Gefühl hat, dank dieser Hacks beim nächsten Mal auf jeden Fall souverän reagieren zu können. Untermauert ist das mit verständlichen und anschaulichen Beispielen, die geradewegs aus dem Alltag gegriffen sind.

Auch wenn nicht jede Person alle 111 Hacks braucht, wird hier sicherlich jede*r fündig und erkennt sich selbst in herausfordernden Alltagssituationen wieder und nimmt Schmiels Tipp sicherlich dankbar an.

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Veröffentlicht am 25.03.2023

Selbstgespräche für mehr Kreativität

Dolce Vita für die Seele
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Nachdem ich "Bettgeflüster für die Seele" von Kristen Helmstetter gelesen habe und die Technik der Selbstgespräche kurz vorm Schlafen ausprobiert habe, wollte ich auch gern "Dolce Vita für die Seele" lesen ...

Nachdem ich "Bettgeflüster für die Seele" von Kristen Helmstetter gelesen habe und die Technik der Selbstgespräche kurz vorm Schlafen ausprobiert habe, wollte ich auch gern "Dolce Vita für die Seele" lesen und erfahren, was es mit den 15-minütigen Wine Self-Talks auf sich hat. Auch wenn Wein im Untertitel beinhaltet ist, betont Kristen Helmstetter, dass es nicht zwingend ein alkoholisches Getränk, sondern jegliches Wohlfühlgetränk für die Self-Talks sein kann.

Im theoretischen Teil erzählt sie kurz, wie sie zu den Self-Talks gekommen ist, inwiefern sich ihre Wine-Talks von den Pillow-Talks und den Coffee-Talks unterscheiden (bei den Wine-Talks liegt der Fokus auf der Kreativität) und welche kreativen Prozesse und Projekte sie durch diese Methode erreicht hat. Im zweiten Teil werden 15 Lektionen vorgestellt, die diverse Lebensaspekte ansprechen und vorformulierte Self-Talk-Texte mitliefern. Allerdings gibt Kristen Helmstetter auch Anweisungen und Anregungen, wie wir selbst kreativ und unsere eigenen Texte schreiben können.

Manifestation und Affirmation sind schon lange fester Bestandteil von Persönlichkeitsentwicklung und daher absolut plausible Grundlagen für Helmstetters Ziel, mehr Leichtigkeit und kreativen Schwung durch die Wine-Talks zu erreichen. Ob der Handgriff zum alkoholischen oder unalkoholischen Getränk geht, ist dabei jeder*jedem selbst überlassen.

Ein weiteres inspirierendes Buch der Autorin, das Positivität und Energie transportiert.

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Veröffentlicht am 07.03.2023

Düstere Liebesgeschichte mit Thrill

Anatomy
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"Anatomy" spielt in Edinburgh im Jahr 1817: Lady Hazel Sinnett hat einen großen Traum - sie möchte Chirurgin werden. Allerdings ist das als Frau in der Zeit überhaupt nicht möglich und Hazel soll möglichst ...

"Anatomy" spielt in Edinburgh im Jahr 1817: Lady Hazel Sinnett hat einen großen Traum - sie möchte Chirurgin werden. Allerdings ist das als Frau in der Zeit überhaupt nicht möglich und Hazel soll möglichst schnell ihren Cousin heiraten und einen Erben auf die Welt bringen. Als sie den Dozenten Dr. Beecham kennenlernt, handelt sie einen Deal bei ihm aus: Wenn sie die medizinische Prüfung schafft, darf sie bei ihm studieren. Welch ein Glück, dass Hazel den Auferstehungsmann Jack Currer kennenlernt: Er buddelt Leichen aus und verkauft sie für Lehrzwecke. Von ihm lernt Hazel nicht nur, sondern entdeckt auch die Gefühle von Liebe. Doch als die beiden Auffälligkeiten an den Leichen finden, ahnen sie noch nicht, welches Geheimnis dahinter steckt.

"Anatomy" ist die erste Regency Romance, die ich lese. Mir gefällt die Kombination aus Liebesgeschichte und düsterem Thrill. Dana Schwartz hat einen sehr flüssigen Schreibstil und hat mich mit ihren bildhaften Beschreibungen schnell ins Jahr 1817 katapultiert. Mit Jack und Hazel hat sie zwei liebenswürdige und interessante Figuren geschaffen. Gerade Hazel hat mir mit ihren feministischen Ansichten und ihrem Kampfgeist sehr gefallen!

Im Verlauf baut sich immer mehr Spannung auf und die Geschehnisse werden wechselnd aus Jacks und Hazels Perspektive geschildert, sodass wir Einsicht in beide Figuren bekommen.

Für mich ein interessantes und spannendes Buch, das ich so noch nicht gelesen habe!

Veröffentlicht am 05.03.2023

Politisches Essay einer 30-Jährigen

Serious Shit
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In "Serious Shit" beleuchtet Marlene Knobloch, wie die 30-Jährigen ticken und welche Probleme sie in der Welt sehen bzw. mit welchen Problemen und Missständen sie sich auseinandersetzen müssen. Dabei stellt ...

In "Serious Shit" beleuchtet Marlene Knobloch, wie die 30-Jährigen ticken und welche Probleme sie in der Welt sehen bzw. mit welchen Problemen und Missständen sie sich auseinandersetzen müssen. Dabei stellt sie sich selbst in den Mittelpunkt der Beobachtungen und spricht zwar von einer Generation (bzw. drei, die irgendwie ineinanderfallen), zu der sie sich zwar selbst zählt, gleichzeitig jedoch weniger auf das Alter, sondern eher auf die Lebenseinstellung und die Lebensgrundlagen/den Lebensstil abzielt.

Als Journalistin kann Marlene Knobloch natürlich sehr gut schreiben und hat das Essay auf stichhaltigen Beobachtungen, pointierten Äußerungen und anschaulichen sowie zutreffenden Metaphern geprägt. Zwar stimme ich ihr nicht in allen Aussagen zu und sehe die Pauschalisierungen recht kritisch. Allerdings sind es die Beobachtungen und Schlüsse, die sie in Rückbezug auf ihr eigenes Umfeld zieht und das so sicherlich vielfach in Deutschland bzw. im westlichen Europa herrscht. Im Mittelpunkt stehen der Klimaschutz, der Krieg Russlands gegen die Ukraine und Mechanismen von Social Media. Thematisiert werden Unbedarftheit, mangelnde politische Auseinandersetzung und die Bürde, die der Generation aufgehalst wurde und wird.

Auch wenn ich inhaltlich nicht allem zustimme und die Kapitel so verdichtet geschrieben sind, dass so vieles drinsteckt, was man bei mehrmaligem Lesen auseinanderdröseln und eigenen Recherchen näher beleuchten müsste, finde ich die Beobachtungen oftmals sehr treffend.

Das Essay würde ich - sowohl für die Dreißigjährigen, aber auch für andere Altersgruppen - definitiv als Aufruf verstehen, sich (wieder oder überhaupt erstmal) mit sich selbst, der Politik und gesellschaftlichen Prozessen auseinanderzusetzen.