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Veröffentlicht am 18.04.2025

Der mittlere Band einer Trilogie hat es nicht leicht

Sepia 2: Sepia und die Verschwörung von Flohall
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Sepia und ihre beiden Freunde scheinen ein wenig erwachsener geworden zu sein. Jeder hat seit den letzten Ereignissen mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen. Für Sepia und Sanzio steht die erste Lehrligsprüfung ...

Sepia und ihre beiden Freunde scheinen ein wenig erwachsener geworden zu sein. Jeder hat seit den letzten Ereignissen mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen. Für Sepia und Sanzio steht die erste Lehrligsprüfung an und beide müssen üben, üben, üben … Und Nicki? Naja die experimentiert entgegen der Anweisungen ihrer Mutter mit ihren alchemistischen Kräften herum.
Als bei Sepia die Tintenmagie anscheinend ein wenig „durchzudrehen“ scheint, helfen ihr ihre Freunde natürlich. Doch so wie die Ereignisse laufen wird auch die gegenseitige Hilfe bisweilen ziemlich missverstanden.

Alles in allem ist auch die Fortsetzung durchaus gelungen. Die Grundstimmung ist etwas düsterer und die Charaktere sind gereifter. Aber warum auch nicht? Kinder werden größer und haben dann auch andere Probleme.
Schön fand ich die Auseinandersetzung mit der Geschichte von Flohall oder besser gesagt mit dem Umgang von Geschichte innerhalb der Gesellschaft von Flohall. Da ist das Thema von Schein und Sein sowie der Darstellung von vergangenen Ereignissen. Unaufgearbeitete Geschehnisse können in Gegenwart und Zukunft eben zu neuen Konflikten heranreifen.

Und jetzt zum einzigen Kritikpunkt, der häufiger dem mittleren Band einer Trilogie anhaftet – die Längen. Ja, für mich waren sie hier deutlich da. Ich hätte mir die Geschichte etwas straffer gewünscht. Es muss zwar viel Hintergrund erläutert werden, aber bisweilen zu viel, zu ausführlich und zum Teil mit indirekten Wiederholungen, derer es nicht bedurft hätte. Doch das ist Klangen meinerseits auf hohem Niveau.

Nach wie vor kann ich beide Bücher um Sepia nur bestens weiter empfehlen. Für mich sind es mit die interessantesten Publikationen für angehende Jugendliche, die in letzter Zeit erschienen sind. Und ich freue mich sehr auf den zukünftigen Band.

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Veröffentlicht am 04.03.2025

Eine interessante Welt

Das Geheimnis von Nox 1: Licht, Schatten – Flederratten!
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Eine nette Idee: Taglinge, die sich im Dunkeln verbarrikadieren und Feuer wie die Pest meiden. Denn Dank Magie ist die Nutzung des gefährliche Feuers nicht notwendig.
Und dann eine parallele Gesellschaft ...

Eine nette Idee: Taglinge, die sich im Dunkeln verbarrikadieren und Feuer wie die Pest meiden. Denn Dank Magie ist die Nutzung des gefährliche Feuers nicht notwendig.
Und dann eine parallele Gesellschaft in Nox – Wesen und Menschen die nur im Dunkeln richtig leben, nichts von Magie aber dafür viel von Feuer halten.
Mittendrin steht dann Fill, ein Tagling, der sich aber auch von der verbotenen Nacht angezogen fühlt. Und bei einem notwendigen, wenn auch verbotenen Ausflug in die Nacht lernt er Issa kennen, die mehr aus der Welt der Taglinge erfahren möchte.

Neben dem sprachlichen Witz der Autorin mag ich die Werte, die in dieser fantastischen Geschichte enthalten sind. Die Zusammenarbeit der Charaktere, wie sie sich trotz aller Gegensätze unterstützen und bisweilen bereit sind, dem anderen vorbehaltlos zu vertrauen; dieses Bild von Freundschaft gefällt mir und ist absolut vermittelnswert.

Und dann sind da noch die kleinen gestalterischen Details, die mich sehr ansprachen. Die Illustrationen von Lisa Frosch haben Pepp. Dazu dann noch der Druck auf hellem Papier solange die Handlung in der Welt der Taglinge spielt und auf dunklem Hintergrund, sobald es nach Nox geht. Das sind greifbare Dinge, die Kinder das Buch gerne zur Hand nehmen lassen.

Die Geschichte bekommt eine klare Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Schade, dass die Reihe im Deutschen nicht fortgesetzt wird

Der Nachtclan
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Wie ging es nun nach „Der Gebannte“ weiter?
Theo, der mit dem schrecklichen Fluch leben muss zu einer willenlosen Hülle für die Finsternis zu mutieren, hat immer mehr Probleme gegen eben diesen Fluch anzugehen. ...

Wie ging es nun nach „Der Gebannte“ weiter?
Theo, der mit dem schrecklichen Fluch leben muss zu einer willenlosen Hülle für die Finsternis zu mutieren, hat immer mehr Probleme gegen eben diesen Fluch anzugehen. Die etwas kratzbürstige und an sich sehr egozentrische Laviany entwickelt sich tatsächlich weiter, denn die bisherige Zweckbindung an ihre beiden Begleiter wird auf eine etwas familiärere Ebene gehoben, auch wenn der Charakter selbst sich das niemals wirklich eingestehen würde. Auch Scheron entwickelt ihre Kräfte weiter, die einen natürlichen Gegenpart zu denen von Theo darstellen. Doch sie kann ihn nicht mit ihren Kräften selbst vor seinem Schicksal retten.
Wie man sieht, wachsen die drei im Verlauf der Handlung zu einer kleinen Gemeinschaft zusammen, die versucht, sich dem anscheinend ihnen auferlegtem Schicksal entgegen zu stellen.
Schön war auch die Erweiterung des Gespanns durch den Fechter Milvio, der bereits im 1. Band gelegentlich aufgetaucht war. Er scheint mehr um die alten im Hintergrund konkurrierenden Mächte zu wissen.
Aber was genau, werde ich wohl niemals erfahren, denn einen dritten Band gibt es in Übersetzung ja nicht. Schade für mich, denn ich mag den Erzählstil und die Welt, die der Autor erschaffen hat.

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Kennt man einen, kennt man alle?

Magic Island - Ruf der Seelentiere. Eine magische Insel und sprechende Seelentiere: Fantasy-Buchreihe ab 11 Jahren (Magic Island, Bd. 1)
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Zum Inhalt der Geschichte möchte ich eigentlich nichts weiter ausführen, da es da bereits hinlängliche Rezensionen zu gibt. Und um es auch kurz zu machen – ich fand den Reihenauftakt wirklich schön, gut ...

Zum Inhalt der Geschichte möchte ich eigentlich nichts weiter ausführen, da es da bereits hinlängliche Rezensionen zu gibt. Und um es auch kurz zu machen – ich fand den Reihenauftakt wirklich schön, gut lesbar und werde gerne auch noch folgende Bände lesen.

Was mir diesmal jedoch so ein klein wenig zu denken gab ist die Frage – Kennt man einen, kennt man alle?
Mir fiel in diesem Buch so akut der immer wiederkehrende Handlungsaufbau auf. Zuerst wird der grundlegende Handlungsrahmen im Prolog kurz angerissen. Dann wird der Held eingeführt und auch recht zügig in die entsprechende Geschichte gesetzt, die er nun mit Hilfe von Begleitern (seinem Seelentier und einer kleinen Unterstützerparty) mehr oder weniger bewältigen muss. Dabei wird recht schnell klar, dass nicht immer alles so ist wie es scheint und man kann ohne weiteres erwarten, dass 1. Twists auftreten und 2. ein Cliffhanger den Band abschließt.
Ich will damit jedoch nicht sagen, dass ich einen derartigen Aufbau nicht mag. Doch irgendwie wird der Grundablauf dadurch ein wenig „monoton“. Und immer wieder ein Cliffhanger am Ende ist auch nicht immer sinnführend.

Wenn ich dann diesen Serienauftakt mit der älteren Kinderbuchreihe „Flüsterwald“ vergleiche, find ich letztere doch schöner.
Aber vielleicht kommt da ja in der Zukunft doch noch etwas anderes. Ich bleibe auf jeden Fall gespannt.

Kindern, die bisher noch keines von Andreas Suchaneks Büchern gelesen haben, kann ich diesen Serienauftakt absolut empfehlen, vor allem wenn sie auf tierische Begleiter stehen.

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Veröffentlicht am 26.03.2023

Liebe Kinder gebt fein acht, ich habe euch etwas Gruseliges mitgebracht.

Aveline Jones und die Geister von Stormhaven
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Was das Cover verspricht, hält das Buch voll und ganz.
Phil Hickes hat einen fantastisch schaurig schönen Erzählstiel, ohne für Kinder im ausgehenden Grundschulalter zu gruselig zu wirken; eben schaurig ...

Was das Cover verspricht, hält das Buch voll und ganz.
Phil Hickes hat einen fantastisch schaurig schönen Erzählstiel, ohne für Kinder im ausgehenden Grundschulalter zu gruselig zu wirken; eben schaurig schön.
Von einer sich langsam in den Winterschlaf zurückziehenden kleinen Küstenstadt in Cornwall, die eben einen herbstlich trostlosen, leeren und zunehmend stürmisch Eindruck zu Beginn der Handlung bietet, entwickelt sich das Setting bis zum Handlungshöhepunkt zu Halloween in eine schaurige, unheimliche Kulisse. Das steigert das Gruselempfinden beim Leser nach und nach.

Aveline als Hauptfigur bringt mit ihrer starken Neugier und relativen Furchtlosigkeit sowie ihrer Einstellung, dass eigentlich alles eine logische Erklärung haben müsste die Geschichte jedoch auf ein bodenständiges Niveau zurück, so dass Kinder nach dem Lesen nicht um schlaflose Nächte bangen müssen.

Dem Buch gebe ich eine wunderbare Leseempfehlung für die dunkle Jahreszeit, vorzugsweise für Mädchen, die einer Gänsehaut nicht abgeneigt sind. Nach ersten Umfragen, die ich hier vor Ort bei Jungen im Zielalter gemacht habe, findet das Buch dort nur begrenzt anklang, da sie gar keine Identifikation zu Aveline aufbauen können und die Geschichte als solches leider (noch) nicht genießen können. Das finde ich etwas schade denn eigentlich ist das Buch generell für alle geeignet, egal ob Junge oder Mädchen.

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