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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2023

Turbulent und actionreich

Sarania
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Ein tyrannischer Herrscher, dessen Macht immer weiter wächst.

Ein grausamer Krieg, dessen Höhepunkt noch lange nicht erreicht ist.

Eine Prophezeiung, die es zu erfüllen gilt.

Mit zwei Helden hat es ...

Ein tyrannischer Herrscher, dessen Macht immer weiter wächst.

Ein grausamer Krieg, dessen Höhepunkt noch lange nicht erreicht ist.

Eine Prophezeiung, die es zu erfüllen gilt.

Mit zwei Helden hat es begonnen und doch entscheiden nicht sie allein über das Schicksal Saranias.



Die Ereignisse schließen nahtlos an den Vorgänger an und wir befinden uns direkt mitten im Geschehen. Die ersten Kapitel fassen unauffällig und grob zusammen, was den jeweiligen Charakteren im ersten Band passiert ist. Das macht den Wiedereinstieg einfach.

Die Vollendung der Mission an sich ist letztendlich tatsächlich nicht besonders weit vorangeschritten. Den Gefährten werden stattdessen Steine in den Weg gelegt, so dass sie ständig durch irgendetwas von ihrem eigentlichen Ziel abgelenkt werden. Hier setzt sich Benalir der ein oder anderen Bedrohung aus, die er vielleicht besser vermieden hätte angesichts der Tatsache, dass nur er als Auserwählter den Schattenfürsten stürzen kann.. Aber der Hintergedanke ist natürlich absolut löblich und verständlich. Insgesamt machen sowohl Benalir als auch Sacerak eine Entwicklung durch. In dem jungen Magier scheint mehr zu stecken, als ihm bewusst ist. Ich bin gespannt, was wir von ihm noch erwarten dürfen.

Die Handlung ist turbulent und actionreich, es wird niemals langweilig. Teilweise wird es wieder sehr blutig und brutal, für schwache Nerven ist das nicht unbedingt geeignet. Der Autor versteht es außerdem perfekt in den spannendsten Momenten die Perspektive zu wechseln 😒🤪 Neben den zahlreichen bekannten Charakteren, werden uns auch Einblicke in die Vergangenheit und Gedankenwelt einiger Widersacher gewährt, was ich sehr interessant finde. Aber auch hier wieder: Ich hätte mir mehr weibliche Charaktere gewünscht. Die wenigen, die auftreten bleiben mir zu blass und unwichtig.

An dieser Stelle möchte ich nochmal die „Zusatzinhalte“ am Ende des Buches hervorheben: eine Karte zur besseren Orientierung, ein Register mit wichtigen Personen und Orten sowie ein Glossar mit Grundlagen der milunischen Grammatik, diversen Vokabeln und Redewendungen (denn der Autor hat sogar eine eigene Sprache für seine Sarania-Saga erdacht).

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Empfehlung für Fantasy-Leser, die schon Herr der Ringe und Harry Potter mochten

Sarania
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Ein tyrannischer Herrscher, ein grausamer Krieg, eine Prophezeiung, die alles verändert.

Zwei Helden, zwei Abenteuer, zwei Schicksale.

Der 15-jährige Benalir ahnt nicht, dass der Besuch eines nahe gelegenen ...

Ein tyrannischer Herrscher, ein grausamer Krieg, eine Prophezeiung, die alles verändert.

Zwei Helden, zwei Abenteuer, zwei Schicksale.

Der 15-jährige Benalir ahnt nicht, dass der Besuch eines nahe gelegenen Dorfes erst der Beginn einer gefährlichen Reise für ihn sein wird. Als Sohn eines Schmieds führt er ein bescheidenes und dennoch glückliches Leben. Das ändert sich allerdings schlagartig als er plötzlich zum Gejagten wird. Zudem wird ihm die Aufgabe auferlegt, einen übermächtigen Gegner zu Fall zu bringen.

Um den Kontinent Sarania und dessen Bewohner vor der Bedrohung durch den Schattenfürsten Zorano zu schützen, hat es sich der junge Magier Sacerak zum Ziel gemacht den abtrünnigen Hexenmeister aufzuspüren und zu vernichten. Denn die beiden verbindet mehr als nur die Befähigung zum Wirken von Magie.

Benalir ist naiv, unerfahren und absolut nicht kampferprobt, also im Prinzip völlig unvorbereitet für seine Mission. Ich kann seine Ängste und Unsicherheiten daher sehr gut nachvollziehen. Dass er sich in wenigen Tagen den Schwertkampf und das Bogenschießen nahezu selbst beibringt und sich dann sogar jahrelang ausgebildeten Kriegern gegenüber ebenbürtig fühlt, halte ich dann allerdings doch für etwas übertrieben, aber okay.

Sacerak erweist sich als sehr geheimnisvoller und undurchsichtiger Charakter. Bei ihm weiß man letztendlich nicht so richtig woran man ist. Wir erhalten ein paar Einblicke in seine Vergangenheit, was zumindest bei mir Fragen bezüglich seiner wahren Beweggründe aufgeworfen hat.

Die beiden Protagonisten sind interessant gestaltet und ich bin gespannt ob und wann sie aufeinander treffen werden. Es gibt natürlich noch zahlreiche andere Charaktere über die wir einiges durch einen allwissenden Erzähler erfahren. Dadurch verfügen wir immer über einen höheren Wissensstand als die Figuren. Das ein oder andere Mal musste ich deswegen wirklich schmunzeln. Ich hätte mir allerdings mehr weibliche Charaktere gewünscht. Es gibt letztendlich nur ein oder zwei erwähnenswerte und diese bleiben leider eher blass.

Das umfangreiche Worldbuilding hat mir gut gefallen. Wir treffen auf verschiedene Völker: unter anderem Zwerge, Waldelfen, Meermenschen und Löwenmenschen. Am Ende des Buches finden wir außerdem eine Karte zur besseren Orientierung. Besonders ist auch, dass der Autor eine eigene Sprache für die Sarania-Saga erdacht hat. Es gibt sogar ein Glossar mit Grundlagen der milunischen Grammatik, diverse Vokabeln und Redewendungen. Richtig toll!

Eine Empfehlung für Fantasy-Leser, die schon Herr der Ringe und Harry Potter mochten.

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Zauberhafte Erzählungen, die zum Träumen einladen

Maries zauberschöne Kurzgeschichten
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Wir halten hier jenes Notizbuch in den Händen, welches die Märchen erzählt, die Marie in ihrer eigenen Geschichte „Es wird einmal …“ vorliest.

Es geht um einsame Drachen, mutige Prinzessinnen, verfluchte ...

Wir halten hier jenes Notizbuch in den Händen, welches die Märchen erzählt, die Marie in ihrer eigenen Geschichte „Es wird einmal …“ vorliest.

Es geht um einsame Drachen, mutige Prinzessinnen, verfluchte Prinzen, magische Apfelbäumchen, zarte Feenwesen, wilde Piraten und schokoladenliebende Rentiere. Freundschaft, Familienbande und die Liebe spielen ebenso eine wichtige Rolle wie Ängste, Zweifel, Wünsche und Hoffnungen. Da ist nicht nur für jede Jahreszeit, sondern auch für jede Altersklasse etwas dabei!

Rosalie Tinker hält 7 zauberhafte Erzählungen für uns bereit, die zum Träumen einladen. Sie überzeugen mit wunderschönen Formulierungen und einem märchenhaften Schreibstil. Das besondere Sahnehäubchen sind die zuckrigen und pastellfarbenen Illustrationen. Alles vielleicht etwas kitschig, naiv und eben durch die rosarote Brille gesehen, aber ich mag‘s 💖

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Veröffentlicht am 28.03.2023

Fantasy-Horror mit einem Hauch von Krimi-Elementen

Der Geisterbaum
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In einer abgelegenen Kleinstadt werden zwei Mädchenleichen gefunden und doch wird sich niemand in ein paar Tagen mehr daran erinnern können… Auch der 14jährigen Lauren ist sofort klar, dass der Fall nie ...

In einer abgelegenen Kleinstadt werden zwei Mädchenleichen gefunden und doch wird sich niemand in ein paar Tagen mehr daran erinnern können… Auch der 14jährigen Lauren ist sofort klar, dass der Fall nie gelöst werden wird, schließlich ist auch der Mord an ihrem Vater immer noch ungeklärt. Warum musste ihr Vater sterben? Wie kann es sein, dass die Bewohner einer ganzen Stadt vergessen, dass immer wieder Mädchen verschwinden? Und welche Rolle spielt der berüchtigte Geisterbaum dabei?

Wir erleben einen allwissenden Erzähler und somit verschiedene Sichtweisen, so dass wir immer mehr wissen als Protagonistin Lauren und dennoch selber weiter im Dunkeln tappen. Ich habe bis zum Ende gerätselt, wer oder was tatsächlich hinter allem steckt. Spannend! Ganz besonders in Herz geschlossen habe ich Laurens kleinen Bruder David.

Es handelt sich hier um Fantasy-Horror mit einem Hauch von Krimi-Elementen. Übernatürlich, düster, gruselig, brutal, blutig und beängstigend. Das ist nichts für schwache Nerven. Neben den offensichtlich ernsten Themen, spielen auch Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Slut-Shaming eine Rolle. Der Schreibstil ist gewohnt fesselnd und mitreißend. Ich freue mich auf weitere schaurige Geschichten von Christina Henry.

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Veröffentlicht am 21.03.2023

Für Buchliebhaber definitiv eine Empfehlung

Die geflohene Geschichte
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Worte haben große Macht, das weiß jeder in Kapitolo, der sogenannten Stadt der Figuren. Hier können erdachte Figuren lebendig werden, in dem sie aus der Fantasie-Welt in die Realität übertreten. Warum ...

Worte haben große Macht, das weiß jeder in Kapitolo, der sogenannten Stadt der Figuren. Hier können erdachte Figuren lebendig werden, in dem sie aus der Fantasie-Welt in die Realität übertreten. Warum und unter welchen Bedingungen das geschieht, weiß niemand so genau. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass Figuren den Menschen gefährlich werden können. Daher muss jeder, der des Schreibens mächtig ist, seine Fingerabdrücke und eine Speichelprobe abgeben. Anhand derer kann eine Figur seinem Schöpfer zugeordnet werden, denn dieser haftet letztendlich für die Taten seiner Figuren.

Kate hatte nie Probleme mit ihren Figuren, umso geschockter ist sie, als die Polizei sie plötzlich aufsucht: eine ihrer Figuren soll einen Mord begangen haben! Um ihre Karriere zu retten und mögliche strafrechtliche Konsequenzen so gering wie möglich zu halten, begibt sie sich auf die Suche nach ihrer Figur. Dabei stößt sie auf einige Geheimnisse und wandelt außerdem auf den Spuren einer Vergangenheit, die sie bisher mehr oder weniger erfolgreich verdrängt hat.

Kate Kowalski ist nicht nur Autorin dieses Buches, sondern gleichzeitig auch die Protagonistin. Es handelt sich also im Prinzip um eine fantastische Biografie. Sie berichtet von einem Verbrechen, das angeblich eine ihrer Figuren begangen haben soll, von dem damit einhergehenden Medienspektakel und ihrer Suche nach der Wahrheit. Wir tauchen auch rund 100 Seiten in ihre Vergangenheit ein, was wirklich sehr spannend war.

Mir hat die Idee rund um Kapitolo und das Lebendig-werden von Figuren unheimlich gut gefallen. Traurig fand ich jedoch den radikalen Umgang mit ihnen. Sie werden gejagt, eingefangen und zurück in ihre Buchwelten geschickt. Nicht selten werden sie dabei verletzt oder schlimmeres. Und das, obwohl noch lange nicht alle Figuren straffällig werden. Einige fliehen sogar aus ihrer eigenen Geschichte, denn sind wir mal ehrlich: nicht jeder Figur ergeht es in Büchern gut. Daher suchen sie oft jemanden, der ihnen ein besseres Ende schreiben kann. Und dennoch sind die Angst, die Vorurteile und der Hass ihnen gegenüber groß.

Das Worldbuilding ist ziemlich umfangreich, es gibt sogar ein eigenes Justizsystem für Figuren und ihre Schöpfer. Aufgrund dessen konnte ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, warum so viele Autoren das Risiko eingehen mit nicht unerheblichen Strafen belegt zu werden. Autoren drohen hohe Bußgelder oder sogar Gefängnisstrafen für Taten, die sie eigentlich nicht selbst begangen haben.

„Die geflohene Geschichte“ ist ein Genre-Mix aus Urban-Fantasy, Krimi und Biografie-Anteilen, der mich insgesamt überzeugen und unterhalten konnte. Für Buchliebhaber definitiv eine Empfehlung.

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