Es ist Mariana da Silvas erster Krimi und schon das Cover ist ein Hingucker. Wenn man so wie ich Bücher schon mal nach dem schönen Titelbild kauft, dann fällt dieser Krimi auf jeden Fall auf.
Den blauen ...
Es ist Mariana da Silvas erster Krimi und schon das Cover ist ein Hingucker. Wenn man so wie ich Bücher schon mal nach dem schönen Titelbild kauft, dann fällt dieser Krimi auf jeden Fall auf.
Den blauen Azulejos kann man in Portugal nicht entgehen, ganze Bilder sind in Fliesen gelegt und eins ist schöner als das andere und so deutet die Auswahl an blauen und jeweils unterschiedlichen Fliesen schon auf ein Buch hin, das mit Portugal zu tun hat.
Ria Almeida ist eigentlich zu Beerdigung ihres Großvaters nach Portugal gekommen, normalerweise lebt sie in Stuttgart und hat sich dort vor einiger Zeit nach menschlichen Enttäuschungen im Ermittlungsdienst zur Streifenpolizei versetzen lassen. Nur, glücklich ist sie dort auch nicht. Ein Monat Abstand von der Arbeit soll ihren Kopf frei machen und ihr einen Weg weisen, wie ihr Leben weiter gehen könnte.
Schon kurz nach der Beerdigung wird in dem Dorf, in dem es eigentlich gar keinen Mord gibt, eine tote Frau gefunden. Zunächst wird der Fall auch als Unfall angesehen, aber dann verschwindet die Leiche aus dem Haus des Bestatters und für Rias Cousin Joao, den Polizisten des Dorfes, beginnt die erste Ermittlung in einem Kriminalfall. Ria hilft tatkräftig mit und selbst als die übergeordnete Polizei in Aveira den Fall an sich zieht und der sehr unsympathische Kommissar Baptista den Fall übernimmt, ist sie weiterhin mit von der Partie. Und tatsächlich bringen Ria und Joao die Ermittlungen weiter.
Der Krimi bleibt spannend bis zuletzt und die Auflösung war eine Überraschung für mich. Mehr soll aber auch nicht verraten werden.
Die portugiesische Küche kommt auf keinen Fall zu kurz, ganz oft würde man gerne mit am Tisch sitzen und auch die beschriebenen sehenswerten Orte der Region machen Lust auf einen Besuch.
Ich denke, dieses Buch könnte der Auftakt einer ganzen Reihe von Krimis um Ria und Joao sein. Ich gehe nach dem Schluss schon davon aus, dass Ria sich für Portugal entscheidet und wer weiß, vielleicht ist Baptista ja doch nicht ganz so unsympathisch, wie er sich gerne gibt.
Selten hat mich ein Buch schon auf den ersten Seiten so aufgeregt. Und das ist eher ein gutes denn ein schlechtes Zeichen.
Frida lebt mit ihrer Tochter Harriet allein in Philadelphia. Sie teilt sich mit ...
Selten hat mich ein Buch schon auf den ersten Seiten so aufgeregt. Und das ist eher ein gutes denn ein schlechtes Zeichen.
Frida lebt mit ihrer Tochter Harriet allein in Philadelphia. Sie teilt sich mit ihrem Ex-Mann die Aufsichtspflicht, dennoch liegt die Hauptlast der Pflege des Kleinkindes bei ihr. Nach mehreren durchwachten Nächten mit einer kränkelnden und weinenden Tochter, lässt sie die Kleine allein, um in ihrem Büro etwas abzuholen. Darauf werden die Nachbarn aufmerksam, die die Polizei verständigen. Und damit nimmt das Unheil seinen Lauf.
Natürlich sollte man Kleinkinder nicht – und auch nicht für vermeintlich kurze Zeit – sich selbst überlassen. Und schon gar nicht in diesem Staat, der hier geschildert wird. Ich fühlte mich relativ oft an Zukunftsdystopien wie „Der Report der Magd“ oder „1984“ erinnert, Science Fiction, die uns damals erschreckt hat. Auch hier geht es nicht um eine „Mütterschule“, die real existiert. Aber es wäre möglich und das ist schlimm genug. Überwachung ist in Teilen der Welt schon möglich und wird gehandhabt, nur bisher noch nicht in dieser Form. Aber denken wir an die Corona-Beschränkungen in chinesischen Städten, wo die Bevölkerung ganz engmaschig überwacht wurde.
Es sind mehrere Themen, die offen oder unterschwellig im Buch angesprochen werden.
Es geht um Denunziantentum.
Es geht darum, Selbstbewusstsein zu brechen.
Es geht um die totale Überwachung.
Es wird absoluter Gehorsam gefordert, Abweichungen von den Vorgaben oder eigene Entscheidungen sind nicht vorgesehen.
Es geht unterschwellig auch darum, dass Frida als Nachfahrin chinesischer Eltern immer etwas schlechter dasteht als weiße Mütter.
Und es ist außerdem immer wieder eine Machtdemonstration derer, die das Sagen haben. So verständnisvoll sie sich auch geben mögen.
Die rosa Uniformen und die rosa Dienstkleidung in der Schule sind im Umschlag als Grundfarbe aufgegriffen worden. Der Weg durch die farblich abgestuften Tore führt ins Ungewisse. Das hat Frida ein ganzes Jahr lang erleben müssen und so endet das Buch auch.
Für mich eine absolute Leseempfehlung und daher volle Punktzahl.
Am Ende eines Gletschertals gibt es zwei Dörfer: Almenen und ziemlich unzugänglich weiter oben durch einen Wald hindurch Jakobsleiter. Almenen gehört noch zur Zivilisation, in Jakobsleiter hat man das ...
Am Ende eines Gletschertals gibt es zwei Dörfer: Almenen und ziemlich unzugänglich weiter oben durch einen Wald hindurch Jakobsleiter. Almenen gehört noch zur Zivilisation, in Jakobsleiter hat man das Gefühl, ist die Zeit stehengeblieben. Auch dort leben Menschen, aber sie hausen in höhlenähnlichen Verschlägen und leben von dem, was die Natur ihnen gibt und das ist nicht viel.
Drei Kinder wachsen dort auf: Jesse, Rebekka und Edith und aus ihrer Sicht wird die Handlung erzählt. Dazu kommt noch die Erzählperspektive von Smilla, die vor 10 Jahren ihre Freundin in dieser Gegend verlor und von Laura, die als Lehrerin nach Almenen versetzt wurde und die den Kindern die Chance auf eine andere Zukunft verschaffen will.
Während Smilla seit vielen Jahren nach ihrer verschwundenen Freundin Juli sucht und auch der Polizei gegenüber schon Beweise für weitere verschwundene Frauen geliefert hat, verschwindet auch Rebekka. Sie ist eines der Kinder aus der Siedlung und sie hatte mit dem Gedanken gespielt, Jakobsleiter den Rücken zu kehren. Lange ist nicht klar, ob ihr das gelungen ist, aber dann kommt sie selbst zu Wort und schildert eindrucksvoll ihre Situation.
Im Buch herrschen dunkle Farben vor, ich kann mich kaum an einen einzigen Sonnentag mit bunten Blumen erinnern. Sehr eindrücklich werden die Höhlengänge in unterschiedlichen Schwarz-Schattierungen im Bergmassiv, Wetterkapriolen mit Regen und Sturm und Lawinenabgängen und dunkle Behausungen beschrieben und schöne und seltene Blumen tauchen lediglich auf, wenn von Pflanzenbewuchs auf Aas berichtet wird. Dennoch sind die Kinder zu Beginn durchaus vertrauensvoll, mögen sich untereinander, hängen an ihren Eltern und haben sogar einen Wolf dressiert.
Die Stimmung ändert sich schleichend im Laufe des Buches, auch wenn die Sympathie untereinander immer noch da ist. Die Kinder sind es auch, die man am ehesten als unvoreingenommen bezeichnen könnte. Auf sie hat der selbsternannte Priester des Ortes noch keinen Einfluss gewinnen können. Manchmal schien es mir so, als ob sie das, was die Erwachsenen ihnen täglich predigen, einem Realitätstest unterziehen. Sind alle Dörfler gut und alle Städter schlecht? Kann man das so verallgemeinern?
Die Autorin versteht es sehr gut, Fährten zu legen, die später gedanklich in die Irre führen. Mir passierte es mehrere Male, dass ich einen Verdacht zu haben glaubte, der sich später als falsch herausgestellt hat.
Während das Buch am Anfang noch ein paar Längen hatte, so zog es mich doch immer mehr in seinen Bann und die letzte Lesestunde endete erst nach Mitternacht.
Der Titel „Wolfskinder“ passt in zweierlei Hinsicht: tatsächlich haben die Kinder einen Wolf aus einem Wurf retten können, dessen Mutter abgeschossen wurde und sie haben ihn domestiziert und an sich gewöhnt.
Andererseits werden Kinder als Wolfskinder bezeichnet, die weitgehend ohne Zutun der Erwachsenen aufwachsen und sich schon in sehr jungem Alter allein durchschlagen. Kaspar Hauser ist das berühmteste Beispiel dafür. Im Buch kann wohl am ehesten Edith als Wolfskind bezeichnet werden.
Das Titelbild eines im Schatten liegenden Bergmassivs mit kargem Pflanzenbewuchs und darüber kreisenden Vögeln passt wunderbar zur dunklen Stimmung und unterstreicht noch einmal die Unzugänglichkeit der Gegend und die schwierigen Wegeverhältnisse.
Es war mein erstes Buch mit geschichtlichem Hintergrund von Sabine Weiß, bisher kannte ich nur Krimis der Autorin.
Die Geschichte beginnt mit dem Feldzug des deutschen Königs Friedrich Barbarossa gegen ...
Es war mein erstes Buch mit geschichtlichem Hintergrund von Sabine Weiß, bisher kannte ich nur Krimis der Autorin.
Die Geschichte beginnt mit dem Feldzug des deutschen Königs Friedrich Barbarossa gegen die aufmüpfigen Städte Italiens, hier insbesondere Mailand. Der Kölner Bischof Reinald von Dassel, der sich im Gefolge des Königs befindet, entdeckt die Gebeine der Heiligen Drei Könige in einer Kirche außerhalb der Stadt. Als Vertrauter des Königs gelingt es ihm, die Reliquien für Köln zu gewinnen. Hier lernen wir auch bereits Jilles (Ägidius) kennen, einen Waisenjungen, der vom Bistum Köln aufgenommen und ausgebildet wurde. Jilles soll die Bewachung der Gebeine über die Alpen planen und begleiten. Diese Entscheidung Reinald von Dassels war eine wegweisende Entscheidung. Im Mittelalter waren Pilgerfahrten oft der einzige Weg, einmal auch andere Städte oder Gegenden kennenzulernen und so kamen viele Pilger nach Köln und sie waren auch durchaus gewillt, viel Geld in der Stadt zu lassen.
Viele Jahre später, Reinald von Dassel hat bereits das Zeitliche gesegnet, beschließt der neue Bischof Philip von Heinsberg, einen kunstvollen Schrein für die Könige anfertigen zu lassen und schickt Jilles auf die Suche nach einem kunstfertigen Goldschmied. Der findet ihn in Verdun, aber wen er zunächst dort vorfindet, ist ein geschlagener Mann namens Nicolaus, dem das Schicksal zunächst seine Frau und dann auch noch zwei seiner Kinder geraubt hat.
Hier in Verdun beginnt die lebenslange Freundschaft zwischen Jilles und Nicolaus. Dieser lässt sich überzeugen, mit der ganzen Familie nach Köln zu ziehen und die Arbeiten am Schrein zu beginnen.
Diesen Nicolaus von Verdun hat es tatsächlich gegeben, einige sehr kunstvolle Goldschmiedearbeiten in Frankreich, Österreich und Deutschland wurden von seiner Hand geschaffen. Die Geschichte seiner Familie ist allerdings Fiktion und um das Ganze ein wenig spannender zu machen, mussten natürlich auch familiäre Zwistigkeiten mit eingebaut werden.
So erleben wir das schwierige Verhältnis von Nicolaus zu seinem Bruder, seine Probleme mit seinem Sohn Louis, der eher nach dem Onkel schlägt und so gar nicht in die Familie passt. Wir erleben, dass Nicolaus zunächst einmal sehr unwillig von den Kölner Goldschmieden aufgenommen wird, dass das Domkapitel ebenfalls nicht auf seiner Seite steht und dass auch Bischöfe ihre Meinung dauernd ändern können.
Nach Überwindung von Anfangsschwierigkeiten geht es dann endlich ans Werk und Sabine Weiß hat diese Arbeit mit Gold, Silber und Edelmetallen, mit Glas und Edelsteinen sehr anschaulich beschrieben. Ich habe zumindest dabei gelernt, dass Gold ein sehr dankbares Material ist, das man immer wieder, wenn es erforderlich ist, einschmelzen kann und einen Neuanfang wagen kann. Und diese Neuanfänge gab es häufiger, nicht weil die eigene Arbeit schlecht war, sondern weil immer wieder neue Anforderungen geäußert wurden, weil plötzlich ein derzeitiger König zwischen den Heiligen Drei Königen platziert werden wollte oder ein Bischof sich verewigen wollte.
All das ist eingebettet in die Geschichte der Familie, wobei die tatsächliche Historie den zeitlichen Rahmen bildet, aber nicht ständig Erwähnung findet. Zunächst einmal ist es eine reine Familiengeschichte, erst später, schon fast zum Schluss, spielen dann auch die tatsächlichen Ereignisse eine größere Rolle. So wird der Kinderkreuzzug erwähnt, Franz von Assisi hat sich von Rom abgewendet, Otto IV. wird von Philip von Schwaben besiegt, nachdem nur noch Köln zu ihm gehalten hatte. Das ist wie ein Parforceritt durch mehrere Jahrzehnte und diese Ereignisse spielen auch für den Schrein und seine Entstehung keine Rolle mehr, darauf kommen wir erst ganz zum Schluss wieder zurück.
Für mich war das Buch eine im Hochmittelalter angesiedelte Geschichte um ein Kunstwerk und seinen Erschaffer, beim nächsten Besuch im Kölner Dom werde ich mit Sicherheit genauer hinsehen. Die letzten Kapitel, die uns die geschichtlichen Hintergründe der Zeit schildern, fügen sich nicht 100 %ig in die Handlung ein, zumal die Handlung sich dann auch von Köln und dem Schrein entfernt. Erst zum Schluss zur feierlichen Einweihung des Schreines geht es zurück nach Köln. Und das Buch schließt so, wie es angefangen hat: mit Jilles und seiner besonderen Beziehung zu den Gebeinen der Heiligen Drei Könige. Gerade dieser emotionale Schluss hat mir gut gefallen und rundet das Geschehen ab.
Auch wenn die letzten Kapitel so etwas wie eine geschichtliche Zusammenfassung im Eilverfahren waren, so las sich das Buch doch sehr flüssig und ließ den Leser in die Zeit des Hochmittelalters eintauchen.
Es war auch hilfreich, dass Sabine Weiß ganz zum Schluss noch einmal klar Realität und Fiktion getrennt hat und dass sie auch die Geschichte des Schreins in den folgenden Jahrhunderten zusammengefasst hat.
Bei Arbeiten an einem Windpark auf hoher See ist ein Mann tödlich verunglückt. Sein Tod entpuppt sich schon bald als kaltblütiger Mord, aber an Bord herrscht Schweigen. Der Tote war alles andere als beliebt ...
Bei Arbeiten an einem Windpark auf hoher See ist ein Mann tödlich verunglückt. Sein Tod entpuppt sich schon bald als kaltblütiger Mord, aber an Bord herrscht Schweigen. Der Tote war alles andere als beliebt gewesen. Bis es zu einem weiteren tragischen Todesfall kommt.
Die Arbeiten werden sehr anschaulich beschrieben, trotzdem habe ich mir auf Youtube mal einige Videos solcher Aufbauarbeiten an Windparks auf hoher See angesehen. Man kann sich sonst kaum vorstellen, wie ein Schiff auf Stelzen gestellt wird, um an dem Turm eines Windrades arbeiten zu können und Rotorblätter anzubringen. Allein schon der Schauplatz dieses Mordes ist faszinierend, allerdings wahrscheinlich nicht für die Männer und Frauen, die tagaus, tagein hier ihre Arbeit verrichten müssen und das auch oft bei schlechterem Wetter, als es Chevalier bei seinen Ermittlungen hat.
Alan Poyet war Kontrolleur von Sicherheitsmaßnahmen bei der Arbeit an Windparks. Er war pingelig, nachtragend und in den Augen der Techniker und Monteure kein angenehmer Mensch. Er hatte außerdem genug Einfluss, dafür zu sorgen, dass Arbeiter ihren Job verloren, wenn er sie auf dem Kieker hatte. Ob im Affekt oder geplant, bei seinem Sturz wurde jedenfalls nachgeholfen und Chevalier und seinen Mitarbeitern obliegt nun die Suche nach dem Schuldigen. Der erste Verdächtige kommt kurz danach auf der Flucht vor Chevalier bei einem Sturz ums Leben.
Und dabei bleibt es nicht. Die Ermittler versuchen von der Motivseite die Zahl der Verdächtigen einzugrenzen. Sie sind sich sicher, dass der Schlüssel für die Morde an Bord in einem früheren Unfall zu suchen ist und konzentrieren sich daher auf die Vergangenheit. Da taucht auch so einiges an Ungereimtheiten auf, da gab es schwere Unfälle, Arbeiter kamen zu Tode oder wurden arbeitsunfähig. Und immer wieder versucht die Betreibergesellschaft, die Schuld von sich abzuwälzen, damit sie die lebenslangen Kosten nicht tragen muss.
Wir lernen die harte Seite dieser Arbeit kennen, die Menschen, die die Windräder montieren sind ohne Pause wochenlang an Bord, die Arbeit ist eng getaktet und die Regeln ausgesprochen streng gefasst.
Nachdem auch ein weiterer dringend Tatverdächtiger eines Morgens tot in seiner Kabine gefunden wird und eine nähere Begutachtung des Toten ergibt, dass auch er umgebracht wurde, müssen die Ermittlungen von vorne beginnen.
Es ist schon frustrierend, wenn die Motivsuche zwar immer wieder neue Ansatzpunkte ergibt, sich daraus aber im Endeffekt doch keine Anklage erheben lässt, weil z. B. Alibis hieb- und stichfest sind.
Natürlich werden die Morde schlussendlich geklärt, aber wir erleben den Frust der Beamten hautnah, die hohen Erwartungen der Vorgesetzten, die sich so gerne als erfolgreiche Behörde präsentieren wollen und Druck auf ihre Leute ausüben und wir erleben natürlich auch, dass Ermittler ein Privatleben haben und dass auch die Familie Ansprüche stellt, dass kleinere Unfälle das Privatleben durcheinanderbringen, allerdings auch, dass eine funktionierende und verständnisvolle Beziehung sehr viel Rückhalt geben kann.
Die Suche Chevaliers nach seiner Mutter ist ein Thema, das sich schon durch mehrere seiner Krimis zieht und möglicherweise wird es auch noch einige Bücher brauchen, um Licht ins Dunkel zu bringen. Gespannter bin ich auf die Verbindungen von Chevaliers Vorgesetzten Vignaud in obskure Kreise, da erhoffe ich mir im nächsten Band mehr Aufklärung. Vielleicht wird man ihn dann endlich los.
Für mich war es der dritte Band um Commissaire Chevalier und ich empfand ihn als spannende Unterhaltung vor einem faszinierenden Hintergrund. Ein Windpark-Errichterschiff als Schauplatz von Morden auszuwählen, das hatte etwas Besonderes und brachte dem Leser einen Arbeitsplatz näher, den man sonst nicht kennenlernt.