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Veröffentlicht am 26.04.2023

Zauberhaft und kurz

Die Tage in der Buchhandlung Morisaki
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"Die Tage in der Buchhandlung Morisaki" von Satoshi Yagisawa ist eine sehr ruhige Erzählung mit einer ganz besonderen Atmosphäre.
Takako gerät von einem Tag auf den anderen ihr Leben aus den Fugen. Ihr ...

"Die Tage in der Buchhandlung Morisaki" von Satoshi Yagisawa ist eine sehr ruhige Erzählung mit einer ganz besonderen Atmosphäre.
Takako gerät von einem Tag auf den anderen ihr Leben aus den Fugen. Ihr Freund eröffnet ihr zu heiraten, eine andere und da sie in der selben Firma arbeiten, kann sie da auch nicht hingehen. Ein lange nicht mehr gesehener Onkel bietet ihr an, bei ihm Unterschlupf zu finden und auch Arbeit.
Und so findet sie sich in einem kleinen Antiquariat in Jimbōchō, dem Bücherviertel Tokios wieder.
Mit den Büchern verbindet sie nichts, sie liest nicht, sie will sich nur verkriechen und schlafen. Ganz langsam knüpft sie wieder ans Leben an, spricht mit Kunden, mag ihren Onkel wieder und vor allen Dingen, sie entdeckt die Bücher.
Mit ihrem steigenden Interesse an den Büchern und Geschichten, findet sie sich auch selber wider. Das alles wird hier ganz zart und behutsam erzählt.
Mir gefällt sehr gut, hier die japanische Kultur wieder ein Stück weit näher kennen lernen zu dürfen, auf eine sehr schöne Art und Weise. Die Charaktere, mit denen wir hier zu tun bekommen, werden trotz der Kürze gut gezeichnet und prägen sich ein.
Für mich hätte dieser Roman gerne ein paar Seiten mehr haben dürfen und damit noch einige der angerissenen Themen vertiefen.

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Veröffentlicht am 26.04.2023

Burschenschaft zu Heidelberg

Wahnspiel
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"Wahnspiel" von Kilian Eisfeld is ein Krimi, der im Laufe der Handlung mit so einigen Wendungen überraschte,
Lukas Schneider hat gemordet und der Film davon ging ins Internet. Für seinen Mord ist er im ...

"Wahnspiel" von Kilian Eisfeld is ein Krimi, der im Laufe der Handlung mit so einigen Wendungen überraschte,
Lukas Schneider hat gemordet und der Film davon ging ins Internet. Für seinen Mord ist er im Gefängnis, nur wer hat den Film davon gedreht? Jetzt wird der Mörder entlassen, vorzeitig und natürlich sind da so einige nicht begeistert davon. Nachdem er komplett von der Bildfläche verschwunden ist, wird eine menschliche Hand gefunden. Die Ermittlungen gehen in viele Richtungen.
Mit Alex Schwerdt und Sofija Marković werden hier zwei Ermittler eingeführt, die polarisieren. Sie sind nicht perfekt, auch nicht unbedingt sympathisch, schaffen es aber eine Bindung aufzubauen, zum Leser und die Spannung in einer Nebenhandlung aufrecht zu erhalten.
Das Buch beginnt sehr spannend, diese Spannung bleibt nicht durchweg erhalten, aber im Hintergrund werden hier so viele Fäden verknüpft und Charaktere gezeichnet, dass man immer tiefer in diese Kreise mit einbezogen wird. Unmerklich erweitern sich die Ermittlungen in neue Kreise und Ebenen. Die Geschichte hat Tiefe und die Ermittlungsarbeit fühlt sich echt an, ermitteln ist nicht immer spannend.
Ich mochte hier die ganze Atmosphäre sehr und auch die vielen verschrobenen Charaktere, bei denen wirklich nie Verwechslungsgefahr bestand.
Eine Reihe, von der ich gerne mehr lesen würde.

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Veröffentlicht am 16.04.2023

Die eigenen Wurzeln

Rote Sirenen
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"Rote Sirenen" von Victoria Belim ist die Geschichte einer ukrainischen Familie. Victoria lebt in Belgien, kann und will ihre Herkunft aber nicht vergessen.
Gerade, als es in der Ukraine zu Auseinandersetzungen ...

"Rote Sirenen" von Victoria Belim ist die Geschichte einer ukrainischen Familie. Victoria lebt in Belgien, kann und will ihre Herkunft aber nicht vergessen.
Gerade, als es in der Ukraine zu Auseinandersetzungen kommt, Krieg und Unruhen herrschen, kehrt sie zurück. Zurück in den Obstgarten ihrer Großmutter, zurück um sich auf Spurensuche zu begeben.
Gerade Nikodim, ihr Urgroßvater, interessiert sie, aber gerade über ihn will Valentina, die Großmutter, nicht sprechen. Aber Victoria gibt nicht auf und sucht in Archiven, befragt Zeitzeugen und langsam zeichnet sich hier eine Geschichte ab.
Es wird hier sehr viel über das Land und seine Bewohner erzählt und auch über die besondere Beziehung zu Russland, ich fand das alles sehr interessant. Nicht nur wegen der momentanen Lage in diesem schönen Land. Man beginnt zu begreifen, warum die Bewohner teils auf dieser, teils auf der anderen Seite stehen, friedlich leben wollen sie aber alle.
Das Buch hat seine Längen, es ist interessant, aber nicht spannend erzählt. Teilweise musste ich mich zwingen, weiter in der Geschichte zu verbleiben, weil mich gerade etwas anderes interessierte, als hier weiter vertieft wurde.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, die Sprecherin passte mit ihrer Stimme sehr gut zum nüchternen Schreibstil.

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Das Ziel im Auge behalten

Lincoln Highway
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"Lincoln Highway" von Amor Towles habe ich als Hörbuch gehört. Es wurde sehr gut und passend gelesen von Uve Teschner, Julian Greis, Lisa Hrdina.
Emmet wird 1954 aus dem Gefängnis entlassen, er will nur ...

"Lincoln Highway" von Amor Towles habe ich als Hörbuch gehört. Es wurde sehr gut und passend gelesen von Uve Teschner, Julian Greis, Lisa Hrdina.
Emmet wird 1954 aus dem Gefängnis entlassen, er will nur eines, schnell nach Hause zu seinem kleinen Bruder Billy. Da ihr Vater tot ist, wollen die beiden gemeinsam die vor Jahren verschwundene Mutter suchen. Als Anhaltspunkt für ihren Aufenthalt haben die beiden nur eine alte Postkarte.
Der gelbe 48 Studebaker steht bereit, da kommen Duchess und Woolly, die sich unerlaubt selbst aus dem Gefängnis entfernt haben. Diese beiden wollen mitfahren, allerdings haben sie ein eigenes Ziel.
Emmet ist sehr gutmütig und vertaruensselig und lässt sich überzeugen einen Umweg zu fahren. Die Jungen verlieren sich unterwegs, geraten in wirklich abenteuerliche Situationen, lernen die unterschiedlichsten Menschen kennen und finden sich zwischendurch auch immer wieder.
es wird zu einem waschechten Roadmovie, mit viel Humor und auch Herzensgüte. Nicht alle Situationen sind glaubhaft, manches driftet schon ins Groteske ab, nicht immer kann ich Verständnis oder auch Mitgefühl für ihr Verhalten aufbringen, aber langweilig war es nie.
Das Buch hatte einige Längen, aber manchen Umweg hat es auch gebraucht, um die Tragik zu verstehen, in der die 4 Jungen sich wirklich befinden. Ein sehr gutes Buch, perfekt eingesprochen.

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Heute fahre ich bis zur nächsten Ecke, da gibt es Eis

Der Schokoriegel-Effekt
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"Der Schokoriegel-Effekt: mit einfachen Mitteln große Ziele erreichen" von Jonas Deichmann mit Unterstützung von Dr. Alexander Doujak bietet Rat und Inspirationen für ein erfülltes, erfolgreiches Leben ...

"Der Schokoriegel-Effekt: mit einfachen Mitteln große Ziele erreichen" von Jonas Deichmann mit Unterstützung von Dr. Alexander Doujak bietet Rat und Inspirationen für ein erfülltes, erfolgreiches Leben – beim Sport, im Alltag und im Business.
Der Autor, Jonas Deichmann, ist dafür bekannt, immer wieder Höchstleistungen, vor allem sportliche, zu erbringen. Ich lese sehr gerne solche Bücher über die Abenteuer in der heutigen Zeit. Sehr gerne vom Sportler selbst geschrieben und mit Fotos bereichert.
In diesem Buch geht es jetzt hauptsächlich um die Selbstmotivation, denn die Höchstleistung spielt sich im eigenen Kopf ab. Das wird hier in den einzelnen Kapiteln mithilfe von Impulsfragen gelöst.
Mir gefällt auch sehr gut die Art und Weise, wie der Autor aus seinem Leben und seinen Abenteuern erzählt, genauso möchte ich das lesen. Dafür fallen die Erklärungen mit der Motivation manchmal auch etwas kurz aus. Für Neueinsteiger super, man kann mit dem Buch richtig arbeiten, sich was erarbeiten.
Wer da schon etwas tiefer in der Materie steckt, wird hier enttäuscht zurück bleiben.
Insgesamt ist das Buch gut und übersichtlich gegliedert, bietet Anleitung und Anregung zum selbst handeln und man kann das Buch gleich nutzen, um seine eigenen Erfolge zu dokumentieren.

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