Neustart in der Neuen Welt mit viel Mut
Das Lied des Himmels und der MeereEmma Callsen lehnt eine sog. gute Partie ab und zieht es vor auszuwandern anstatt einen Mann zu heiraten den sie nicht liebt. So reist sie von Schleswig nach Kalifornien, um eine Stelle als Gesellschafterin ...
Emma Callsen lehnt eine sog. gute Partie ab und zieht es vor auszuwandern anstatt einen Mann zu heiraten den sie nicht liebt. So reist sie von Schleswig nach Kalifornien, um eine Stelle als Gesellschafterin anzutreten.
In Anlehnung an die Geschichte einer Vorfahrin erzählt die Autorin von Emmas Auswan-derung im Jahr 1872. Ihr Weg führt sie nach San Francisco und nach Eureka.
Emma scheint in ihrem neuen Leben mit einer Form von Leichtigkeit zu starten, oder die Autorin schafft das durch ihren Schreibstil. Dadurch wirkt das Reisen und Leben zu der damaligen Zeit weniger beschwerlich. Emma ist eine tolle Frau, die viel schafft und auch Verluste zu verkraften hat. Es wird aber auch gezeigt, dass gesellschaftliche Beschränkun-gen halt auch in der „neuen Welt“ weiter bestehen, wie das Gerede der Leute, wenn Frau etwas anders macht.
Mir hat dieser Roman richtig gut gefallen, was sicherlich auch daran liegt, dass ich gerne etwas über das Land, die Leute dort und in der Zeit lese. Ich finde es erstaunlich, was in relativ kurzer Zeit in den USA erschaffen wurde, was die Menschen bewegt haben. Dazu ist Kalifornien in seiner Vielfalt etwas besonderes. Im Epilog wird das Blau des Himmels, das Licht, erwähnt und das stimmt, das Licht in Kalifornien wirkt besonders.
Ein wirklich gut zu lesender Roman, der viele Themen behandelt und mir sehr gut gefallen hat.