Profilbild von Anti81

Anti81

Lesejury Star
offline

Anti81 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Anti81 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2023

Hartes Thema, seicht umgesetzt

Rauhnächte - Sie werden dich jagen
0

"Du musst rennen. Du musst schneller sein als sie. Schneller und schlauer."

Was für ein Teaser! Auch der Klappentext von „Rauhnächte“ klingt sehr vielversprechend. Das Thema des Thrillers ist auch richtig ...

"Du musst rennen. Du musst schneller sein als sie. Schneller und schlauer."

Was für ein Teaser! Auch der Klappentext von „Rauhnächte“ klingt sehr vielversprechend. Das Thema des Thrillers ist auch richtig heftig, aber im großen und ganzen würde ich sagen: Rennen muss hier keiner. Entspannt gehen reicht auch.
Das Buch hält leider nicht, was der Klappentext verspricht. Die Handlung dümpelt ganz nett vor sich hin, stellenweise wird es mal spannend, Emotionen kommen leider nur selten rüber. Ein totaler Flop war es für mich aber dennoch nicht.

Ich mache es kurz: Hartes Thema, seicht umgesetzt. Hier wurde Potential verschenkt. Kann man lesen, muss man aber nicht.

Und darum geht es:
Immer wieder verschwinden junge Frauen in den Nächten zwischen den Jahren. Sie alle kehren nach 12 Tagen verwirrt und gebrochen zurück. Jede geht anders mit dem Erlebten um, doch eins haben alle gemeinsam: Sie schweigen! Was ist Ihnen zugestoßen? Als wieder ein Mädchen verschwindet, versucht Lisa dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2026

Kann man lesen, muss man aber nicht

John
0

Nach ihrer Flucht hat Yoko endlich ihren Platz gefunden. Mit einer neuen Identität lebt sie als John auf einer kleinen griechischen Insel. Von der einstigen Mörderin ist nichts mehr geblieben. John ist ...

Nach ihrer Flucht hat Yoko endlich ihren Platz gefunden. Mit einer neuen Identität lebt sie als John auf einer kleinen griechischen Insel. Von der einstigen Mörderin ist nichts mehr geblieben. John ist in Sicherheit und zur Ruhe gekommen. Doch der Schein trügt, denn die Jagd nach Yoko geht in eine neue Runde...

Eigentlich war für mich mit „Yoko“ die Geschichte zu Ende. Dass es eine Fortsetzung dieses tollen Thrillers geben sollte, hat mich wirklich überrascht. Klar, der erste Teil hatte ein offenes Ende. Aber es passte einfach perfekt zur Story. Und es kam, wie befürchtet. „John“ reicht nicht an „Yoko“ heran. Wenig Action, wenig Emotionen, wenig Sogwirkung. Natürlich ist es nicht uninteressant, zu erfahren, was aus Yoko geworden ist. Die Spannung bleibt hier allerdings etwas auf der Strecke. Für mich der beste Beweis, dass es manchmal besser ist, gute Geschichten nach einem Buch ruhen zu lassen.

Kurz: „Yoko“ absolut unterhaltsam und spannend, „John“ kann man lesen, muss man aber nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2025

Ein Kapitel der Nachkriegszeit auf Borkun

Der Sommer am Ende der Welt
0

Die Journalistin Hanna reist nach Borkum, um über die Erlebnisse früherer Verschickungskinder zu berichten. Auch ihre Mutter war persönlich betroffen, so dass sie alles daran setzt, die Missstände der ...

Die Journalistin Hanna reist nach Borkum, um über die Erlebnisse früherer Verschickungskinder zu berichten. Auch ihre Mutter war persönlich betroffen, so dass sie alles daran setzt, die Missstände der „Kinderkuren“ aufzudecken. Doch sie stößt auf den Widerstand der Inselbewohner. Was haben sie zu verbergen? Und ist auch der Inselarzt Ole, Hannas neue Liebe, darin verwickelt?

Auf den neuen Roman von Eva Völler war ich besonders gespannt. Denn auch wir haben ehemalige Verschickungskinder in der Familie und ich hatte schon einiges über dieses eher weniger besprochene Kapitel der Nachkriegszeit gehört. „Der Sommer am Ende der Welt“ hat Lücken gefüllt und viel Wissenswertes zutage gebracht. Ich war erschüttert und bewegt, hätte mir aber gewünscht, dass das Thema „Verschickungskinder“ hier noch etwas intensiver beleuchtet wird. Die Liebesgeschichte zwischen Hanna und Ole hat – für meinen Geschmack – viel zu viel Raum eingenommen.
Dennoch durchaus lesenswert...

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2025

Ein neuer Fall für Carl Bruns

Alte Taten, neuer Zorn
0

Nachdem ich „Helle Tage, dunkle Schuld“ total gefeiert habe, konnte ich den neuen Krimi von Eva Völler kaum abwarten.

Darum geht es:
1949 - Der angesehene Richter Dr. Vahrendonk stirbt bei einem Giftanschlag. ...

Nachdem ich „Helle Tage, dunkle Schuld“ total gefeiert habe, konnte ich den neuen Krimi von Eva Völler kaum abwarten.

Darum geht es:
1949 - Der angesehene Richter Dr. Vahrendonk stirbt bei einem Giftanschlag. Im Laufe der Ermittlungen tauchen immer mehr Verdächtige auf, die alle ein Motiv für den Mord haben. Denn Vahrendonk soll sich während der Nazizeit furchtbarer Verbrechen schuldig gemacht haben. Auch privat hat Carl Bruns zu kämpfen. Denn seine Liebe zu Anne hängt nur an einem seidenen Faden. Und ein ominöser Fremder setzt alles daran, diesen endgültig zu zerreißen.

Ich mache es kurz:
„Alte Taten, neuer Zorn“ von Eva Völler ist ein solider Nachkriegskrimi, der aber nicht mit dem ersten Teil der Reihe mithalten kann. Mir persönlich hat die Liebesgeschichte zwischen Carl und Anne zu viel Raum eingenommen, während die Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen zu sehr in den Hintergrund gerückt ist. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Wer gerne spannende Liebesromane liest, ist hier an der richtigen Stelle. Wer viel Wert auf die Ermittlungsarbeit legt, wird evtl. etwas enttäuscht sein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2025

Ein sehr ruhiger Thriller

Die Frau des Serienkillers
0

Beth Hardcastle hat es nicht leicht. Ihr Mann Tom ist als mutmaßlicher Serienmörder von der Polizei verhaftet worden. Nachbarn und Freunde sind verunsichert, ihr idyllischer Heimatort Lower Tew steht Kopf. ...

Beth Hardcastle hat es nicht leicht. Ihr Mann Tom ist als mutmaßlicher Serienmörder von der Polizei verhaftet worden. Nachbarn und Freunde sind verunsichert, ihr idyllischer Heimatort Lower Tew steht Kopf. Wie viel hat Beth von den Taten ihres Mannes gewusst? War sie vielleicht sogar selbst beteiligt? Um ihre Tochter zu schützen, versucht Beth die perfekte Fassade der Familie trotz der prekären Situation aufrecht zu erhalten. Doch dafür muss sie ihr eigenes Geheimnis um jeden Preis bewahren...

Meine persönliche Lesermeinung:
„Die Frau des Serienkillers“ von Alice Hunter ist ein sehr ruhiger Thriller, den man gut nebenbei lesen kann. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, die Handlung fordert den Leser aber nicht besonders. Es passiert eigentlich lange Zeit nichts, was für den Plot wirklich von Bedeutung wäre. Die Story steht beinahe still. Dennoch hat es irgendwie Spaß gemacht, der Geschichte von Beth und Tom zu folgen. Hier ist es nochmal wichtig zu erwähnen, dass ich das Hörbuch gehört habe. Das Buch zu lesen, hätte mich voraussichtlich gelangweilt. Auch der Schluss hat mich nicht wirklich überrascht, die Wendung war absehbar. Für hartgesottene Thrillerfans ist es eher nichts (oder als Hörbuch nebenbei). Für Thriller-Einsteiger könnte es aber genau das richtige Buch sein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere