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Veröffentlicht am 05.12.2023

Ein bisschen anders als sonst

Der Nebel
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Ein unheimlicher Nebel verhüllt die Stadt, als Billy gemeinsam mit seinem Vater David zum Einkaufen geht. Sein einziger Gedanke gilt seiner Mutter und wie er zu ihr gelangen kann. Aber was wenn sich im ...

Ein unheimlicher Nebel verhüllt die Stadt, als Billy gemeinsam mit seinem Vater David zum Einkaufen geht. Sein einziger Gedanke gilt seiner Mutter und wie er zu ihr gelangen kann. Aber was wenn sich im Nebel noch etwas anderes außer den Häusern und Straßen der Kleinstadt verbirgt?

Zu Beginn erfolgt eine kurze Beschreibung der Umgebung, die einen guten Eindruck und ersten Überblick über die Stadt und den angrenzenden See liefert. So hatte ich direkt eine Vorstellung, wie sich die Kulisse gestaltet, vor der die Novelle spielt, und auch die Atmosphäre hat Stephen King exakt so eingefangen, dass ich ein klares Bild vor Augen hatte.
Dann ist man auch schon mitten im Geschehen und die erst so träge und ruhige Stimmung verwandelt sich mehr und mehr in eine ernst zu nehmende, angespannte Situation.
Insgesamt wird der Spannungsbogen die gesamte Zeit über aufrechterhalten und es kommen keine wahnsinnig weit ausschweifenden Beschreibungen, die den Leser das Buch aus der Hand legen lassen würden. Trotzdem wäre meiner Meinung nach an der ein oder anderen Stelle noch etwas mehr Platz für Spannung gewesen und ich hätte mir noch einen Handlungsverlauf mit mehr unerwarteten Twists gewünscht.

Auch zu den Charakteren wird sehr viel Distanz gewahrt und auf ihre einzelnen Schicksale und Lebensgeschichten wird nicht näher eingegangen. Nur kurz wird ein kleiner Ausschnitt aus Davids Leben angerissen, jedoch wird im weiteren Verlauf dazu nichts weiter erwähnt. Auch die anderen handelnden Figuren werden nur oberflächlich beschrieben und bleiben somit ein wenig schemenhaft.

Trotzdem war ich vom Schreibstil sehr angetan, der er mir eine sehr bildliche Vorstellung vermittelte und mich unmittelbar am Geschehen teilhaben ließ. Es war ein angenehmes Lesen, dem nirgends ein Abbruch getan wurde. Die Worte waren verständlich und nachvollziehbar gewählt und an keiner Stelle blieben bei mir offene Fragen bezüglich des Textverständnisses.

Mich persönlich hat das Buch sehr angesprochen und auch das Cover fand ich zum Inhalt eine gute Ergänzung. Am ein oder anderen Punkt hatte ich sicher einen erhöhten Puls und auch ein wenig Nervenkitzel findet sich auf einigen Seiten wieder. Insgesamt fehlte mir nur der Bezug zu den Protagonisten. Ich konnte mich nicht so richtig in sie einfühlen, weil die Beschreibung auf einer sehr oberflächlichen Ebene blieb. Dort hätte ich mir doch etwas mehr Tiefgang gewünscht.
Das Ende hat mir gut gefallen, weil ich es mag, etwas Spielraum für eigene Gedanken und Spekulationen zu haben, aber das ist, denke ich, Geschmackssache. Ansonsten ein vergleichsweise kurzer "King", dem es an Abstraktion und Einfallsreichtum definitiv nicht mangelt.

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Veröffentlicht am 13.10.2023

To-go-Rezepte rund um den erfolgreichen Ernährungstrend

Low Carb High Fat to go
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Low Carb High Fat - einer der Trends, wenn es um Ernährungsstile geht. Ihr habt einfach mal Lust, etwas Neues in diese Richtung auszuprobieren? Dann seid ihr mit diesem Buch auf der richtigen Seite.

Zu ...

Low Carb High Fat - einer der Trends, wenn es um Ernährungsstile geht. Ihr habt einfach mal Lust, etwas Neues in diese Richtung auszuprobieren? Dann seid ihr mit diesem Buch auf der richtigen Seite.

Zu Beginn findet sich eine kurze Einführung über LCHF (Low Carb High Fat), die kurz und prägnant beschreibt, was Basics und grundlegende Nahrungsmittel der oben genannten Ernährungsform sind. Im nachfolgenden Teil finden sich dann die Rezepte, gegliedert nach Jahreszeiten. Durch zahlreiche, gut in Szene gesetzte Bilder macht das Buch einen abwechslungsreichen und, im wahrsten Sinne des Wortes, appetitlichen Anblick.
Zusätzlich gibt es zu jedem Rezept noch ein oder mehrere kleine Symbole, die etwas darüber aussagen, ob ein Gericht beispielsweise besonders gut für unterwegs geeignet ist oder es nur aus pflanzlichen Zutaten besteht.
Zudem sind in den meisten Zutatenlisten keine ganz außergewöhnlichen oder exotischen Zutaten enthalten, was das Nachkochen natürlich erheblich erleichtert.

Mich persönlich konnte das ein oder andere Gericht für sich begeistern, jedoch bezweifle ich, dass ich mich in näherer Zukunft ausschließlich nach diesem Ernährungskonzept richten werde. Trotzdem sind einige nette und inspirierende Ideen dabei, die sich in meinen Alltag integrieren lassen.
Für alle, die einfach mal ein bisschen ausprobieren wollen, also ganz sicher eine gute Wahl, die mit herzhaften als auch süßen Speisen zu begeistern weiß.

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Veröffentlicht am 05.10.2023

Noch nie zuvor habe ich so etwas gelesen...

Das Gesetz der Natur
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Es herrschen düstere Zeiten, fernab von Gerechtigkeit und einem lebenswerten Leben. Und doch lebt, am Rande der Zivilisation, Gaia, eine Ausgestoßene, eine Ungewollte. Sie ist anders, ein Wildling, und ...

Es herrschen düstere Zeiten, fernab von Gerechtigkeit und einem lebenswerten Leben. Und doch lebt, am Rande der Zivilisation, Gaia, eine Ausgestoßene, eine Ungewollte. Sie ist anders, ein Wildling, und doch besitzt sie eine der mächtigsten Gaben zu ihrer Zeit: Das Lesen. Als sie trotz großer Vorsicht gefangen genommen wird, rettet ihr diese Fähigkeit das Leben und es entspinnt sich eine grausame, verwirrende und zugleich doch faszinierende Geschichte, bei der sich Gaia nie sicher sein kann, auf wessen Seite das Gute und das Böse auf sie wartet...

Solomonica de Winter hat mit diesem Buch ein wahrhaft herausragendes Werk geschaffen. Sie besticht durch ihren markanten und recht außergewöhnlichen Schreibstil und verleiht ihrer Geschichte eine sehr persönliche Note. Zudem hüllt sie das Geschehen in eine düstere, kühle Atmosphäre, ja man könnte beinahe von einer Dystopie sprechen, da das Gelesene vermutlich in der Zukunft spielt.
Ihre Charaktere beschreibt die Autorin eingehend und auch wenn sie nicht immer meinem Geschmack entsprechen, werden sie nach und nach dem Leser nähergebracht und ihr Handeln erscheint mehr und mehr einleuchtend.
Gaia stehe ich zwiegespalten gegenüber. Zu Beginn konnte ich ihren Denkmustern noch folgen, doch als sie nach und nach zur dunklen Seite überläuft, entzieht sich ihr meine Sympathie. Erst auf der Hälfte der Geschichte kann sie mein Vertrauen und meine Anteilnahme wieder für sich gewinnen.
Auch weitere Charaktere werden näher beleuchtet, jedoch wird immer eine gewisse Distanz zu ihnen gewahrt, sodass ihre Gedanken, Ziele und Gefühle nicht klar zu erkennen sind und sie wie in Nebel gehüllt wirken.
Die Handlung ist an machen Stellen verworren und undurchdringlich, für mich nicht ganz nachzuvollziehen, aber gerade dieses "Netz" aus Verstrickungen hat auf mich gleichzeitig auch eine große Faszination ausgeübt und mich Gaias Schicksal bis zum Ende verfolgen lassen.

Abschließend kann ich nur sagen, dass es sich um ein außergewöhnliches Buch handelt, das ich so noch nie zuvor in den Händen gehalten habe und vermutlich auch nicht so bald wieder werde, da es ein selten so intensiv und andersartig beschriebenes Thema behandelt und noch dazu ein ungewöhnliches Bild unserer Zukunft zeichnet. Von mir gibt es da eine klare Leseempfehlung an alle, die gern abstrakte und düstere Geschichte lesen und eine gewisse Verbundenheit zur Natur verspüren.

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Veröffentlicht am 24.05.2023

Mystisch, physikalisch...

Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.
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Der Einstieg ist mir bei diesem Buch alles andere als leicht gefallen. Durch die vielen Abkürzungen musste ich mich erst einmal durchfuchsen und sie so ansatzweise auswendig lernen, da ich nicht jedes ...

Der Einstieg ist mir bei diesem Buch alles andere als leicht gefallen. Durch die vielen Abkürzungen musste ich mich erst einmal durchfuchsen und sie so ansatzweise auswendig lernen, da ich nicht jedes Mal Lust hatte, im Anhang nachzusehen, was etwas heißt. Nach dem ich mehrfach lange Pausen beim Lesen gemacht und dem ganzen ein wenig Zeit gegeben habe, bin ich dann endlich reingekommen und ich kann nur sagen, dass es ein absolut geniales Buch war. Dafür haben sich die Anfangsschwierigkeiten gelohnt.
Zugegebenermaßen war es wirklich nicht einfach, die teils sehr komplexen Zusammenhänge zu verstehen, aber letzten Endes kann ich nur sagen, dass darin wahnsinnig absurde und zugleich logische Vorstellungen von Zeitreisen und Magie verarbeitet werden, für die sich das Lesen definitiv gelohnt hat.

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Veröffentlicht am 18.04.2023

Der etwas andere Krimi

Die Schnüfflerin
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Der Auftakt begann schon sehr spannend und auch im Verlauf der Story ist mir definitiv nicht langweilig geworden. Die Idee mit dem verschärften Geruchssinn hat mir gut gefallen. Mal was ganz neues, was ...

Der Auftakt begann schon sehr spannend und auch im Verlauf der Story ist mir definitiv nicht langweilig geworden. Die Idee mit dem verschärften Geruchssinn hat mir gut gefallen. Mal was ganz neues, was ich noch nicht aus jedem x-beliebigen Krimi kenne. Besonders schön fand ich auch die Passagen, in denen einfach nur beschrieben wurde, wie Nina durch die Stadt läuft, die Gerüche wahrnimmt und versucht, damit den Täter zu finden. Einige interessante Wendungen, die ich so nicht habe kommen sehen, waren auf jeden Fall auch mit dabei und haben das Leseerlebnis noch weiter aufgepeppt.
Ninas Charakter hat mich angesprochen und sie war mir auf Anhieb sympathisch. Bei Ricky hat es etwas länger gedauert, bevor ich ihn wirklich mochte. Am Anfang wirkte er eben wie ein Playboy, aber dann scheint es, als wäre Nina ihm doch sehr wichtig...
Der Gesamteindruck des Buches ist für mich durch und durch positiv. Es gab keine Szenen im Buch, die ewig lang gezogen waren und auch sonst kam bei mir keine Langeweile auf. Ein unterhaltsamer, nicht sonderlich blutrünstiger Krimi, der mir ein gutes Maß an Unterhaltung geliefert hat.

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