Nepal oder nicht Nepal? Von den Freuden einer Gruppenreise.
Kathmandu & ichDies ist bereits der dritte Roman vom Flamingotales Verlag und nachdem die beiden ersten Liebesromane mit ganz viel Reiseflair so großartig waren, hatte ich meine Erwartungen sehr hoch gehängt. Mit dem ...
Dies ist bereits der dritte Roman vom Flamingotales Verlag und nachdem die beiden ersten Liebesromane mit ganz viel Reiseflair so großartig waren, hatte ich meine Erwartungen sehr hoch gehängt. Mit dem Reiseziel Nepal war zudem ein Land gewählt, welches ich noch nicht selbst bereist hatte. Was soll ich sagen? Meine Erwartungen wurden noch übertroffen und ich bin wirklich begeistert.
Kathman du & ich ist das Debüt von Sven Jähnel und ich hoffe, es wird noch weitere Bücher von ihm geben. Mit trockenem Humor beschreibt er die Reise eines Freundeskreises, bestehend aus vier Männern und zwei Frauen nach Nepal. Dabei handelt es sich nicht um erfahrene Trekking-Experten, sondern um eine Gruppe junger Leute, wie sie jeder von uns sein könnte. Ob Flugangst, Arachnophobie oder einfach nur Schiss vor Ungeziefer, diese Gruppe würde sich wahrscheinlich beim Wandern im Allgäu wohler fühlen, aber Nein, aus einer Laune heraus und mit ganz viel Gruppendynamik haben sich die glorreichen Sechs für Nepal entschieden.
Mit dabei ist Erik, welcher seit vier Jahren in Jule verliebt ist und hofft, seiner Traumfrau auf dieser Abenteuerreise endlich näherzukommen.
In Kathmandu angekommen, trifft unsere Gruppe zunächst der Kulturschock: der Smog, der quirlige Verkehr, die vielen Menschen, aber schon bald geht die Reise weiter.
Ich fühle mich schon nach kurzer Zeit als Teil der Clique und reise mit ihnen. Gemeinsam hoffen wir, dass die Hängebrücken TÜV geprüft sind, erleben mehr Tiersichtungen als uns lieb sind und stellen fest, dass die Einheimischen uns um Meilen voraus sind. „Sie besitzen so wenig und wirken doch oft viel fröhlicher als wir.“
Ich komme aus dem Lachen nicht mehr heraus und vom Sofa aus betrachtet, stören mich schlaflose Nächte, Ungeziefer, Kälte, Regen und furchteinflößende Erlebnisse auch überhaupt nicht. Ich überlege, welche Abenteuer Sven Jähnel persönlich erlebt hat, und spüre die Faszination dieses Landes, welches die gesamte Gruppe nachhaltig beeindruckt und verändert hat.
Für die Entwicklung der Liebesgeschichte hat mir gut gefallen, dass die Ereignisse mal aus der Sicht von Jule und dann wieder aus Eriks Sicht geschildert werden.
Ich vergebe 5 Sterne plus und bin schon mächtig gespannt, wohin die Reise bei der nächsten Flamingotale geht.