Odysseus neu erzählt
In diesem Buch erzählt Penelope, die Ehefrau des berühmten Odysseus ihre Version der griechischen Sage. Dabei kommen weder ihre eigenen Eltern, noch ihre Cousine Helena und ihr Ehemann gut weg. Von der ...
In diesem Buch erzählt Penelope, die Ehefrau des berühmten Odysseus ihre Version der griechischen Sage. Dabei kommen weder ihre eigenen Eltern, noch ihre Cousine Helena und ihr Ehemann gut weg. Von der Mutter vernachlässigt und vom Vater fast getötet, wird sie schließlich mehr oder weniger an ihren Ehemann verschachert - auch hier scheint Helena die Hand im Spiel zu haben.
Die Ehe mit Odysseus verläuft zu Beginn sehr gut - bis er in den trojanischen Krieg ziehen muss und 20 Jahre nicht mehr nach Hause kommt. Hier zweifelt sie einige seiner Heldentaten an und gibt Helena die Schuld am Ausbruch des Krieges. In Odysseus Abwesenheit muss sie das Land verwalten und beginnt sich über das Schicksal ihrer Mägde Gedanken zu machen.
Ihre Geschichte erzählt sie tausende Jahre nach den Ereignissen - sie wandert durch die Unterwelt und zieht Parallelen zur heutigen Welt. Zwischendurch kommen auch die zwölf getöteten Mägde zu Wort - in Form eines Gesanges, in dem sie ihr leid klagen.
Ein gelungener und interessanter Roman mit neuer Sicht auf die Sagen des klassischen Altertums. Man sollte zumindest in Grundzügen die Geschichte kennen, um das Buch und Penelopes spitzen zu verstehen.