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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.06.2023

Und täglich grüßt ...

Bauernschädel
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Man mag an diesen Film erinnert werden, wenn man Ferdinands Besuch in Goldegg verfolgt, eine Rückkehr nach 25 Jahren. Alptraum artig wiederholt sich eine Szene, die er schon einmal genau so erlebte. Er ...

Man mag an diesen Film erinnert werden, wenn man Ferdinands Besuch in Goldegg verfolgt, eine Rückkehr nach 25 Jahren. Alptraum artig wiederholt sich eine Szene, die er schon einmal genau so erlebte. Er findet - aufgebahrt mitten im Wald, auf einem Tisch im Kerzenschein - einen Schädel. Das darf doch nicht wahr sein. Und scheint es auch nicht, denn der Schädel ist weg, als er mit der herbeigerufenen Polizei die Fundstelle leer vorfindet. Es beginnt eine stümperhafte Suche nach dem Mörder dieser Person, dessen Schädel Ferdinand gesehen hat, ein Bekannter, mit dem er noch kurz zuvor kräftig gebechert hat. Was überhaupt im Verlaufe dieser Geschichte permanent geschieht. Alle und jeder besaufen sich ständig, was nicht unbedingt für Klarheit sorgt. Eigentlich eine gute Konstruktion einer eher tragischen Geschichte, die sich wiederholt und aus der niemand gelernt hat. Leider nur aus Sicht des sehr verpeilten Ferdinand erzählt, was die Spannung schleifen lässt und den Drive bremst. Die Geschichte soll humorvoll sein und auch den Lachmuskel bedienen. Dafür ist der Hintergrund der Geschehnisse aber viel zu ernst und sollte nicht ins Lächerliche gezogen werden. Hier ging ein bisschen die Ausgewogenheit verloren.

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Veröffentlicht am 07.05.2023

Komplex, gutes Grundstory, aber zu langatmig

Die Marseille-Morde - Der Tote von Port Pin
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Eine sehr komplexe Geschichte, in der ein junger Mann tot in einer beliebten Bucht in den Calanques gefunden wird, offenbar erstochen. Seine Freundin gilt als verschwunden. Beide hatten sich in verschiedenen ...

Eine sehr komplexe Geschichte, in der ein junger Mann tot in einer beliebten Bucht in den Calanques gefunden wird, offenbar erstochen. Seine Freundin gilt als verschwunden. Beide hatten sich in verschiedenen Umweltorganisationen engagiert. Hatte der Mord und das Verschwinden etwas damit zu tun? Oder hatte der Journalist über etwas recherchiert, das Dritte bedroht und damit zum Mord veranlasst hatte? Oder ist gar die Ex-Freundin, die sich extrem aggressiv und stalkerisch verhalten hatte, die Mörderin? Fragen über Fragen, die das Team um Nadia lösen muss. Mit der sehr dichten Story wird die malerische Landschaft rund um den Nationalpark Calanques aufgerollt, aber auch die großen Probleme einer Stadt wie Marseille dargestellt, die in den Banlieues mehr oder minder vor den Clans und der Gewalttätigkeit dort resigniert hat. Auch die persönlichen Probleme und Befindlichkeiten des Teams werden detailliert dargestelllt, an mancher Stelle zu detailliert. Das Team macht viele Ermittlungsfehler, die sich bis zum Schluss hinziehen und leider das Buch längeln lassen. Die Story mit ihren vielen losen enden an sich gut konstruiert. Man hätte sich darauf konzentrieren, die vielen Seitenaspekte entweder weglassen oder deutlich straffen und den Befindlichkeiten der Protagonisten weniger Platz einräumen können. Dann wäre das Buch spitze. So leider einige Punktabzüge.

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Veröffentlicht am 24.04.2023

Spannend, am Ende aber nicht ganz schlüssig

MK4 Berlin - Im Auge des Killers
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Ein äußerst unharmonisches Team wird zur MK4 Berlin zusammengestellt und gleich mit einem Fall zweier ermordeter und geköpfter junger Menschen konfrontiert. Statt sich auf den Fall zu stürzen, gehen sie ...

Ein äußerst unharmonisches Team wird zur MK4 Berlin zusammengestellt und gleich mit einem Fall zweier ermordeter und geköpfter junger Menschen konfrontiert. Statt sich auf den Fall zu stürzen, gehen sie erstmal aufeinander los. Dabei hat es der Fall in sich. Langsam kristallisiert sich heraus, dass die in der Nähe des Tatortes gefundene Drohne mit dem Fall zu tun hat. Was sich dann auch noch zu einem Medienspektakel ausweitet, mit dem Leiter des MK4 als Hauptfigur. Eine spannend konstruierte Geschichte, die am Ende jedoch nicht mehr ganz schlüssig ist. Detaillierte Darstellung der persönlichen Umstände und Befindlichkeiten der Protagonisten. Auch eine gute Darstellung des Zusammenfinden-Prozesses des Teams. Insgesamt eine kurzweilige und spannende Lektüre.

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Veröffentlicht am 06.03.2023

Nicht immer logisch, aber spannend

Im Zauber der Stille
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Der Zugriff, der einen in Drogendeals und Zwangsprostitution verwickelten Geschäftsmann, dem man bisher aber nichts nachweisen konnte, zu Fall bringen soll, läuft gründlich schief. Erneut. Wie der fünf ...

Der Zugriff, der einen in Drogendeals und Zwangsprostitution verwickelten Geschäftsmann, dem man bisher aber nichts nachweisen konnte, zu Fall bringen soll, läuft gründlich schief. Erneut. Wie der fünf Jahre zuvor. Jahrelange Arbeit umsonst. Ein Undercover Agent getötet. Die Vorgesetzte schäumt vor Wut. Gleichzeitig macht sich die Ehefrau dieses Geschäftsmannes daran, diesen auszuspähen, um Mittel und Wege zu finden, diesen unbeschadet verlassen zu können. Scheitert aber schon im Ansatz, was deren Ehemann auszunutzen gedenkt, um seinen hartnäckigsten Verfolger auszuschalten. Was dann folgt, ist wirre Flucht und skrupellose Verfolgung, bei der keiner mit offenen Karten spielt, gar Verrat verübt wird. Eine detailliert beschriebene Abfolge der Ereignisse, nicht immer logischen Handlungen und der Zweifel, Schuldgefühle und Ängste der Protagonisten. Durch Schreibstil, gut gewählte Kapitellängen, kurze Szenenwechsel und Wechsel der Blickwinkel, bildhafte Beschreibungen der Schauplätze spannend gehalten und daher eine lohnenswerte Lektüre.

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Veröffentlicht am 17.02.2023

Düster, dramatisch

Abgelehnt
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Die Leiterin einer Adoptionsbehörde wird ermordet aufgefunden, brutal erschlagen. Sie galt insgesamt nicht als beliebt – vorsichtig ausgedrückt. Infrage kommen viele Verdächtige, vom Ex-Ehemann über Liebhaber ...

Die Leiterin einer Adoptionsbehörde wird ermordet aufgefunden, brutal erschlagen. Sie galt insgesamt nicht als beliebt – vorsichtig ausgedrückt. Infrage kommen viele Verdächtige, vom Ex-Ehemann über Liebhaber bis zu denen, denen man die Adoption abschlägig beschied und zu denen, die zwar adoptieren konnten, bei denen dieses dann aber schief lief. Patrizia, selbst adoptiert und darunter noch immer in gewisser Weise leidend, und ihre Kollegen, ermitteln „in alle Richtungen“. Die Befragungen gestalten sich als äußerst schwierig und langwierig, was im Buch ebenso langwierig dargestellt wird und damit die Geduld der Lesenden zwischendurch etwas strapaziert. Was auch der durchaus vorhandenen Spannung etwas abträglich ist. Man wird hineingeführt in die Abgründe des Adoptionswesens, geprägt von teils falschen Vorstellungen der Adoptierwilligen, aus ihrem Leben gerissenen Kindern und Jugendlichen, von Behördenwillkür und Korruption. In der Folge: Machtmissbrauch, zerplatzte Lebensträume, ihrer Rechte und Lebenschancen beraubte Kinder. Insofern ein recht dichter Krimi, obwohl sicherlich kein klassischer. Die „Erleuchtung“ Patrizias, die sie zur Lösung führt, kommt etwas kryptisch und merkwürdig sowie unvollständig erklärt daher, das Ende

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