Platzhalter für Profilbild

agatha4ever

Lesejury-Mitglied
offline

agatha4ever ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit agatha4ever über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2023

Gelungene Romanbiografie über eine Legende

Elizabeth Taylor (Ikonen ihrer Zeit 11)
0

Bereits in jungen Jahren kommt die kleine Elizabeth, auf Druck ihrer ehrgeizigen, erfolgshungrigen Mutter und ehemaligen Schauspielerin zum Film. Sie soll dort zum größten Star von Hollywood werden. Nach ...

Bereits in jungen Jahren kommt die kleine Elizabeth, auf Druck ihrer ehrgeizigen, erfolgshungrigen Mutter und ehemaligen Schauspielerin zum Film. Sie soll dort zum größten Star von Hollywood werden. Nach kleinen Startschwierigkeiten gelingt ihr dies auch sehr schnell und bereits der erste größere Film lässt sie zum gefeierten Star aufsteigen. Der Ruhm hat aber auch Schattenseiten, denn das Mädchen Elizabeth wächst in einem streng reglementierten goldenen Käfig auf, ohne echte Freunde oder liebevollem Elternhaus. Erst die Bekanntschaft mit dem Hotelerben Nicky Hilton lässt sie gegen dieses Leben rebellieren und sie flüchtet sich trotz Warnungen in den „rettenden“ Hafen der Ehe. Wie die Geschichte weitergeht ist heutzutage bekannt. Es wird nicht bei dieser einen Ehe bleiben, da Elizabeth Taylor Zeit ihres Lebens sich nach Liebe sehnt und dies manchmal mit anderen Dingen verwechselt.

„Elizabeth Taylor – Die größte Liebende Hollywoods“ war für mich eine doppelte Premiere. Zum einen war es mein erstes Buch aus der Reihe Ikonen ihrer Zeit, zum anderen das erste Werk von der Autorin Juliana Weinberg. Es dürfte prinzipiell sehr schwierig sein fast 80 Jahre einer so berühmten und öffentlichen Personen wie Elizabeth Taylor, die dazu noch eines der glamourösesten und zur damaligen Zeit skandalösesten Leben gelebt hat, auf 413 Seiten zu komprimieren. Bei dem Zeitsprung zwischen den Jahren 1962 bis 1984 fällt ein Ehemann ganz unter den Tisch und die restlichen Jahren/Jahrzehnte fallen im Vergleich zum Beginn des Buches recht kurz aus. Im Großen und Ganzen ist der Autorin eine gute Romanbiografie gelungen. Natürlich hätte die ein oder andere Zeitgeschichte länger oder kürzer sein dürfen, aber dies ist auch Geschmackssache.

Schön fand ich, dass auch andere Facetten ihres Lebens beschrieben wurden, wie z.B. ihre überschwängliche Liebe zu ihren Kinder. Auch ihre unerschütterliche Freundschaft zu Montgomery Clift, James Dean oder Rock Hudson kommen zur Sprache. Ebenso findet sich eine kurze Anekdote, in der ihr unermüdlicher Kampf gegen AIDS in den letzten Jahren/Jahrzehnten ihres Lebens beschrieben wird, wieder.

Das Buchcover mit einer jungen Elizabeth Taylor und im Hintergrund der Hollywood-Schriftzug passen perfekt zum Buch.

Für mich ist diese Romanbiografie eine klare Kaufempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.10.2023

Erfolgreiche Fortsetzung

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Bräutigam
0

Judith Potts erhält völlig überraschend eine Einladung von Sir Peter, einem aus der reichsten und wichtigsten Familie stammenden Mann ihres Heimatstädtchen Marlow, zu einem Empfang anlässlich seiner Tags ...

Judith Potts erhält völlig überraschend eine Einladung von Sir Peter, einem aus der reichsten und wichtigsten Familie stammenden Mann ihres Heimatstädtchen Marlow, zu einem Empfang anlässlich seiner Tags darauf stattfinden Hochzeit. Der Empfang verläuft allerdings völlig anders als geplant. Zuerst kommt es zu einem riesigen Krach zwischen Sir Peter und seinem plötzlich auftauchenden uneingeladenen Sohn Tristram. Kurz darauf wird die Party durch einen lauten Knall erschüttert und Sir Peters Leiche wird in seinem von innen abgeschlossenen Arbeitszimmer entdeckt. Die Polizei geht von einem tragischen Unfall aus aber Judith ist andere Meinung. Zum Glück sind alle Mitglieder des „Mordclubs“ bereits vor Ort und die 3 Damen beginnen sofort mit ihren eigenen Recherchen um den Mord an Sir Peter aufzuklären und das Rätsel um das verschlossene Zimmer zu lösen.

Mrs Potts´ Mordclub und der tote Bräutigam ist der 2. Band dieser sehr unterhaltsamen Krimi-Reihe. Dem Autor Robert Thorogood ist wieder auch Dank des angenehmen und flüssigen Schreibstils ein sehr kurzweiliger Krimi gelungen. Er hat die Hauptpersonen sehr bildhaft dargestellt und man kann sie sich förmlich vor dem Auge vorstellen. Judith Pott ist eine sehr exzentrische ältere Dame, die immer noch als Kreuzworträtsel-Autorin arbeitet aber noch viel lieber Rätsel löst. Suzie eine Hundesitterin, der der aus dem 1. Band erlangten Ruhm etwas zu Kopf steigt und die das Radio neu für sich entdeckt. Becks die leicht neurotische Pfarrersgattin die jeden Mode-Trend kennt und ein Geheimnis mit sich herumträgt. Aber auch die weiteren Protagonisten (Tristram oder Jenny) sind sehr gut gelungen.

Das in blau, weiß und schwarz gehaltene etwas schlichte Buchcover mit dem Fluss im Vordergrund und dem Herrenhausen dahinter passt zur Geschichte.
Wer nach einem unterhaltsamen Krimi mit einem etwas unkonventionellen aber sehr liebenswertigen Ermittler-Trio sucht wird hier garantiert fündig. Für mich ist das Buch eine klare Kaufempfehlung. Ich bin schon sehr auf das nächste Abendteuer des Mordclubs und damit Band 3 der Reihe gespannt und hoffe, dass er nicht all zu lange auf sich warten lässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.07.2023

Fesselnder Auftakt

Die Legende des Phönix, Band 1 - Dunkelaura
0

Für Eden Bricks verläuft das Leben nicht leicht. Als kleines Kind verließ sie ihre Mutter und sie wohnt alleine mit ihrem Vater, der ein etwas „verwirrter“ Künstler ist, in San Francisco. Das begehrte ...

Für Eden Bricks verläuft das Leben nicht leicht. Als kleines Kind verließ sie ihre Mutter und sie wohnt alleine mit ihrem Vater, der ein etwas „verwirrter“ Künstler ist, in San Francisco. Das begehrte Stipendium fürs College wurde ihr leider verwehrt und so arbeitet sie als Trainee in einem Jugendhaus. Da sie eine leidenschaftliche Fotografin ist, fällt ihr auf, dass es Menschen gibt, die ein heller Schein umgibt und es auch Menschen ohne diesen Schein gibt. Eines Tages wird sie auf dem Nachhauseweg brutal angegriffen, kann aber in letzter Sekunde von Fremden gerettet werden. Diese stellen sich ihr als Phönixkrieger vor. Eden ist verwirrt, denn als sie klein war, hatte ihr Vater ihr eine Geschichte über eben solche Phönixkrieger erzählt. Sie dachte immer, dass es doch nur eine Geschichte oder etwa nicht?

Die „Die Legende des Phönix – Dunkelaura“ von Greta Milán war mein erstes Buch von der Autorin und ich war sehr positiv überrascht. Dank des flüssigen Schreibstils war das Buch sehr angenehm zu lesen und ich war im Nu fertig. Für mein Empfinden ist es der Autorin sehr gut gelungen, die einzelnen Charaktere der Protagonisten darzustellen.

Das in leuchtenden Farben kunstvoll mit Federn, Rabe und Phönix verzierte Buchcover ist ein wahrer Eyecather und passt perfekt zur Geschichte. Der farbige Buchschnitt ist ein weiteres schönes Detail und die Übersichtskarte ist hilfreich zur Orientierung.

Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Punkten und ist für mich eine ganz klare Kaufempfehlung. Ich bin schon sehr gespannt auf den 2. Band, um endlich zu erfahren wie es mit Eden und den Phönixkriegern weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.04.2023

Gelungene Fortsetzung

Halliggift (Ein Minke-van-Hoorn-Krimi 3)
0

Als Minke von Hoorn einen Anruf ihrer Freundin Kajsa erhält mit der Info, dass sich vor der Küste ein Pottwal verirrt haben soll, ist sie zunächst skeptisch. Aber als ehemalige Meeresbiologin bietet sie ...

Als Minke von Hoorn einen Anruf ihrer Freundin Kajsa erhält mit der Info, dass sich vor der Küste ein Pottwal verirrt haben soll, ist sie zunächst skeptisch. Aber als ehemalige Meeresbiologin bietet sie trotzdem ihre Hilfe an. Und tatsächlich entdecken die Zwei den Pottwal. Gleichzeitig langweilt sich Minkes Bruder Bo, der Rechtsmediziner von Kiel, mit zwei gebrochenen Beinen auf dem heimischen Sofa seiner Mutter zu Tode. Dies ändert sich allerdings spontan als Hanni Krüdener, die „Mutter Teresa von Midsand“ völlig überraschend stirbt. Bo erkennt sofort, dass Hanni vergiftet wurde. Und während die Vorbereitungen für das jährliche Biikebrennen auf Hochtouren laufen muss Minke nun zusätzlich zur Walrettung auch noch einen gefährlichen Giftmörder jagen.

„Halliggift“ ist bereits der dritte Band von Greta Henning in dem es um die friesische Insel-Kommissarin Minke van Hoorn und ihre schwäbische Kollegin Lisa Röhrle geht. Der Autorin ist es wieder hervorragend gelungen, die Charaktere der einzelnen Personen sehr bild- und lebhaft darzustellen. Auch Dank des flüssigen und angenehmen Schreibstils war das Buch ratz-fatz gelesen.

Das Buchcover mit dem Wasserkanal, dem typisch geklinkertem und reetgedeckten Haus sowie die düsteren Wolken bzw. das düstere Meer im Hintergrund passen hervorragend zur Geschichte und ich empfinde es als sehr ansprechend.

Das Buch ist für mich eine ganz klare Kaufempfehlung und ich freue mich schon sehr auf den hoffentlich nächsten Band.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.04.2022

3. Fall des Ermittlerduos Wagner/Norberg

Nordwestnacht
0

Nordwestnacht ist der dritte Teil aus der Reihe um die Ermittler Anna Wagner und Hendrik Norberg in St. Peter Ording (SPO). In einem Nordseeurlaub letztes Jahr wurde ich auf die Reihe aufmerksam und war ...

Nordwestnacht ist der dritte Teil aus der Reihe um die Ermittler Anna Wagner und Hendrik Norberg in St. Peter Ording (SPO). In einem Nordseeurlaub letztes Jahr wurde ich auf die Reihe aufmerksam und war bereits nach dem ersten Buch begeistert. Deshalb habe ich dem neuen Buch umso mehr entgegen gefiebert. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Autorin ist es wieder einmal gelungen, mich in ihren Bann zu ziehen. Das Buch habe ich an einem Tag gelesen, auch weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen wollte.

SPO wird als Drehort für eine Krimiserie ausgewählt und Nils Scheffler, der Kollege von Anna und Hendrik, fungiert als Berater am Drehort. Eines Morgens wird einer der Aufnahmeleiter tot aufgefunden. Seine Leiche ist spektakulär an den berühmten Pfahlbauten zur Schau gestellt. Parallel verschwindet die neue Hauptdarstellerin der Serie, in die sich Nils heimlich verliebt habt. Gibt es hier einen Zusammenhang oder ist alles nur Zufall? Wollte die andere Hauptdarstellerin ihre neue Kollegin loswerden? Aber wie passt dann der tote Aufnahmeleiter dazu?

SPO und die Umgebung sind mir aus zahlreichen Urlauben gut bekannt. Gut gefallen hat mir dieses Mal auch, dass es hin und wieder auch mal raus aus SPO an andere Küstenorte geht.

Auf der einen Seite ist Anna mit ihrer ruhigen und umsichtigen Art. Auf der anderen Hendrik, der Familienvater, der engagiert ist und manchmal auch eigene Wege geht, wenn ihm etwas wichtig ist. Beide ergänzen sich perfekt als Ermittlerduo, man kann sie nur mögen. Ich freue mich schon auf die nächste Begegnung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere