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Nilchen

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2023

Happy Birthday jeden Tag!

Die Geburtstagsbande. Auf die Plätze, fertig, feiern!
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Ach, wäre doch jeder Tag wie ein Kindergeburtstag! Was wäre das Leben schön! Und das denkt sich Lu nachdem ihr Geburtstag fast zu Ende ist. Sie beschließt mit ihren beiden Freunden, Rio und Pelle, die ...

Ach, wäre doch jeder Tag wie ein Kindergeburtstag! Was wäre das Leben schön! Und das denkt sich Lu nachdem ihr Geburtstag fast zu Ende ist. Sie beschließt mit ihren beiden Freunden, Rio und Pelle, die Geburtstagsbande zu gründen und tauchen ab dann auf jeder Geburtstagsparty auf ohne Einladung, aber immerhin mit Geschenk! Wie zu erwarten, sind nicht alle von ungeladenen Gästen begeistert, vor allem wenn sie ein Kamikaze-Huhn dabei haben, die die Deko kaputt macht.
Ein witzige Idee um hier mit viel guter Laune auszutarieren was es heißt Konflikte beizulegen und jeder darf so ein wie er ist. Ein schönes Buch ohne Ausgrenzung, Ehrlichkeit und echtes Miteinander mit tiefen Freundschaften.
Klar, der Titel lädt schon von alleine ein zum Geburtstagsgeschenk auserkoren zu werden, aber in der Tat ein nettes Geschenk für Grundschulkinder. In den Anfängen noch eine Vorleselektüre und für ältere auch zum Selbstlesen geeignet. Interesse an der Geschichte sollte ab der Vorschule bis zur 4. Klasse vorhanden sein. Bilder sind eher rar gesät, aber ich finde, dass es nicht fehlt und man sich die Szenen gut vorstellen kann.
Sehr niedlich, divers und umarmend! Uns hat das Buch sehr gut gefallen!

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Veröffentlicht am 24.04.2023

Gruselig guter Lesespaß!

Crater Lake: Schlaf NIEMALS ein (Crater Lake 1)
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Meine Herren, dafür, dass es sich hier um ein Kinderbuch handelt, war das echt spannend und gruselig! Der Verlag gibt das Alter ab 10 Jahren an und das passt ziemlich gut. Thematisch sind wir hier nämlich ...

Meine Herren, dafür, dass es sich hier um ein Kinderbuch handelt, war das echt spannend und gruselig! Der Verlag gibt das Alter ab 10 Jahren an und das passt ziemlich gut. Thematisch sind wir hier nämlich am Ende der englischen Grundschulzeit wo Kinder ca 11 Jahre alt sind, denn das Buch ist von einer britischen Autorin, Jenniger Killick, geschrieben und bestens übersetzt worden von Gabriele Haefs.
Es geht um eine Klasse die zu einer Klassenfahrt nach Crater Lake aufbricht. Bereits bei der Ankunft widerfährt ihnen komisches, denn es kommt ein Mann aus dem Gehölz kurt vor dem Ziel und ist blutverschmiert. Dann ist nur ein Mitarbeiter auf dem Crater Lake Gelände, der ihnen allen ein merkwürdiges Abendessen bereitet und sobald die ersten schlafen, geschieht das unfassbare.
Es geht um Außerirdische, die hier ihre Basis aufgeschlagen haben um danach die Welt zu erobern, aber die haben ihre Rechnung eben nicht mit Lance und seinen Freunden gemacht. Die Geschichte ist aus Lance Perspektive erzählt und er ist einfach eine coole Socke, aber auf eine Under Dog Art, die echt super ist. Hier kommen Kinder mit Markel vor, Kinder wie man sie kennt und die eben dann doch über sich hinauswachsen und zueinander halten…also fast alle. Aber lest selbst.
Spannend ohne Ende, wirklich gut. Auch wenn es ein Auftaktband ist, ist es eine in sich abgeschlossene Geschichte. Und da das Motto im Buch überlebeswichtig war immer wach zu bleiben, ist das Buch eine garantierte Einschlafhilfe…bei mir als Erwachsene zumindest! ;0)
Es ist ein Reihenauftakt, aber das stört hier wirklich nicht, denn es ist eine abgeschlossene Geschichte. Wer Spaß an der Story hatte, liest weiter, wer nicht, kann sich nach dem gruseligen fast-horror ein wenig entspannen!

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Veröffentlicht am 04.04.2023

Geheule am Abend – was kann das sein?

Der Wald heult - Ein Fall für Martha & Mischa
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Wenn ein Kinderbuch mit dem Satz beginnt: „Ich sollte am Abend nichts mehr trinken.“ Dann ist der Ton schon gesetzt. Es geht natürlich um die reine Flüssigkeitsaufnahme und keine andere Assoziation, die ...

Wenn ein Kinderbuch mit dem Satz beginnt: „Ich sollte am Abend nichts mehr trinken.“ Dann ist der Ton schon gesetzt. Es geht natürlich um die reine Flüssigkeitsaufnahme und keine andere Assoziation, die wir Erwachsenen haben.
Petra Hartlieb kennen wir schon als passionierte Buchhändlerin aus Wien und auch als Autorin für uns Große. Nun erweitert sie ihr Repertoire gekonnt um Kinderbücher und hat zusammen mit Hubert Flattinger den ersten Fall für Martha & Mischa geschrieben: ‚Der Wald heult‘.
Das Kinderbuch ist so konzipiert, dass die 10jährigen Zwillinge Martha und Mischa im Wechsel in kurzen Kapiteln zu Wort kommen und man immer zu Beginn des Kapitels anhand eines lachenden oder eines wütenden Bildes des jeweiligen Erzählenden genau weiß wie die Stimmung ist. Zu Beginn sind beide eher…not amused…denn sie ziehen mit den Eltern aus der Stadt aufs Land nach Krähfeld und dann auch noch in ein olles Haus. Was die beiden daran – zu Recht - am meisten nervt, ist der Fakt, dass sie in die Entscheidung nicht eingebunden wurden. Null, nada. Aber es wird dann doch ganz nett, weil die wenigen Kinder vor Ort was taugen und das Freibad kann auch was. Nur das riesige Haus macht ihnen etwas Angst zu Beginn und dann ist da das nächtliche Geheule. Sind das Wölfe? Das gilt es herauszufinden.
Die hervorgehobene Klassifizierung als Tierschutz-Krimireihe hätte man sich eventuell sparen können, denn es geht auch recht weit am Ende um die Wölfe, aber hat keinen Schwerpunkt. Was es trotzdem zu einem gelungenen Kinderbuch macht und vielleicht ist Band 2 Tierschutz-lastiger? Wir werden sehen!
Super nett ist das ganze illustriert von Ulrike Halvax. Zeichnungen, die an kindliche, aber gekonnte Bilder erinnern. Mir hat es gefallen.
Das Buch ist aus meiner Sicht ab der 2./3. Klasse mit ersten Leseerfahrungen gut lesbar. Denn die Schrift ist zwar recht klein, aber der Zeilenabstand und Buchstaben pro Zeile überschaubar auf den 157 Seiten.

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Veröffentlicht am 02.04.2023

Untertauchen und dem Alltag entfliehen

22 Bahnen
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Aus meiner Sicht ist `22 Bahnen` jetzt schon eines DER besten Debüts aus dem Jahr 2023! Caroline Wahl hat einen eindrücklichen Roman geschrieben, der uns in einen Alltag mitnimmt um den wir die Protagonistin ...

Aus meiner Sicht ist `22 Bahnen` jetzt schon eines DER besten Debüts aus dem Jahr 2023! Caroline Wahl hat einen eindrücklichen Roman geschrieben, der uns in einen Alltag mitnimmt um den wir die Protagonistin nicht neiden werden. Denn Tilda kommt aus einer Kleinstadt und ihre Mutter ist Alkoholikerin. Damit nicht genug, denn sie hat auch eine kleine Schwester Ida um die sie sich kümmert, weil die Mutter es nicht schafft. So reibt Tilda sich auf zwischen Erwachsenwerden im eigenen Studium und dem Nebenjob um ihre Nächsten zu versorgen mit all der erwachsenen Last der Verantwortung für Mutter und Schwester. Das Einzige was ihr bleibt sind die 22 Bahnen im Schwimmbad die sie mit großer Regelmäßigkeit schwimmt. Hier kann sie abtauchen, das Rauschen in den Ohren betäubt die Wut auf die Hilflosigkeit.
Caroline Wahl hat einen tollen Schreibstil für diese Konstellation gefunden. Kurz, knapp, rhythmisch. Die Art der Erzählung passt grandios zum Charakter von Tilda und ist zugleich sehr empathisch und leuchtet besondere Momente aus, die große Liebe ausstrahlen.
Das Buch lässt einen gnädiger mit dem eigenen Leben und der eigenen Vergangenheit zurück. Wirft es doch die ganz großen Fragen nach Freiheit und familiärer Verantwortung auf. Ein sehr sehr gelungenes Debüt!

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Veröffentlicht am 30.03.2023

Immer die letzten an die gedacht wird: Kinder

Deutschland, ein kinderfeindliches Land?
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Nathalie Klüver hat ein zu recht anprangerndes Sachbuch über die Familienpolitik in Deutschland geschrieben mit dem Titel `Deutschland, ein kinderfeindliches Land?`. Eine Momentaufnahme nach Covid und ...

Nathalie Klüver hat ein zu recht anprangerndes Sachbuch über die Familienpolitik in Deutschland geschrieben mit dem Titel `Deutschland, ein kinderfeindliches Land?`. Eine Momentaufnahme nach Covid und eine holistische Herangehensweise die Familienpolitik zu erklären und vor allem die Lücken aufzuzeigen.
Deutschland ist auch aus meiner Muttersicht in der Tat ein kinderfeindliches Land, wir als Gesellschaft haben ein massives Problem unsere Kinder ernst zu nehmen und sie als unser aller Zukunft wahrzunehmen. Sie sind auch aus meiner Sicht keine Privatsache, wie so gerne gesagt wird.
Kinder bekommen in unserem Land nicht den notwenigen Respekt. Die Autorin zeigt auf wie das elendige Gießkannenprinzip in Deutschland zwar das ein und andere finanzielle Loch der Eltern stopft, aber löst die Probleme der vielen Familien nicht, die nicht nur finanzielle Sorgen haben sondern auch Kinder die notwendige Bildung zugute kommen lassen um eine gute Basis zu bieten.
Schön und gut, dass es 150 Leistungen für Familien gibt, aber problematisch ist, dass es keinen familienpolitischen Fokus gibt. Es gibt andere Länder, die hier einen Schritt weiter sind. Die Briten haben das Ziel die Kinderarmut bekämpfen, die Franzosen möchte die Geburtenrate erhöhen und viele skandinavischen Länder möchten die Vereinbarkeit von Familie und Arbeit verbessern. Was macht Deutschland? Kein Ziel – Gießkanne durch die Unzufriedenheit zustande kommt.
Nathalie Klüver prangert nicht nur an, sie nennt auch Zahlen und zeigt andere Modelle, vor allem in skandinavischen Ländern. Sie fordert mehr Solidarität unter Eltern und mehr Gespräche mit Kinder auf Augenhöhe sowie mehr Partizipation ab 16 Jahren. Mich hat das recht kurzweilige Buch überzeugt. Es ist leicht lesbar und rückt so einiges zurecht und hat bei mir aus einem allgemeinen unzufriedenen Gefühl eine klare Sicht geformt.
Fazit: Lasst die Kinder nicht außen vor und habt mehr Solidarität untereinander ihr lieben Eltern.

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