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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2023

Hilfreiches Buch für Migränegeplagte

Migräne-frei: endlich Frieden im Kopf
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Der Titel des Buches und sein Cover sind sehr gut gewählt. Welche:r Migränegeplagte:r wünscht sich nicht endlich Frieden im Kopf? Mareike Statkus schafft es mit ihrem Ratgeber nicht nur, ein schwieriges ...

Der Titel des Buches und sein Cover sind sehr gut gewählt. Welche:r Migränegeplagte:r wünscht sich nicht endlich Frieden im Kopf? Mareike Statkus schafft es mit ihrem Ratgeber nicht nur, ein schwieriges Thema leicht verständlich zu schildern, sondern bietet auch direkte Hilfestellungen für alle, die unter Migräne leiden. Dabei verzichtet sie auf das, was in der Medizin zumeist das erste Mittel zu sein scheint: Tabletten.

Mareike Statkus zeigt auf, wie Kopfschmerzen und Migräne entstehen und wie wir aktiv unseren Lebensstil hinterfragen und ändern können, um weniger unter den Symptomen zu leiden. Besonders gut gefiel mir, dass sie Anregungen für den Alltag gibt, um Trigger zu erkennen und für Entspannung zu sorgen. Dabei hat sie den Ratgeber flüssig geschrieben, sodass er schnell zu lesen ist (was bei neuen Migräneattacken ganz praktisch sein kann). Ein wirklich sinnvoller Ratgeber, der all jenen Hilfe bietet, die von Migräne geplagt werden.

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Veröffentlicht am 09.06.2023

Zeitgeschichte interessant verpackt

Die Kinder der Luftbrücke
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"Die Kinder der Luftbrücke" von Juliana Weinberg hat mich vor allem deshalb interessiert, weil es die Zeit der Berliner Luftbrücke behandelt. Der Autorin gelingt es dabei, Zeitgeschichte so zu erzählen, ...

"Die Kinder der Luftbrücke" von Juliana Weinberg hat mich vor allem deshalb interessiert, weil es die Zeit der Berliner Luftbrücke behandelt. Der Autorin gelingt es dabei, Zeitgeschichte so zu erzählen, dass keine Langeweile aufkommt. Zudem schafft sie mit Nora eine Protagonistin, die mutig ihren Alltag versucht zu bewältigen. Was im Nachkriegsberlin nicht immer leicht ist. Am Beispiel ihrer (erweiterten) Familie und ihrer Arbeitskolleg:innen werden außerdem weitere Schicksale und Lebenswege nachgezeichnet, sodass ein vielfältiges Bild der damaligen Gesellschaft sowie der Voraussetzungen und Herausforderungen darin entsteht.
Die Sprache ist durchgehend leicht und das Buch hatte ich binnen weniger Tage verschlungen.
Insgesamt habe ich mich mit dem Roman sehr gut unterhalten gefühlt, auch wenn ein paar Längen im Mittelteil waren, die aber zu verschmerzen sind. Etwas weniger Romantik hätte mir persönlich auch gereicht, aber das ist sicherlich Geschmackssache. Wer gerne einen historischen Roman zur Berliner Luftbrücke mit starken Frauenfiguren sucht, wird bei Juliana Weinberg auf jeden Fall fündig.

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Veröffentlicht am 07.06.2023

Dystopisch überspitzt

Blue Skies
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"Blue Skies" war der erste Roman von T.C. Boyle, den ich gelesen habe. Der Autor war mir aus unterschiedlichen Kultursendungen ein Begriff und ich erwartete mir von "Blue Skies" genau das, was ich bekam. ...

"Blue Skies" war der erste Roman von T.C. Boyle, den ich gelesen habe. Der Autor war mir aus unterschiedlichen Kultursendungen ein Begriff und ich erwartete mir von "Blue Skies" genau das, was ich bekam. Einen dystopischen Roman, dessen Figuren und deren Handlungen nicht immer einfach nachzuvollziehen sind. Boyle gelingt es, jeden Typus, den es in der Gegenwart in unserer Gesellschaft gibt, nachzuzeichnen. Die Figuren sind zwar reichlich oberflächlich, aber vielleicht ist die Gesellschaft ja so?
Da sind zum Beispiel die Personen, die mit ihrem Handeln den Klimawandel noch aufhalten/ausbremsen und zugleich angepasst an die Veränderungen leben wollen. Auch Personen, die fatalistisch das Schicksal hinnehmen und das Beste (samt Alkohol) daraus machen, dürfen nicht fehlen. Die gesamte Romanhandlung ist dystopisch überspitzt und war für mich phasenweise nur bedingt erträglich. Werden wir alle mal so enden? Ich befürchte, ja. Wer gerne mal herausfinden will, wie es uns in der Zukunft ergehen wird bzw. wie sich T. C. Boyle unsere Zukunft vorstellt, ist herzlich eingeladen, dies in "Blue Skies" zu tun.

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Veröffentlicht am 29.04.2023

Ein Leben ohne Bücher – unvorstellbar

Das Bücherschiff des Monsieur Perdu
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"Das Bücherschiff des Monsieur Perdu" war das erste Buch von Nina George, das ich gelesen habe. Das Cover war ein guter Vorgeschmack auf das Buch: Dieses fließt dahin auf einem ruhigen Fluss, wobei jedoch ...

"Das Bücherschiff des Monsieur Perdu" war das erste Buch von Nina George, das ich gelesen habe. Das Cover war ein guter Vorgeschmack auf das Buch: Dieses fließt dahin auf einem ruhigen Fluss, wobei jedoch keine Langeweile aufkommt.

Perdu ist für mich eine spezielle Figur; einerseits nicht immer einfach zu verstehen und andererseits so weise. Nina George schafft es, mit der ihr eigenen Sprache einen wundervollen Roman zu schreiben, der einen den Alltag vergessen lässt. Gespickt mit Zitaten und Gedichten und Leseempfehlungen. Der Roman ist eine Hommage an das Lesen. Nicht umsonst wird im Buch in der "Enzyklopädie der Kleinen Gefühle" von Suchenden und Findenden in der Literatur und in Buchläden bzw. Bücherschiffen geschrieben. Wer selbst gerne liest, wird sich vermutlich in einigen Beschreibungen in diesem Buch wiederfinden. Ein bezaubernder Roman, der einen abtauchen und die Zeit vergessen lässt. Wer dies sucht, wird es bei Nina George und Perdus Bücherschiff finden.

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Veröffentlicht am 28.04.2023

Porträt einer starken Frau

Die einzige Frau im Raum
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Hedy Lamarr kannte ich vor der Lektüre von "Die einzige Frau im Raum" nur als Schauspielerin. Nun durfte ihre unbekannte Seite kennenlernen. Es hat sich gelohnt!
Marie Benedict hat einen wunderbaren Roman ...

Hedy Lamarr kannte ich vor der Lektüre von "Die einzige Frau im Raum" nur als Schauspielerin. Nun durfte ihre unbekannte Seite kennenlernen. Es hat sich gelohnt!
Marie Benedict hat einen wunderbaren Roman über Hedy Lamarr verfasst, der ihre Lebensgeschichte von der Jugend bis in das Jahr 1942 nachzeichnet. Dabei gelingt es ihr, aus Hedys Sicht zu schildern, wie sich ihr Leben entwickelte. Die Lesenden tauchen ein in die Geschichte einer starken Persönlichkeit, die sich auf ihre Art zu wehren wusste. Der Roman ist dabei so geschrieben, dass er sich flüssig lesen lässt, ohne die inneren Gedankengänge Hedys zu vernachlässigen. An manchen Stellen hätte es vielleicht etwas zügiger vorangehen können, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Wer Geschichten von starken, historischen Frauenfiguren mag, ist bei Marie Benedict sehr gut aufgehoben.

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