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Veröffentlicht am 16.01.2020

Ein beeindruckendes Buch

Mama Shekinah
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Klappentext: Auf dem Weg in den Süd-Sudan wird das Missionarsehepaar Hedi und Colin von Kindersoldaten angegriffen! Colin stirbt in den Armen seiner schwangeren Frau Hedi, für die eine Welt zusammenbricht. ...

Klappentext: Auf dem Weg in den Süd-Sudan wird das Missionarsehepaar Hedi und Colin von Kindersoldaten angegriffen! Colin stirbt in den Armen seiner schwangeren Frau Hedi, für die eine Welt zusammenbricht. Aber Gott hilft ihr durch die Zeiten der Trauer und sie bringt ihre Tochter Shekinah gesund zur Welt. Und noch mehr: Gott öffnet ihr Herz für die Menschen im Süd-Sudan und Hedi macht sich auf, Gottes Liebe dorthin zu bringen, wo sie ihre eigene Liebe verloren hat. Völlig unerwartet findet sich dort dann auch noch eine neue Familie! Eine wunderbare Geschichte über Tod, die Kraft der Liebe, Vergebung und neues Leben.

Das Cover ist in den typischen Orangetönen, Hedi ganz groß. so wie sie als Person auch ist, gehobenen Kopfes Richtung Himmel, nehme an betend, so wie sie es ihr Leben lang macht. Im Hintergund ein trokener Baum als Symbol für Afrika.

Das Buch wurde in einem angenehmen, gut und schnell lesbaren Stil geschrieben. Die Kapitel waren genau perfekt, fingen neu an und schliessten sich perfekt ab.

Die Schriftstellerin oder Hauptprotagonistin selbst ist eine Frau, die man sehr schnell lieben lernt. Oft hatte ich das Gefühl, dass ihre Liebe durch die geschriebenen Seiten zu mir kommt.

Der Aufbau der Geschichte selbst ist so, wie man sich nur wünschen kann. Anfangs kurz in der Geschichte eingetaucht und das Wesentlich über die Mennoniten erklärt. Meiner Meinung nach vollkommen genug und interessant!

Viele Sachen wusste ich nicht, bevor ich dieses Buch gelesen habe. Nichts über die Mennoniten, nicht so viel über die Missionarsarbeit. Noch weniger über die Kindersoldaten. Vieles erschütterte mich und bewegte mich sehr. Aber am meisten hat mich Hedi beeindruckt. Ihre wundervolle Art, ihr Mut, ihre Suche nach den Aufgaben. Wieviel hat sie nur geopfert um den Menschen zu helfen? Überall wo sie hingekommen ist, hat sie Liebe und Hoffnung gesät. Ihr unerschütterlicher Glaube hat mich empfindlich gemacht. Ihre Aussagen, daß Gott uns alle liebt, auch mit den schrecklichsten Geheimnissen, Erlebnissen, Taten und Eigenschaft, hat mich zum Weinen und Nachdenken gebracht ....

Ich bin überglücklich dieses Buch gelesen zu haben und ich würde es jedem empfehlen, denn wir alle kämpfen unsere Kämpfe im Leben und manchmal fällt uns das Weitermachen sehr schwer. Genau in solchen Situationen ist dieses Buch ein Licht ....

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Veröffentlicht am 02.06.2024

Guter Krimi mit spannendem geschichtlichen Hintergrund

Das letzte Ritual
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Klappentext: "In der Universität von Reykjavík wird die Leiche eines jungen Deutschen gefunden. Der Geschichtsstudent war fasziniert von alten Hexenkulten, und sein Mörder hat ihm ein merkwürdiges Zeichen ...

Klappentext: "In der Universität von Reykjavík wird die Leiche eines jungen Deutschen gefunden. Der Geschichtsstudent war fasziniert von alten Hexenkulten, und sein Mörder hat ihm ein merkwürdiges Zeichen in die Haut geritzt. Aber die isländische Polizei glaubt an einen Drogendelikt und verhaftet einen Dealer. Die Eltern des Opfers misstrauen den Ermittlungen: Sie beauftragen die junge Anwältin Dóra Gudmundsdóttir, den Fall noch einmal aufzurollen. Und auf der Suche nach dem wahren Mörder findet Dóra mehr über die dunklen Rituale heraus, als ihr lieb ist …"

Ich habe eine große Schwäche für skandinavische Bücher, egal in welcher Form. Bei diesem Buch hat mich der Klappentext in seine Bahn gezogen. Wie ich gesehen habe, hat dieses Buch auch mehrere Cover, trotzdem hätte mich keines davon angesprochen.

Mit den Protagonisten wurde ich nicht warm. Ehrlich gesagt, gibt es, aus meiner Sicht wenig Persönliches in dem Buch. Der kühle Deutsche mit ein bisschen Charme, die alleinerziehende Rechtsanwältin, die unbedingt finanzielle Stärkung braucht, der komische, unsichere Fakultätsleiter und die verrückte Clique, die sich in den alten Ritualen der Hexenkunst verliert.

Die Sprache ist angenehm und liest sich leicht und flüssig. Leider wird der Anfang etwas in die Länge gezogen. Der geschichtliche Hintergrund ist fantastisch recherchiert und sehr interessant zu lesen. Der Leser fühlt sich wie auf einer eigenen Reise nach Antworten. Wer Spannung in diesem Buch sucht, dann ist er, leider, auf dem Holzweg. Das ganze Geschehen verläuft in sehr ruhigen Bahnen. Also ist dieses Buch für Thriller-Hardcore-Fans absolut nichts.

Das Ende ist aus meiner Sicht, zum Teil voraussehbar. Etwas enttäuscht über die Aufklärung des Mörders las ich den Epilog und ich muss sagen, diese drei oder vier Seiten ließen mein Blut in den Adern einfrieren. Eine richtig gruselige Erklärung, die das ganze Buch dann doch in einem anderen Licht versetzt.

Auf jeden Fall war ich froh, das Buch gelesen zu haben. Ob ich die Serie dann weiterverfolge kann ich noch nicht entscheiden.

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Veröffentlicht am 21.03.2024

Das Licht und die Dunkelheit

Dunkelgrün fast schwarz
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Klappentext: "Moritz und Raffael waren schon als Dreijährige beste Freunde. Doch dann taucht eines Tages eine Neue in der Schule auf: Johanna. Vom ersten Augenblick an sind beide von ihr fasziniert. Eigentlich ...

Klappentext: "Moritz und Raffael waren schon als Dreijährige beste Freunde. Doch dann taucht eines Tages eine Neue in der Schule auf: Johanna. Vom ersten Augenblick an sind beide von ihr fasziniert. Eigentlich ist klar, wer die Zuneigung des Mädchens gewinnen wird. Schon immer war Raffael der Selbstbewusste, der mit dem entwaffnenden Lächeln, und Moritz nur der Mitläufer. Doch Johanna spielt ihr eigenes Spiel – bis die Freundschaft der beiden Jungen zerbricht. Jetzt, 16 Jahre später, steht Raffael plötzlich vor Moritz‘ Tür. Und auf einmal scheint die Vergangenheit wieder da zu sein, die Erinnerung an ihre Jugend und an all das, was zwischen ihnen kaputtgegangen ist – und an Johanna, die immer noch zwischen ihnen steht."

Dieses Buch habe ich wegen einer Leserrunde gelesen, zu der ich es dann leider nicht mehr geschafft habe. Meine Motivation war groß. Ich habe somit nicht nach dem Cover Ausschau gehalten. Es ist sehr passend, drei Freunde erfreuen sich am Leben, vor und unter ihnen der Abgrund ohne Ende. Der Name des Buches verwirrt ein bisschen, aber wenn man sich eingelesen hat, versteht man ihn auch.

Die Hauptcharaktere sind sehr lebhaft beschrieben, ihr Verhalten, ihre Denkweise. Wobei sich der Leser die Denkweise in nur drei von denen hineinlesen kann. Marie, die liebevolle Mutter mit all ihren Ängsten und Sorgen. Moritz, das liebevolle Kind in dem Talente schlummern. Das Kind, das das Leben in Farben sieht. Nicht nur das Leben, sondern auch die Gefühle und Geschehnisse. Und Johanna, die nicht ganz dunkel ist, die aber das Licht in ihr durch das tragisch Erlebte begraben möchte. In die Gefühle und Gedanken von Rafael, kann der Leser nicht hineinsehen und somit bleibt die Dunkelheit mysteriös und zum Teil unbegründet.

Das Buch ist in einer sehr gepflegten angenehmen Sprache geschrieben. Durch den ständigen Sichtwechsel zwischen den Protagonisten und den Zeitzonen ist das Lesen eine Art Abenteuer. Allerdings ein Abenteuer ohne Hoch- und Tiefpunkte, bzw. ohne jegliche Spannung. Hin und wieder sieht sich der Leser in manchen Gedanken oder Gefühlen, es berührt ihn und bringt ihn zum Nachdenken über sich selbst und über das Leben. Dunkelgrün fast schwarz zeigt uns teilweise die Abgründe der menschlichen Seelen und Hilfslosigkeit denen zu entkommen. Es ist ein Buch über die Dunkelheit und das Licht. Die Dunkelheit, hungrig nach Licht, möchte es in sich aufnehmen und zerstört es dadurch.

Es ist absolut keine leichte Lektüre und ich würde es nicht denjenigen empfehlen, die einen lustigen, spannenden Roman lesen wollen.

Aber es ist immer noch eine Art "Ode an das Leben".

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Veröffentlicht am 28.04.2023

Die Liebe ist das Wasser des Lebens

Die vierzig Geheimnisse der Liebe
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Klappentext: "Ella ist vierzig Jahre alt, hat einen Ehemann, drei Kinder im Teenageralter und ein schönes Zuhause in einer amerikanischen Kleinstadt. Eigentlich sollte sie glücklich sein, in ihrem Herzen ...

Klappentext: "Ella ist vierzig Jahre alt, hat einen Ehemann, drei Kinder im Teenageralter und ein schönes Zuhause in einer amerikanischen Kleinstadt. Eigentlich sollte sie glücklich sein, in ihrem Herzen breitet sich aber eine Leere aus, die früher von Liebe gefüllt war. Als Gutachterin für eine Literaturagentur taucht sie tief in einen Roman über den Sufi-Dichter und Mystiker Rumi und die vierzig ewigen, geheimnisvollen Regeln der Liebe ein. Trotz der Ansiedlung im 13. Jahrhundert scheint ihr der Roman immer mehr eine Spiegelung ihrer eigenen Geschichte zu sein. Zusehends distanziert von ihrem Ehemann, beginnt Ella, ihr bisheriges Leben zu hinterfragen. Sie besucht den Verfasser des Buches, Aziz Zahara, mit dem sie sich schriftlich schon rege und sehr persönlich ausgetauscht hat - und erfährt eine derart grundlegende persönliche Veränderung, wie sie es sich nie hätte ausmalen können."

Dieses Buch habe ich nicht wegen dem Cover ausgesucht. Ehrlich gesagt, verstehe ich den Zusammenhang zu der Geschichte gar nicht. Das Buch habe ich ausgesucht wegen Rumi. Wegen des Suffismus. Wegen der Liebe, Wegen der Geschichten von Ella und Shams-e Tabrizi.

Das Buch ist in einer sehr gepflegten, leicht anspruchsvollen aber bildlichen Sprache geschrieben. Es handelt von zwei voneinander unabhängigen Geschichten, in zwei vollkommen unterschiedlichen Zeiten, die trotzdem am Ende ineinander gehen und ein wundervolles Ganzes abgeben.

Suffismus ist der Hauptaugenmerk der Geschichte über Rumi und Shams-e Tabrizi. Diese Geschichte hat mir die Augen in mancher Hinsicht geöffnet. Sie hat mich gelehrt, hat mir Ruhe gegeben und sie hat mich zweifeln lassen. Ich liebte die Geschichten und die Reden, aber ich zweifelte trotzdem an der Richtigkeit. Das wundervolle an dieser Geschichte ist, dass sie aus einigen Blickwinkeln, der verschiedenen Protagonisten dargestellt wurde. Einfach um sich zu vergewissern, dass auch jeder seine eigene Wahrheit, Ziele und Ideale hat.

Ella in der zweiten Geschichte ist eine normale Frau mit einem typisch normalen Leben und einer wundervollen Familie. In dieser Geschichte durfte ich ihre Entfaltung, ihr Kennenlernen des eigenen Ichs sowie die wahre Liebe, erleben.

Das Buch ist mit sehr vielen Weisheiten, Zitaten und kleinen Anekdoten gefüllt.

Trotz meiner Begeisterung verleihe ich nur vier Sterne, weil das Buch hin und wieder zu anstrengend war und es hinterließ mir ein Gefühl der Traurigkeit und Leere ... Ich bin mir auch gar nicht sicher ob ich alle vierzig Geheimnisse herausgelesen habe ...

Auf jeden Fall würde ich das Buch jedem empfehlen, der das mystische sowie religiöse mag und offen für viele neue Eindrücke ist.

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Veröffentlicht am 05.03.2023

Auf der Suche nach der Stille

Stille, die aus dem Herzen kommt
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Klappentext: "Wir verbringen so viel Zeit mit dem Streben nach Glück – aber erreichen wir es auch? Meist betäubt uns der Lärm der Welt so sehr, dass wir die leise innere Stimme der Freude und der Liebe ...

Klappentext: "Wir verbringen so viel Zeit mit dem Streben nach Glück – aber erreichen wir es auch? Meist betäubt uns der Lärm der Welt so sehr, dass wir die leise innere Stimme der Freude und der Liebe nicht mehr hören. Wie wir sie wieder wahrnehmen können, zeigt der weltberühmte Zen-Mönch Thich Nhat Hanh. Durch praktizierte Achtsamkeit werden die Geräusche um uns leiser und unser stetes Gedankenkarussell hält endlich einmal an. Indem wir uns dem Klang der Stille öffnen, gelangen wir zu Klarheit, Lebendigkeit und wahrem inneren Frieden!"

Das Buch habe ich gekauft, weil ich ein großer Anhänger von Thich Nhat Hahn bin. Die Sprache war klar und sehr angenehm, sogar sie hat eine gewisse Ruhe gestrahlt. Die Kapiteln sind nicht zu lang.

Das Thema an sich ist nicht so einfach, und somit ist es wirklich schwierig die Vorgehensweise zu erklären. Das angenehme an dem Buch war, dass es aufgeteilt ist in Erklärungen, Geschichte-Erzählungen und Übungen.

Bei den Erklärungen musste ich ziemlich langsam lesen, um zu verstehen was genau gemeint ist.

Die einzelnen Geschichten fand ich sehr spannend und angenehm. Diese verhalfen mir die Erklärungen besser zu verstehen.

Die Übungen waren toll beschrieben, auch die Anleitungen zu den Meditationen, nur musste man diese auswendig lernen um tatsächlich entsannt meditieren zu können.

In Großen und Ganzem fand ich das Buch ganz gut. Ich würde es auf jeden Fall jedem empfehlen, der auf der Suche nach Stille ist.

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