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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2023

Lesen und Wohlfühlen

Lake Paradise – Ein Zuhause für das Glück
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Wer Bücher der Autorin Manuela Inusa bereits kennt, der weiß auf was er sich beim Kauf dieses Buches einlässt – denn auch hier steht die Romantik wieder eindeutig im Vordergrund.

In diesem ersten Teil ...

Wer Bücher der Autorin Manuela Inusa bereits kennt, der weiß auf was er sich beim Kauf dieses Buches einlässt – denn auch hier steht die Romantik wieder eindeutig im Vordergrund.

In diesem ersten Teil der Lake Paradise – Reihe bekommt der Leser erst einmal den Schauplatz vorgestellt, der natürlich ganz passend zur Story heimelig und von den skurrilsten Figuren bewohnt wird. Die tragisch-traurige Geschichte Lexis, die sich dank des interessanten Aaron schlussendlich zu einer Liebesgeschichte entwickelt passt genau in dieses Ambiente. Nachbarn und Freunde tun ihr übriges den Beiden die richtige Richtung zu weisen. So entwickelt sich eine kurzweilige, romantische Geschichte, die zum Träumen und Schmachten einlädt und einen mal den Alltag vergessen lässt. Und als kleine Schmankerl dieses Buches gibt es auf der Umschlagseite einen Stadtplan mit den wichtigsten Schauplätzen Lake Paradise' sowie am Ende des Buches Rezepte zum nach kochen/backen und eine Leseprobe für den nächsten Band – Herz was willst du mehr...?

Alles in allem ist „Ein Zuhause für das Glück“ ein gelungener Serienstart und ein Wohlfühlbuch, dass mich wunderbar unterhalten konnte. Meine Leseempfehlung bekommt das Buch und 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.04.2023

Drei Städte - drei Paare - eine Geschichte

Zwischen heute und morgen
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Die Geschichte der drei Paare aus den drei Städten, die in „Und die Welt war jung“ ihren Anfang genommen hatte, geht nun weiter. Neben den bekannten Protagonisten Heinrich und Gerda Aldenhoven aus Köln, ...

Die Geschichte der drei Paare aus den drei Städten, die in „Und die Welt war jung“ ihren Anfang genommen hatte, geht nun weiter. Neben den bekannten Protagonisten Heinrich und Gerda Aldenhoven aus Köln, Kurt und Elisabeth Borgfeldt aus Hamburg und Bruno und Margarethe Canna aus San Remo, stehen nun deren Kinder vermehrt im Mittelpunkt der Geschichte. Wir befinden uns in den 1960er Jahren und die Autorin verknüpft auch hier die fiktiven Familiengeschichten mit so realen weltgeschichtlichen Ereignissen wie dem Attentat auf Kennedy oder dem Bau der Berliner Mauer und macht auch diesen zweiten Teil wieder zu einer lebendigen und glaubwürdigen Geschichte. Selbst das Flair der doch sehr unterschiedlichen drei Städte ist sehr schön in die Handlung eingebaut.

Der Schreibstil ist wie immer leicht und flüssig zu lesen, so dass auch dieses Buch trotz seiner rund 580 Seiten wieder viel zu schnell ausgelesen war. Interessierten Lesern empfehle ich an dieser Stelle zwar gern mit Teil 1 zu beginnen, aber dank des beigefügten Stammbaums, sollten die Beziehungen der Hauptfiguren übersichtlich und nachvollziehbar sein, so dass auch ohne Vorkenntnisse das Lesevergnügen gegeben sein sollte. Ich warte nun sehnsüchtig auf den Abschlussband und vergebe bis dahin erst mal für „Zwischen heute und morgen“ 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.04.2023

Gelungener Serienstart

Die rätselhaften Honjin-Morde
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In seinem ersten Fall muss Privatdetektiv Kosuke Kindaichi das Rätsel um einen Mord in einem verschlossenen Raum aufklären, welcher in der Hochzeitsnacht geschieht, und dem der älteste Sohn der bedeutenden ...

In seinem ersten Fall muss Privatdetektiv Kosuke Kindaichi das Rätsel um einen Mord in einem verschlossenen Raum aufklären, welcher in der Hochzeitsnacht geschieht, und dem der älteste Sohn der bedeutenden Familie Ichiyanagi nebst Ehefrau zum Opfer fallen.

Es gibt eine Reihe von Verdächtigen, darunter die zahlreichen Mitglieder der Familie aber auch einige fragwürdige Gestalten. Wer ab diesem Zeitpunkt über Täter und Tat mitraten will, der sollte sehr aufmerksam lesen. Viele Hinweise und Verdächtigungen scheinen auf einen Täter hinzuweisen, der sich in Luft aufgelöst hat. Doch unser Held geht der Sache auf brillante Weise auf den Grund und lüftet den Schleier, hinter dem sich die dunklen Machenschaften des Mörders verbergen.
Yokomizo hat seinen Detektiv sehr vielschichtig charakterisiert. Kindaichi ist ein noch relativ junger, unbeholfen wirkender Typ. Das alles lenkt allerdings nur von seiner Intelligenz und seiner Fähigkeit ab, die kniffligsten Rätsel lösen zu können. Und so kommt Kinaichi Stück für Stück der Lösung näher.

Die Krimihandlung wird durch die Atmosphäre eines reichen japanischen Herrenhauses der 1930er Jahre und der Koto (ein Saiteninstrument), die auf mysteriöse Weise genau in der Nacht erklingt, in der die beiden Leichen gefunden werden, bereichert.

Fazit: Ich war angenehm überrascht von diesem Serienstart. Doch leider war der Krimi, da nur etwas mehr als 200 Seiten, viel zu schnell ausgelesen. Über weitere Ermittlungen des cleveren Kosuke Kindaichi würde ich mich dennoch sehr freuen. Bis dahin vergebe ich eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.04.2023

Lesenswerter Reihenauftakt

Das neunte Gemälde
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Lennard Lomberg, Kunstexperte mit Doktor-Titel, wird eines Tages in einen Mordfall verwickelt, in dem es für ihn nicht nur gilt einem Mörder auf die Spur zu kommen, sondern auch sich mit dem Thema Raubkunst ...

Lennard Lomberg, Kunstexperte mit Doktor-Titel, wird eines Tages in einen Mordfall verwickelt, in dem es für ihn nicht nur gilt einem Mörder auf die Spur zu kommen, sondern auch sich mit dem Thema Raubkunst auseinander zu setzen. Dabei kommt auch einiges aus der Vergangenheit seiner eigenen Familie ans Licht...

In vier Zeitebenen, die sich über die Jahre 1914, 1943, 1966 und 2016 erstrecken, entwickelt sich nun eine fesselnde, interessante und informative Geschichte, die man allerdings nicht so eben mal nebenbei lesen sollte. Stück für Stück entwirft der Autor hier einen Spannungsbogen rund um das Bild aber auch um die Familiengeschichte der Lombergs, die von Hitlerdeutschland bis in die jüngste deutsche Geschichte reicht. Und um so mehr Lomberg junior über Lomberg senior in Erfahrung bringt, desto brisanter wird auch die Jagd nach dem Bild.

Für mich sehr überzeugend, versteht es der Autor hier Kunst- und Nachkriegsgeschichte in ein mitreißendes Setting zu verpacken und Fiktion und Tatsächliches mit einander zu verbinden. Und ganz nebenbei bekommt man auch noch Wissenswertes über Fälschungen in der Kunstszene vermittelt.

Auch wenn der Hauptprotagonist in seiner Charakterisierung noch Luft nach oben hat, hier hoffe ich auf die nächsten Bände, hat mich doch die Geschichte um Raub- und Beutekunst gut unterhalten können. „Das neunte Gemälde“ ist definitiv kein Krimi der einfach gestrickten Art, aber genau das hat mit gut gefallen.

Eine Leseempfehlung kann ich aussprechen und ich bewerte diesen 1. Band um Kunstexperte Lennard Lomberg mit 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 28.04.2023

Unterhaltsame Lektüre

Freizeit
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Franziska, die Hauptprotagonistin dieses Romans ist ein typisches Kind unserer Zeit. Es geht ihr nicht schlecht, sie hat eigentlich alles was man sich so im allgemeinen vom Leben erhofft, angefangen bei ...

Franziska, die Hauptprotagonistin dieses Romans ist ein typisches Kind unserer Zeit. Es geht ihr nicht schlecht, sie hat eigentlich alles was man sich so im allgemeinen vom Leben erhofft, angefangen bei einem guten Job, über Freunde bis zu guter Gesundheit, denn sie treibt ja regelmäßig Sport. Aber trotz allem ist sie mit sich und der Welt unzufrieden. Um herauszufinden warum das so ist, beschließt sie einen Roman schreiben zu wollen, und nimmt dafür ihr direktes Umfeld samt Freunde unter die Lupe. Und was ihr dabei so alles auffällt bekommt der Leser hier nun erzählt. Dabei macht sich Franziska u. a. Gedanken zu den Themen Social Media, Drogen, das ständige hantieren mit dem Smartphone, aber auch, dass man für eine gute partnerschaftliche oder freundschaftliche Beziehung etwas tun muss damit sie Bestand hat.

Das alles wird zwar nicht tiefgründig beleuchtet, passt aber für mich wiederum zum Credo des Romans, nämlich der Schnelllebigkeit unserer Zeit. Das alles spiegelt sich auch in der aus meiner Sicht überzeugenden und passenden Schreib- und Erzählweise wider, die eine gewisse Lässigkeit aber auch Oberflächlichkeit zum Ausdruck bringt. Dabei legt die Autorin einen teils scharfzüngigen, direkten aber auch witzigen Humor an den Tag, der das Buch zu einem unterhaltsamen Leseerlebnis für mich machte.
Fazit: Das Buch gibt Franziskas Lebensgefühl raum, wobei ich das Gefühl hatte, Franziska weiß noch nicht wirklich wie sie ihr Leben leben soll. Vieles empfindet sie als zu flüchtig, belanglos oder einfach banal.

Mir hat das Buch schon interessante Einblicke, hinsichtlich der heutigen Lebensphilosophie gegeben und mich gut unterhalten. Auch wenn ich glaube, nicht jeder wird sich meiner Einschätzung anschließen können/wollen, vergebe ich 4 von 5 Sterne.