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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2023

Ein packendes Krimipuzzle

Grenzfall - In der Stille des Waldes
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Nach „Grenzfall Der Tod in ihren Augen“ und „Grenzfall Ihr Schrei in der Nacht“ ist dies nun der dritte grenzüberschreitende Fall für Krammer und Jahn. Während Bernhard Krammer auf österreichischem Gebiet ...

Nach „Grenzfall Der Tod in ihren Augen“ und „Grenzfall Ihr Schrei in der Nacht“ ist dies nun der dritte grenzüberschreitende Fall für Krammer und Jahn. Während Bernhard Krammer auf österreichischem Gebiet einem mysteriösen Fund nachgeht und seine Ermittlungen vorantreibt, beschäftigt sich die deutsche Alexa Jahn während ihrer Rekonvaleszenz mit einem Cold Case. Was beide unabhängig voneinander ermitteln und ob und eventuell wie die Fälle zusammenhängen, verrate ich nicht, ich kann euch aber diesen neuesten Grenzfall absolut empfehlen. Für Leser, die die Vorgänger (noch) nicht kennen, dürfte es kein Problem zu Figuren und Handlung geben, denn das Wesentliche wird verständlich erklärt und die Krimihandlung selbst ist in sich abgeschlossen.

Schreib- und Erzählstil sind flüssig und leicht zu lesen und die Beschreibungen der regionalen Begebenheiten sind passend und gut in die Krimihandlung eingebaut. Der Krimi steigert sich hinsichtlich Spannung und Tempo je weiter die Handlung voranschreitet und mündet in einem regelrechten Showdown.

Fazit: Auch dieser dritte Band mit dem ermittelnden Vater-Tochter-Gespann hat mich wieder überzeugt. Die zwei spannenden Kriminalfälle aus dem deutsch-österreichischen Grenzgebiet, kombiniert mit Lokalkolorit und authentischen Charakteren, empfehle ich deshalb auch gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.04.2023

Geglückter Reihenauftakt

Verschwiegen
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„Verschwiegen“ ist der 1. Teil der Island-Krimi-Reihe von Eva Björg Ægisdóttir. Der Schauplatz des Geschehens ist Akranes, eine kleine Stadt an der Westküste und Heimatort von Elma, Ermittlerin in der ...

„Verschwiegen“ ist der 1. Teil der Island-Krimi-Reihe von Eva Björg Ægisdóttir. Der Schauplatz des Geschehens ist Akranes, eine kleine Stadt an der Westküste und Heimatort von Elma, Ermittlerin in der Mordkommission in Reykjavik, die nach privaten Tiefschlägen nun wieder zurückgekehrt ist. Und kaum angekommen muss sie die Umstände des mysteriösen Todes der jungen Frau am Leuchtturm aufklären...

Das Geschehen wird durch zwei Handlungsstränge vorangetrieben. Der durchgängig angenehme Schreibstil lässt sowohl die Handlung und die einzelnen Figuren als auch den isländischen Schauplatz lebendig werden. Die Ermittlungen sind perfekt durchdacht und werden von Wendungen genährt, die überzeugend in eine fesselnde Geschichte eingebettet sind. Dabei versteht es die Autorin die Geschichte so zu erzählen, dass einem beim Lesen die Fragezeichen nur so im Kopf herumspuken. Das hatte bei mir zur Folge, dass ich ständig „mit ermittelte“. Genau so muss für mich ein mitreißender und unterhaltsamer Krimi sein, denn so bleibt auch die Spannung auf einem guten Niveau und verleitet zum Weiterlesen. Die Hauptfigur Elma ist eine interessante Heldin, die nicht frei von Fehlern ist aber auch ihre Qualitäten hat, die hauptsächlich in ihrem Berufsalltag zum Tragen kommen. Ihre private Situation und ihr Verhältnis zu den neuen Kollegen wird angedeutet, gibt aber eben noch genug Potential für weitere Bände.

Fazit: Was Elma und ihr Team letztlich alles zu Tage fördern ist packend und überzeugend erzählt und hat mich wirklich gut unterhalten. Für mich ist „Verschwiegen“ ein geglückter Reihenauftakt, der durch lebendige Figuren, eine mit viel Atmosphäre angereicherte isländische Kulisse und realitätsnahe Ermittlungen bei mir punkten konnte.

Veröffentlicht am 29.04.2023

Gelungener Serienstart

Die letzte Party
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Das Neujahrsschwimmen im See bei Cwm Coed, einem Dorf an der Grenze zwischen Wales und England, endet abrupt, als eine Leiche im Nebel schwimmt. Soweit das Szenario, welches sich in „Die letzte Party“ ...

Das Neujahrsschwimmen im See bei Cwm Coed, einem Dorf an der Grenze zwischen Wales und England, endet abrupt, als eine Leiche im Nebel schwimmt. Soweit das Szenario, welches sich in „Die letzte Party“ dem ersten Teil der Ffion-Morgan-Reihe den Detectives Ffion Morgan, Wales, und Leo Brady, England, hier bietet. Ffion, die die Menschen hier kennt und weiß, dass fast jeder ein Geheimnis zu hüten versucht, hat keinen leichten Stand bei ihren Ermittlungen. Durch viele Verflechtungen, Anfeindungen und Verdächtigen, von denen es mehr als genug gibt, werden die Untersuchungen zu den Tatumständen alles andere als leicht für Ffion und auch mit ihrem englischen Kollegen muss sie erst einmal warm werden.

Aber auch der Leser braucht anfänglich einen langen Atem, sind doch viele Akteure im Spiel, die erst einmal auseinander gehalten bzw. zugeordnet werden wollen. Die wechselnden Perspektiven und Rückblenden machen ein aufmerksames Lesen erforderlich, aber es lohnt sich am Buch zu bleiben. Durch klug gesetzte Cliffhanger und unerwartete Wendungen gibt es immer wieder Spannungsmomente, die mich Weiterlesen ließen. Im Verlauf bekommen auch die beiden doch sehr unterschiedlichen Ermittler mehr und mehr Profil. Beide lernen voneinander und erkennen so auch manch eigene Schwäche. Die Atmosphäre des walisischen Dorfes mit seinen eigenwilligen Bewohnern und die Einwürfe walisischer Begriffe, haben mir gefallen und runden diesen gelungenen Krimi ab. Dass der Täter überführt wird, da schreibe ich sicherlich nicht zu viel, nur das Wie und Wer verrate ich natürlich nicht.

Alles in allem hat mir dieser erste Fall für Morgan und Brady gut gefallen und somit empfehle ich ihn auch gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.04.2023

Ungewöhnlicher, amüsanter Mittelalter-Krimi

Isengrim
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Nach „Troubadour“ und „Reliquiae“ findet sich Serienheld Niki Wolff erneut im Mittelalter wieder und sieht sich hier gezwungen weitere Morde des „Isengrim“ zu verhindern und den Fall zu lösen, denn zu ...

Nach „Troubadour“ und „Reliquiae“ findet sich Serienheld Niki Wolff erneut im Mittelalter wieder und sieht sich hier gezwungen weitere Morde des „Isengrim“ zu verhindern und den Fall zu lösen, denn zu allem Übel gilt er plötzlich selber als Verdächtiger.

Dank seiner Kenntnisse der Ermittlungsarbeit solcher Größen wie z. B. Sherlock Holmes und Hercule Poirot, beginnt Niki umgehend mit seinen Nachforschungen. Allerdings sind die Umstände im Mittelalter nicht mit den heutigen zu vergleichen und so muss er sich einen Mittelweg bauen um Altes und Neues zusammenzubringen und auf diese Weise dem Täter auf die Spur zu kommen...

Und diesen Mittelweg konstruiert der Autor hier wieder mit so viel Raffinesse, dass es einfach wieder Spaß macht Niki bei seinen ungewöhnlichen Aktionen zu begleiten. Das Buch sollte man mit einem Augenzwinkern lesen, denn der Autor hat hier immer wieder humorige Szenen eingebaut, in denen er Gegenwart mit Mittelalter in Beziehungen setzt, die eben sehr komisch anmuten. Aber trotz dieser Vergleiche artet die Geschichte nicht in Klamauk aus und ist als HistoKrimi unterhaltsam, spannend und gut zu lesen.

Fazit: Das Mittelalter-Szenario, der Krimiplot, die sympathischen und lebensechten Figuren und nicht zuletzt die Extraportion Humor ergeben hier einen amüsanten und ungewöhnlichen HistoKrimi.
Der Krimi kann, obwohl es das dritte Buch einer Reihe ist, als eigenständiger Roman gelesen werden. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und kann deshalb auch eine Leseempfehlung aussprechen und vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.04.2023

Ein eiskalter Thriller

SCHNEE
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Während der kältesten Tage des Jahres sucht ein Rettungsteam im abgelegenen Hochland von Island nach einer Gruppe von Vermissten. Was hat diese Gruppe dazu bewogen, sich mitten in einem Schneesturm und ...

Während der kältesten Tage des Jahres sucht ein Rettungsteam im abgelegenen Hochland von Island nach einer Gruppe von Vermissten. Was hat diese Gruppe dazu bewogen, sich mitten in einem Schneesturm und bei extremer Kälte auf den Weg zu machen? Warum verließen sie die einfache Hütte, in der sie wohnten, völlig unvorbereitet auf die rauen Wetterbedingungen? In der Zwischenzeit ereignen sich auf der Halbinsel Stokksnes mysteriöse Ereignisse...
Es gibt mehrere Handlungsstränge, und mit jedem von ihnen geschehen seltsame, mysteriöse Dinge. Außerdem macht man ständig Zeitsprünge und erfährt schließlich, was mit den verschwundenen Personen geschehen ist.

Durch den flüssigen und feinen Schreibstil Yrsa Sigurdardóttirs wird das Mystische hier so richtig betont. Ich konnte mir die Szenen gut vorstellen: allein und abgelegen im Schnee. Die Autorin versteht es meisterhaft, die Atmosphäre dieses rauen und abweisenden Landstriches zu beschreiben und ihn so als einen wesentlichen Bestandteil des Thrillers zu integrieren.

Fazit: Das Buch ist ungemein spannend und fesselnd. Die Charaktere sind lebensecht und auch die Auflösung ist für diese mystisch angehauchte Geschichte passend. Meine Empfehlung bekommt das Buch und 4 von 5 Sterne.