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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.07.2023

Romantik und Spannung vor einer atemberaubenden Landscahft

Wie Spuren am See - Die Erbin
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Isabella erbt völlig überraschend eine Villa am Bodensee. Um herauszufinden, was es damit auf sich hat - sie kannte die Erblasserin nicht -, fährt sie kurzentschlossen nach Lindau. Dort lernt sie den Nachbarn ...

Isabella erbt völlig überraschend eine Villa am Bodensee. Um herauszufinden, was es damit auf sich hat - sie kannte die Erblasserin nicht -, fährt sie kurzentschlossen nach Lindau. Dort lernt sie den Nachbarn Chris kennen und macht sich gemeinsam mit ihm auf Spurensuche.

Das Buch ist unterhaltsam und durchaus spannend. Um wirklich packend zu sein, ist die Spannung aber zu künstlich erzeugt und nicht stimmig. Die Charaktere bleiben etwas oberflächlich. Bei "Wie Spuren am See - Die Erbin" handelt es sich um den Auftakt einer Trilogie. Man darf also gespannt sein, ob Sibylle Baillon die Chance nutzt, ihre Figuren tiefgründiger und die Geschichte realistischer und überzeugender zu gestalten. Dessen ungeachtet verspricht die Trilogie eine leichte Lektüre mit Romantik und Spannung vor einer atemberaubenden Landschaft.

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Veröffentlicht am 02.06.2023

Zu viel Selbstbeweihräucherung, aber aktuell und sicher hilfreich

Über Leben in der Klimakrise
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In "Über Leben in der Klimakrise" beschäftigt sich Milena Glimbovski mit der Klimakrise - was jeder Einzelne gegen eine weiter Verschärfung tun kann, aber auch, wie wir uns den klimatischen Veränderungen ...

In "Über Leben in der Klimakrise" beschäftigt sich Milena Glimbovski mit der Klimakrise - was jeder Einzelne gegen eine weiter Verschärfung tun kann, aber auch, wie wir uns den klimatischen Veränderungen anpassen können.

Da ich der Überzeugung bin, dass wir nicht länger zögern dürfen, schnellstmöglich alles in unserer Macht stehende tun müssen und offen für Vorschläge und Anregungen bin, hat mich das Buch sofort interessiert. Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig - zu viel Selbstbeweihräucherung und zu viel Den-kenne-ich-auch. Das macht es mir schwer, mich auf den Inhalt zu konzentrieren.

Die Autorin nennt allerdings viele Fakten und gibt auch Tipps für das tägliche Leben, so dass ich dem Buch durchaus doch noch einiges Positive abgewinnen konnte. Das Thema ist jedenfalls brisant und aktuell und somit sicher hilfreich.

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Veröffentlicht am 09.05.2023

Wunderschöne Illustrationen

Gärtnern für Ahnungslose
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"Gärtnern für Ahnungslose" ist sehr schön illustriert und vermittelt Gartentipps und -tricks in Comicform. Dadurch sieht man sehr schnell, worauf es ankommt. Es widmet sich den wichtigsten Gartenarten ...

"Gärtnern für Ahnungslose" ist sehr schön illustriert und vermittelt Gartentipps und -tricks in Comicform. Dadurch sieht man sehr schnell, worauf es ankommt. Es widmet sich den wichtigsten Gartenarten und hilft bei der Pflanzenauswahl und -kombination. Tipps für Nutzgärten sind ebenso enthalten wie Informationen zu Blühpflanzen und Stauden.

Ich bin zwar keine fortgeschrittene Gärtnerin, aber auch keine Anfängerin und gehöre damit vielleicht nicht zur Zielgruppe. Die Tipps erscheinen mir an mancher Stelle banal oder sind Binsenweisheiten. Alles in allem ist das Buch durch die wunderschönen Illustrationen eine Augenweide und bietet einen Überblick über viele Themen rund ums Gärtnern.

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Veröffentlicht am 05.05.2023

Über weite Teile unterhaltend

Die Mütter
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Clara, Jessy und Chloé werden von der Nanny Atscho erzogen. Dr. Sylvia Hofmann, Ethnologin und die Mutter der Mädchen, hat sie aus China mitgebracht, nachdem sie dort das Volk der Mosuo erforscht hat, ...

Clara, Jessy und Chloé werden von der Nanny Atscho erzogen. Dr. Sylvia Hofmann, Ethnologin und die Mutter der Mädchen, hat sie aus China mitgebracht, nachdem sie dort das Volk der Mosuo erforscht hat, dem auch Atscho angehört. Bei den Mosuo bestimmen die Frauen, es gibt keine Ehen und die Töchter leben dauerhaft zusammen. Diese matriarchalische Lebensweise hat Atscho geprägt, kein Wunder, dass sie sie wie selbstverständlich an ihre drei Schützlinge weitergibt. So bekommen sie sechs Kinder, ohne mit den Vätern eine enge Beziehung einzugehen und bleiben als "Die Mütter" zusammen.

Stefan Györke erzählt seine gut recherchierte Geschichte sehr unterhaltsam und gibt Einblick in einen für uns Europäer völlig fremden Lebensentwurf. Er wechselt zwischen dem Ich-Erzähler Anton, Jessys Sohn, und einer neutralen Erzählperspektive. Die Protagonisten sind detailreich herausgearbeitet und sogar Kater Ikarus wird eine größer Rolle beigemessen und ist Ursache manch witziger Situation.

Die ungewöhnliche Lebensform der Mütter macht es deren Kinder nicht immer leicht, führt sie doch zu ungewöhnlichen Situationen. An mancher Stelle ist die Geschichte etwas verwirrend, da die Mütter die Kinder gemeinsam aufziehen und man sich als Leser merken muss, wer wessen Kind ist. Stefan Györke konnte mich über weite Teile gut unterhalten, allerdings gelang ihm dies dem Ende zu immer weniger. Es entstand ein Bruch, der zwar ein nachvollziehbares Ende nach sich zog, das aber insgesamt für mich nicht stimmig war.

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Veröffentlicht am 02.05.2023

Sympathischer Mann

Glück im Unglück
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Constantin Schreiber kenne ich selbstverständlich aus der Tagesschau. Als Journalist und Tagesschau-Sprecher ist es seine tägliche Aufgabe, schlechte Nachrichten zu verbreiten. Er hat einen Weg gefunden, ...

Constantin Schreiber kenne ich selbstverständlich aus der Tagesschau. Als Journalist und Tagesschau-Sprecher ist es seine tägliche Aufgabe, schlechte Nachrichten zu verbreiten. Er hat einen Weg gefunden, trotzdem optimistisch zu bleiben. Was ist sein Geheimnis? Genau davon handelt sein Buch "Glück im Unglück".

Ich bin etwas hin und her gerissen, das Buch ist sehr leicht und flüssig zu lesen, allerdings hatte ich mir etwas mehr versprochen. Klavierspielen oder politischen Gesprächen aus dem Weg zu gehen, sind bestimmt gute Strategien, genauso wie reisen, aber sind das nicht eigentlich auch Allgemeinplätze? Etwas zu tun, was einem Spaß macht und etwas nicht zu tun, was die Laune verdirbt? Aber vielleicht ist es ja genau so einfach, vielleicht vergisst man das einfach zu leicht und das Glück liegt so nah.

"Glück im Unglück" zeigt den Menschen Constantin hinter dem Nachrichtensprecher Schreiber - ein sympathischer Mann, der trotz seiner Bekanntheit auf dem Boden geblieben ist und seine Leserinnen und Leser gerne an seinen Versuchen und Erfahrungen bei der Suche nach dem Glück teilhaben lässt.

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