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Veröffentlicht am 08.05.2023

Freundschaft ist ein Happy Place

Happy Place
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Ich bin aktuell großer Fan dieser Comic-Cover und hatte direkt irgendwie Lust auf Urlaub, als ich das Buch gesehen habe. Ich mag die Bücher von Emily Henry weil sie so locker und lustig sind und ich einfach ...

Ich bin aktuell großer Fan dieser Comic-Cover und hatte direkt irgendwie Lust auf Urlaub, als ich das Buch gesehen habe. Ich mag die Bücher von Emily Henry weil sie so locker und lustig sind und ich einfach Spaß beim Lesen habe. So auch hier: hinter dem Buchrücken versteckt sich eine herrlich amüsante Geschichte um Liebe und Freundschaft, die an den richtigen Stellen ein Mindestmaß an Tiefgang beweist, um nicht nur oberflächliches Geplänkel zu sein.

Zum Inhalt: der jährliche Urlaub mit ihren Freunden in Maine zum Hummerfest ist seit der Collegezeit Harriets Happy Place. Doch dieses Jahr ist alles anders: das Haus soll verkauft werden und so wird es der letzte Urlaub dieser Art für die Freunde sein. Und schlimmer noch: Wyn ist auch da. Wyn, Harriets Ex-Verlobter, der Harriet verlassen hat und der eigentlich nicht kommen sollte. Wyn, der immer noch diese Anziehung auf Harriet ausübt. Wyn, der genau wie Harriet den Freunden verschwiegen hat, dass sie kein Paar mehr sind.

Die Geschichte wird aus Harriets Perspektive in zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt: In der Gegenwart der gemeinsame Urlaub am Happy Place und in Rückblenden die Geschichte der Beziehung zwischen Harriet und Wyn. Ich mag diese Art der Erzählweise sehr, da man gefühlt deutlich näher dran am Geschehen ist, als wenn die Figuren nur in Erinnerungen schwelgen.

Die Geschichte ist, wie von Emily Henry gewohnt, locker leicht geschrieben und lässt sich quasi in einem Rutsch weglesen. Bei ein paar Stellen musste ich wirklich herzlich lachen. Was mir sehr gefallen hat war in diesem Buch das Thema Freundschaft, der Zusammenhalt aber auch das Auseinanderleben. Einen Punkt Abzug gibt’s von mir dafür, dass ewig lange um den heißen Brei drumherum geredet wird, was zur Trennung von Wyn und Harriet geführt hat.

Ich bin eigentlich kein Fan von Second Chances Geschichten, aber die vorsichtigen Annäherungen zwischen Wyn und Harriet haben mir dann doch ganz gut gefallen. Ist natürlich sehr stereotypisch und vorhersehbar- eben klassisch Romcom. Bei Liebesromanen stört mich das eher weniger, denn eben diese Berechenbarkeit schafft dieses Wohlfühlbuch-Feeling bei mir.

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Veröffentlicht am 03.05.2023

beklemmende Einsamkeit

Wolfskinder
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Eine abgeschottete Gemeinschaft in den Bergen, verschrobene Außenseiter und ein vermisstes Mädchen: dieses Buch bringt alles mit was es für einen atmosphärischen Krimi braucht. Eine gelungene Geschichte, ...

Eine abgeschottete Gemeinschaft in den Bergen, verschrobene Außenseiter und ein vermisstes Mädchen: dieses Buch bringt alles mit was es für einen atmosphärischen Krimi braucht. Eine gelungene Geschichte, die mich in die irre geführt hat.

Zum Inhalt: Zeitungsvolontärin Smilla ist sich sicher, dass sie einer Sache auf der Spur ist. Seit ihre beste Freundin vor zehn Jahren spurlos verschwand, verfolgt sie die Vermisstenfälle im näheren Umkreis. Als ihr ein verwahrlostes Mädchen vors Auto läuft, dass ihrer Freundin sehr ähnlich sieht, ist sie sicher auf der richtigen Spur zu sein.

Die Geschichte wird aus vier Perspektiven erzählt: der Journalistin Smilla, der verschwundenen Rebekka, der stummen Edith und ihres Freundes Jesse. Dadurch bekommt der Leser einen ziemlich guten Rundumblick auf die Geschehnisse und Handlungsorte. Die kleine, großteils autarke Gemeinschaft in der die drei Kinder großwerden ist sehr interessant beschrieben und erzeugt schnell ein Bild der Trost- und Hoffnungslosigkeit. Deshalb ist Rebekkas Drang nach Freiheit und Veränderung auch nicht verwunderlich.

Besonders Rebekkas Perspektive ist nach ihrem Verschwinden eindringlich beschrieben und gemeinsam mit Jesse habe ich um ihr Schicksal gebangt. Trotzdem erschien mir Smilla wie die Hauptprotagonistin der Geschichte, anfangs eher eine Randfigur arbeitet sie sich zur zivilen Heldin hoch.
Ich bin ganz ehrlich, ich hatte absolut keine Idee, wer der Täter sein könnte, vor allem nach den Enthüllungen über die Täufer Gemeinschaft. Das fand ich wirklich gut konstruiert, denn jeder wirkte plötzlich verdächtig und die Atmosphäre im Buch ist geschwängert von Misstrauen und Anschuldigungen.

Auch die Rahmenhandlung ist sehr stimmungsvoll und birgt viel Potential für Zwists und Streitereien. So wird das Spannungslevel konstant aufrecht erhalten und ich konnte als Leser nicht so recht einordnen, woher genau mein ungutes Gefühl beim Lesen kam. Kleines Manko für mich ist, dass die Grausamkeit, die hinter "dem Spiel" steckt, nicht so richtig greifbar war und erst zum Schluss erzählerisch aufgelöst wurde.

Ich fand die Geschichte toll erzählt und das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 27.04.2023

Eine Geschichte, geschrieben vom Leben

Es war einmal in Brooklyn
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„Es war einmal in Brooklyn“ von Sid Atlas ist eins die Bücher, die so viel mehr sind, als ihr Klappentext auch nur ansatzweise erfassen könnte. Es ist eine Geschichte über alles und nichts, über das Leben ...

„Es war einmal in Brooklyn“ von Sid Atlas ist eins die Bücher, die so viel mehr sind, als ihr Klappentext auch nur ansatzweise erfassen könnte. Es ist eine Geschichte über alles und nichts, über das Leben und Erwachsenwerden und darüber, wie hart die Realität sein kann. Und gleichzeitig ist es nur ein Auszug, ein Augenblick- und vielleicht wollte das Buch dafür einfach zu viel und wird dadurch nicht allen aufgeworfenen Themen gerecht.

Zum Inhalt: Juliette und David, beides Kinder aus Einwandererfamilien, wachsen Tür an Tür in Brooklyn auf. Und weil sie beide auf ihre ganz eigene Art Außenseiter sind, werden sie Freunde. Es ist der Sommer 1977 und danach soll sich alles ändern, Juliette will raus aus der Stadt, ans College, sich verlieben, ihre Unschuld verlieren. Und David- der will eigentlich nur Juliette, denn mehr darf er sich vom Leben nicht erhoffen. Und dann ändern ein paar Stunden, Tage und Wochen einfach alles.

Zuerst vielleicht mal: der Blackout auf den der Klappentext so anspielt, spielt im Buch eine eher untergeordnete Rolle. Generell werden im Buch viele Ereignisse des Sommers 1977 erwähnt, die nur am Rande die Handlung ausschmücken. So wird zum Beispiel auch immer wieder auf den „Son of Sam“ angespielt, sowie auf die erfolglose Saison der Yankees. All das erzeugt aber nur den Handlungsrahmen für den Mittelpunkt der Geschichte: zwei Kinder, die erwachsen werden und sich der harten Realität des Leben stellen müssen- jeder der beiden auf seine ganz eigene Art.

Es ist eine Geschichte über Freundschaft, auf das sich voneinander entfremden, über unterschiedliche Lebensentwürfe und über schlechte Entscheidungen. Es ist eine Geschichte über das sich verlieben, über Enttäuschung und Schmerz. Eine Geschichte über das weitermachen und vergeben. Einerseits ist die Geschichte an vielen Stellen auf fast schon unerträglich schmerzliche Weise poetisch, aber auf eine ungeschönte, gradlinige Art. Gleichzeitig hatte ich öfter mal das Gefühl, dass der Fokus verschwimmt und ich gar nicht hätte sagen können, worum es in diesem Buch eigentlich geht- Auf jeden Fall eine interessante Kombination, die aber vermutlich nicht jedermanns Fall ist.

Mir hat das Buch insgesamt wirklich gut gefallen, auch wenn es ganz anders war, als aufgrund des Klappentextes erwartet.

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Veröffentlicht am 24.04.2023

Zwischen Licht und Dunkelheit

Court of Sun 1: Court of Sun
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Ich lese in letzter Zeit total gerne Romantsy-Geschichten, die zwar in magischen Welten spielen oder Fantasy-Elemente besitzen, aber nicht so komplex wie High Fantasy sind. "Court of Sun" hat mich daher ...

Ich lese in letzter Zeit total gerne Romantsy-Geschichten, die zwar in magischen Welten spielen oder Fantasy-Elemente besitzen, aber nicht so komplex wie High Fantasy sind. "Court of Sun" hat mich daher total gesprochen, vor allem weil ich diese ganze Fae-Thematik mit den zwei Reichen total interessant fand. Insgesamt hat mir die Geschichte auch total gut gefallen, auch wenn ich die Protagonistin teilweise total naiv in ihrem Handeln fand.

zum Inhalt: nachdem Bries Mutter ihre beiden Kinder zurückgelassen hat, um ein Leben im Reich der Fae zu führen, hasst Brie diese aus tiefstem Herzen und tut alles dafür, dass sie und ihre Schwester ein möglichst normales Leben führen. Doch als sie ihre Schulden nicht mehr bezahlen können wird ihre Schwester Jas an die Fae verkauft und Brie tut alles in ihrer macht stehende um Jas zu retten. Inklusive einem Deal mit dem dunklen König.

Was mir richtig gut gefallen hat, war das Magiekonzept im Buch und die vielfähigen Talente, die es unter den Fae gibt. Außerdem wird die Geschichte der Fae durch Legenden und Geschichten ausgeschmückt und im Verlauf des Buches erfährt man viele interessante Fakten über die Welt, in der Brie sich bewegt.

Brie selbst wirkt an vielen Stellen einfach wahnsinnig naiv und von ihren Gefühlen geleitet. dafür dass sie den Fae gegenüber schon so lange so misstrauisch eingestellt war und eigentlich eine wichtige Aufgabe vor Augen hat, lässt sie sich immer wieder erstaunlich leicht ablenken und täuschen. Wo bei mir schon immer alle Alarmsignale beim Lesen angegangen sind, läuft Brie sehenden Auges in ihr Unglück. Das hat mich zwischenzeitlich echt genervt und irgendwie ist es mir dadurch schwer gefallen, mit Brie warm zu werden.

Die Charaktere der zwei Fae-Prinzen fand ich dagegen total spannend angelegt, auch wenn hier einiges sehr vorhersehbar war.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, vor allem weil es so viel zu entdecken gab und die Suche nach den magischen Artefakten wirklich spannend war.

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Veröffentlicht am 21.04.2023

Verboten sexy

Neon Gods - Eros & Psyche
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Ich muss ja sagen, dass dieser Götter-Hype der in den letzten Jahres losgebrochen ist, langsam nicht mehr so die Begeisterungsstürme wie am Anfang bei mir auslöst. Aber dieses Buch mochte ich dann doch ...

Ich muss ja sagen, dass dieser Götter-Hype der in den letzten Jahres losgebrochen ist, langsam nicht mehr so die Begeisterungsstürme wie am Anfang bei mir auslöst. Aber dieses Buch mochte ich dann doch echt gern, denn einerseits geht es um ein ungewöhnliches Götterpärchen und anderseits ist es einfach höllisch sexy wie natürlich und ungestellt Intimität und Erotik in dieser Geschichte wirken

Zum Inhalt: der Machtkampf zwischen Demeter und Aphrodite geht in die nächste Runde als Demeter einen weiteren Versucht wagt, eine Tochter mit Zeus zu verheiraten. Aphrodite betraut deshalb Eros mit der Tötung Psyches. Doch der herzlos bekannte Killer entdeckt, dass er eine Schwäche für die intelligente Psyche hat und heiratet sie stattdessen. Doch wird sie das vor dem Zorn seiner Mutter schützen?

Nach Hades und Persephone aus Band 1 sind Eros und Psyche ein eher unpopuläres Pärchen. Mir gefiel die Idee, dass beide quasi Underdogs in Olympus sind- Eros verschrien aufgrund seines Rufs als eiskaltes Monster und Psyche, weil sie nicht dem gängigen Schönheitsmaßstab entsprach. Aber die beiden Zusammen sind einfach Zucker. In dieser Geschichte geht es viel um Selbstakzeptanz und Selbstliebe und die Szenen, in denen sich beide nackt und verletzlich zeigen waren wirklich schön.

Natürlich ist auch dieser Band wieder ordentlich spicy, aber auf eine ganz andere Art als in Band 1. Es ging zwar auch um Begierde, aber hier wirkte es weniger obszön und gestellt als in Band 1. Auch die Liebesgeschichte wirkt diesmal, obwohl wieder sehr überstürzt, authentischer auf mich.

Was in diesem Band gefühlt etwas kürzer kam als im Vorgänger, war das Ränkespiel der einzelnen Götter miteinander. Was mir persönlich beim Lesen etwas schwer gefallen ist, war das zuordnen der Götter und deren Familien zu ihren Namen. So wird der neue Zeus von vielen Charakteren immer noch Perseus genannt.
Tatsächlich hätte die Rivalität mit Aphrodite noch ein bisschen spannender sein können, das Konfliktpotential wird hier recht schnell entschärft und besonders eine Konfrontation am Ende hätte mir noch gut gefallen.

Insgesamt aber eine solide Geschichte, die mir noch ein bisschen besser als Band 1 gefallen hat.

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