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Veröffentlicht am 12.05.2023

Rettende Rosinenbomber

Die Kinder der Luftbrücke
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Bei diesem historischen Roman hat mich das Cover direkt angesprochen, es passt sehr gut zur Thematik des Buches und die Gestaltung wirkt modern und lebendig, obwohl der Roman kurz nach dem Ende des Zweiten ...

Bei diesem historischen Roman hat mich das Cover direkt angesprochen, es passt sehr gut zur Thematik des Buches und die Gestaltung wirkt modern und lebendig, obwohl der Roman kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, im Jahr 1948, spielt.

Der Ort der Handlung ist der Westsektor Berlins. Nora lebt mit ihrer Mutter, ihrer Schwester und ihren beiden kleinen Kindern nahe des Flughafens Tempelhof, ihr Mann gilt als verschollen. Sie hat Mühe, ihre Kinder satt zu bekommen und ist unendlich froh, als sie eine Stelle als Übersetzerin bei den Amerikanern am Flughafen Tempelhof antreten kann. Dort bekommt sie oft Dinge mit, die der restlichen Bevölkerung noch nicht bekannt sind und ist schließlich auch dabei, als der erste Rosinenbomber landet, der die West-Berliner mit Lebensmitteln versorgen soll, nachdem die Russen alle Zufahrten zum Westsektor blockiert haben. So lernt sie auch den Piloten Matthew kennen und ist irgendwie gleich fasziniert von ihm.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Ich mag Romane, die in der jüngeren deutschen Vergangenheit spielen, aber über die Zeit der Luftbrücke habe ich noch wenig gelesen und fand es sehr interessant, mehr darüber zu erfahren, wie das damals alles anlief und wie riskant alles war. Zudem war Nora als Protagonistin mir sehr sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und mit ihr fühlen. Auch ihre Freundin und Kollegin Ella und ihre Schwester Hanna mochte ich sehr. Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut lesbar und anschaulich. Sie hat mich mit ihrer Geschichte gefesselt und ich wollte das Buch, nachdem ich mit dem Lesen begonnen hatte, kaum noch aus der Hand legen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2023

Bäckers Seven

Schnappt Scholle
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Scholle, der viel Zeit seines Lebens im Gefängnis verbracht hat, ist gerade wieder frisch entlassen und plant ein letztes großes Ding. Diesmal hat er es auf die hohen Einnahmen der Insel-Fähren am langen ...

Scholle, der viel Zeit seines Lebens im Gefängnis verbracht hat, ist gerade wieder frisch entlassen und plant ein letztes großes Ding. Diesmal hat er es auf die hohen Einnahmen der Insel-Fähren am langen Pfingstwochenende abgesehen, die im Tresorraum der Raiffeisenbank in Fredenbülls Nachbarort Schlütthörn lagern sollen. Wie praktisch, dass seine Knastbekanntschaft Timo im Gefängnis zum Bäcker ausgebildet wurde und die verwaiste Bäckerei gegenüber der Bank übernehmen möchte. Zusammen mit fünf anderen alten Bekannten möchte Scholle nun einen Tunnel von der Backstube zum Tresorraum graben, was natürlich nicht ohne eine Menge Komplikationen von statten geht.

Man darf hier, wie bei allen anderen Krimis rund um Fredenbüll und seine Bewohner, natürlich keine 100 Prozent realistische Handlung erwarten. Dafür bekommt man aber eine Menge liebenswerte und meist auch leicht skurrile Charaktere, viele alte Bekannte, aber auch immer wieder ein paar neue Gesichter. Der Autor schreibt zudem mit sehr viel Sprachwitz in Form von eingängigen Alliterationen und Wortspielen, was zur Unterhaltung beiträgt. Nichtsdestotrotz ist aber, wie es sich für einen Krimi gehört, aber auch eine Dosis Spannung vorhanden und es kommt zu teils überraschenden Wendungen. Auch das Cover ist wieder sehr witzig gestaltet und passt gut zum aktuellen Fall. Am Ende gibt es sogar noch ein paar Rezepte für die im Buch erwähnten Klassiker aus Bäckerei und Imbiss. Liebhaber:innen der Krimireihe werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen, man kann den aktuellen Teil aber auch gut ohne Kenntnis der Vorgängerbände lesen.

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Veröffentlicht am 06.05.2023

Schatten der Vergangenheit

Glück ist da, wo man es hinträgt
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Katharinas Bruder Simon betreibt auf dem in die Jahre gekommenen Schloss ihrer Familie eine Eventlocation und veranstaltet insbesondere Hochzeiten, während sie keine guten Erinnerungen mit ihrem Elternhaus ...

Katharinas Bruder Simon betreibt auf dem in die Jahre gekommenen Schloss ihrer Familie eine Eventlocation und veranstaltet insbesondere Hochzeiten, während sie keine guten Erinnerungen mit ihrem Elternhaus verbindet und ungern einen Fuß in das Gebäude setzt, bis Simon verletzt im Krankenhaus landet und sie für ihn einspringen muss. Zurück am Ort, an dem sie aufgewachsen ist, erwarten sie neben einiger Probleme auch die verschiedensten Menschen aus seinem Team, mehr oder weniger schwierige Kund:innen und Simons bester Freund Leonard von Bredow, gegen den Katharina aufgrund seines Adelstitels direkt Vorurteile hegt.

Mich hat bei diesem Roman direkt wieder das Cover angesprochen, da es sehr modern und freundlich wirkt und in Bezug auf andere Romane der Autorin einen hohen Wiedererkennungswert hat. Auch der Schreibstil der Autorin hat mir wieder sehr gut gefallen, flüssig lesbar, anschaulich und nie zu kitschig. Katharina als Protagonistin war mir sehr sympathisch, wie sie ihrem Bruder trotz aller unangenehmen Erinnerungen direkt hilft und wie sie den Laden schmeißt und nach Lösungen sucht und nicht so schnell aufgibt. Auch die weiteren Personen hatten alle ihre liebenswerten Seiten, trotz oder auch wegen mancher Eigenheiten. So habe ich das Buch sehr gerne gelesen und es war eine willkommene Abwechslung im stressigen Alltag.

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Veröffentlicht am 27.04.2023

Mehr als nur eine Schauspielerin

Die einzige Frau im Raum
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Hedy Lamarr, mit bürgerlichem Namen Hedwig Maria Kiesler, steht im Mittelpunkt dieses historischen Romans beruhend auf wahren Begebenheiten. Bisher war sie mir jedoch noch kein Begriff. Hedys Eltern hatten ...

Hedy Lamarr, mit bürgerlichem Namen Hedwig Maria Kiesler, steht im Mittelpunkt dieses historischen Romans beruhend auf wahren Begebenheiten. Bisher war sie mir jedoch noch kein Begriff. Hedys Eltern hatten jüdische Wurzeln, praktizierten den Glauben aber kaum, der Vater unterstützte seine Tochter in ihrer Wissbegierigkeit und ihrem Wunsch als Schauspielerin zu arbeiten. Nachdem sie in ihrem Beruf eine gewisse Bekanntheit erlangt hat, wird ein österreichischer Waffenhändler auf sie aufmerksam und macht ihr den Hof, um sie anschließend quasi einzusperren und seine Aggressionen an ihr auszulassen. Irgendwann gelingt ihr die Flucht vor ihm und den immer mächtiger werdenden Nationalsozialisten nach Amerika, wo sie noch einmal von vorne beginnt, aber auch vom schlechten Gewissen verfolgt wird, weil sie im Gegensatz zu vielen anderen Menschen mit jüdischen Wurzeln in Sicherheit ist. Daher versucht sie, den Amerikanern mit dem Wissen über die Waffentechnik der Nationalsozialisten aus ihrer Ehe, zu helfen, findet aber kaum Gehör.

Ich fand es sehr interessant, diese Frau kennenzulernen, die für das kämpfte, was ihr wichtig war und so viel mehr Talente hatte, als nur ein hübsches Äußeres. Der Autorin ist es gut gelungen, aufzuzeigen, wie es dazu kam, dass sie trotz ihres starken Willens zunächst in dieser unglücklichen Ehe gefangen war und wie schwer es ihr dann auch in Amerika gemacht wurde, mehr als "nur" eine Schauspielerin sein zu dürfen. Der Schreibstil war gut lesbar und so, dass man sich gut in Hedy und die jeweilige Situation hineinversetzen konnte.

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Veröffentlicht am 20.04.2023

Tolle Inspiration für vegetarische Bowls

Buddha Bowls – Super easy! – Vegetarisch
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Dieses Kochbuch ist das erste, das ich mir zum Thema Bowls angeschafft habe und es bietet grundsätzlich eine große Vielfalt an Grundlagen, Rezepten und Inspiration.

Man erfährt, wie man häufige Basiszutaten, ...

Dieses Kochbuch ist das erste, das ich mir zum Thema Bowls angeschafft habe und es bietet grundsätzlich eine große Vielfalt an Grundlagen, Rezepten und Inspiration.

Man erfährt, wie man häufige Basiszutaten, wie Sushireis oder Quinoa perfekt zubereitet, es gibt sehr viele verschiedene Rezepte, die sich immer an Mottos oder Länderküchen orientieren, die Zusammenstellungen wirken passend und die Dressings sind auf die Zutaten abgestimmt. Die Zutaten sind grundsätzlich gut erhältlich (je nach Jahreszeit natürlich) und die Anleitungen gut nachvollziehbar. Außerdem sind die Rezepte in vegetarische und vegane unterteilt. Die Fotos sind sehr ansprechend und machen direkt Appetit.

Ein kleiner Wermutstropfen, wie bei vielen derartiger Bücher, ist für mich aber auch hier, dass zu viele süße Frühstücksrezepte vorhanden sind, für die ich eigentlich keinen Bedarf habe, da mir morgens einfach die Zeit für so ein doch recht aufwändiges Essen fehlt.

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