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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.10.2023

Starker Anfang, der zum Ende aber an Nachvollziehbarkeit und Tiefe verliert

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Helene ist zum Teil Jüdin und so bringen ihre Eltern sie 1942 in die Schweiz. Danach sind die beiden spurlos verschwunden und Helene wächst bei einer Pflegefamilie auf. Als erfolgreiche Opernsängerin kehrt ...

Helene ist zum Teil Jüdin und so bringen ihre Eltern sie 1942 in die Schweiz. Danach sind die beiden spurlos verschwunden und Helene wächst bei einer Pflegefamilie auf. Als erfolgreiche Opernsängerin kehrt sie dann zurück nach Deutschland und lernt dort ihren späteren Ehemann Paul Schwartz kennen. Damals hätte noch keiner geahnt wie sehr die Geschichten ihrer Eltern miteinander verwoben sind. Als die Geheimnisse ans Licht kommen ändert sich so einiges und auch der gemeinsame Sohn Wolfgang bleibt davon nicht unbetroffen. Können hier Brücken zwischen den vielen Gegensätzen gebaut werden?

Das Buch ist auf jeden Fall keine leichte Kost, aber das hatte ich bei dem Klappentext auch nicht erwartet. Vor allem die ersten Abschnitte zeigen deutlich die Grausamkeiten des Krieges mit all seinen Begleiterscheinungen auf. Die Autorin schafft es aber mit ihrem angenehmen Schreibstil, dass man auch diese traurigen und emotionalen Abschnitte gerne liest. Man fühlt mit den einzelnen Charakteren mit und erlebt selbst beim Lesen die unterschiedlichsten Emotionen. Leider hat sich das im zweiten Teil für mich deutlich geändert. Wo vorher noch Hoffnung da war, scheint jetzt jeder Hoffnungsfunke verloren zu sein und eine gewisse Unzufriedenheit steht allem voran. Irgendwie habe ich da teilweise den Bezug zu den Charakteren und ihren Geschichten verloren. Plötzlich scheint die Sexualität der Schlüssel zu allem zu sein. Für mich persönlich war hier vieles einfach überhaupt nicht mehr nachvollziehbar und auch von den gebauten Brücken konnte ich nicht wirklich viel spüren. Auch wirken einige „Zufälle“ auf mich einfach zu sehr konstruiert. Schade, denn der Anfang war zwar traurig, aber für mich trotzdem stimmig und auch gut geschrieben.

Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und gerade die erste Hälfte zeigt einem was die Schrecken der Kriegszeit mit den Menschen gemacht haben. Leider lässt die Geschichte für mich im zweiten Teil stark nach und vieles wirkt nicht mehr nachvollziehbar. Für die Grundidee und den gelungenen ersten Teil, würde ich aber trotzdem 3 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 18.10.2023

Viele Fragen und wenige Antworten

Dämmerlicht
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Drayke hat absolut keine Erinnerung mehr an ihr früheres Leben als sie mitten in einer Art Sturm erwacht. Sie will nichts mehr als herausfinden woher sie stammt und was mit ihr passiert ist. Bei ihrer ...

Drayke hat absolut keine Erinnerung mehr an ihr früheres Leben als sie mitten in einer Art Sturm erwacht. Sie will nichts mehr als herausfinden woher sie stammt und was mit ihr passiert ist. Bei ihrer Suche begegnet ihr viel Feindseligkeit, da sie anders aussieht als all die anderen. Dazu bemerkt sie schnell, dass ihr die berüchtigte Schattengarde hinterher jagt. Doch warum? Was will die Schattengarde von einer unscheinbaren Fremden?

Schon der Beginn der Geschichte ist ziemlich rätselhaft und dem Leser stellen sich zig Fragen. Dann kommen ein paar relativ große Zeitsprünge, die leider auch weitere Fragen aufwerfen. In dieser Zeit ist vor allem im Bezug auf die Charakterentwicklung einiges passiert und als Leser fühlt man sich etwas ausgeschlossen, da man davon nichts mitbekommen hat. Nach der relativ kurz abgehandelten Zeit von Draykes Ausbildung, geht es im Rest der Geschichte ausschließlich um ihre Suche nach sich selbst und ihrer Herkunft. Viele Antworten werden aber leider nicht geliefert und so bleiben bis zum Schluss fast alle Fragen unbeantwortet. Das weckt natürlich eine gewisse Neugier auf die Fortsetzung, allerdings fängt man auch an etwas das Interesse zu verlieren, da man wirklich kaum etwas geliefert bekommt. Ich hoffe wirklich, dass der zweite Teil anfängt Antworten zu liefern. Generell kommt mir Draykes Suche manchmal etwas zu eintönig vor. Eigentlich ist es einfach nur eine Aneinanderreihung von Rückschlägen mit nur minimalem Vorankommen. An sich gefällt mir die Geschichte und ihre Idee aber ziemlich gut. Auch der Schreibstil ist angenehm zu lesen und die Charaktere sind mir sympathisch. Vor allem Drache und Valfarin haben mir besonders gut gefallen und ich hoffe noch mehr von den beiden im nächsten Teil lesen zu dürfen.

Alles in allem ist es eine interessante Geschichte, die für meinen Geschmack aber deutlich zu wenige Antworten im ersten Teil liefert. Ich hoffe wirklich, dass sich das im nächsten Teil bald ändert, da man sonst schnell das Interesse verliert. Bei der Bewertung habe ich mir relativ schwer getan, aber mehr als 3 Sterne konnte ich leider nicht vergeben.

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Veröffentlicht am 31.07.2023

Netter Ansatz für Neulinge auf dem Gebiet der gesunden Ernährung

Gesunde Ernährung – Das Nova-System in der Praxis
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Das Buch „Gesunde Ernährung - Das Nova-System in der Praxis“ verspricht ein einfaches Konzept um sich selbst kostengünstig, naturnah und regional zu ernähren. Der Autor berichtet dabei sowohl von seinen ...

Das Buch „Gesunde Ernährung - Das Nova-System in der Praxis“ verspricht ein einfaches Konzept um sich selbst kostengünstig, naturnah und regional zu ernähren. Der Autor berichtet dabei sowohl von seinen persönlichen Erfahrungen als auch von den Erkenntnissen aus der Lebensmittelforschung. Zu Beginn wird uns das Nova System erklärt, wie er und seine Frau es für sich adaptiert haben und es gibt einige nützliche Tipps für die praktische Umsetzung. Danach wird ausführlich über die Lebensmittelindustrie und diverse Zusatzstoffe berichtet, bevor wir einen kurzen Einblick in diverse, gängige Ernährungskonzepte erhalten. Zum Schluss gibt es noch eine kurze Zusammenfassung über die aktuellen politischen Geschehnisse zur Förderung von gesunder Ernährung.

Dem Leser wird hier „ein fundiertes Buch basierend auf Zahlen, Daten und Fakten und den Erkenntnissen der Lebensmittelforschung“ versprochen. Für mich passen da die zahlreichen Wikipedia Quellen und auch einige andere Quellen (gmx, Utopia & co) leider nicht dazu. Zumindest ich habe in der Schule gelernt, dass Wikipedia keine zuverlässige Quelle ist, da dort jeder anonym veröffentlichen kann. Hier hätte ich mir ein paar mehr Bücher oder wissenschaftliche Seiten gewünscht, um die Aussagen fundiert zu begründen. Generell wäre es an der ein oder anderen Stelle hilfreich gewesen, wenn die Themen etwas differenzierter betrachtet worden wären. Ansonsten wird das Mantra „selbst kochen ist besser als fertig kaufen“ immer wieder wiederholt. An sich absolut richtig, aber für mich ist das keine Neuheit. Aus meiner Sicht richtet sich das Buch eher an Leute, die sich noch gar nicht mit dem Thema „Gesunde Ernährung“ beschäftigt haben. Das ist natürlich vollkommen in Ordnung, allerdings hätte ich mir da einen Hinweis im Klappentext gewünscht. So konnte ich für mich persönlich leider nur sehr wenig mitnehmen, da ich mich schon etwas ausführlicher mit dem Thema befasst habe. Auch den Ausflug in die Politik hätte ich nicht gebraucht, denn er hat nur wenig mit der Umsetzung des Nova Konzepts in meinen persönlichen Alltag zu tun. Die Darstellung der verschiedenen Ernährungskonzepte, die fast alle nicht zum Nova Konzept passen, hätte man ebenfalls etwas kürzer fassen können. Natürlich waren diese Informationen auch interessant, aber hier hätte ich mir lieber ein paar mehr konkrete Tipps gewünscht. Das hätte aus meiner Sicht auch besser zum Titel des Buchs gepasst.
Alles in allem bestimmt ein Buch mit einigen hilfreichen Tipps für Neulinge auf dem Gebiet der gesunden Ernährung, aber für die Zukunft dürften gerne ein paar wissenschaftlichere Quellen verwendet werden.

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Veröffentlicht am 10.05.2023

Mehr "unnützes" Wissen und Humor als echte, nützliche Reisehacks

Reise-Hacks für Hundemenschen
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Das Buch „Reisehacks für Hundemenschen - ein tierlieber Wegweiser“ verspricht einen perfekten Urlaubsleitfaden für alle Hundemenschen

Der chronologische Ablauf von Urlaubsplanung bis Reiserückkehr hat ...

Das Buch „Reisehacks für Hundemenschen - ein tierlieber Wegweiser“ verspricht einen perfekten Urlaubsleitfaden für alle Hundemenschen

Der chronologische Ablauf von Urlaubsplanung bis Reiserückkehr hat mir persönlich gut gefallen. Auch das Layout finde ich gelungen, nur leider ist manchmal die dünne, weiße Schrift etwas schwierig zu lesen. Die viele Diagramme und Tabellen lockern das Ganze auch noch etwas auf. Allerdings fehlen mir im Verhältnis einfach die echten Reisetipps. Ich brauche weder einen Selbsttest ob ich urlaubsreif bin, noch irgendwelche Infos über berühmte Hunde oder Hundebesitzer oder ein Beispiel für eine absolute Horrorübernachtung. Viele der „Tipps“ waren für mich einfach logischer Menschenverstand und haben wenig Mehrwert geliefert. Man konnte das Buch flüssig lesen und musste an der ein oder anderen Stelle auch schmunzeln. Als Reiseführer würde ich das Buch jedoch nicht weiterempfehlen, wenn dann eher als Spaßgeschenk für alle reisebegeisterten Hundebesitzer..

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Veröffentlicht am 10.05.2023

Mehr "unnützes" Wissen und Humor als echte, nützliche Reisehacks

Reise-Hacks für Nackte
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Das Buch „Reisehacks für Nackte - ein schamloser Wegweiser“ verspricht einen perfekten Urlaubsleitfaden für alle Freunde des Nackturlaubs oder solche die es werden wollen.

Der chronologische Ablauf von ...

Das Buch „Reisehacks für Nackte - ein schamloser Wegweiser“ verspricht einen perfekten Urlaubsleitfaden für alle Freunde des Nackturlaubs oder solche die es werden wollen.

Der chronologische Ablauf von Urlaubsplanung bis Reiserückkehr hat mir persönlich gut gefallen. Auch das Layout finde ich gelungen, nur leider ist manchmal die dünne, weiße Schrift etwas schwierig zu lesen. Die viele Diagramme und Tabellen lockern das Ganze auch noch etwas auf. Allerdings fehlen mir im Verhältnis einfach die echten Reisetipps. Ich brauche weder einen Selbsttest ob ich urlaubsreif bin, noch irgendwelche Infos über berühmte nackte Personen. Viele der „Tipps“ waren für mich einfach logischer Menschenverstand und haben wenig Mehrwert geliefert. Man konnte das Buch flüssig lesen und musste an der ein oder anderen Stelle auch schmunzeln. Als Reiseführer würde ich das Buch jedoch nicht weiterempfehlen, wenn dann eher als Spaßgeschenk für Naturisten.

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