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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2017

Schulhofgeschichten

Isch geh Schulhof
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Der Autor beginnt als Grundschullehrer in Berlin eine neue Arbeitsstelle. Nicht ausgebildet als Lehrer wird er mangels Alternativen direkt auf seine Schüler losgelassen. Und diese wissen ob ihrer Perspektivenlosigkeit ...

Der Autor beginnt als Grundschullehrer in Berlin eine neue Arbeitsstelle. Nicht ausgebildet als Lehrer wird er mangels Alternativen direkt auf seine Schüler losgelassen. Und diese wissen ob ihrer Perspektivenlosigkeit nicht, was sie überhaupt in der Schule sollen.

Erschreckend, was der Autor erlebt hat. Erschreckend, in welchem Zustand die Grundschulen sind. Der Autor möchte auf jeden Fall aufrütteln. Leider hatte ich zu häufig den Eindruck, dass mit erhobenem Zeigefinger erzählt wird. Das hat mich gestört. Ich denke die Adressaten seiner Kritik werden das Buch nicht lesen. Jedenfalls kann ich mir keine "Politiker" vorstellen, die das Buch lesen. Eltern von Schulkindern sind eher die Leser und die werden durch das Buch eher beunruhigt.

Wenn ich es mit ähnlichen Büchern vergleiche, gefallen mir die Geschichten von Frau Freitag beispielsweise besser, weil sie humorvoller sind.

Veröffentlicht am 09.11.2017

Zu lange mit dem Lesen gewartet

Ökofimmel
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Was ist eigentlich ökologisch? Ist es richtig, dass wir den Müll trennen? Und ist Biosprit besser für unsere Umwelt? Ist der Klimawandel aufzuhalten?

Das Thema und auch die kritische Sicht auf die Umweltbewegung ...

Was ist eigentlich ökologisch? Ist es richtig, dass wir den Müll trennen? Und ist Biosprit besser für unsere Umwelt? Ist der Klimawandel aufzuhalten?

Das Thema und auch die kritische Sicht auf die Umweltbewegung hat mich angesprochen. Das Buch hätte ich aber schon früher lesen sollen, weil einiges doch schon bekannt ist mittlerweile und das Buch somit für mich wenig neues enthielt. Aber wer nochmal einen Überblick benötigt, welches Verhalten ökologisch ist, der ist hier richtig. Unsere Umweltpolitik ist scheinbar wenig durchdacht und es werden vielfältige Beispiele wie Dosenpfand oder Biosprit gebracht.

Was mich störte, war, dass es kein positives Verhalten gibt. Kritik üben ist einfach als konstruktive Vorschläge zu machen und diese hätte ich mir erwartet. Es wird sehr deutlich, dass die Politik nicht unbedingt für die Umwelt positiv arbeitet. Aber was kann ich persönlich machen, um etwas zu verändern?
Und weiterhin wurde doch recht häufig der Spiegel zitiert, aber das war zu erwarten.

Veröffentlicht am 01.11.2017

Projekt Orphan

Projekt Orphan
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Evan Smoak ist der Nowhere Man. Er war früher als Auftragsmörder für die Regierung aktiv. Jetzt setzt er sich für hilflose Menschen ein. Als ein Mädchen ihn um Hilfe bittet gegen einen Menschenhändler ...

Evan Smoak ist der Nowhere Man. Er war früher als Auftragsmörder für die Regierung aktiv. Jetzt setzt er sich für hilflose Menschen ein. Als ein Mädchen ihn um Hilfe bittet gegen einen Menschenhändler zögert Evan nicht lange und hilft ihr. Doch plötzlich ist er in der Gewalt eines Mannes, der hinter seinem Geld her ist. Und muss alles, was er je gelernt hat anwenden, um sich möglicherweise retten zu können.
Mich hat das Buch leider nicht begeistert. Ich erwartete Spannung, aber leider empfand ich die Geschichte nicht als spannend. Es ist er ruhig und mit Köpfchen und dann kommen wieder Kampfszenen wie in Bud Spencer Filmen. Das hat mich nicht fesseln können.
Außerdem hatte ich besonders bei den Kampfszenen Probleme zu verstehen, was genau passiert, da mir die Begriffe nicht geläufig sind.
Ich kenne das vorhergehende Buch nicht und bin jetzt im Nachhinein der Meinung, dass es schon sinnvoll ist es vorher zu lesen. Klar ist die Geschichte in sich abgeschlossen, aber es kommen doch einige Andeutungen vor, die ich dann nicht verstanden habe oder das Gefühl hatte, dass das im vorhergehenden Buch Thema war.
Fazit: Ein durchschnittlicher Thriller mit mäßiger Spannung, aber wer auf Kampfszenen steht kommt hier definitiv voll auf seine Kosten.

Veröffentlicht am 15.08.2017

Finnischer Weltretter

Weltretten für Anfänger
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Herr Surunen aus Finnland ist bei Amnesty International aktiv und setzt sich für den politischen Gefangenen Lopez ein. Doch als nach jahrelangem Briefschreiben nichts passiert, beschließt er in seinen ...

Herr Surunen aus Finnland ist bei Amnesty International aktiv und setzt sich für den politischen Gefangenen Lopez ein. Doch als nach jahrelangem Briefschreiben nichts passiert, beschließt er in seinen Ferien selbst nach Kalmanien zu reisen und Lopez direkt zu helfen. In Kalmanien und später auch auf seiner weiteren Reise muss er sehr findig sein, um sein Ziel zu erreichen.

Das Hörbuch ist besonders in den ersten beiden CDs sehr tragisch und ernsthaft. Es fehlte mir einfach der schwarze Humor. Und auch in den letzten beiden CDs bleibt es ernsthaft, aber gibt schon den einen oder anderen Moment zum Schmunzeln. Trotzdem ist die Idee skurril und passt zu den anderen Werken des Autors. Nur etwas mehr Humor hätte nicht geschadet.

Gut gefallen hat mir der Sprecher Jürgen von der Lippe. Allerdings hatte ich Probleme die Betrunkenen zu verstehen. Jeder Charakter hatte seine eigene Stimme und nach einer kurzen Gewöhnungsphase konnte ich dem Sprecher gut folgen und fühlte mich gut unterhalten. Er hat dem Hörbuch versucht mehr Humor zu geben als bei dem ernsten Thema möglich war.

Fazit: Für mich 3 Sterne, da das Thema Menschenrechte und die Arbeit von Amnesty International dargestellt wurden. Leider fehlte mir der humorvolle Blick auf die Dramen unserer Welt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Stimme
  • Dramaturgie
  • Humor
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.08.2017

Interessantes Familiengeheimnis, aber Probleme mit dem Schreibstil

Die Schwestern von Sherwood
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"Die Schwestern von Sherwood" waren mein erstes Buch von Claire Winter und ich hatte durch die guten Rezensionen hohe Erwartungen. Die Geschichte hat mir gut gefallen. Sie gefiel besonders wegen überraschender ...

"Die Schwestern von Sherwood" waren mein erstes Buch von Claire Winter und ich hatte durch die guten Rezensionen hohe Erwartungen. Die Geschichte hat mir gut gefallen. Sie gefiel besonders wegen überraschender Wendungen und einem guten Erzähltempo, dass dem Leser ab der Mitte des Buches nicht langweilig wurde. Die Geschichte wird einmal aus der Sicht von Melinda, die über die Schwestern von Sherwood nachforscht, und aus der vergangenen Sicht von verschiedenen Handelnden erzählt. Dabei ist Melindas Teil, meiner Meinung nach, schwächer und konnte mich nicht überzeugen. Letzten Endes ist ihr Teil einfach eine Liebesgeschichte.

Leider war ich zu Beginn nicht sehr glücklich mit dem Schreibstil. Mir fielen Formulierungen und Wortkombinationen auf, die mir falsch erschienen und das hat meinen Lesefluss gestört. Auch fand ich Melindas Geschichte zu Beginn sehr langweilig und wenig innovativ. So quälte ich mich dann durch die ersten 150 Seiten bis die Geschichte an Fahrt aufnahm und mich fesselte. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich kurz davor war, das Buch abzubrechen.

Ich hatte eine Ausgabe von Weltbild und das Cover gefiel mir sehr gut. Es hätte auf jeden Fall meine Neugier geweckt, wenn ich mir das Buch nicht schon gezielt besorgt hätte.

Fazit: Ich bin hin und hergerissen, da mich der Beginn wirklich gestört hat. Ich vergebe 3 Sterne (mit Tendenz nach unten). Letztendlich war es eine gelungene Geschichte über ein Familiengeheimnis mit gewöhnungsbedürftigem Schreibstil.