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Veröffentlicht am 03.07.2023

Wieder ein absolutes Herzensbuch

No Longer Alone - Mulberry Mansion
5

Ich glaube, wer nur einmal auf meinem Instagram Profil war, weiß wie sehr ich die ganze „Mulberry Mansion“-Reihe liebe. Daran hat sich auch beim dritten Band absolut nichts geändert & das hier wird wahrscheinlich ...

Ich glaube, wer nur einmal auf meinem Instagram Profil war, weiß wie sehr ich die ganze „Mulberry Mansion“-Reihe liebe. Daran hat sich auch beim dritten Band absolut nichts geändert & das hier wird wahrscheinlich ein kleiner Liebesbrief werden, aber ich würde mich freuen, wenn ihr ihn trotzdem lest 😊

Im finalen Band der Reihe folgen wir Willow und Maxton. Sie sind schon seit Jahren beste Freunde, bei Maxton kann Willow am meisten sie selbst sein – egal ob laut, leise oder nachdenklich. Doch als Maxton immer wieder unangekündigt verschwindet, verschiebt sich etwas zwischen den Beiden, denn seine Bewerbung für die „Secret Storms Society“ verändert nicht nur Willows Bild von Maxton, sondern zeigt auch eine ganz neue, reizvolle Seite von ihrem besten Freund. Sie beginnt ihn bei den Herausforderungen zu unterstützen, wodurch plötzlich fremde – oder doch alte Gefühle – zwischen ihnen zu wachsen beginnen. Doch es hat einen Grund, dass Willow sich seit zwei Jahren von jeder längeren Beziehung fernhält.

Schon nach wenigen Seiten war ich durch den wunderschönen Schreibstil von Merit Niemeitz wieder in der Welt von Windsbury und der Mulberry Mansion versunken. Jeder Satz, jedes Wort wird mit so einer Sorgfalt ausgewählt, sodass vor dem inneren Auge wunderschöne Bilder der Villa und greifbare Charaktere entstehen. Für mich fühlen sich diese inzwischen wie eine kleine Familie an, sie wiederzusehen hat wieder ein Gefühl von Sommertagen, Bauchkribbeln und Umarmungen mit Herzensmenschen ausgelöst.

Willow und Maxton waren wieder ganz besonders und vor allem so, so echt. Schon von Anfang an spürt man, dass die beiden eine ganz besondere Bindung haben, sich ohne Worte verstehen und doch eigentlich so viel unausgesprochen bleibt. Ich habe jede Szene mit den beiden genossen. Ihre sanfte, konstante und doch so zerbrechliche Nähe, ihr Necken, ihre Bemühungen aufeinander Rücksicht zu nehmen, ihr konstanter Kampf mit sich selbst. Ihre Geschichte entfaltet sich eher langsam und doch war keine Sekunde des Buches langweilig oder zäh. Die Autorin schafft es auch die kleinen Momente zu besonderen zu machen und kleine Augenblicke zu den größten. So war es für mich sehr realistisch und berührend, wie Beide nach und nach Teile ihrer Mauern abgebaut haben und sich langsam mehr geöffnet haben. Als man dann auch erfahren hat, was Willows Geschichte ist, hat mich das nochmal auf eine andere Art getroffen und berührt.

Maxton und Willow sind für mich gleichzeitig die schönsten Gegensätze und die perfektesten Puzzleteile für einander, die es gibt. Ich liebe Willow mit ihrer Ehrlichkeit, ihrem Mut für sich selbst einzustehen, ihrer bedingungslosen, wortlosen Liebe für ihre Freunde, die sie manchmal nur schwer ausdrücken kann, ihr großes Herz und ihren Löwenmut immer weiter zu machen. Ich liebe Maxton für seine Gelassenheit, seine Beständigkeit, seine Verbundenheit mit der Natur, seine schnelle Auffassungsgabe und Empathie und seinen Humor. Sie haben mein Herz ganz groß gemacht, gebrochen und doch wieder geheilt und mir vor allem gezeigt, dass es wirklich reicht es zu Versuchen und sein Bestes zu geben – ganz egal, wie das am jeweiligen Tag aussieht.

Auch der Handlungsstrang der Geheimgesellschaft hat mir gut gefallen und nochmal einen neuen Schwerpunkt für diesen Band gesetzt. So wechselt man zwischen emotionalen Themen und leicht „suspense“-artigen, die perfekte Mischung. Gerade, weil es der letzte Band der Reihe ist, hätte ich mir ab und an vielleicht noch mehr Momente mit den anderen Charakteren oder einfach in der Villa gewünscht, damit der Abschied etwas leichter fällt. Den Epilog mochte ich dann aber wieder sehr, auch wenn ich gar nicht weiß, wie ich damit umgehen soll, dass diese absurd schöne Herzensreihe jetzt vorbei ist.

FAZIT:
Ich liebe die ganze „Mulberry Mansion“ Reihe einfach so sehr, der letzte Band bilde dabei keine Ausnahme. Auch dieses Mal konnten mich der wunderschöne Schreibstil, die liebevoll gestalteten & echten Charaktere, die kurzweilige Handlung und vor allem das Gefühl von ankommen, sicher sein und aufgefangen werden, wieder restlos überzeugen. Mein Lieblingsband wird wohl immer der zweite bleiben ( „No longer lost“), aber Maxtons und Willows Geschichte ist ein perfekter Abschluss für die Reihe. Ich werde sie so, so sehr vermissen.

5 von 5 Sternen

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  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 18.06.2023

Ein absolutes Wohlfühlbuch voller Funken, Bauchkribbeln und Venedig

Sense of Love - Mit jedem unserer Worte (Love-Trilogie, Band 3)
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Ach, was habe ich mich auf diesen finalen Band der „Love“-Reihe gefreut - endlich wieder Venedig, endlich wieder die Freundesgruppe von Cleo, Ale, Sophia, Luca und Co und das Gefühl selbst die italienische ...

Ach, was habe ich mich auf diesen finalen Band der „Love“-Reihe gefreut - endlich wieder Venedig, endlich wieder die Freundesgruppe von Cleo, Ale, Sophia, Luca und Co und das Gefühl selbst die italienische Sonne zu spüren. Meine Erwartungen waren also hoch und sie wurden definitiv erfüllt!

Livia Russo kehrt gezwungenermaßen zurück nach Venedig, denn ihr Vater ist kürzlich verstorben. Eigentlich möchte sie nur wieder weg, doch dann trifft sie auf Luca Grandin. Er berührt sie nicht nur mit seinem Gesang, sondern auch damit, dass er nicht vor ihrer kühlen, abweisenden Art zurückschreckt. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sie sich auf einen mit ihm Deal einlässt, der sie nicht nur dazu zwingt länger in der Stadt zu bleiben, sondern auch mehr Zeit mit Luca zu verbringen…

Der Einstieg in die Geschichte viel mehr sehr leicht, was wohl hauptsächlich daran liegt, dass die Reihe inzwischen eine absolute Wohlfühloase für mich geworden ist und ich schon eine ganze Weile auf Lucas und Livias Geschichte hingefiebert habe. Und es waren sofort wieder all die Gefühle da: das leichte Urlaubsgefühl, welches mit den Straßen von der Location Venedig unweigerlich kommt; die Wärme, weil die Freundesgruppe so viel Offenheit, Unterstützung und Selbstliebe ausstrahlt und das leichte Bauchkribbeln, weil da zwischen Luca und Livia sofort ein paar Funken da waren. Der sehr angenehme Schreibstil hat dem ganzen sein Übriges getan.

Luca und Livia kann man sehr stark vereinfacht als zwei Gegenpole beschreiben, als sunshinexgrumpy, als Sonnenschein und Eisprinzessin, als Good Boy und Bad Girl, auch wenn das in meinen Augen die Tiefe und die Vielfältigkeit der Beiden eigentlich zu sehr vereinfacht. Livia hat eine harte Schutzmauer aus verletzenden Kommentaren, Abweisung und Unbeteiligkeit um sich aufgebaut und verbirgt so überzeugend ihre Wunden, ihre Ängste und ihre Einsamkeit. Luca durchschaut das mit seiner einfühlsamen, freundlichen, aber auch sehr zielstrebigen und selbstbewussten Art schnell und schafft es durch Humor und Beständigkeit zu einemArt Sicherheits-Leuchtturm für Livia zu werden. Ich habe die Beiden zusammen einfach nur geliebt, diese Anziehung, die Ehrlichkeit, die Schlagabtausche und auch die wahnsinnige Entwicklung die sie - unterstützt von dem jeweils anderen - durchgemacht haben.

Auch die Verarbeitung des Trauers über den Verlust von Livias Vater, die Angst Verlassen zu werden, seine Träume zu Verwirklichen und den Sprung zu wagen das erste Mal so richtig jemand zu vertrauen - all das wurde in meinen Augen ebenfalls sehr berührend thematisiert. Zusätzlich war es so, so schön und auch etwas schmerzhaft die Clique wiederzusehen und dann auch erstmal loslassen zu müssen. (Wobei ich nach ein paar Teasern der Autorin, doch noch auf etwas mehr zu Venedig hoffe)

FAZIT:
Ich habe es geliebt. Livia und Luca waren für mich einfach der perfekte, etwas bittersüße Abschluss der Reihe und ich das Bauchkribbeln, die Leichtigkeit, das Lächeln und das weinende Auge, welches sie ausgelöst haben, mehr als genoßen. Wenn ihr eine New-Adult-Reihe sucht, die nur so vor Freundschaft, Selbstliebe und fesselnden Liebesgeschichten sucht, dann kann ich euch die „Love“-Reihe wirklich sehr ans Herz legen!

5 Sterne

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Veröffentlicht am 20.05.2023

Eine sehr detailliert recherchierte und berührende Liebesgeschichte

Last night at the Telegraph Club
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Ich liebe historische Romane. Für mich fühlt es sich immer ein bisschen an wie Zeitreisen und besonders, wenn Städte oder Orte besonders detailliert beschrieben werden, entstehen richtige Filme vor meinen ...

Ich liebe historische Romane. Für mich fühlt es sich immer ein bisschen an wie Zeitreisen und besonders, wenn Städte oder Orte besonders detailliert beschrieben werden, entstehen richtige Filme vor meinen Augen. Insgesamt ist mir in den letzten Jahren aber immer wieder aufgefallen, dass teilweise immer noch Repräsentation von verschiedenen Sexualitäten oder Ethnien, gerade in Bücher für Jugendliche oder junge Erwachsene fehlt. Umso mehr habe ich mich also auf "Last Night at the Telegraph Club" gefreut.

Lily kommt aus Chinatown, interessiert sich vor allem für Mathematik und Raumfahrt und bemüht sich in der Schule um Bestleistungen, damit sie sich einen Platz am College ermöglichen kann. Mit ihren Hobbys und Träumen fällt sie immer wieder auf und eckt an - bis sie Kath trifft. Von ihr fühlt sie sich verstanden und schon bald entwickelt sich zwischen den Mädchen eine Freundschaft. Oder doch mehr? Denn mit Kath betritt Lily auch zum ersten Mal den "Telegraph Club", einen Ort, wo sich homosexuelle Frauen versammeln. Was, wenn sie sich nun endlich zugehörig fühlt, wo chinesisch und homosexuell zu sein, doch in den 50ern in den USA eine gefährliche Kombination ist?

Schon von der ersten Seite an habe ich gemerkt, dass dieses Buch etwas ganz Besonderes ist. Die Autorin hat einen wunderschönen Schreibstil und erzählt lebhaft und mit vielen liebevollen Details von San Francisco, aber vor allem von Lilys Gefühlen, ihre Selbstfindungszeit und den historischen, politischen Konflikten. Dabei malt sie intensive Bilder vor dem inneren Auge und man spürt bei jedem Laden, jedem Ereignis, wie ordentlich und tiefgreifend Malindo Lo für diesen Roman recherchiert hat. So habe ich schon bald bewusst langsam gelesen um wirklich alles mitzubekommen.

Im Fokus der Geschichte steht natürlich Lily. In einem authentischen Tempo begleiten wir sie dabei, wie sie anfängt sich zu fragen "Bin ich anders?", "Bin ich so, wie die Frauen im Telegraph Club?" und spüren regelrecht wie immer stärke Gefühle und gleichzeitig auch ein unglaublicher Wille für diese zu kämpfen in ihr wachsen. Die Autorin beschreibt nicht nur das innerliche Gefühlschaos einer 17-Jährigen mit viel Feingefühl, sondern beleuchtet auch die verschiedenen Nebencharaktere, die Beziehungen und die unterschwelligen Konflikte genau. Es war faszinierend zu sehen, wie sich die Geschichte immer weiter entfaltet hat, besonders weil man mit der Zeit auch andere Zeitstränge zu Lilys Mutter und ihrer Tante Judy, sowie generell aktuellen politischen Ereignissen der damaligen Zeit bekommt. So bekommt man als Leser mit der Zeit ein tieferes und sehr ehrliches Verständnis dafür, was es damals hieß zu der Chinesisch-amerikanischen Community zu gehören - zusätzlich natürlich zu dem Aspekt der Queerness.

Die Beziehung der beiden Mädchen, war in meinen Augen so sanft, so liebevoll, so berührend dargestellt - ich glaube, ich habe schon lange nicht mehr so sehr für zwei Charaktere die Daumen gedrückt. Für mich war es auch sehr spannend mehr darüber zu erfahren, wie Homosexuelle sich damals gegenseitig getroffen, sich trotz offiziellen Verboten gefunden und Schutz/Schlupfräume entdeckt haben. Auch das Nachwort der Autorin, in welchem sie nochmals genauer auf historische Gegebenheiten und Ereignisse eingeht und diese zu einem großen Gesamtbild verbindet, war in meinen Augen sehr interessant.

Fazit:
Schon lange hat mich kein Buch mehr so nachträglich gemacht und mich gleichzeitig so schnell in eine ganz andere Welt und Zeit versetzt. Mir sind die Charaktere unglaublich ans Herz gewachsen, ich bin dankbar, dass ich Lily und Kath in einer so intensiven, schwierigen und wunderschönen Zeit ihres Lebens begleiten durfte. Eine ganz große Leseempfehlung!

5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 09.03.2023

Ganz viel Bauchkribbeln, Tränen und Freundschaft

Hold Me - New England School of Ballet
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Nachdem ich für einige Monate fast nur Fantasy gelesen habe, liebe ich es gerade sehr in Liebesgeschichten zu versinken und bin immer aus der Suche nach einem New Adult Buch, welches mein Herz aufgehen ...

Nachdem ich für einige Monate fast nur Fantasy gelesen habe, liebe ich es gerade sehr in Liebesgeschichten zu versinken und bin immer aus der Suche nach einem New Adult Buch, welches mein Herz aufgehen lässt, mit Charakteren, die in Erinnerung bleiben und mir ein bisschen Sonnenschein in die grauen Wintertage bringen. Dabei bin ich auf den ersten Band der „New England School of Ballet“ gestoßen und was soll ich sagen: Ich habe dieses Buch sehr geliebt.

Zoe kann sich endlich ihren größten Traum erfüllen: Sie wurde in Boston bei ihrer Wunsch Tanz -Universität angenommen und verbringt nun die Tage damit ihr Leben wirklich komplett dem Ballett zu widmen. Doch schon am ersten Tag trifft sie auf Jase, welcher nicht nur in dem Zimmer neben ihr wohnt, sondern zu allem Überfluss auch noch ihr Tanzpartner wird. Er ist der Junge, dem sie all ihre Geheimnisse verraten hat, in den sie sich verliebt hatte – vor allem. In einem Jahr hat sich alles verändert, sodass sie jetzt meilenweit voneinander entfernt sind. Aber so wohl sie, als auch Jase befinden sich in schwierigen, herausfordernden Phasen ihres Lebens und sind am Ende doch auf einander angewiesen…

Dieses Buch hat sich so wahnsinnig schnell Lesen lassen, hat einen komplett eingenommen, mich einerseits zum Weinen gebracht, aber gleichzeitig auch ganz viele Träume und ein warmes Kribbeln in mir ausgelöst. Die Kapitel sind relativ kurz, der Schreibstil sehr angenehm, sodass man nur so durch die Seiten fliegt und sich ständig denkt „Oh, ich lese nur noch das nächste Kapitel“, am Ende dann aber eher eine Stunde mindestens weiterliest.

Zoe ist mir sehr sympathisch gewesen. Das muss nicht sein, damit ich ein Buch gut finde, aber besonders in Romance Büchern finde ich es schön, wenn man sich mit der Protagonistin identifizieren kann, sie leicht ins Herz schließt und vor allem ihre Entscheidungen nachvollziehen kann. Ich habe mich in vielen Punkten in Zoe gesehen, beispielsweise in ihrer Ordnungsliebe, meinem Bullet Journal, dem Perfektionismus, der enge Beziehung zu meinem Bruder … Sie hat etwas absolut Furchtbares, sehr traumatisierendes in ihrer Vergangenheit erleben müssen und ich konnte sie einfach nur dafür bewundern, wie sie trotzdem mutig, mit großem Herz, Freundlichkeit und Offenheit für ihren Traum, gegen alle Zweifel kämpft. Sie ist so ein liebevoller, selbstbewusster Mensch, am liebsten würde ich mich mit ihr anfreunden :) (oder sie mal ganz, ganz fest drücken).

Jase würde ich dann auch gleich mal umarmen – wobei ich bezweifle, dass er davor so begeistert wäre. Ich mochte ihn sofort. Er wirkt vielleicht durch die Klischeebrille, wie der reiche Junge, der nicht das machen will, was sein Vater von ihm möchte, aber das könnte nicht ungenauer sein. Jase ist so voller Träume, voller Sehnsucht, voller Verzweiflung, Einsamkeit, Hilflosigkeit und Wut, dass ich manchmal fast geweint habe. Er ist so eine unglaublich liebe, aufmerksame, loyale und intelligente Person, die sehr schlimme Schicksalsschläge erleiden musste – genau wie Zoe.

Ihre Beziehung ist von Anfang an etwas Besonderes.
Am Anfang von jedem Kapitel erfährt man Geheimnisse, die sie sich gegenseitig verraten haben und auch Rückblenden geben Einblicke in die Vergangenheit der Beiden. Aber all das bräuchte man nicht um zu merken, was für eine Bindung und was für eine Anziehung es zwischen ihnen gibt. Man merkt sofort, wie wichtig sie einander sind, auch wenn sie mit aller Kraft versuchen, Distanz zu wahren. Mit am besten hat mir, glaube ich, das Tempo der Geschichte gefallen. Ja, Jase und Zoe sehen sich regelmäßig, es gibt viele Szenen mit ihnen zusammen, aber die Autorin gibt ihnen Zeit sich langsam wieder anzunähern, sodass sich alles sehr realistisch angefühlt hat. Sie haben kommuniziert, Probleme aufgearbeitet und sich Verziehen – aber das alles hat Zeit gebraucht und lief auch nicht immer flüssig. Und das war wirklich wahnsinnig echt und damit perfekt :)

Insgesamt habe ich mich einfach in die Geschichte, die Universität und die Charaktere verliebt. Am liebsten würde ich Zoe und Jase noch viel länger begleiten, was nicht nur an ihnen, sondern auch an den Nebencharakteren, wie Caleb, generell die Familie Young und auch an Mae lag. Das Buch behandelt viele schwere und sehr traurige Themen sehr echt und berührend, da hat es manchmal gutgetan, dass Zoe und Jase nicht allein waren. Sie alle haben so viel Wärme und Sonnenschein in den Roman gebracht. Es ist selten, dass ich das sage, aber: Ich hätte hier gerne einen zweiten Band. Und ja, ich weiß, die Reihe geht weiter und nimmt andere Paare in den Fokus, aber ich hätte wirklich gerne mehr von Zoes Familie und Freunden. Und natürlich auch von Zoe und Jase!

FAZIT:
„Hold Me“ hat mich irgendwo ganz tief in mir berührt und gleichzeitig Tränen, Bauchkribbeln, Herzschmerz und Wärme hervorgebracht. Ich mochte beide Protagonisten wahnsinnig gerne, genauso wie die Nebencharaktere und das Erzähltempo. Eine große Empfehlung für alle New-Adult Fans!

5 von 5 Sternen


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Veröffentlicht am 01.03.2023

Viele sehr leckere, gesunde und schnell zubereitete Rezepte

Gesundmacher Hafer
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Kochen und Essen verbinde ich mit Familie, Zuhause, Wohlfühlen, aber auch mit Druck, Selbstablehnung und einer lauten kritischen Stimme in meinem Kopf. Ich bin immer auf der Suche nach Kochbüchern mit ...

Kochen und Essen verbinde ich mit Familie, Zuhause, Wohlfühlen, aber auch mit Druck, Selbstablehnung und einer lauten kritischen Stimme in meinem Kopf. Ich bin immer auf der Suche nach Kochbüchern mit neuen, leckeren, aber auch gesunden Rezepten, die mir helfen mit meinem Körper in Balance zu leben, denn er verdient ganz sicher nur das Beste.

"Gesundmacher Hafer" ist ein informierendes Kochbuch von Doris Fritzsche und Martina Kittler, welches dazu einlädt Hafer nicht nur in der gewohnten Form des Porrigdes, sondern auch in deftigen Mahlzeiten und ganz neuen Gerichten zu verwenden.
Die ersten 60 Seiten stellen einen Informationsteil dar, der wirklich alles rund um das Superfood Hafer abdeckt. Dabei wird auf die verschiedenen Verarbeitungsformen der Körner, die verschiedenen Nährstoffe und Benefits, aber auch genauer darum den Fettstoffwechsel zu entlasten und sehr hohen Blutdruck zu senken. Zudem wird darauf eingegangen, wie Mahlzeiten optimal aufzubauen sind und die Haferkur wird erklärt.
Da mich viele dieser Aspekte nicht persönlich betroffen haben, habe ich einige der zuletzt genannten Aspekte nur überflogen. Meine Mutter - eine Allgemeinmedizinerin - war jedoch beispielsweise sehr begeistert von der Beschreibung der Haferkur - genauso empfiehle sie diese regelmäßig ihren Patienten.

Die Rezepte lassen wirklich keine Wünsche offen. Aufgeteilt in die Kategorien Frühstück, warme Gerichte, kalte Gerichte und Basics&Extras bekommen wir über 60 süße, deftige und kreative Rezepte. Jedes schmückt ein farbenfrohes, appetitanregendes Bild, hat eine ordentliche Auflistung der Zutaten (welche zumeist gewöhnlich sind, sodass jeder sie zuhause haben sollte), genaue Nährwertangaben und dann eine leicht verständiche, gut erklärte Zubereitung, sodass das Kochen, aber auch das immer wieder durch "Schmökern" und Inspieren lassen sehr viel Freude macht.
Besonders gut geschmeckt haben mir die Hafer-Falafel mit Tomaten-Auberginen-Sugo, das Haferflocken-Granola mit Knusperkernen und der Porridge mit Spinat und Feta.

FAZIT:
Ein übersichtlich und ansprechend gestaltetes Kochbuch mit einem detaillierten Informationsteil und vielen einfach zuzubereitenden, leckeren und kreativen Rezepten, die einen immer wieder zu dem "Gesundmacher Hafer" zurückkommen lassen.
5 von 5 Sternen

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