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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2023

Sollte Schullektüre werden

Ich, ein Sachse
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In dem Buch- ich, ein Sachsen erzählt der Autor von seinem eher ungewöhnlichen Leben mitten in Deutschland. Die deutsch-deutsche Geschichte aus der Sicht eines Jugendlichen, der in Sachsen ohne Vater aufwuchs. ...

In dem Buch- ich, ein Sachsen erzählt der Autor von seinem eher ungewöhnlichen Leben mitten in Deutschland. Die deutsch-deutsche Geschichte aus der Sicht eines Jugendlichen, der in Sachsen ohne Vater aufwuchs. Eine schwere Kindheit, in der Schläge und Härte seitens der Mutter an der Tagesordnung waren. Mitten in der DDR, als halb Afrikaner, hab Deutscher, hatte er zusätzlich mit Beginn der Wende mit brutalem Rassismus zu tun.
Samuel hat die Höhen und Tiefen erlebt und doch nicht den Mut verloren. Mich hat das Buch sehr nachdenklich zurückgelassen.
Selbst nur einige Jahre jünger als der Autor, aufgewachsen auf der westlichen Seite Berlins, war zwar klar wie schlimm die „Fremdenfeindlichkeit“ grade im Sachsen ist, aber mit öffentlichen Hetzjagden und einer Hilflosigkeit seitens der Polizei in den frühen 90ern habe ich nicht gerechnet. Was für eine schreckliche Wendung der Mauerfall ausgelöst hat und die Nazis hat wie Ratten aus ihren Verstecken kriechen lassen.
Ein sehr gut geschriebenes Buch, eine Lebensgeschichte die offen diskutiert werden sollte. Wie wäre es als Schullektüre in den Oberstufen? Von mir volle vier Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 20.10.2022

In nicht all zu ferner Zukunft...

Freiheitsgeld
1

Der neue Roman von Andreas Eschbach spielt in nicht all zu ferner Zukunft. Das Bargeld ist abgeschafft und das bedingungslose Grundeinkommen wird an jeden Europaer monatlich ausgezahlt. Es heisst nun Freiheitsgeld, ...

Der neue Roman von Andreas Eschbach spielt in nicht all zu ferner Zukunft. Das Bargeld ist abgeschafft und das bedingungslose Grundeinkommen wird an jeden Europaer monatlich ausgezahlt. Es heisst nun Freiheitsgeld, doch ob es einem wirklich die Freiheit bringt bleibt bis zum Ende offen.
Wegen der Grundidee des Romans bin ich sehr neugierig an das Buch herangegangen.
Der Schreibstiel ist gewohnt flüssig und die Personen sehr authentisch dargestellt.
Es geschieht viel, doch trotzdem plaetschert es ab und zu vor sich hin.
Der Einführer des Freiheitgeldes wird tod in seiner Wohnung aufgefunden, ebenso sein grösster Widersacher, ein Journalist. Was wie Selbstmord aussieht wirft bei den Ermittlern viele Fragen auf, erst Recht als sie Befehl von oben bekommen es auf sich beruhen zu lassen.

Hier verbindet der Autor geschickt eine neue Welt, wie sie eines Tages tatsaechlich sein könnte. Die Bürger kommen aus aller Herren Laender, das Klima drohte zu kippen wurde aber anscheinend durch den Lebenswandel der Menschen noch aufgehalten.
Alles könnte perfekt sein, ist es aber doch nicht.
Mir hat diese Dystophie gut gefallen.
Die Denkanstösse sind von Herrn Eschbach gewohnt gekonnt eingesetzt und es regt zum Nachdenken an!
Einen Stern ziehe ich dennoch ab, für fünf hat es bei mir nicht gereicht.
Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.06.2022

Gefiel mir besser als Band 1

Die Dorfschullehrerin
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Helene wird die Stelle der Rektorin an der Dorfschule angeboten. Sie nimmt die Stelle an, obwohl sie Angst hat sich wieder in eine Beziehung mit dem Dorfarzt einzulassen.
Ein großes Thema des Buches ist ...

Helene wird die Stelle der Rektorin an der Dorfschule angeboten. Sie nimmt die Stelle an, obwohl sie Angst hat sich wieder in eine Beziehung mit dem Dorfarzt einzulassen.
Ein großes Thema des Buches ist die Liebe der beiden, was für mein Empfinden oft zu stark und romantisch daher kommt.
Der erste Band war ja ähnlich, aber dennoch Gefiel mir der zweite Band etwas besser als der Vorgänger. Das Ende war nicht so gehetzt und abrupt, und es blieben keine Fragen offen.
Ost-West Konflikte, amerikanische GI‘s und damit auch Rassismus, Frauenrechte und Selbstbestimmung werden thematisiert, Klischees bedient und dramatische Ereignisse beschrieben. Das ist schon ganz schön viel für so einen Roman. Ich habe mich gut durch die Geschichte gelesen, aber fesselnd war es nicht. Vielleicht würden drei Sterne ausreichen, aber da diese schon Teil eins von mir bekommen hat und mir dieses Buch besser gefallen hat, gibt es von mir vier Sterne.
Wer leichte, romantische Kost mag mit einer Spur Spannung und deutsch/deutscher Geschichte, sollte diesen Roman lesen.

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Veröffentlicht am 08.03.2022

schöne Zukunftsvision

Pantopia
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Patricia und Henry wollen eigentlich nur eine Trading Software schreiben, doch haben plötzlich die erste wirklich interligente KI geschaffen. Beiden ist schnell klar, dass sie nicht in ihrer Firma weiter ...

Patricia und Henry wollen eigentlich nur eine Trading Software schreiben, doch haben plötzlich die erste wirklich interligente KI geschaffen. Beiden ist schnell klar, dass sie nicht in ihrer Firma weiter arbeiten können um diese KI noch unentdeckt zu lassen.

Einbug heißt die KI und sie entwickelt sich viel schneller, als erwartet. Um sich selbst und die Menschen zu schützen, entwickelt es einen Plan...

Ich hatte sehr viel Spass beim lesen. Einbug entwickelt Humor und wuchs mir schnell ans Herz. Ein sehr aktueller Roman, indem die Klimakrise, Corona, Rassismus, Flüchtlinge und vieles mehr angesprochen wird. Es könnte alles so einfach sein, mit Einbug wäre die Welt ein schönerer Ort...

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Veröffentlicht am 16.12.2021

kalte Atmosphaere in Irland

Der Sucher
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Cal Hooper, ein ehemaliger Cop aus Chicago, wandert nach Irland aus um die Ruhe und Natur zu geniessen. Er möchte seinen verfrühten Ruhestand mit schönen Dingen begehen, ohne die schrecklichen Verbrechen ...

Cal Hooper, ein ehemaliger Cop aus Chicago, wandert nach Irland aus um die Ruhe und Natur zu geniessen. Er möchte seinen verfrühten Ruhestand mit schönen Dingen begehen, ohne die schrecklichen Verbrechen die seinen einstigen Arbeitstag füllten.
Doch es dauert nicht lange, da fühlt er sich auf seinem neuen Anwesen beobachtet.
Eines Tages taucht ein Kind bei ihm auf, welches misstrauisch erscheint, aber langsam zutrauen zu Cal bekommt.
In der Nachbarschaft werden einige Schafe bestialisch ums Leben gebracht und ehe Cal es sich versieht, steckt er mitten in Ermittlungen. Dadurch macht er sich aber unter den Einheimischen nicht nur Freunde.

Ein spannender Roman, welchen ich allerdings nicht in einem Rutsch durchlesen konnte. Kein wirklicher Pageturner, dennoch spannend geschrieben. Die kalte Atmosphäre der Insel kommt sehr gut rüber und man fängt fast an zu frieren wenn man Cal bei seinen Ermittlungen ins Moor begleitet.
Das Ende ist schlüssig, aber ich hatte mir ein anderes erhofft, weswegen mit ein Stern zur vollen Punktzahl fehlt.
Von mir 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für alle die es spannend mögen!

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