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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2023

Süchtig machend, ich wollte von Seite zu Seite immer mehr!

Kingdom of the Wicked – Der Fürst des Zorns
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„There are victors and victims. Decide who you want to be. Or the choice will be made for you, witch. And I doubt you'll like it.“

Mit „Kingdom of the Wicked – Der Fürst des Zorns“ hat Kerri Maniscalco ...

„There are victors and victims. Decide who you want to be. Or the choice will be made for you, witch. And I doubt you'll like it.“

Mit „Kingdom of the Wicked – Der Fürst des Zorns“ hat Kerri Maniscalco meiner Meinung nach etwas absolut einzigartiges erschaffen und mich vollkommen in ihren Bann gezogen.
Der Schreibstil der Autorin war für mich eine Sache der Gewöhnung, da er sehr düster und gothic artig ist. Nicht selten ist mir beim Lesen ein kalter Schauer über den Rücken gekrochen, doch sobald ich mich darauf eingelassen hatte, hat mich dieses Buch gerade zu eingesogen!
Die Geschichte spielt im altertümlichen Italien, wobei man jedoch nie wirklich erfährt zu welcher genauen Zeit, so dass man als Leser darüber nur Vermutungen anstellen kann. Dadurch, dass eben keine exakten Zeitangaben gemacht wurden und sich die Realität schnell mit dem Übernatürlichen vermischte, erschien mir das Setting von „Kingdom of the Wicked“ umso geheimnisvoller.
Egal welche Tageszeit im Buch beschrieben wurde, in meinem Kopf lag immer eine düsterer Schleier über den Geschehnissen, eine Schwere die alles zu umhüllen schien und der Geschichte das gewisse Etwas verlieh.
Emilia schien hier zu Anfang noch ein Licht zu sein, welches im Kontrast zu der Dunkelheit stand.
Doch mit den voranschreitenden Geschehnissen änderte sich dies schnell.
Emilia veränderte sich in rasender Geschwindigkeit und ich hab es geliebt ihr dabei zu folgen.
Sie hat den Schmerz und die Steine die ihr in den Weg geworfen wurden nicht einfach hingenommen sondern ihr Schicksal selbst in die Hand genommen, wobei sie mehr als einmal ihre Stärke und ihren Kampfgeist unter Beweis gestellt hat.
Emilia ist eine dieser Protagonistinnen, die man nicht vergessen kann, selbst wenn man es wollen würde.
Und es waren auch diese Eigenschaften, die dafür gesorgt haben, dass sie Wrath, der ein unglaublich vielschichtiger Charakter ist, in nichts nachstand.
Wrath war nichts von dem, was ich erwartet hatte und genau in den Momenten, in denen ich als Leserin geglaubt hatte ihn durchschaut zu haben, zerschlug er diese Vorstellung auch schon wieder.
In vielen Szenen hat er mich überrascht, weil er völlig von dem Handeln abgewichen ist, dass ich von ihm erwartet habe, was nur noch unterstrichen hat wie unberechenbar dieser Mann ist.
Selbst nach über vierhundert Seiten an seiner Seite konnte ich nicht vorhersagen, was sein nächster Schachzug sein würde.
Umso mehr habe ich es geliebt wie Emilia sich Wrath ohne Angst, aber mit einem eisernen Willen von Beginn an entgegen gestellt hat. Diese Funken, die eher einer Explosion gleichen, zwischen den Beiden, das ist es was ich meine wenn ich von wahrem Haters to Lovers rede!
Ihre Schlagabtausche haben dafür gesorgt, dass ich bald schon fast süchtig nach diesen Beiden wurde und manchmal ein schallendes Lachen nicht zurück halten konnte.
Aber zwischen all dem Hass füreinander verband sie auch noch etwas viel tieferes und sehnsuchtsvolles. Eine Leidenschaft, die unglaublich verzehrend zu lesen war.
Dieses lodernde Feuer zwischen Emilia und Wrath und die undurchsichtigen Gefühle, die sie füreinander hegen, haben mich mit jeder gelesenen Seite immer und immer mehr wollen lassen.
Vor allem weil keiner von ihnen sich je in die Karten schauen ließ. Als Leser wurde es eine wirkliche Herausforderung herauszufiltern was echt und was Taktik war und als dann das Ende kam...da verstand ich, dass ich eigentlich nichts verstand.
Ich wurde mit lauter Fragen zurück gelassen und konnte nur noch dem nächsten Band der Reihe entgegenfiebern um endlich wieder in diese atemberaubende Geschichte einzutauchen.

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Veröffentlicht am 23.05.2023

Überraschende Wendungen und spannende Charaktere, in diesem Buch ist wirklich nichts so wie es scheint.

The Witches of Silent Creek 1: Unendliche Macht
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»Ich war verliebt in Tyrael Burnett. Doch ich war mit nicht sicher ob mich diese Erkenntnis retten oder in den Abgrund stürzen würde...«


Ich habe „The Witches of Silent Creek“ mit sehr gemischten Gefühlen ...

»Ich war verliebt in Tyrael Burnett. Doch ich war mit nicht sicher ob mich diese Erkenntnis retten oder in den Abgrund stürzen würde...«


Ich habe „The Witches of Silent Creek“ mit sehr gemischten Gefühlen begonnen. Zwar habe ich mich schon seit einiger Zeit auf das Buch gefreut, doch meine Vorfreude war dann von einigen Kritikpunkten aus anderen Rezensionen gedämpft worden.
Was soll ich sagen? Ich wurde umso mehr überrascht und habe das Buch wirklich geliebt!
Der Schreibstil von Ayla Dade hat mich schnell in die Geschichte finden lassen und auch wenn die viel POV, aus denen die Story geschrieben ist, am Anfang etwas verwirrend waren, gehört genau das zu den Dingen, die mir an „The Witches of Silent Creek“ so unglaublich gut gefallen haben.
Durch die verschiedenen Perspektiven blieb die Geschichte fast durchgehend spannend.
Die ganzen Charaktere waren wahnsinnig unterschiedlich und jeder auf seine Weise faszinierend.
Auf der einen Seite konnte ich Silent Creek und seine Geheimnisse aus der Sicht von Helena erleben, die gerade erst in der Kleinstadt angekommen und genauso ahnungslos war wie ich.
Auf der Anderen Seite durch die Augen mehrerer Charaktere, unter anderem natürlich Tyrael, die schon ihr Leben lang in dieser Gemeinschaft leben und nach deren Regeln spielen.
Gerade diese Kapitel waren es, die eine richtige Sogwirkung auf mich ausgeübt haben, dafür gesorgt haben, dass ich immer weiter in die Geschichte eingetaucht bin und mich in ihr verloren habe.
Und so außergewöhnlich wie die Figuren war auch das Setting in der Kleinstadt Silent Creek.
Von Anfang an wurde dieser Ort als etwas düsteres, unheimliches und manchmal gerade zu dreckiges beschrieben. Das ist natürlich nicht die übliche Ortsbeschreibung, die man erwarten würde, aber ich finde es hat einfach perfekt zu der Geschichte gepasst und ihr noch diesen Hauch von Dunkelheit verliehen, den es gebraucht hat.
Ich konnte mir Silent Creek wirklich bildhaft vorstellen, das mir nicht selten mal einen eisigen Schauer beschert hat.
Helena hat für mich zu Beginn nicht wirklich in diese Welt gepasst und wusste natürlich auch nicht ganz worauf sie sich da eingelassen hatte. Aber ihre Entwicklung während des Lesens hat mich dann wirklich fasziniert, da sie mit der Zeit immer mehr Stärke und Mut gezeigt hat.
Eine andere Figur, aus deren Sicht man als Leser in diese Welt eintauchen darf, war Didre und sie war ganz eindeutig mein absoluter Lieblingscharakter in diesem Buch, einfach weil sie nichts von dem war was ich erwartet hatte.
Allgemein war es so, dass jede der Figuren, aus deren Perspektive „The Witches of Silent Creek“ geschrieben ist, Geheimnisse verborgen hat, welche nach und nach ans Licht kamen und mich nicht selten eiskalt erwischt haben.
Die Liebesgeschichte zwischen Tyrael und Helena war für mich ein tolle Mischung aus Slow Burn und Enemys to Lovers mit ganz viel Herzklopfen, wobei mir das Ende des ersten Bands dann gerade zu ein Loch in die Brust gerissen hat.
Also habt besser schon mal Band zwei zur Hand wenn ihr diese Geschichte lest.
Aber das war nicht die einzige Love Story in diesen Buch und auch was die anderen beiden Paare angeht bin ich wirklich gespannt wie es weitergehen wird. Das Ende hat bei mir sehr viele Frage offen gelassen, von denen ich hoffe, dass sie nach und nach in der Fortsetzung aufgelöst werden werden.
Insgesamt würde ich sagen, dass jeder der eine typische Hexen-Story erwartet sich irrt. Stattdessen wartet „The Witches of Silent Creek“ mit neuartigen Interpretation der Hexenwelt auf und überzeugt durch überraschende Wendungen und spannende Charaktere. In diesem Buch ist wirklich nichts so wie es scheint.

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Veröffentlicht am 05.04.2023

Dieses Buch fühlt sich an wie nach Hause kommen.

Vergiss uns. Nicht.
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„Zwar hallt das Echo unserer Freundschaft und der Schmerz von damals noch immer in meiner Brust wider, aber mit der Zeit ist es leiser geworden...“

Laura Kneidl hat es wieder getan. Mit ihren einfühlsamen ...

„Zwar hallt das Echo unserer Freundschaft und der Schmerz von damals noch immer in meiner Brust wider, aber mit der Zeit ist es leiser geworden...“

Laura Kneidl hat es wieder getan. Mit ihren einfühlsamen Worten und wundervollen Charakteren hat sie mein Herz erneut für sich eingenommen. Für sich und die Geschichte von April und Gavin!
„Berühre mich. Nicht.“ war vor Jahren mein aller erstes New Adult Buch und hat meine Leidenschaft für dieses Genre geweckt. Und schon damals habe ich mich in den Schreibstil der Autorin verliebt. Laura Kneidl schafft es mit wenigen Worten Gefühle heraufzubeschwören, die einem tosenden Sturm gleichen.
Ihre Worte reißen etwas in mir auf, machen mir etwas bewusst und heilen mich während jeder Zeile die ich lese.
Schon nachdem ich Sage und Lucas Geschichte vor fünf Jahren beendet habe, haben mich April und Gavin nicht mehr los gelassen. Ich kann gar nicht beschreiben wie sehr ich darauf gehofft habe, dass die Beiden irgendwann die Chance bekommen würden ihre Geschichte zu erzählen.
Und dann war es endlich so weit.
Es hat mich nur wenige Sätze gekostet um mich in April als Protagonistin zu verlieren. Sie hat eine unglaublich tolle Art, bereits in „Berühre mich. Nicht“ und „Verliere mich. Nicht.“ habe ich damals ihre Stärke und ihre grenzenlose Nächstenliebe unglaublich bewundert.
Aber in „Vergiss uns. Nicht.“ habe ich nun auch einen andere, neue April kennengelernt, die eben auch Unsicherheiten hat und die einen brennenden Schmerz in ihrem Inneren verbirgt, der sie so unfassbar echt und nahbar gemacht hat. Der sie zu April gemacht hat.
Während dem Lesen war es fast schon so als würde ich zu ihr werden, was man nur mit der Gabe von Laura Kneidl erklären kann, die Gefühle und Gedanken ihrer Figuren zum Leben zu erwecken.
Und auch wenn dieses Buch ausschließlich aus der Sicht von April geschrieben war, war es für mich ein leichtes Gavin kennen und lieben zu lernen. Sich in Gavin zu verlieben hat sich ein bisschen wie fallen angefühlt und gleichzeitig war es doch so viel langsamer.
Slow Burn bekommt mit diesen Beiden wirklich eine ganz neue Bedeutung, denn die Autorin hat es geschafft eine so rohe und natürliche Anziehung zu erschaffen, dass ich am Ende selbst nicht einmal mehr sagen konnte ab welchem Moment April und Gavin begannen sich auf einander zuzubewegen.
Es schien als wäre sie die Pole eines Magneten, die sich unweigerlich anzogen, das zwischen ihnen unausweichlich.
Ich liebe es, dass Laura Kneidl nichts überstürzt hat und den Beiden die Momente gegeben hat, die sie gebraucht haben um an diesen Punkt zu kommen, denn das ist es was gutes Slow Burn und ein gutes Buch für mich ausmacht.
Zusätzlich konnte ich während dem Lesen die Beziehung von Sage und Luca noch einmal völlig neu erleben. Die Beiden haben das Buch nicht dominiert und doch hat man in mehreren Szenen Einblicke darin bekommen wie ihr Leben und ihre Liebe nach allem was passiert war aussah.
Und ich habe diese Momente absolut geliebt.
Sage, Luca und auch Aaron und Conner wieder zu sehen, wieder zu lesen, hat sich angefühlt wie nach einer langen Reise wieder nach Hause zu kommen. Denn genau das ist es was Laura Kneidl mit ihren Geschichten erschafft, ein Zuhause.
Schon bevor ich „Vergiss uns. Nicht.“ gelesen habe, hatte ich meine Vermutungen was April und Gavin betrifft und umso weiter ich durch die Seiten geflogen bin, umso mehr habe ich gebangt ob ich damit richtig liegen würde.
Ich kenne den Schreibstil der Autorin schon und allein die Tatsache, dass diese Geschichte auf zwei Bände verteilt war, hatte mich davor gewarnt was mein Herz am Ende von „Vergiss uns. Nicht.“ zu ertragen haben würde.
Aber vorgewarnt zu seine hilft nicht, wenn man sich in zwei Charaktere und ihre Geschichte verliebt.
Das Ende hat mir mit einer Wucht das Herz gebrochen, dass es kaum auszuhalten war. Alles geschah plötzlich so schnell und dann waren da nur noch Bruchstücke, Fragmente.
Zu sagen ich habe geweint wäre eine Untertreibung.
Ich habe keine Ahnung wie ich es bis zum Erscheinungstermin von „Zerbrich uns. Nicht.“ aushalten soll, würde ich doch am liebsten sofort wieder in diese Welt eintauchen. Ich kann einfach an nichts anderes mehr denken, als daran wie es mit April und Gavin weiter gehen wird.
Zusammen gefasst würde ich sagen, dass sich „Vergiss uns. Nicht.“ anfühlt wie nach Hause kommen. Wie brechen und heilen zugleich. Wie eine warme Umarmung im kalten Oktoberregen. Und ich habe absolut keinen Zweifel daran, dass auch „Zerbrich uns. Nicht.“ in einigen Monaten mein Herz für sich gewinnen und es dann auch hoffentlich wieder zusammen setzten wird.

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Veröffentlicht am 01.02.2023

Show me the stars hat etwas tief in meiner Seele berührt und eine ungekannte Sehnsucht in mir zum Leben erweckt...

Show me the Stars
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„Dieser Anblick – der Leuchtturm über den Klippen, dahinter ein Aquarell aus Himmel und Meer – brennt sich in mein Gedächtnis, berührt etwas in mir, von dem ich bisher nicht wusste, dass es existiert. ...

„Dieser Anblick – der Leuchtturm über den Klippen, dahinter ein Aquarell aus Himmel und Meer – brennt sich in mein Gedächtnis, berührt etwas in mir, von dem ich bisher nicht wusste, dass es existiert. Es fühlt sich an wie Sehnsucht.“

Kira Mohns Schreibstil ist etwas ganz besonders, dass ich habe ich sofort bemerkt, als ich damals mein erstes Buch von ihr gelesen habe und jedes weitere Buch von ihr bestätigt mir das jedes Mal aufs Neue.
Sie schafft es Landschaften und Orte zu beschreiben, wie keine andere Autorin. Dabei sind ihre Bücher meist so naturverbunden, dass sie in mir beim lesen eine ganz neue Sehnsucht nach rauen Klippen, tiefen Wäldern und dem endlosen Meer wecken. Mit jedem Satz berührt sie etwas in mir und führt mich in eine andere Welt.
In „Show me the Stars“ hat Kira Mohn damit bei mir eine lodernde Liebe zu der einzigartigen Landschaft Irlands entfacht.
Damit wären wir dann auch direkt beim Setting und zwar einen alten Leuchtturm vor der Küste Irlands.
Ich glaube allein schon mit diesem außergewöhnliche Setting hat die Autorin eine besondere Atmosphäre geschaffen, in die sie eine wunderschöne Geschichte einbetten konnte, und ich kann euch sagen jeder der dieses Buch gelesen hat wird in seinem Suchverlauf unweigerlich „Leuchtturm mieten“ stehen haben.
Denn Kira Mohn macht einem das Leben ab vom Schuss mehr als schmackhaft, was nicht nur mit einem gutaussehenden Iren, sondern auch mit einem unbestreitbaren Fernweh zusammenhängt, welches beim lesen ihrer Bücher ohne Zweifel jedes Mal in einem aufkommt.
Ich kann es nicht oft genug betonen, ich würde Kira Mohn ohne Zweifel zur Königin der Fernweh-Erschaffer (Ist das ein Wort? Eher nicht...) krönen, wenn es diesen Titel tatsächlich gäbe!
Aber wie gesagt gibt es da ja abgesehen vom Traum-Setting auch noch einen attraktiven Iren und eine liebeswerte Protagonistin, was mich auf direktem Weg zu den Charakteren von „Show me the Stars“ bringt.
Die Protagonistin Liv erscheint zu Beginn ein wenig neurotisch, doch gerade dies war eine Eigenschaft, die sie für mich sofort sympathisch gemacht hat.
Ihre Gedankenwelt ist manchmal ein wenig verrückt und hat mich nicht selten zum lachen gebracht und gerade auf den ersten Seiten war es genau das, Liv's innere Monologe, die mich gepackt haben.
Insgesamt scheint sie eine hoffnungslose Romantikerin zu sein, die trotz allem was sie durchgemacht hat stärker ist als man vermuten würde und, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe.
Kjer ist auf den ersten Blick der absolute Traummann, in den man sich einfach nur verlieben kann, eine andere Möglichkeit gibt es da gar nicht. Versucht gar nicht erst mich vom Gegenteil zu überzeugen!
Aber hinter seinem strahlenden Lächeln und der lockeren Art verbirgt sich wesentlich mehr, als man zu Beginn vermuten würde und Stück für Stück lässt uns Kira Mohn behutsam einen Blick hinter seine Fassade werfen.
Zu sehen, dass er eben nicht der perfekte Mann ist, sondern gebrochen und verletzt ist und auch Angst hat, hat ihm etwas nahbares und weniger geschliffenes verliehen und ihn meiner Meinung nach nur noch anziehender gemacht.
Die Beziehung von Kjer und Liv war langsam und sanft und klang doch so laut. Die Chemie der Beiden war vom ersten Zusammentreffen an nicht zu bestreiten und doch konnte ich nicht mal ansatzweise ahnen wie schmerzlich und bittersüß diese Liebesgeschichte werden würde.
Ich habe jeden Moment der Beiden gerade zu in mich aufgesogen und wollte wie eine Süchtige sofort mehr. Vielleicht habe ich da ja eine kleine Gemeinsamkeit mit Liv.
Die Nebencharaktere sind ähnlich wie Liv zum Teil ein bisschen verrückt aber wahnsinnig liebenswürdig.
Gerade mit Airin, auf die Liv schon an ihrem ersten Tag in Irland trifft hat die Autorin eine selbstbestimmte, junge Frau erschaffen, die einfach nur unglaublich ist!
Seanna hingegen wirkt geheimnisvoller und doch wurde man sofort neugierig auf ihre Geschichte, so dass ich nach „Show me the Stars“ sofort mit Band zwei „Save me from the night“ weitermachen wollte.
Zusammenfassend bieten diese Buch einfach eine einmalige Atmosphäre die genau wie Irland selbst ist, im einen Moment sanft und hell und im nächsten stürmisch und rau. „Show me the Stars“ ist ein Buch, dass einen gefangen nimmt und dich fort von deinem Leben an die Klippen einer irischen Insel führt.

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Veröffentlicht am 21.01.2023

Die Welt braucht mehr Bücher wie dieses!

Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe
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„Carry yourself with the confidence of a mediocre white man.“

Ali Hazelwood hat mich mit ihrem Schreibstil vollkommen überrascht, ja gerade zu vom Hocker gerissen! Eigentlich bin ich kein sonderlich großer ...

„Carry yourself with the confidence of a mediocre white man.“

Ali Hazelwood hat mich mit ihrem Schreibstil vollkommen überrascht, ja gerade zu vom Hocker gerissen! Eigentlich bin ich kein sonderlich großer Fan davon wenn Autoren aus der dritten Person schreiben, da ich so immer eine gewisse Distanz zu den Charakteren empfunden habe.
Doch Ali Hazelwood hat es geschafft mir Olive aus dieser Perspektive so nah zu bringen, dass ich manchmal gerade zu vergessen habe ob es nun ihre Gedanken sind, die ich lese oder doch meine eigenen.
Das und die Tatsache, dass die Autorin absolut kein Blatt vor den Mund genommen und mit ihrer unverblümten Art die Dinge genau auf den Punkt gebracht hat, ließen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem für mich werden. Etwas das es so wirklich kein zweites mal gibt!
Das Setting an der Stanford University wurde durch die enge Verbindung zur Wissenschaft und der zum Teil auch beschriebenen Laborarbeit zu etwas einzigartigem, faszinierendem gemacht.
Ich hatte bevor ich „Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ gelesen habe nicht daran geglaubt, dass man sich zwischen Reagenzgläser und wissenschaftlichen Untersuchungen verlieben kann. Tja ich lag definitiv falsch, wie mir Ali Hazelwood deutlich gemacht hat!
Mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch ist, dass, wie ich bereits erwartet hatte, im Laufe der wissenschaftlichen Ausführungen auch Tierversuche (hier an Mäusen) erwähnt wurden.
Diese Versuche wurden in keinster Weise grausam ausgeschmückt, sondern lediglich das ein oder andere Mal nebensächlich erwähnt, also hat es mich hier beim Lesen kaum gestört.
Trotzdem möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich diese Versuche absolut nicht gutheiße und diese weder in meinem privaten Leben, noch hier auf meinem Blog unterstütze.
Olive als Protagonistin ist für mich eindeutig zu einem absoluten Liebling geworden, was mit daran lag, dass ich mich mit ihrer manchmal etwas unbedarften und schussligen Art perfekt identifizieren konnte.
Sie hat genau die Art von Charaktereigenschaften, die es einfach unmöglich machen sie nicht sofort ins Herz zu schließen! Gerade ihre Unsicherheiten und Sorgen waren für mich gut nachvollziehbar und haben sie umso bodenständiger und sympathischer gemacht.
Ali Hazelwood hat dabei immer wieder Dinge aus Olive's Perspektive gezeigt und erwähnt, die Frauen häufiger tun oder denken, über die aber so einfach nicht geredet wird und damit hat sie Olive zu einer wirklich nahbaren und echten Protagonistin werden lassen.
Und Adam? Oh Gott Adam! Bevor ich dieses Buch gelesen habe, habe ich mich immer wieder gefragt was wohl so toll an diesem Adam Carlsen sein soll über den Alle auf Booktok, Bookstagram und Co. reden. Jetzt schmelze ich schon dahin wenn ich nur seinen Namen lese.
Ja Adam ist eindeutig ein grumpy Charakter, aber dabei ist er so herzerwärmend und facettenreich, dass ihn das alleine gar nicht beschrieben kann. Denn in Wahrheit ist Adam Carlsen noch so viel mehr als einfach nur grumpy.
Ich hab es absolut geliebt wie er sich in der Gegenwart von Olive verhalten hat. Er ist einfach durch und durch ein respektvoller, liebevoller Love Interest. Und sobald man dann Stück für Stück mehr in seinen Kopf schauen konnte, hat man auch seine manchmal abweisende Art immer besser verstanden.
Was soll ich viel mehr sagen, als dass ich mich auf den knapp 443 Seiten dieses Buches hoffnungslos in ihn verliebt habe?
Die Beziehung der Beiden war einfach WOW (ja in Großbuchstaben). Ich wusste wirklich nicht, dass ich das Trope Fake Dating so sehr lieben kann, wie ich es dank Olive und Adam getan habe.
Die Art wie sich ihre Bindung langsam entwickelt hat und aus dem Fake Dating, dass beste Slow Burn aller Zeiten geworden ist, war einfach wundervoll! Atemberaubend!
Mit der Art wie Ali Hazelwood die Nähe der Beiden beschrieben hat, wie aus Unsicherheit und Verlegenheit langsam Aufregung und Herzklopfen geworden ist, es war unglaublich.
Auch die Nebencharaktere und besonders Olive's Freunde waren einfach der Wahnsinn.
Während Malcom mit Sicherheit den Preis für den besten Freund der Welt bekommt, hätte ich Ana jedes mal um den Hals fallen können wenn sie Olive unabsichtlich in die nächste aufregende Situation mit Adam hat stolpern lassen. Dafür verdient sie eine Auszeichnung!
Dieses Buch hat mich mit seiner außergewöhnlichen Art tatsächlich an die Fanfiktion's erinnert, die ich früher gelesen habe, aber an die GUTEN, die bei denen man sich jedes Mal wie verrückt über ein weiteres Kapitel freut und die man unbedingt als Buch veröffentlicht sehen will.
Olivie und Adams Geschichte hat mir beim Lesen ein besonderes Gefühl gegeben, fast so als hätte ich spüren können, dass Ali Hazelwood sich nicht gefragt hat „Was will die Mehrheit der Leser lesen?“, „Was lässt sich auf dem Buchmarkt gut vermarkten?“, sonder als hätte es für sie nur eine Frage gegeben „Was möchte ich schreiben/lesen?“.
„Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ war ein Buch das herrlich neurotisch, zum schreien komisch und zum dahinschmelzen schön ist! Die Welt braucht mehr Bücher wie dieses!

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