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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2020

Eiskalte Spannung

Frostgrab
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Ich schwanke die ganze Zeit zwischen den Sternen, denn so recht weiß ich nicht, wie ich es bewerten soll...
Es war zwar echt spannend, doch als die Auflösung kam, wer hinter allem steckte, war ...

Ich schwanke die ganze Zeit zwischen den Sternen, denn so recht weiß ich nicht, wie ich es bewerten soll...
Es war zwar echt spannend, doch als die Auflösung kam, wer hinter allem steckte, war ich wenig überrascht. Das fand ich in diesem Fall jetzt nicht wirklich schlimm, aber was mich schon sehr gestört hat, war, dass mir die meisten Charaktere echt nicht sympathisch waren 😅.
Gut, einige waren von Anfang an nicht als sympathisch ausgelegt, weshalb es eigentlich nichts ist, was man der Autorin vorhalten kann und auch die Dinge, die ich an der Protagonistin nicht mochte, konnte ich nachvollziehen, aber es ist schon anstrengend sich die ganze Zeit im „Kopf“ einer Person zu befinden die man nicht mag. Im Grunde gab es für mich in der Gruppe nur eine Person, die ich mochte, weshalb mein Interesse, wenn es nicht gerade um diese ging oder Action angesagt war, ziemlich im Keller war 😅.
Gut, dass es in diesem Thriller viel Action gab und man die meiste Zeit weniger mit den Charakteren an sich beschäftigt war, sondern als Leser mitzuermitteln. Immer wieder zu hinterfragen was stimmt, versuchen sich zusammenzureimen was vor 10 Jahren passiert ist und nach Motiven zu suchen hat Spaß gemacht, sowie Zeit in diesem besonderen Setting zu verbringen.
Die Story spielt nämlich auf einem Gletscher in den französischen Alpen, im jetzt und vor 10 Jahren, als die Protagonisten jünger waren und Karrieren als Profi Snowboarder anstrebten.
Das Thema Snowboard an sich fand ich auch sehr spannend, besonders da die Autorin ja in Wirklichkeit auch in diesem Gebiet Profisportlerin war. Das blöde war nur, dass immer wieder Fachbegriffe eingestreut wurden, ohne sie je zu erklären. Es fielen Namen von Tricks, unter den sich die meisten wohl nichts vorstellen können und die man erst einmal ergooglen muss, wenn man wissen will, was genau im Buch geschieht.
Ich als jemand, der sonst nie Thriller liest, fand es also insgesamt ganz gut, kann aber nur raten, dass Buch mit einer Decke auf dem Schoß zu lesen, denn zumindest musste ich gleich frieren, wenn ich Sätze wie „Minus zwanzig Grad“ oder „Schnee bis zu den Knien“ las 🥶 😂

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Veröffentlicht am 10.07.2020

Schrulliger, biritscher Humor auf dem höchsten Ber der Welt

Die Besteigung des Rum Doodle
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Die Besteigung des Rum Doodle von William E. Bowman ist schon ein merkwürdiges Buch, nicht nur wenn man die Geschichte selbst betrachtet. 1956 ist es erschienen und dabei weitgehendst unbekannt geblieben ...

Die Besteigung des Rum Doodle von William E. Bowman ist schon ein merkwürdiges Buch, nicht nur wenn man die Geschichte selbst betrachtet. 1956 ist es erschienen und dabei weitgehendst unbekannt geblieben - trotz durchaus positiver Rezensionen! Trotzdem hatte Rum Doodle eine sehr spezifische Fangemeinde gefunden, nämlich Bergsteiger und scheinbar auch Mitglieder einer australischen Antarktisexpeditionen, die einigen Orten dort Namen aus dem Buch verpasst haben. Unter anderem dem Mount Rumdoodle.


Die Geschichte selbst ist eine Parodie auf die damals beliebten Erzählungen von Bergsteigern, die die Gruppe rund um Binder übertrumpfen will, in dem sie auf den höchsten Berg der Welt klettert: den 40000 1/2 Fuß hohen Rum Doodle. Dadurch, dass der Navigator sich ständig verirrt, der Arzt dauernd Krank ist und die Teammitglieder sich eigentlich lieber mit Champagner die Zeit vertreiben wollen, geht aber einiges schief.


Es ist absurd, voll mit trockenem britischen Humor und Slapstick. Wen das anspricht, der ist wahrscheinlich bei "Die Besteigung des Rum Doodle" genau Richtig 😁


Wer Tiefe, ausführliche Beschreibungen von Landschaften und Charakteren oder auch nur einen Funken Ernsthaftigkeit sucht, wohl eher falsch. Ob man das einer Parodie zu lasten halten kann weiß ich nicht, mir hat es aber schon ein wenig gefehlt 😅.

Was mich auch etwas gestört hatte, war das man gleich zu Anfang mit sehr vielen Charakteren überschwemmt wird, ich glaube erst gegen Mitte des Buches konnte ich mir Merken wer wer ist und das auch nur ziemlich grob 😅. Insgesamt also auf jeden Fall unterhaltend und lustig, man darf nur nicht zu viel darüber nachdenken.

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Veröffentlicht am 11.07.2020

Magisches Flüstern in Edinburgh

Das Flüstern der Magie
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Nachdem ich von Someone New leider gar kein Fan bin, sieht es bei DFDM schon besser aus.

Das Konzept ist interessant und die Schauplätze super. Edinburgh, seine Gassen und das Archiv werden wirklich ...

Nachdem ich von Someone New leider gar kein Fan bin, sieht es bei DFDM schon besser aus.

Das Konzept ist interessant und die Schauplätze super. Edinburgh, seine Gassen und das Archiv werden wirklich magisch beschrieben, sodass man gleich selbst hin will, um im Sorcerer zu stöbern.

Leider bin ich aber nicht wirklich mit den Charakteren warm geworden. Vor allem die Beziehung zwischen Fallon und Reed kam mir überstürzt vor.

Es gibt ein softes Magie System, das wirklich sehr, sehr soft ist. Ich persönlich mag das eigentlich lieber, aber ein paar Erklärungen hätte ich schon gerne. Leider war die einzige Erklärung: Es gibt keine. Magie ist einfach da. Was sie genau kann, was sie nicht kann, wo ihre Grenzen liegen oder wo sie herkommt weiß man nicht. Vor allem bei einer Sache hat mich das sehr gestört. Ich will das jetzt nicht spoilern, aber es ist eine Frage, die vor allem gegen Ende immer wieder aufgeworfen wird und die unbeantwortet bleibt. Gut einige mögen ja offene Enden, aber mir war das zu offen 😅

Und wo wir schon beim Ende sind, das empfand ich ebenfalls als etwas überstürzt. Die Auflösung kam plötzlich ohne wirkliche Hinweise. Zwar war es schlüssig, doch ein paar Teaser hier und da mehr hätten nicht geschadet.

Insgesamt denke ich, dass wer YA Romance und Urban Fantasy mag, gefallen an das Flüstern der Magie finden wird. Auch wenn ich persönlich es nicht als must-read bezeichnen würde, unterhaltsam war es trotzdem.

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Veröffentlicht am 23.05.2023

Malibu brennt

Malibu Rising
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Vielleicht lag es daran, dass ich andere Erwartungen an das Buch hatte, aber ich fand es größtenteils… unspektakulär? Das Buch war nicht schlecht, nur hab ich bei der Beschreibung und dem, was ...

Vielleicht lag es daran, dass ich andere Erwartungen an das Buch hatte, aber ich fand es größtenteils… unspektakulär? Das Buch war nicht schlecht, nur hab ich bei der Beschreibung und dem, was man alles so gehört hat, mehr erwartet. Mehr Spannung, mehr Emotionen, mehr Hollywood-80er-Abriss-Party. Letzteres kam zwar gegen Ende, aber davor passierte abseits der Rückblenden nicht viel. Dazu kommt, dass man alle Plot Twist sich entweder schnell denken kann oder sie einem direkt gesagt werden, sodass man eigentlich nur auf diese, so wie auf die Party, wartet.

Ansonsten mochte ich das Buch. Der Schreibstil ist toll, es liest sich sehr flüssig und die Beschreibungen sind sehr schön. Die Charaktere sind interessant, auch wenn ich irgendwann die ganzen Nebencharaktere nicht mehr auseinanderhalten konnte.
Die anderen Bücher der Autorin werde ich mir definitiv anschauen, alleine schon der ganzen Anspielungen willen.

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Veröffentlicht am 16.01.2022

Ein etwas anderer Roadtrip

Ende in Sicht
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Auch wenn ich das Cover nicht besonders schön finde, hat es zusammen mit dem Titel mich gleich gecatcht. Auch der Klappentext war vielversprechend. Etwas skurril und lustig, auch wenn es um ein sehr ernstes ...

Auch wenn ich das Cover nicht besonders schön finde, hat es zusammen mit dem Titel mich gleich gecatcht. Auch der Klappentext war vielversprechend. Etwas skurril und lustig, auch wenn es um ein sehr ernstes und tragisches Thema geht. Ich finde, das hat die Autorin auch gut hinbekommen, die Mischung aus skurrilem Geschehen und tragischem Hintergrund, etwas Gesellschaftskritik dazu und eine Prise Humor. Zusammen mit einem unterhaltsamen Schreibstil und einer guten Sprecherin, hat man ein Hörbuch, bei dem man gar nicht merkt, dass man schon seit Stunden zuhört.
Was mir jedoch neben dem Cover nicht wirklich gefallen hat, waren leider die Charaktere. Ich konnte keine wirkliche Verbindung zu den beiden Protagonisten aufbauen und manches wirkte auf mich auch nicht ganz nachvollziehbar. Die Nebencharaktere fand ich ziemlich nichtssagend, zumindest bei ein oder zwei hätte ich mir auch etwas mehr Tiefe gewünscht, auch wenn sie alle nur kurz auftauchten.

Trotzdem, ein sehr schönes Hörbuch, dass einen gut unterhält und gleichzeitig wichtige Dinge anspricht.

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