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kurzesocke

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.09.2019

Ein bisschen langweilig

Wie Frau Krause die DDR erfand
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Nachdem ich die Leseprobe als lustig und schön geschrieben empfand, wirkte dieses Buch jetzt auf mich eher trocken.
Der Schreibstil ist nicht fesselnd, sondern es reihen sich Personen an Personen und ...

Nachdem ich die Leseprobe als lustig und schön geschrieben empfand, wirkte dieses Buch jetzt auf mich eher trocken.
Der Schreibstil ist nicht fesselnd, sondern es reihen sich Personen an Personen und ich konnte mich nicht wirklich in sie hineinversetzen, miterleben, so wie es bei vielen anderen Romanen möglich ist.
Aufgrund des wirklich schönen, passenden Coverbildes hätte ich mehr erwartet - eine Erzählung über das Leben in der DDR, das ja nicht nur schlecht war - über Sekundärrohstoffsammlung, Sandmännchen Ost, den Hamburger, der keiner war, Broiler und selbstverständliche Hilfe untereinander, z.B. wenn der Trabbi mal stehen blieb und Ersatzteile fehlten.

Diesem Buch fehlt meiner Meinung nach das Herzblut, das einen Stoff erst lesens - und erlebenswert macht.

Veröffentlicht am 16.08.2017

Ein bisschen too much

Wildeule
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Das Cover und der Titel versprechen einen spannenden Krimi, allerdings kommen Eulen hier nur sehr sporadisch vor.
Friedhofsgärtnerin Gesine entdeckt bei einer Beerdigung einen falschen Toten im Sarg und ...


Das Cover und der Titel versprechen einen spannenden Krimi, allerdings kommen Eulen hier nur sehr sporadisch vor.
Friedhofsgärtnerin Gesine entdeckt bei einer Beerdigung einen falschen Toten im Sarg und die Dame, die eigentlich hinein gehörte, ist spurlos verschwunden. Na, vielleicht nicht ganz spurlos, denn im Zuge der Ermittlungen, von denen die ehemalige Polizistin Gesine die Finger nicht lassen kann, findet sich genau solch ein Körperteil in ihrem Benzinkanister wieder. Stammt es von der verschwundenen Frau?
Die Polizei tappt scheinbar im Dunkeln und Gesine verstrickt sich in den Konkurrenzkämpfen verschiedener Bestattungsinstitute: der Chef des einen endete als Leiche im falschen Sarg und der Chef des anderen ist ausgerechnet Gesines Freund. Hat er etwas damit zu tun?
Die Polizeiarbeit wird hier meiner Meinung als Kasperletheater dargestellt und Gesine, als Ex-Polizistin nimmt sich bei ihren ehemaligen Kollegen Freiheiten heraus, die kein normaler Leser nachvollziehen kann.
Dann spielen noch ein Pfarrer und ein Praktikant und eine ältere Dame mit flottem Lebenswandel bei dem Ganzen mit und am Ende ist der Mörder dann doch nicht der Gärtner...
Der Schreibstil ist flott und gut lesbar, aber für mich ist das alles ein bisschen too much - es geht am Ende nur noch drunter und drüber.
Kein schlechter Roman, aber es gibt bessere.

Veröffentlicht am 03.06.2018

Ballast des Lebens

Der emotionale Rucksack
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Und wieder hat sich jemand auf den Weg gemacht, ein allzu bekanntes Thema wieder aufzuwärmen und mit neuem (?) Leben zu erfüllen.

Auf dem Bild sieht man einen schönen Rucksack, der zum Verreisen einlädt, ...


Und wieder hat sich jemand auf den Weg gemacht, ein allzu bekanntes Thema wieder aufzuwärmen und mit neuem (?) Leben zu erfüllen.

Auf dem Bild sieht man einen schönen Rucksack, der zum Verreisen einlädt, aber darum geht es hier ja nicht. Sondern um den Ballast, den jede Person mit sich herumträgt; ob er groß oder klein ausfällt - es begründet sich alles in der Kindheit und in erlebten, aber bisher nicht richtig verarbeiteten Erlebnissen.

Die Autorin hat sich hier langatmig zu allem geäussert und sich in wissenschaftlichen Erklärungen verheddert - ich habe das Buch nicht flüssig lesen können, sondern nur überflogen und dann hier und da wieder hineingelesen, wenn ich meinte, es würde mich als Unterthema mehr interessieren.

Es gibt Bücher über diese und ähnliche Themen, die lebensnaher aufgebaut sind und mich mehr ansprechen, deshalb kann ich dieses nicht weiterempfehlen.
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Veröffentlicht am 03.07.2019

Sehr durchschaubar

Das Haus der Sehnsucht
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Ein Liebesroman, wie es ihn schon zu Tausenden gibt, von der ersten Seite an äußerst durchschaubar. Sehr schön langatmig und gefühlsduselig geschrieben und praktischerweise stirbt unterwegs die Ehefrau, ...

Ein Liebesroman, wie es ihn schon zu Tausenden gibt, von der ersten Seite an äußerst durchschaubar. Sehr schön langatmig und gefühlsduselig geschrieben und praktischerweise stirbt unterwegs die Ehefrau, damit war auch der Rest der Story klar, den ich dann nur noch querlesend überflogen habe. Das ganze troff vor Schmalz. Am sympathischsten fand ich nur den jungen Matt, der sich glücklicherweise eine andere Freundin gesucht hat, statt unheilbar verliebt zu Grunde zu gehen.
Nein, dieser Art Bücher möchte ich nicht mehr lesen und hoffe doch auf meinen Weitblick, damit ich ihnen in Zukunft aus dem Wege gehen kann.
Sicher kann man in einem Autoren-Schreibkurs den Aufbau solcher Schmonzetten lernen, denn sie gleichen sich doch eins zu eins.

Veröffentlicht am 17.06.2017

Überflüssig

Schluss mit Muss
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Das Cover trägt schon die Provokation in sich und wer diese Handgeste anwendet, macht sich sicher nicht beliebter.
Die Autorin scheint nach Informationsmedien süchtig zu sein, ständig beschäftigt mit ...


Das Cover trägt schon die Provokation in sich und wer diese Handgeste anwendet, macht sich sicher nicht beliebter.
Die Autorin scheint nach Informationsmedien süchtig zu sein, ständig beschäftigt mit Smartfon, Netflix, Instagram und was es da noch so alles gibt.
Sie schreibt in einem Stil, der an ein Maschinengewehrfeuer erinnert und wirft mit neudeutschen Begriffen nur so um sich. Möchte vielleicht, auch wenn sie es nie im Leben zugeben würde, jugendlicher wirken, als sie ist. Sie beschreibt hier eine Traumwelt als die Ihre, möchte vielleicht gerne so leben ?!

Wenn sie nicht gerade Statistiken und Studien zitiert, versucht sie, altbekanntes im neuen Rahmen neu zu erfinden. Ob sie nun seit Jahren ihre Fenster nicht geputzt hat können wir ihr glauben, müssen wir aber nicht.

Ich habe dieses Buch zwar komplett durchgelesen, aber nichts neues für mich daraus erkennen können. Die Weisheit, die hier rübergebracht werden soll, kam schon vor Jahren von einer bekannten Herstellerfirma von Diätprodukten: "Ich will so bleiben, wie ich bin!"

Dies ist ein Buch, das die Welt nicht braucht und auch in meinem Regal wird es ganz sicher keine Dauerunterkunft finden.