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Veröffentlicht am 16.06.2023

Gutes Arbeitsbuch

Ikigai: Das Geheimnis der kleinen Dinge
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"Das Geheimnis der kleinen Dinge" von Klaus Motoki Tonn ist ein Ratgeber, der sich mit der japanischen Lebensphilosophie Ikigai beschäftigt und dabei helfen soll, die Reichtümer des Lebens zu entdecken ...

"Das Geheimnis der kleinen Dinge" von Klaus Motoki Tonn ist ein Ratgeber, der sich mit der japanischen Lebensphilosophie Ikigai beschäftigt und dabei helfen soll, die Reichtümer des Lebens zu entdecken und mehr Zufriedenheit, Achtsamkeit und Leichtigkeit im Alltag zu finden. Dazu gibt es Tests, Reflexionen und viele Übungen für die Praxis.
Ich mag sehr vieles an der japanischen Kultur und deshalb wollte ich schon immer tiefer in die Geheimnisse des Ikigai eintauchen. Dabei hilft mir dieses Buch sehr. Es nimmt mich an die Hand und erklärt. Nicht immer geordnet, manches muss ich mehrmals lesen, um den Zusammenhang zu sehen.
Ganz toll ist, dass es Illustrationen gibt, das lockert das Ganze noch unheimlich auf und bringt Ruhe rein.
Den Kern des Buches bilden hier aber die praktischen Übungen, die man auch sehr bequem in seinen Alltag einfügen kann und auch sollte. Das Buch selber nimmt man als eine Art Arbeitsbuch, man soll darin schreiben und notieren, damit arbeiten. Man sieht auch, an was man arbeiten muss und wo man Fortschritte macht.
Das Buch ist gut und leicht verständlich geschrieben und lässt sich schnell lesen.
Massiv gestört hat mich hier die Gendersprache, die bremst meinen Lesefluss enorm, ich würde es lieber in ganz normaler deutscher Rechtschreibung lesen, vielleicht sollte man da mit Aufklebern zur Warnung arbeiten.

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Veröffentlicht am 29.05.2023

Es geht nicht nur um Kühe

Kühe kuscheln
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"Kühe kuscheln" von Joar Berge ist ein Sachbuch, unter dem ich mir ein wenig etwas anderes vorgestellt habe.
Der Autor und sein Lebenshof waren mir vorher nicht bekannt, schon deshalb war ich begeistert ...

"Kühe kuscheln" von Joar Berge ist ein Sachbuch, unter dem ich mir ein wenig etwas anderes vorgestellt habe.
Der Autor und sein Lebenshof waren mir vorher nicht bekannt, schon deshalb war ich begeistert über den Fototeil im Buch, da sich für mich durch die Bilder vieles vorstellbarer gestaltete.
Das Buch ist schön unterteilt, Kapitel, die sich von der Länge her gut lesen lassen. Auch der Schreibstil ist locker und es wird sehr angenehm erzählt, mehr wie ein Roman zu lesen, als ein Sachbuch.
Mir gefällt das Projekt, mit dem der Autor seinem Leben eine neue Richtung gab, sehr und es betrifft hier ja auch nicht nur ihn, sondern noch andere Menschen und auch die Tiere. Gut sind wirklich alle Passagen geraten, in denen er von den Tieren erzählt, sehr emotional und doch real.
Mir gefällt der Mut, den der Autor aufbringt, um etwas zu bewegen, zu verändern. Er fängt klein an und macht etwas größeres daraus. Hier hätte ich gerne noch mehr von der Organisation, den Schwierigkeiten und auch den Kosten erfahren.
Was mir gefällt, dieses Buch rüttelt auf, reißt mit, regt zum nachdenken an. Nicht jeder wird so etwas auf die Beine stellen, aber jeder kann etwas bewegen, was ihm am Herzen liegt.

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Veröffentlicht am 24.05.2023

Macht Lust auf Berg

Bergfreundinnen
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"Bergfreundinnen" von Katharina Heudorfer, Katharina Kestler und Antonia Schlosser ist ein Sachbuch, dass sich für mich aber fast so spannend wie ein Roman gelesen hat.
Die Autorinnen sind Freundinnen ...

"Bergfreundinnen" von Katharina Heudorfer, Katharina Kestler und Antonia Schlosser ist ein Sachbuch, dass sich für mich aber fast so spannend wie ein Roman gelesen hat.
Die Autorinnen sind Freundinnen und unternehmen so manche Tour auf und in die Berge, es gibt da so einiges was man unternehmen kann. Sie kommen hier aber nicht nur alleine zu Wort, sondern haben auch noch so einige Interviewpartnerinnen, die zu den einzelnen Themen Interessantes und Wissenswertes beitragen.
Und auch diese Themen sind sehr sorgfältig zusammengestellt und aufbereitet. Es geht hier um teilweise sehr sensible Themen, wie der Umgang mit Emotionen wie der Angst, mit dem Tod, der Kinderfrage oder einfach nur der Menstruation.
Zu jedem Thema wird locker erzählt und von Erlebnissen berichtet, dann kommen Interviews und zusammenfassend viele nützliche Tipps und Ratschläge.
Abgerundet wird dieses schöne Buch durch einen tollen Fototeil und sehr schöne Tourentipps für alle Leistungsklassen.
Das Buch ist schon sehr sportlich angehaucht, also hat nichts mit einer kurzen Bergwanderung zu tun und ist vom Inhalt her eindeutig für Frauen geschrieben worden, von Frauen.
Schon beim Lesen bekommt man großes Fernweh und würde am liebsten die Wanderschuhe anziehen, den Rucksack packen und los....

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Veröffentlicht am 18.05.2023

Ein Sommer voller Möglichkeiten

Gidget. Mein Sommer in Malibu
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"Gidget" von Frederick Kohner ist nicht nur die Geschichte einer Jugend, sondern eines Lebensgefühls. Dieses Buch ist irgendwie zeitlos, erstmals erschienen schon 1957 nimmt es mich auch jetzt beim lesen ...

"Gidget" von Frederick Kohner ist nicht nur die Geschichte einer Jugend, sondern eines Lebensgefühls. Dieses Buch ist irgendwie zeitlos, erstmals erschienen schon 1957 nimmt es mich auch jetzt beim lesen immer noch mit in einen Sommer, in dem alles möglich erscheint.
Kathy ist 16 und so ziemlich jeden Tag am Strand von Malibu. Sonne, Strand und Wellen, surfen ist was für die Jungs. Als sie beim schwimmen im Meer von einem Surfer gerettet wird, lernt sie mit ihm und seinen Freunden eine ganz eigene Welt kennen. Und sie will dazu gehören, irgendwo dazu gehören, etwas haben, dass nur ihr gehört. Ohne die Eltern, ohne Regeln, ohne Zoff.
Und so lernt sie surfen, ist jeden Tag am Strand, erfindet Ausreden. Es passiert nicht viel in diesem Buch, es sind hier eher die Gefühle als das Erlebte, was zählt.
Der Autor versteht es hervorragend die Stimme der jungen Frau, es war seine Tochter, einzufangen. Dieses Gefühl wiederzugeben, das Gefühl jung zu sein, alles ist möglich, alles offen, alles liegt vor einem. Das Gefühl von Sonne, Meer und Freiheit.
Die ganze Geschichte wird aus der Sicht von Kathy selbst erzählt, die den Leser direkt anspricht.
Dieses Buch zu lesen war wie ein kleiner Urlaub am Meer, es hat mir gut getan.

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Veröffentlicht am 15.05.2023

Demontage eines Helden

STONE BLIND – Der Blick der Medusa
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"Stone Blind – Der Blick der Medusa" von Natalie Haynes habe ich sehr gerne gelesen, da ich mich schon lange mit den Erzählungen der griechischen Mythologie beschäftige und da immer wieder neue, interessante ...

"Stone Blind – Der Blick der Medusa" von Natalie Haynes habe ich sehr gerne gelesen, da ich mich schon lange mit den Erzählungen der griechischen Mythologie beschäftige und da immer wieder neue, interessante Aspekte entdecke.
Hier wird eine bekannte Geschichte aus der Götterwelt mal aus ganz anderen Perspektiven erzählt. Hauptsächlich geht es hier um Medusa, eine Sterbliche, die als Schwester bei den Gorgonen aufwächst und von ihnen viel Liebe erfährt.
Und es geht um Perseus, einen Unwissenden auf einer todbringenden Mission.
Ganz wunderbar ist hier der Bogen gelungen zwischen der Darstellung der alten antiken Stätten und Götter, ihren Beziehungen und Zwistigkeiten untereinander und ihr Verhalten anderen Göttern und Menschen gegenüber und der Erzählung über eine wunderschöne junge Frau, die schuldlos zwischen die Fronten geriet und den Zorn einer mächtigen Göttin auf sich zog.
Sehr viel erfährt man hier über die Götter und ihre Dynastien, über den Olymp und weitreichende Verstrickungen.
Durch viele verschiedene Augen schauen wir hier auf das Geschehen, das macht sehr viel Spaß und die Geschichte wird sehr weiträumig aufgebaut. Alles hängt dann irgendwie zusammen, auch wenn man viele der Verbindungen nicht gleich sieht.
Perseus wird hier jedenfalls von seinem Heldenthron gestoßen, hier versteht man dann sehr gut, dass vieles nur eine Frage der Sichtweise und des Erzählers ist. Die gleiche Geschichte, wie man sie kennt, nur anders erzählt, ich hatte mit dem Buch, trotz einiger Längen, sehr viel Freude.

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