ein bisschen zu viel Tragik und zu wenig Herz
A Place to BelongIch liebe die Bücher von Lilly Lucas und habe mich auch in der Cherry Hill-Reihe direkt wieder heimisch und behaglich gefühlt. Ich war daher ein bisschen überrascht, dass in in diesem Buch um keine der ...
Ich liebe die Bücher von Lilly Lucas und habe mich auch in der Cherry Hill-Reihe direkt wieder heimisch und behaglich gefühlt. Ich war daher ein bisschen überrascht, dass in in diesem Buch um keine der McCarthy Frauen gehen sollte, weil die vier Bände ja an sich nahelegten, dass jede der Frauen einen eigenen Band bekommt. Stattdessen wird quasi eine außenstehende mit viel Dramatik in die Geschichte eingeführt. Kann man machen, war einfach nicht, was ich mir erhofft hatte.
Zum Inhalt: Als Maggy zufällig auf einen Teil der Vergangenheit ihrer Mutter stößt, steht ihre Welt Kopf. Denn der Mann, der nie ein Vater für sie war ist tot und so wird sie eine Chance haben, ihn kennenzulernen. Kurzentschlossen fährt sie nach Palisade um mehr über ihren Vater und die Familie die er zurückgelassen hat in Erfahrung zu bringen. Zu spät merkt sie, dass es vielleicht ein Fehler war, sich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen bei den Mc Carthys vorzustellen. Da hat sie die Familie schon zu sehr ins Herz geschlossen.
Was ich an den Büchern von Lilly Lucas immer so liebe ist das fantastische, ländliche Setting und die Wohlfühlatmosphäre, die damit einhergeht. Das ist auch hier wieder absolut so. Palisade, die Farm und die Menschen dort, haben nicht nur mich wieder in ihren Bann geschlagen, sondern auch Maggy.
Deren Backgroundgeschichte und alles was es für die Frauen von Cherry Hill bedeutet, war in meinen Augen schon ungewohnt dramatisch und bringt einfach einen etwas trübsinnigen, traurigen Tonus mit sich. Das hatte ich einfach irgendwie überhaupt nicht erwartet. Lilly Lucas bringt das auch fantastisch rüber und ich mochte Maggy total gerne, trotzdem wirkte sie fast ein bisschen wie ein Eindringling in der Idylle.
Ich glaube die Geschichte an sich hätte mir besser gefallen, wenn sie eine Auskopplung aus der Reihe gewesen wäre oder so, einfach weil ich für mich schon eine grobe Vorstellung und die entsprechende Erwartungshaltung hatte, was ich gerne innerhalb dieser Reihe lesen wollte. Ich glaube deshalb hat mich dieser Band weniger gecatcht als die vorherigen, obwohl die Geschichte für sich natürlich wieder sehr gefühlvoll und schön erzählt ist.
Fazit: jetzt will ich nur noch lieber das Buch über Poppy lesen. ;)