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Veröffentlicht am 10.06.2023

Als es in Stuttgart noch Erfinder gab

Die Schokoladenvilla
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Maria Nikolai Die Schokoladenvilla Penguin Random House 2018

Stuttgart, 1903. Judith Rothmann arbeitet in der Schokoladenfirma ihres Vaters mit, was diesem missfällt. Ihre Mutter ist am Gardasee zur Kur, ...

Maria Nikolai Die Schokoladenvilla Penguin Random House 2018

Stuttgart, 1903. Judith Rothmann arbeitet in der Schokoladenfirma ihres Vaters mit, was diesem missfällt. Ihre Mutter ist am Gardasee zur Kur, weil es ihr nicht gut geht. Sie zieht diesen Aufenthalt immer mehr in die Länge. Die zwei Brüder von Judith sind kaum in Griff zu bekommen, da ihnen ständig langweilig ist und sie allerlei Streiche aushecken. Alles ist normal, bis der Vater auf die Idee kommt, Judith zu verheiraten. Doch Judith will den Bankierssohn nicht.

Mir gefiel erst mal der Schreibstil, sonst hätte ich keine 653 Seiten gelesen. Die Geschichte selber fand ich auch schön, auch wenn sie manchmal doch schon Längen hatte. Aber ich lernte einiges historisches über Stuttgart und Tübingen, was ich noch nicht wusste. Wie zum Beispiel der Nillsche Tiergarten. Auch fand ich das meiste authentisch und vorstellbar, zu der damaligen Zeit. Natürlich ist die Geschichte ziemlich vorhersehbar, aber irgendwie war es teilweise auch spannend, wie es „gelöst“ wurde. Das einzige, was mir wirklich gefehlt hat, war, dass ihre Mama nicht noch mal in Stuttgart aufgetaucht ist und das mit dem Vater rauskam, der jetzt zur Abwechslung ja seine Liebe gefunden hat. Genauer möchte ich das jetzt nicht ausführen. Ich vermute mal, dass das in Teil 2 gelöscht wird, weil es ja insgesamt eine Trilogie ist. Ob ich sie lesen werde? Wenn sie mir im öffentlichen Bücherschrank begegnet ja. Wenn ich sie ertausche, dann eher nicht. Auch dieses Buch war nun schon schätzungsweise 2 Jahre im Regal, und eigentlich wollte ich es anlesen und weggeben. Aber wie schon gesagt, der Schreibstil und die Geschichte hielt mich beim Lesen.

Mir gefällt auch das Cover, das ist so richtig passend. Zudem ist das Softcover Buch sehr liebevoll gestaltet, mit einem Rezept über Karamellpralinen und heiße Würzschokolade, wie auf Seite 153 schon beschrieben. Eine 1 mit Sternchen.

Der Lokalkolorit war nicht so ganz zu meiner Zufriedenheit. Es sprachen auch zu wenig Charaktere schwäbisch.

Fees Fazit:
Sehr unterhaltsam, obwohl es ein dickes Buch ist, hab ich es gelesen, was für die Autorin spricht. Interessantes aus der Zeit als Stuttgart noch Käpsele bzw. Erfinder hat. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 03.06.2023

Megaspannend mit Lokalkolorit

Die toten Engel von Kreta
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Anja Marschall Die toten Engel von Kreta Emons 2023


Thea bekommt die Nachricht vom Tod ihrer Tochter Anna, woraufhin sie sofort nach Kreta fliegt. Die gute Nachricht, es ist nicht Anna. Aber wo ist ...

Anja Marschall Die toten Engel von Kreta Emons 2023


Thea bekommt die Nachricht vom Tod ihrer Tochter Anna, woraufhin sie sofort nach Kreta fliegt. Die gute Nachricht, es ist nicht Anna. Aber wo ist Anna? Thea lernt Alexis und Gravert kennen. Doch welcher von denen der Gute ist und wer der Böse sieht man nicht auf den ersten Blick.

Ich liebe den Schreibstil von Anja Marshall. So war ich sofort per Kopfkino im Buch. Zudem war die Geschichte erst mal recht unübersichtlich spannend. Wobei ich mich schnell festgelegt habe, wer der Gute ist. Yeeeeeeeeeah und ich hatte Recht. lachweg Der Lokalkolorit war auch super beschrieben und ja, ich denke, die 111 Orte von Cornelia Ziegler haben da sicher geholfen. Ich spürte das Meer, die Sonne und die Spannung auf meiner Haut. Das wird sicher den Tourismus nach Kreta deutlich erhöhen. Die Charaktere wurden gut eingeführt, so dass ich immer wusste, wer wer war. (Ja, das geht. lachweg) Meine Lieblingscharaktere waren die Nonne, der Gute und der Böse. Irgendwie hatte das was und dazu noch „der Hund“. Meine Lieblingszenen waren die Küchenszene, die Rettungszene im Meer, die Vernichtung des Fahrzeugs über die Klippe, Kreta am Morgen, usw. Wenn ich noch ein bisschen nachdenke, erzähle ich das ganze Buch. Noch eins, die Kaffeeszenen. Bitte nach Kreta immer einen Warmhaltebecher für Kaffee mitbringen. Das ist megawichtig. Auch die Essens- und die Nicht-szenen haben mir gefallen. bzw. manchmal was danach kam. Es war so action- und detailreich, dass ich mich am Krimi so richtig begeistert satt gelesen habe.

Das Cover ist schlicht. Irgendwie finde ich es schön. Hinten im Buch gibt’s noch Fakten und Fiktion, Übersetzung Griechisch-Deutsch, dann die informative Danksagung, wo man noch mehr erfuhr.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Deshalb liebe ich Emons, weil sie Autoren haben, die auf 234 Seiten das wesentliche erzählen können. Ich habe den ganzen Krimi per Kopfkino miterlebt, der Kretaflair war wie ein Urlaub, der Krimi so spannend, kreativ und actionreich, die Charaktere übersichtlich und perfekt in Szene gesetzt. Das ist so ähnlich wie bei Agatha Christie deren Krimis ich sehr mag. Ich kann nur fragen: Wann kommt der nächste Band? Denn ich brauch dringend Fortsetzungen davon!!! 10 Feensternchen.

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Veröffentlicht am 31.05.2023

Romantikthriller mit mehr Krimi

Im Sturmwind
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Phlippa Carr Victoria Holt Im Sturmwind
1983 Paul Neff Verlag Wien

Fee erzählt von der Geschichte oder Worum gehts?
Lotti liebt Dickon seit frühester Kindheit. Eigentlich wollen sie heiraten, weil er ...

Phlippa Carr Victoria Holt Im Sturmwind
1983 Paul Neff Verlag Wien

Fee erzählt von der Geschichte oder Worum gehts?
Lotti liebt Dickon seit frühester Kindheit. Eigentlich wollen sie heiraten, weil er ihren Landsitz haben möchte. Doch das verhindert ihre Mutter, indem sie einen französischen Adelsmann heiratet, Lotti mitnimmt und Dickon den Landsitz vermacht. Er heiratet daraufhin eine reiche Frau und mischt in den höchsten Kreisen Londons mit. Lotti kommt gut klar, mit ihrer neuen Familie und zuerst ist ihre Schwester auch noch ihre engste Freundin, genauso wie Lisette. Trotzdem trauert sie um ihn. Als sie dann Witwe ist widersteht sie ihm dennoch.

Fee meint dazu
Ich mag normalerweise keine historischen Bücher, außer sie werden von Victoria Holt (Philippa Carr etc.) geschrieben.
Das Buch hat mich total in seinen Bann gezogen. Es war teilweise vorhersehbar, meistens aber nicht.
Dass Lisette seltsam ist und man ihr nicht wirklich vertrauen kann, wird immer wieder leicht angedeutet, Lotti bemerkt nichts, aber die Leserin ist schnell auf der richtigen Spur. Ich mochte ihren Charakter nicht.
Ich konnte mich sehr gut in die Charaktere hinein versetzen und war sehr fasziniert.
Die Geschichte wird aus Lottis Sicht geschrieben. Irgendwie identifiziert man sich schnell mit ihr und leidet auch mit.
Den Ausgang fand ich faszinierend, so typisch Victoria Holt. Es gibt zwar immer ein gutes Ende, aber wie „gut“ ist immer unterschiedlich.
Da das ganze zu Zeiten Ludwigs des XV und danach geschrieben wurde, ist klar, dass man von diversen Charakteren Abschied nehmen muss. Bei manchen fällt es leicht, bei manchen etwas schwer.
Lotti verliert sehr viel, aber zum guten Schluß gewinnt sie alles das, was sie sich schon von frühester Kindheit gewünscht hat. Es wäre so einfach gewesen, aber dann wäre es ja keine spannende und faszinierende Geschichte, a la Victoria Holt gewesen. Ich mag die Liebesromane dieser Autorin, auch wenn das nicht mein normales Genre ist. Weil sie anders schreibt, als solche „billigen“ Heftchenromane, wo alles ganz fix, Friede, Freude, Sonnenschein ist.
Das Ende ist zwar einfach, aber trotzdem schön und spannend. Irgendwie hat es mich doch gewundert, dass sie nicht versucht hat, mit dem Schmuck zu fliehen und bei ihrer „Familie“ geblieben ist. Und wie gut, dass sie in England noch eine Familie hat.

Fees Fazit
Victoria Holt ist seit ewigen Zeiten eine meiner Lieblingsautorinnen, genauso wie Agatha Christie und Edgar Wallace. Auch dieses Buch ist wieder super geschrieben. Spannend, faszinierend und in einem tollen, bewährten Schreibstil. Konsalik, Marie-Louise Fischer waren zu ihrer Zeit tolle Autoren, aber Victoria Holt, Agatha Christie und Edgar Wallace sind einfach Klassiker, die immer toll sind. Ich könnte wetten, wenn man Victoria Holt ein neues Pseudonym geben würde und ihre Bücher neu verlegen bzw. übersetzen würde, wäre sie wieder der Renner.

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Veröffentlicht am 31.05.2023

Spannend, witzig und einfach toll

Salamitaktik
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Auch dieses Buch der Serie ist einfach genial. Es geht um einen Testdieb, um den Basset Watson und der badische Nachbar.

Rainer Maria Schlaicher hat einen Routineauftrag. Blöde ist nur, dass bei der ...

Auch dieses Buch der Serie ist einfach genial. Es geht um einen Testdieb, um den Basset Watson und der badische Nachbar.

Rainer Maria Schlaicher hat einen Routineauftrag. Blöde ist nur, dass bei der Ladies Night in Lörrach eine der Damen die letzte Salbung braucht. Kommissar Schlageter will eine schnelle Lösung des Falls, dafür folgt Schlaicher einer gefährlichen Spur.

Der 7. Band der Serie ist wie immer spannend, witzig und voll badischem Lokalkolorit. Ich find die Serie so genial. Die Dialoge sind mega!!! Leider sehr schnell ausgelesen. Sogar mein Mann hat sie gelesen.

Auch hier 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 31.05.2023

~*~ Schluss mit der Salamitaktik ~*~

Zum Kuckuck
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Eine Ciao Rezi von 2014.
Fees Schnellcheck
Zum Kuckuck!
Der badische Krimi
Ralf H. Dorweiler
Preis: 10,90
1 Ticket/Token
Broschiert: 267 Seiten
Verlag: Emons, H J; Auflage: 1., Aufl. (13. Oktober 2011) ...

Eine Ciao Rezi von 2014.
Fees Schnellcheck
Zum Kuckuck!
Der badische Krimi
Ralf H. Dorweiler
Preis: 10,90
1 Ticket/Token
Broschiert: 267 Seiten
Verlag: Emons, H J; Auflage: 1., Aufl. (13. Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3897058901
ISBN-13: 978-3897058903
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 2,2 cm
Lesezeichenfee erzählt einen Teil der Geschichte
Zuerst stirbt Bäcker Amrein, dann der Hund von Hanna Sütterlin, dann begeht die Frau vom Pflegedienst Selbstmord, nachdem Frau Sütterlin sie schlecht behandelt wird und dann wird noch die Freundin von ihrem Sohn umgebracht. Schlaicher hat eigentlich so gar keine Zeit, seit er sich im Internet bei einer Partnerbörse angemeldet hat. Sein Vater besucht ihn auch noch, obwohl er keine Zeit hat, dann muss sein Nachbar Trefzer seinen Laden schließen, weil das Finanzamt ihm auf die Schliche kommt. Schlaicher landet dann noch im Krankenhaus, weil bei seinem Auto plötzlich die Bremsen nicht mehr funktionieren. Alles deutet auf eine Person hin. Kommissar Schlageter ermittelt.
Für GZacher
Also der Hund vorne auf dem Bild ist Schlaichers Hund – ein Basset - Dr. Watson. Der in jeder Geschichte dabei sein darf. In diesem Buch spielt er eine kleine Rolle, weil er Bella, die Hündin von Frau Sütterlin besuchen darf. Sonst bringt der Hund Schlaicher immer nur Stress, weil er mit ihm rausgehen muss. Da er alleine wohnt ist das schwierig, aber als sein Papa zu Besuch kommt, funktioniert das auch als er kurzzeitig im Krankenhaus ist. Mir jedenfalls gefällt es dass da ein Basset mitspielt. Herrlich. Dr. Watson lässt die Hunde von GZacher grüßen.
Fee erzählt von den Charakteren
Rainer Maria Schlaicher – Beruflich ist er Testdieb und sein eigener Chef, momentan ist er allerdings eher auf Freiersfüßen und sucht eine neue Frau übers Internet.
Sabine Rulfinger – Eine der Frauen, die er trifft, die sich seltsam aufführt.
Erwin Trefzer – Er ist der Nachbar von Schlaicher. In seiner Scheune verkauft er allerlei Sachen. Er ist Rentner und das Finanzamt ist nicht von seiner Tätigkeit informiert. Er spricht tiefstes Badisch, absolut göttlich. Mein Lieblingscharakter in dieser Buchserie.
Frau Hanna Sütterlin – wohnt in der Nähe von Trefzer und Schlaicher. Sie hat eine Hündin, die Bella (Yorkshireterrier) heißt. Um 17 Uhr gibt’s pünktlich Tee bei ihr, und dazu schreit dann immer ihr Kuckuck aus der Kuckucksuhr. Um sie herum sterben Menschen, die sie meist nicht besonders leiden kann. Sie selbst ist auch manchmal sehr seltsam.
Kommissar Hanspeter Schlageter – Er ist von der Lörracher Kriminalpolizei und Dauergast in der Serie. Im letzten Buch hat er eine Kommissarin aus der Schweiz kennen gelernt. Beide gehen des öfteren miteinander aus und es sieht aus, als ob der Topf seinen Deckel gefunden hat. Er mach Schlageter nicht so sehr, weil der ständig in seinen Fällen „rumpfuscht“. Seit er eine Frau an seiner Seite hat, ist er allerdings netter geworden.
Assistent Hellbach – Er ist der ewige Assistent, wie Harry von Derrick. Unscheinbar und nichts besonderes. Er und Schlageter treten meist zu zweit auf.
Hansrudi Josko – Der Nachbar von Hanna Sütterlin und ihrer Schwester. Er kommt in der Geschichte immer, wenn der Kuckuck schon wieder in der Uhr ist. Er hilft beiden im Garten und überall wo sie Hilfe benötigen.
Manuela – Die Exfrau von Schlaicher hat hier keine Rolle, bei ihr in Frankfurt wohnt ihr gemeinsamer Sohn Lars.
Lars – Der Sohn von Manuela und Schlaicher wohnt bei seiner Mutter und telefoniert ab und an mit Schlaicher. Er wohnte zuerst bei Schlaicher, aber dann geriet er im letzten Buch in schlechte Gesellschaft, daher zog er wieder zu seiner Mutter.
Melanie Weichsel – Sie ist die Frontsängerin der Lörracher Band Drei-X-Beziehung. Melanie wollte gerne eine Beziehung mit Schlaicher haben, aber er hatte damals noch Martina. Beide spielten im letzten Band eine Rolle, hier werden sie nur erwähnt, weil er nun ohne Frau ist.
Albert Maria Schlaicher – Er ist der Papa von Rainer und der Opa von Lars. In diesem Band besucht er seinen Sohn. Die Beziehung der beiden ist nicht so gut und daher haben sie sehr viel Stress miteinander. Er nimmt Rainer ein Date ab, wusste allerdings nicht, dass er im Krankenhaus war, zu dieser Zeit.
Inka Kunz – Eine weitere Dame, mit der sich Rainer Schlageter trifft. Sie ist sehr seltsam und ein Vulkan, den man sich nur ein Mal antut.
Sabrina Kemmerer – Das Date mit ihr und Rainer ist sehr vielversprechend. Sie sieht sehr gut aus, bedient bei ihren Eltern im Restaurant und hat 2 Kinder. Alles läuft zuerst sehr gut. Sie scheint sehr nett und sympathisch zu sein und ich hoffe, dass es mit ihr ein Wiedersehen gibt, im nächsten Band. Sie und Schlageter könnten auch nur Freunde sein.
Jenny Plötschke – In diesem Buch lernt Schlageter sie nicht mehr kennen, dafür lernt sein Papa sie kennen und sie ist plötzlich ca. 20 Jahre älter, als gedacht.
Lesezeichenfees Meinung
Also das Ende des Ganzen ist ein supertolles Finale mit einem wahrhaft überraschenden Ende. Alle geben sich ein Stelldichein an einem einzigen Ort. Grandios.
Die Charaktere sind wieder wundervoll ausgearbeitet. Vor allem Trefzer gefällt mir, der hier total verzweifelt ist, aber anderweitig in die Geschichte auch noch involviert wird. Außerdem bringt er mit seinem badischen Dialekt sehr viel Lokalkolorit in die Geschichte.
Schlaichers Internetbekanntschaften sind sehr interessant und doch bleibt alles wieder offen. Das gefällt mir sehr gut. Man weiß nie so genau, wo man dran ist. Vor allem die Frauen sind sehr überraschend, so dass man einiges zum Schmunzeln hat. Überhaupt ist der Krimi mit viel Humor ausgestattet. Spannend ist der Krimi auch sehr, weil der Autor einen bewusst auf die falsche Spur lotst. Der Kommissar und sein Assistent sind mehr oder weniger nur zu Statisten degradiert worden, die ihrer Pflicht nicht immer so nachgehen, wie sie sollten, weil sie nichts glauben, was ihnen Schlaicher oder Frau Sütterlin mitteilen.
Das Buch ist sehr kurzweilig geschrieben, so dass man es – viel zu schnell – wieder ausgelesen hat. Habe ich schon gesagt, der Autor ist mein neuer Lieblingsautor? Oh, ich glaube, das habe ich schon beim letzten Bericht gesagt. Es wird Zeit, wieder nach weiteren Büchern des Autors Ausschau zu halten.
Lesezeichenfees Fazit
Ich habe nichts zu kritisieren, auch wenn man meint, dass es am Anfang längere Zeit dauert, bis sich die Fadenstränge treffen und zu einem Krimi verflochten werden. Trotzdem kann ich keinen Stern abziehen, weil es ein Wiederlesen mit alten Bekannten gibt und man neue Figuren kennen lernt. 5 Sterne und eine Empfehlung.

PS: Doch, es gibt was zu kritisieren, dass der Autor nur ein Mensch ist und nur einen Band pro Jahr schreiben kann. Wenn dafür jeder Band so gut ist, dann muss man eben warten. Über den Autor gibt’s hier sehr viel interessantes zu lesen: http://www.dorweiler.de/. Scheinbar ist Salamitaktik, das eben erschienene Buch das letzte der Schlaicher-Krimis. Also das wäre schade, das wäre dann wirklich ein Kritikpunkt. Das geht ja gar nicht, was sollen wir Schlaicher-süchtigen-Fans dann tun?

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