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Veröffentlicht am 11.09.2023

Was bedeutet Reisen für den Einzelnen

VOM GLÜCK ZU REISEN
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Der Klappentext hat mich mit folgenden Sätzen gelockt:

"Was zeichnet eine Reise aus? Welche Sehenswürdigkeiten kann man sich sparen? An welchem Ort wartet das Paradies? Was ist ein Abenteuer? Wo ist ...

Der Klappentext hat mich mit folgenden Sätzen gelockt:

"Was zeichnet eine Reise aus? Welche Sehenswürdigkeiten kann man sich sparen? An welchem Ort wartet das Paradies? Was ist ein Abenteuer? Wo ist es noch authentisch? Und warum sieht der Strand auf Instagram immer schöner aus als in Wirklichkeit? Philipp Laage erzählt davon, wie wir heute reisen und warum – klug, kritisch und voller Humor. "

Deshalb war ich sehr neugierig auf das Buch, das sehr hochwertig, mit Lesebändchen und zweifarbigen Druck daherkommt. auch haptisch liegt es gut in der Hand.

Das Inhaltsverzeichnis ist gut aufgebaut und gibt Einblick in die Themen die der Autor ansprechen will. Es beginnt mit Reiseziel und geht über Budget und Planung bis hin zu Ankommen und Souvenirs.

Man hat das Gefühl, dass alles abgearbeitet wird.

Allerdings kam ich von Anfang an nicht in den Lesefluss. Mir fehlte der angekündigte Humor gänzlich.

Der Autor reist selbst viel, im Laufe des Buches erfahren wir, dass er über 70 Länder bereist hat und ausser in der Antarktis auf jedem Kontinent gewesen ist.

Aber in meinen Augen hat er alles recht negativ dargestellt, ich hatte teilweise das Gefühl, dass er nur seine Art zu reisen als die Richtige empfindet und andere wie zum Beispiel Pauschaltouristen eher verurteilt und als Nörgler darstellt.

Da macht er es sich meiner Meinung nach zu einfach, vor allem weil er selber mit seiner Art zu reisen nicht in Frage gestellt werden will.

Er fährt oft ungeplant los, zum Teil in Krisengebiete und läßt sich von Guides begleiten, die er nicht kennt, aber das scheint für ihn der "einzig wahre Weg" zu sein, richtig zu reisen.

Gerade bei diesen Schilderungen hatte ich das Gefühl, dass er es gar nicht zu würdigen weiß, wie priviligiert er als Europäer leben und reisen kann, sondern eher mit seinem Leben spielt.

Auch propagiert er maximal einmal im Jahr eine Fernreise mit dem Flugzeug zu machen, ist selber aber deutlich mehr unterwegs.

Wenn man von seinem Alter ausgeht und annimmt , dass er erst als Volljähriger angefangen hat zu reisen, dann hat er im Schnitt 4 bis 5 Länder pro Jahr besucht, wenn er in jedem der 70 Länder nur einmal war.

Das passt für mich nicht zu dem gefühlt erhobenen Zeigefinger des Autors, der uns seine Sicht vermitteln will und führt seine These mit dem bewussten Verzicht auf Flugreisen ad absurdum.

Auch merkt er Dinge an, gerade im Bereich Digitales und Social Media, die einem interessierten und aufgeklärten Reisenden durchaus bekannt sind und preist sie als vollkommen neue Erkenntnis an wie zum Beispiel die Fast-Food-Mentalität nur schöne Spots aufzusuchen, die man auf Instagram gefunden hat, was einen Übertourismus hervorruft.

Alles in allem fand ich das Geschriebene eher zusammenhanglos, da es teilweise nichts mit den Kapitelüberschriften zu tun hatte.

Und während des Lesens hat sich der Gedanke, dass der Autor das Gefühl hat eine Instanz zu sein, die berechtigt ist über alles und jeden zu urteilen, immer mehr manifestiert.

Ich bin jedoch der Meinung, dass er andere nicht verurteilen sollte, wenn er sich selber nicht an seine aufgestellten moralischen Grundsätze hält.

Ich bin einfach nur enttäuscht von dem Buch, da ich aufgrund des Klappentextes vollkommen andere Erwartungen hatte.

Einzig die hochwertige Ausstattung des Buches mit der angenehmen Haptik kann mich etwas versöhnen, sodass ich mich gerade noch zu drei Sternen bei der Bewertung durchringen kann.

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Veröffentlicht am 28.08.2023

Trauer hat viele Gesichter

Und wir tanzen, und wir fallen
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In diesem Roman begleiten wir Edi, die an Krebs erkrankt ist auf ihrem Weg ins Hospiz und auch bis zum Ende. Da ich das selbst schon einmal in der Familie erlebt hatte und auch schon ein anderes sehr berührendes ...

In diesem Roman begleiten wir Edi, die an Krebs erkrankt ist auf ihrem Weg ins Hospiz und auch bis zum Ende. Da ich das selbst schon einmal in der Familie erlebt hatte und auch schon ein anderes sehr berührendes Buch zu diesem Thema gelesen hatte, war ich sehr gespannt.

Die Kritiken haben sich mit Superlativen überschlagen, sodass auch meine Erwartungen an das Buch sehr hoch waren.

Um es gleich vorweg zu nehmen, meine Erwartungen wurden nicht erfüllt.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die ersten Kapitel, aufgrund dessen ich zu dem Buch gegriffen habe, waren sehr gut, jedoch konnte dieses Niveau nicht über die Länge der Geschichte gehalten werden.

Die Figuren sind teilweise gut ausgearbeitet, jedoch konnte ich weder zu Edi, noch zu ihren besten Freundin Ash irgendeine Beziehung aufbauen. So hat mich die Geschichte auch nicht so berührt, wie ich aufgrund des Klappentextes angenommen hatte.

Ash empfand ich einfach nur als selbstbezogen und unangenehm.

Sicher jeder geht anders mit Trauer um, aber ich will nicht als Leserin einer egoistischen Freundin zusehen müssen, die sich wie eine rollige Katze oder läufige Hündin aufführt und quasi mit jedermann ins Bett steigt anstatt sich mit der sterbenden Freundin auseinander zu setzen.

Aber selbst der Ehemann der Sterbenden hat den Egoismus erkannt, als er relativ am Anfang zu Ash sagt: "Dass ist irgendwie dein Traum... Sie ganz für dich allein zu haben"

Eine Aussage vor der Trauerrede von Ash bringt ihre Ich-Bezogenheit dann nochmal ganz auf den Punkt : " aber hey, wenn sie nicht wollte, dass sich diese Trauerrede einzig um mich dreht, dann hätte sie hierbleiben und selbst dafür sorgen sollen...."

Über diesen respektlosen Ansatz konnte ich dann nur noch den Kopf schütteln.

Auch hätte es für mich nicht die so detaillierte Beschreibung von zum Beispiel platzenden Schläuchen und damit einnässen des Bettes benötigt um das Hospiz authentisch darzustellen.

Das Buch behandelt ein wichtiges Thema und hätte ein Knaller werden können, wenn die Autorin dies nicht mit dieser egoistischen Protagonistin verdorben hätte.

Da sie im Nachwort auch den Verlust einer Freundin beklagt, habe ich fast die Befürchtung, dass das Buch autobiographische Züge trägt.

Einzig die Figur der einen Tochter Belle konnte mich etwas berühren, weshalb ich noch wohlwollende 3 Sterne vergebe.

Ich werde sicherlich kein weiteres Buch der Autorin lesen und ärgere mich über die vertane Zeit.

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Veröffentlicht am 03.06.2023

Musik kann Menschen verbinden

Deine Stimme in meinem Herzen
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In dieser Geschichte begleiten wir Alice, die leider seit ihrer Kindheit stottert und Tristan, der unter Panikattacken leidet.

Alice möchte sich an einer renomierten Schule für eine Gesangsausbildung ...

In dieser Geschichte begleiten wir Alice, die leider seit ihrer Kindheit stottert und Tristan, der unter Panikattacken leidet.

Alice möchte sich an einer renomierten Schule für eine Gesangsausbildung bewerben, denn beim Singen stottert sie nicht, fällt jedoch aufgrund des anfänglichen Gespräches erstmal durch.

Tristan ist der neue Nachbar im Haus, der sich erst sehr verschlossen zeigt, jedoch immer wieder zu Gitarrenspiel singt.

Der Einstieg in die Geschichte gelingt leicht, jedoch dauert es ein wenig bis der Erzählfluss in Schwung kommt.

Dadurch hatte ich das Gefühl, dass es einfach Längen aufweist, da vieles immer wieder wiederholt wird.

Die Figuren sind gut gestaltet und sowohl Alice als auch Tristan waren mir von Anfang an sympathisch.

Die Beschreibungen des gemeinsamen Singens fand ich sehr gelungen.

Die Autorin nimmt uns mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt, gerade Alice muss im Hinblick auf Tristan viel aushalten und ich habe mich manches Mal gefragt, wie sie es schafft so geduldig zu warten.

Alles in allem eine nette Geschichte, die abgesehen von deutlichen Längen, gut unterhalten kann.

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Veröffentlicht am 02.04.2023

Was eine Frau alles ertragen kann

Durch die Hölle zum Glück
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Dieses Buch ist ein sehr offener Erfahrungsbericht von Tanja Szewczenko über ihren Kinderwunsch und die damit verbundenen Gefühle als es nicht klappt.

Ich finde es mutig von ihr sich mit so einer privaten ...

Dieses Buch ist ein sehr offener Erfahrungsbericht von Tanja Szewczenko über ihren Kinderwunsch und die damit verbundenen Gefühle als es nicht klappt.

Ich finde es mutig von ihr sich mit so einer privaten Situation der Öffentlichkeit zu stellen. Nicht jeder hätte das gekonnt oder gewollt.

Sie möchte damit sicherlich ein Tabu brechen und betroffenen Frauen zeigen, dass man nicht allein damit ist, denn ungewollte Kinderlosigkeit ist leider immer noch ein Thema, dass in unserer Gesellschaft tot geschwiegen wird.

Ich denke allerdings, dass sie mit ihrer Geschichte vielleicht bei manchen auch das Gefühl des Versagens hinterläßt, bei denen es am Schluss nicht das Happy End wie bei ihr gab.

Vielleicht sogar noch mit dem faden Beigeschmack, dass man doch nicht alles probiert hat oder zu früh aufgegeben hat.

Denn sie hat sich, Ihrer Seele, ihrem Körper und somit ihrer eigenen Gesundheit wirklich eine Menge zugemutet und diese fast aufs Spiel gesetzt.

Ich hoffe nur, dass ihre grosse Tochter sie nicht irgendwann mal fragt, ob sie nicht genug gewesen sei, da die Mutter diese Tortur auf sich genommen hat um ein weiteres Kind zu bekommen, statt sich glücklich zu schätzen ein gesundes Kind zu haben.

Aus diesem Grund bin ich nach dem Lesen des Buches zwiegespalten. Einerseits finde ich es großartig, dass es jemand wagt dieses Thema an die Öffentlichkeit zu bringen und dabei so viel privates mit uns teilt.

Anderseits kann es bei manchen, die es eben nicht schaffen für eine Steigerung der Frustration führen, wie ich weiter oben ausgeführt hat.

Deshalb fällt mir eine Bewertung sehr schwer, aber ich denke dennoch, dass es ein wichtiges Buch ist , wenn man sich mit dem Thema einmal auseinander setzen möchte.

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Veröffentlicht am 11.03.2023

Manchmal erfüllen sich Träume ganz unerwartet

Wie Schneeflöckchen verliebt
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In dieser Geschichte lernen wir Julia Campell kennen, die dringend aus London raus muss, da sie aufgrund der Trennung weg von ihrem Ex Freund Tom möchte.

Da kommt ihr ein befristetes Jobangebot in einem ...

In dieser Geschichte lernen wir Julia Campell kennen, die dringend aus London raus muss, da sie aufgrund der Trennung weg von ihrem Ex Freund Tom möchte.

Da kommt ihr ein befristetes Jobangebot in einem kleinen Buchladen in Cotswolds gerade recht.

Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen, es liest sich flüssig , auch wenn es die eine oder andere Ungereimtheit gibt.

Die Figuren sind gut gestaltet, sodass ich gleich meine Lieblinge gefunden habe. Besonders die Nachbarin Abigail hat es mir angetan.

Die Beschreibung des Buchladens empfand ich sehr schön, ich würde auch gerne in einem solchen Laden meine Bücher kaufen können und natürlich trete ich sofort dem dortigen Buchclub bei.

Als Julia ihn dann auch noch weihnachtlich dekoriert, war es um mich geschehen. Das Backbuch, dass sie bei den Dekosachen findet, war mit seinen Zeichnungen so detailliert beschrieben, dass ich gemeinsam mit Julia umgeblättert habe und mir überlegte, welches Rezept ich wohl ausprobieren möchte.

Gut gefallen hat mir auch eine Stelle im Buch, als geschrieben wurde: " Ein Buch ist ein Geschenk, da man immer wieder öffnen kann" , da steckt soviel Wahrheit drin.

Alles in allem hatte ich schöne Lesestunden mit dem witzig geschriebenen Buch und es hat Lust auf einen Urlaub in Cotswolds gemacht, aber wenn dann natürlich nur in dem tollen Hotel von Simon.

Das Buch bekommt von mir gute 3 Sterne und eine Leseempfehlung für Liebhaber von romantischen Geschichten.

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