Für mich ist "Katzenpfade" etwas anderes Kinderbuch. Beim Blättern hatte ich das Gefühl, dass es weniger um eine Katze geht und viel mehr um Beziehungen – darum, wer führt, wer folgt und ...
Meine Meinung
Für mich ist "Katzenpfade" etwas anderes Kinderbuch. Beim Blättern hatte ich das Gefühl, dass es weniger um eine Katze geht und viel mehr um Beziehungen – darum, wer führt, wer folgt und wie schwer es manchmal ist, Kontrolle abzugeben, von der gewohnten Routine abzuweichen (Das haben wir noch nie so gemacht / Das macht sie sonst nie).
Die Illustrationen haben mich sofort gefallen, ich finde sie künstlerisch, atmosphärisch, melancholisch. Genau das mag ich daran.
Am Ende bleibt für mich ein warmes Gefühl und das Ende zeigt mir, dass Vertrauen manchmal bedeutet, sich auf Wege einzulassen, die man selbst nicht gewählt hätte.
Über die Autorin
Sara Lundberg, geboren 1971, ist eine schwedische Autorin und Illustratorin. Sie wurde vielfach für ihr Werk ausgezeichnet, unter anderem zwei Mal mit dem Augustpreis, dem wichtigsten schwedischen Literaturpreis. Ihr Buch Der Vogel in mir fliegt, wohin er will ist für den Deutschen Kinder- und Jugendliteraturpreis nominiert.
Meine Meinung und Inhalt
"Um die Traumata und Enttäuschungen, mit denen uns das Leben konfrontiert, hinter uns lassen zu können, müssen wir die Tür unseres Herzens dem gesamten Leben öffnen - auch den ...
Meine Meinung und Inhalt
"Um die Traumata und Enttäuschungen, mit denen uns das Leben konfrontiert, hinter uns lassen zu können, müssen wir die Tür unseres Herzens dem gesamten Leben öffnen - auch den Krankheiten, Schmerzen, Ängsten und entsetzlichen Erfahrungen, die der eine oder die andere von uns hat erleben oder machen müssen." (ZITAT)
Der Titel verspricht viel – eine Reise zur inneren Freiheit durch das Loslassen – und der Autor verwendet viele Anekdoten und Geschichten aus seinem Leben, um die spirituellen Lektionen zu verdeutlichen. Diese Geschichten wirken jedoch oft wiederholt und wenig tiefgründig, was den Lesefluss stört. Anstatt tief in die Materie einzutauchen oder neue Einsichten zu liefern, wiederholt Brahm häufig die gleichen Ideen, ohne sie weiter zu entwickeln oder in neue Perspektiven zu führen. Die Anekdoten wirken zuweilen zu simpel und die humorvollen Einschübe, die den Lesern eigentlich einen Zugang zu den Themen erleichtern sollen, erscheinen teilweise platt und wenig erfrischend.
Das Buch gibt eine gute Einführung in die grundlegenden Ideen der Achtsamkeit und der buddhistischen Weisheit, jedoch ohne die Tiefe, die man von einem erfahrenen Lehrer wie Ajahn Brahm erwarten würde. Die Ansätze sind sehr oberflächlich und bieten wenig konkretes Handwerkszeug, das den Leser wirklich weiterbringt. Die versprochenen praktischen Übungen und Meditationen sind zwar enthalten, aber auch sie bleiben größtenteils sehr allgemein und bieten wenig neue Erkenntnisse für diejenigen, die sich bereits mit Meditation oder Selbstreflexion beschäftigen.
Ein weiteres Problem ist die Tonalität des Buches. Obwohl der Autor in seiner Rolle als Mönch eine ruhige und wohlwollende Perspektive vermittelt, kann die Wiederholung der gleichen Botschaften und die einfache Sprache oft den Eindruck erwecken, dass das Buch nicht genug für eine tiefere spirituelle Entfaltung bietet. Die Themen von Loslassen und innerem Frieden sind wichtig, aber die Art und Weise, wie sie hier präsentiert werden, bleibt auf einer sehr oberflächlichen Ebene.
Zusätzlich fehlt es dem Buch an emotionaler Tiefe und der Fähigkeit, den Leser wirklich zu berühren.
Inhalt
Mitunter wird die Gelassenheit selbst der ausgeglichensten Menschen gehörig auf die Probe gestellt – buddhistische Mönche sind da keine Ausnahme. Auch Ajahn Brahm und Master Guojun werden von verschiedensten Herausforderungen bisweilen ordentlich durchgerüttelt. Wie sie damit umgehen und was wir von ihnen lernen können, erfahren wir in diesem ebenso unterhaltsamen wie ermutigenden Lebensbegleiter. Anhand zahlreicher Anekdoten aus ihrem eigenen Leben zeigen die beiden buddhistischen Meister, wie wir selbst schwierigste Situationen annehmen, mit ihnen Frieden schließen – und sogar an ihnen wachsen können.
Über die Autoren
Ajahn Brahm, geboren 1951 in London, studierte Theoretische Physik an der Universität von Cambridge und ist seit mehr als 40 Jahren buddhistischer Mönch. Neun Jahre lang lebte, studierte und meditierte er in einem thailändischen Waldkloster unter dem Ehrwürdigen Meister Ajahn Chah. Heute ist Ajahn Brahm Abt des Bodhinyana-Klosters in Westaustralien und einer der beliebtesten und bekanntesten buddhistischen Lehrer unserer Zeit.
Master Guojun, geboren 1974 in Singapur, ist einer der bekanntesten Zen-Meister im asiatischen Raum. Er studierte tibetischen und Theravada-Buddhismus und praktiziert seit 1997 intensiv Meditation. Gegenwärtig ist Master Guojun Vorsitzender des Mahabodhi-Klosters in Singapur.
Michaelis umschreibt die Szenerie und die düstere Atmosphäre wirklich gut und mir gefällt auch, dass es in Hamburg spielt. Ungeahnte Wendungen geben der Story eine gut durchdachte ...
Meine Meinung und Inhalt
Michaelis umschreibt die Szenerie und die düstere Atmosphäre wirklich gut und mir gefällt auch, dass es in Hamburg spielt. Ungeahnte Wendungen geben der Story eine gut durchdachte Dynamik. Der Spannungsaufbau ist vorhanden, ein solider Krimi.
Haben Sie einmal in einen Abgrund hineingesehen? Hüten Sie sich! Es verändert Ihren Blick auf ewig.
Die grotesk inszenierte Leiche einer jungen Frau wird aufgebahrt in einer alten Badewanne am Hamburger Stadtrand in einer Bauernhofruine aufgefunden. Das Opfer ist nicht nur verkleidet und übertrieben geschminkt, ein weiteres schockierendes Detail in dieser absurden Szenerie verdeutlicht Carmen Kollinger und ihrem jüngeren Kollegen Matthias Zastrow, dass dieser Fall eine besondere Herausforderung wird.
Das Opfer war Patientin in einer Nervenheilanstalt und es gibt viele Verdächtige mit einem Motiv. Doch die taffe Klinikchefin gibt sich wenig kooperativ, ebenso wie ihr halbseiden wirkender Oberarzt. Es ist viel Fingerspitzengefühl und psychologisches Einfühlungsvermögen vom Ermittlungsduo gefragt, dessen Aufgabe durch private Turbulenzen nicht einfacher wird. Als sie sich endlich auf der richtigen Fährte wähnen, verschwindet ein weiteres Mädchen aus der Klinik. Die Sprachnachricht, die es hinterlassen hat, verrät nicht viel, nur dass sie sich in Todesangst wähnt …
Nika Michaelis, geboren 1963 in Hamburg, verbrachte ihre Kindheit und Jugend im hohen Norden, zunächst in Schleswig-Holstein, später in Hamburg. Meist traf man sie mit einem Buch vor der Nase. Früh begann sie, ihre überbordende Fantasie damit zu kanalisieren, sich Geschichten auszudenken und aufzuschreiben. Folgerichtig war ihr Traum, »irgendetwas mit Literatur« zu machen. Doch nach einer mäßig erfolgreichen Schulkarriere, die zwar trotz aller Faul- und Verträumtheit zu einer Fachhochschulreife führte, rückte ein Studium der Germanistik in weite Ferne. Zudem bestanden ihre Eltern auf einer soliden Ausbildung. Als Kauffrau im Außenhandel fand sie tatsächlich Freude daran, fremde Länder und Kulturen kennenzulernen.
"Ja, ich starre, aber ich schmälere nicht; mein matter Blick aus der Ferne kann so viel Lebendigkeit nichts anhaben. Dennoch, ich habe hingeschaut - und gesehen. Und auch ...
Meine Meinung und Inhalt
"Ja, ich starre, aber ich schmälere nicht; mein matter Blick aus der Ferne kann so viel Lebendigkeit nichts anhaben. Dennoch, ich habe hingeschaut - und gesehen. Und auch wenn ich nicht ausdrücken kann, was genau es ist, was ich hier sah, was mir bewusst geworden ist, weiß ich, es reicht." (ZITAT)
Leider hat mir der Aufbau des Buches und der Schreibstil der Autorin weniger gefallen. Ich bin mit der Protagonistin und den gefühlt sprunghaften Episoden schlecht klargekommen. Um sich zu schützen, spaltet die Protagonistin sich ab und betrachtet die Dinge, als würden sie jemand anderem passieren.
Die einzelnen Abschnitte sind fragmenthaft und lassen mich als Leser unbefriedigt zum Schluss zurück.
Das Cover widerum gefällt mir sehr gut.
Nach oben kommen. Das war immer der Plan. Seit Jahrhunderten. Dafür hat sie, dafür haben alle vor ihr gekämpft. Und als Schwarze Frau stand ihr letztlich nur ein Weg offen: Völlige Verausgabung, Oxbridge, Londoner Hochfinanz, ein Freund mit Geld so alt und dreckig wie das Empire. Doch als sie endlich eingeladen wird, Mitglied einer Familie, Angehörige einer Klasse, Teil eines Landes zu werden, muss sie am eigenen Körper erfahren, dass die erlittenen Ungerechtigkeiten tiefere Wurzeln geschlagen haben. Wie kann sie sich retten? Wie mit dem Erbe der Geschichte leben?
Natasha Brown arbeitete nach ihrem Mathematikstudium an der Universität Cambridge für zehn Jahre im Londoner Finanzsektor. 2019 gewann sie den London Writers Award und konzentriert sich fortan auf das Schreiben. Zusammenkunft gilt in England als das erfolgreichste literarische Debüt 2021. Zum Erscheinen zierte Natasha Brown das Cover des Vogue Magazine, hymnische Besprechungen folgten in allen namhaften Zeitungen.
"Tratsch gehört zum gesellschaftlichen Leben, wenn man das hier überhaupt Gesellschaft nennen konnte. Aber selbst ein Mikrokosmos wie unser Haus, und sei er auch von lauter Außenseitern ...
Meine Meinung und Inhalt
"Tratsch gehört zum gesellschaftlichen Leben, wenn man das hier überhaupt Gesellschaft nennen konnte. Aber selbst ein Mikrokosmos wie unser Haus, und sei er auch von lauter Außenseitern bewohnt, bildet so etwas wie die Grundstruktur einer Gesellschaft heraus, und dazu gehört, dass man sich über deren Mitglieder austauscht und auch, dass Mitglieder hinter dem Rücken anderer Mitglieder tratschen. Es ist ein Prozess der Selbstbespiegelung, der Selbstvergewisserung, der auch schmerzhaft sein kann." (ZITAT)
Meine Neugier konnte das Cover wecken sowie der spannungsgeladene Klappentext.
Herr Zimmermann, lebenslustig und geschieden, lädt alle Bewohner des Hauses einmal im Monat zum Aperitif auf seine Dachterrasse ein.
Just am Morgen nach einer dieser Einladungen findet die Parapsychologin Nadja den scheuen Medizinstudenten Enis El Agha tot vor dem Haus.
"In so einer Laune konnte es nicht ausbleiben, dass bald alle über den einzig nicht Anwesenden, Enis El Agha, zu tratschen und zu lachen begannen. Enis war vor wenigen Monaten ins Haus gezogen. Er hatte das Mini-Penthouse gegenüber von Leonardo Zimmermann gemietet und bislang jede Einladung zum Aperitif ausgeschlagen. Dass Zimmermann uns ständig mit einer Grimasse einschärfte, doch nicht so laut über seinen Nachbarn zu reden, machte das Ganze noch komischer und ließ uns noch mehr lachen." (ZITAT)
Sie allarmiert die Polizei. Bald wird klar, Enis ist Opfer eines Verbrechens.
Nadja, ihre Freundin Priscilla und die pensionierte Schneiderin Frau Rauhaar mutmaßen, wer der Mörder sein könnte. Im Haus gibt es so einige Ausländerfeinde.
Wenige Tage später verschwindet Nadjas Nachbar.
Die Angst der Einwohner steigt ins Unermessliche und ist beim Lesen spürbar, denn konnte mich der Schreibstil und die Story nur bedingt fesseln.
Die Gerüchteküche, die Anfangs noch spannend war, zieht sich leider durch das ganze Buch und die Anschuldigungen und Verdächtigungen nehmen kein Ende, was ich als sehr anstrengend empfand.
An und für sich ein solides Buch mit überraschendem Ende.
Natascha Olivia Kleinknecht, 1960 in Stuttgart geboren, studierte Rechtswissenschaft in München und promovierte am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz zum Doktor der Rechte. Weitere Studien an der Kunsthochschule Accademia delle Arti del Disegno in Florenz folgten; die Aquarelle und Ölbilder der Künstlerin wurden bei Ausstellungen in Lausanne, Florenz und Stuttgart gezeigt. Seit 1994 ist sie freie Autorin und verfasst Romane und Sachbücher. Sie lebt in Ludwigsburg und Zürich.