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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2016

Entspricht nicht den Erwartungen

Traumprinz
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Nellie Oswald hat gerade sehr viel Pech. Als sie in der Wohnung ihres Freundes gemeinsam mit ihm in der Badewanne sitzt, erscheint unvorhergesehen seine Lebensgefährtin. Und diese schmeißt sie aus der ...

Nellie Oswald hat gerade sehr viel Pech. Als sie in der Wohnung ihres Freundes gemeinsam mit ihm in der Badewanne sitzt, erscheint unvorhergesehen seine Lebensgefährtin. Und diese schmeißt sie aus der Wohnung. Ohne Kleidung, nur mit einem Handtuch bekleidet. Und so muß Nellie durch Berlin nach Hause. Doch dann stiehlt sie eine tibetische Zeichenkladde. Und Nellie als Comiczeichnerin fängt sofort an zu zeichnen. Ihren Traumprinzen Retro. Sie ahnt nicht, daß diese Kladde magisch ist und die Zeichnungen lebendig werden. Die Komplikationen mit Retro aus einer ganz anderen Welt sind vorprogrammiert....

Dieses Buch läßt mich zwiespältig zurück, Einerseites beginnt es recht witzig und unterhaltsam, auf der anderen Seite wird es ab der Hälfte albern und übertrieben. Es wird zu guter Letzt einfach nur noch eine Story erzählt die aneinandergeklatscht wirkt, ohne Zusammenhang und Entwicklung. Manche Dinge lösen sich auch einfach viel zu glatt auf, so wird aus einem Ebolaphiolen schwingenden bösartigen Mädchen durch einen einfachen Satz auf einmal ein kleines liebenswertes Mädchen, was auf Kuschelkurs geht. Nun gut. Auffällig auch die ab der Hälfte ständigen Wiederholungen, was die drei Superhelden in Nellies Phantasie an ihrer Stelle gemacht hätten. Dieses ständige Wiederholen wirkt beim Lesen ermüdend. Die zunächst noch witzigen Zeichnungen nehmen zur Mitte des Buches hin auch überhand, manche Seiten sind komplett damit gefüllt. Bei mir entstand der Eindruck, daß durch diese Superhelden-Wiederholungen und die Zeichnungen einfach Seiten gefüllt werden sollten. Denn ohne diese Dinge wäre das Buch um !/3 dünner... Der Schreibstil von David Safier ist natürlich wieder sehr leicht lesbar und flüssig. Doch trotzdem muß ich leider sagen, daß ich das Buch mit zunehmnder Seitenzahl immer langweiliger fand. Schade, denn aus diesem Thema hätte durchaus ein sehr unterhaltsames Buch entstehen können.

Hier kann ich leider nur 3 Sterne vergeben, denn ab der Hälfte lohnt sich das Buch in meinen Augen überhaupt nicht mehr. Es kommt längst nicht an den Unterhaltungswert von z. B. "Muh!", "Mieses Karma" oder "Jesus liebt mich" heran.

Veröffentlicht am 31.10.2016

Langatmig

Die Stille der Lärchen
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Die Commissario Grauner und Saltapepe müßen den Mord an Marie aufklären. Ihre Leiche wurde an den Urlärchen von St. Gertraud aufgefunden. Schnell ist auch ein Mörder zur Hand: der Architekt Haller gesteht ...

Die Commissario Grauner und Saltapepe müßen den Mord an Marie aufklären. Ihre Leiche wurde an den Urlärchen von St. Gertraud aufgefunden. Schnell ist auch ein Mörder zur Hand: der Architekt Haller gesteht die Tat. Doch alle, Polizei und Dorfgemeinschaft sind sich einig, daß er nur seinen Sohn decken will. Denn der ist psychologisch auffällig, beißt seine Mitmenschen. Grauner und Saltapepe stoßen bei ihren Ermittlungen auf ein Dorfgeheimnis, daß tief in der Vergangenheit verwurzelt ist.

Dieser Krimi ist ein Krimi der gemächlichen Art. Hier jagt nicht ein Mord den anderen, es stehen die Ermittlungen im Vordergrund und werden sehr ausgiebig beschrieben. Ebenso wie hier der Schwerpunkt auf den Beschreibungen des südtiroler Gemüts liegt. Gepflogenheiten werden sehr akribisch beschrieben, leider geht dies doch sehr auf Kosten der Spannung. Ebenfalls eher hinderlich sind die vielen südtiroler Begriffe, die sich leider auch nicht immer aus dem Zusammenhang erschließen. Schade, denn die Handlung selbst ist durchaus gut durchdacht und hätte einen spannenden Krimi ergeben können.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Das kann Arno Strobel aber noch besser!

Abgründig
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Der 16jährige Tim verbringt seine Ferien in einem Jugendcamp. Die Jugendlichen beginnen sich schnell bei dem Programm der Betreuer zu langweilen. Eine Gruppe beginnt auf eigene Faust eine Wanderung zur ...

Der 16jährige Tim verbringt seine Ferien in einem Jugendcamp. Die Jugendlichen beginnen sich schnell bei dem Programm der Betreuer zu langweilen. Eine Gruppe beginnt auf eigene Faust eine Wanderung zur Zugspitze. Unter ihnen Tim. Der Anführer, Ralf, verspricht als Ziel eine Berghütte, die er aus seinen bisherigen Urlauben dort gut kennt. Doch nach und nach merkt die Gruppe, daß die Wanderung anspruchsvoller ist, als sie gedacht haben. Als plötzlich ein Unwetter hereinbricht, finden sie in einer abgelegenen Hütte jenseits ihrer Wanderroute. Sie haben keine wärmere Kleidung, keine Nahrung. Dafür Wodka... Als plötzlich einer der Jugendlichen verschwindet und Tim voller Blut aufwacht und sich an nichts mehr erinnern kann, wird die Situation brenzlig.

Dieser Jugendthriller beginnt ganz vielversprechend. Doch leider wird die Erwartung enttäuscht. Die Charaktere sind nicht gut dargestellt, es kommt beim Lesen kein Bezug zu ihnen auf. Sie wirken sehr lieblos ins Buch geschrieben. Dazu kommt die Vielzahl der mitspielenden Personen, die die Story nicht übersichtlicher macht. Die Handlung selbst ist sehr klischeehaft. Es gibt die üblichen Handlungen: abgeschnitten von der Außenwelt und nur mit Alkohol versorgt dreht eine Gruppe durch, einer von ihnen wird das Opfer, auf dem der Rest permanent "herumhackt". Die Geschichte wirkte auf mich nicht spannend sondern eher langweilig. Denn dies hat man alles bereits einmal gelesen.

Insgesamt ein Buch mit dem man sich prima die Zeit vertreiben kann, wenn man etwas anspruchsloseres lesen möchte.


Veröffentlicht am 15.09.2016

Sehr ermüdend

In Liebe, Layla
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Nachdem Layla die von ihrem Vater, einem Senator aus Washington, arrangierte Verlobung verweigert, wird ihr jede Unterstützung von ihm verweigert. Stattdessen schickt er sie in die Kleinstadt Macedonia ...

Nachdem Layla die von ihrem Vater, einem Senator aus Washington, arrangierte Verlobung verweigert, wird ihr jede Unterstützung von ihm verweigert. Stattdessen schickt er sie in die Kleinstadt Macedonia in West Virginia. Dort soll sie als Stadtschreiberin ihr eigenes Geld verdienen. Trotzig, voller Vorurteile und auch mit einer Portion Standesdünkel kommt Layla in dem kleinen Ort an. Die Anpassung fällt ihr schwer, doch nach einiger Zeit merkt sie, daß auch dieser kleine Ort durchaus interessante Geschichten für sie bereit hält. Auch die Menschen dort sind nicht so langweilig, wie sie anfangs gedacht hat.

Ich bin mit großen Erwartungen an dieses Buch herangegangen und wurde sehr enttäuscht. Die Geschichte zog sich wie Kaugummi dahin. Die Briefe zwischendurch sind wahrscheinlich für die Handlung nicht unwichtig, stören aber den Ablauf und den Lesefluß enorm.Ich kam einfach nicht in die Geschichte hinein, die Charaktere blieben mir fremd und es kam keinerlei Bezug weder zu den Charakteren noch zur Handlung auf. Ich fand es einfach nur ermüdend zu lesen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Läuft so nebenbei

Auf den Hengst gekommen
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Sandra erwischt ihren Freund dabei, wie er sie mit einer Praktikantin betrügt. Daraufhin zieht sie nach Köln, nimmt eine Stelle im Gewerbeamt an und kauft eines Tages das Pferd, am dem sie eine Reitbeteiligung ...

Sandra erwischt ihren Freund dabei, wie er sie mit einer Praktikantin betrügt. Daraufhin zieht sie nach Köln, nimmt eine Stelle im Gewerbeamt an und kauft eines Tages das Pferd, am dem sie eine Reitbeteiligung hat. Auf dem Hof stehen auch 4 Show-Friesen. Als eines von ihnen ermordet wird, sucht Sandra den Täter. Und es wird eng, denn auch ein zweiter Friese wird erstochen.

"Auf den Hengst gekommen" ist eine Mischung aus Komödie, Frauenroman und Krimi. Jedoch kommt durch diese Mischung jedes Genre für sich zu kurz. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, nur leider ist die Hauptperson Sandra eine der unsympathischen Charaktere in diesem Roman. Sie ist permanent auf der Suche nach dem nächsten Sex-Abenteuer und versucht schon krampfhaft endlich wieder einen Mann für eine Nacht zu finden. Klappt dies nicht, greift sie zum Alkohol. Dies nervt und nimmt den Spaß am Buch. Am sympathischsten ist der Bauer mit seiner etwas übertrieben dargestellten bäuerlichen Direktheit. Darüber kann man wenigstens noch lachen. Der Schreibstil in diesem Buch ist sehr einfach, so daß man das Buch ohne Probleme an einem Tag durchlesen kann. Es ist halt einfach ein Buch, daß man mal eben lesen kann ohne großartig nachdenken zu müssen.