Platzhalter für Profilbild

duceda

Lesejury Profi
offline

duceda ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit duceda über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.07.2025

Leider eher enttäuschend

Say You’ll Remember Me
0

Da mir mein letztes (und erstes) Buch von Abby Jimenez nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Schreibstil am Ende doch richtig gut gefallen hatte, habe ich große Hoffnungen in 'Say you'll remember me' ...

Da mir mein letztes (und erstes) Buch von Abby Jimenez nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Schreibstil am Ende doch richtig gut gefallen hatte, habe ich große Hoffnungen in 'Say you'll remember me' gesteckt. Und auch wenn sich das Buch an sich gut lesen lässt und die Geschichte in ihrer Grundidee und Ausführung interessant und emotional ist, ist der Funke bei mir trotzdem nicht so ganz übergesprungen.

Ich kann nicht so ganz sagen, woran das letztendlich lag. Vielleicht auch an der Übersetzung (ich hoffe zumindest das Samanthas "witzige" Sprüche über Senf im Original besser rüberkommen). Teilweise wurden im Buch Begriffe verwendet, die mir überhaupt nicht zum "normalen" deutschen Sprachgebrauch zu passen schienen. Jedenfalls habe ich zu beiden Protagonisten keinen richtigen Zugang gefunden. Bei Xavier, dessen Namen ich irgendwie komplett unpassend finde, lag es sicher auch an seiner unnahbaren und ernsten Art, die ich an sich auch wirklich gut dargestellt fand. Samantha hingegen blieb für mich eher blass und ich konnte auch mit ihrer Hingabe zu ihrem Job, der für mich einfach gar nicht interessant oder sinnstiftend klingt, nichts anfangen. Klar, für sie ist die Flexibilität sehr praktisch, aber das war auch schon das einzige, was für mich an einer Werbetexterin für eine Senffirma reizvoll klingt. Und es steht im krassen Gegensatz zu Xaviers aufopferungsvollen Freiwilligendiensten und seiner Arbeit als Tierarzt. Auch die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden oder den Grund, warum es so gefunkt hat, konnte ich nicht erkennen. Auch, dass sie Xavier gegenüber, unabsichtlich oder nicht, bei ihrem ersten seeehr langen Date nicht erzählt hat, dass sie am nächsten Morgen in einen anderen Bundesstaat zieht, und dass das Thema nicht ganz von alleine aufgekommen ist, hat mich irritiert.

Leider konnte ich auch bei der Liebesgeschichte von Sam und Xavier nicht so richtig mitfiebern. Normalerweise habe ich mit so etwas kein Problem, aber die zahlreichen schweren Themen nahmen teilweise so viel Raum ein, dass wenig Positives dazwischen durchkam. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich lese nur eine Aneinanderreihung von Schicksalsschlägen und das hat meine Leselust ziemlich getrübt. Gleichzeitig wusste man ja, dass es sicherlich ein Happy End geben wird, weshalb ich irgendann einfach nur noch gehofft habe, dass das ganze Leiden für Xavier und Sam bald vorbei ist.

Somit war Say You'll remember me für mich leider nur ein mittelmäßiges Leserlebnis und ich muss feststellen, dass Abby Jimenez vielleicht doch einfach nicht meine Autorin ist.

Veröffentlicht am 06.06.2025

Kommt nicht an andere Bücher der Autorin heran

Body Check
0

In letzter Zeit habe ich die Eishockey-Romance Bücher von Elle Kennedy zunehmend für mich entdeckt, vor allem ihre letzte Reihe (The Graham Effect, etc.) hatte es mir angetan. Bei ihrem neuen Buch Body ...

In letzter Zeit habe ich die Eishockey-Romance Bücher von Elle Kennedy zunehmend für mich entdeckt, vor allem ihre letzte Reihe (The Graham Effect, etc.) hatte es mir angetan. Bei ihrem neuen Buch Body Check ist mir der Einstieg ehrlich gesagt sehr schwer gefallen. Haydens Einstellung konnte ich nicht so gut nachvollziehen, wie sie auf der einen Seite eine langfristige Beziehung mit einem Mann in Betracht zog, der offensichtlich nicht zu ihr passte, dann aber einen One Night Stand in Betracht zog, obwohl ihre aktuelle Beziehung noch nicht beendet war. Das alles hat für mich nicht zusammen gepasst. Dazu noch ihre beste Freundin Darcy, die in jeder Hinsicht einfach too much war und besagten aktuellen Beziehungspartner von Hayden mit mindestens sieben verschiedenen Namen angesprochen hat. Das war dann doch etwas unglaubwürdig. Das Kennenlernen zwischen Hayden und Brody, den sie für den One Night Stand auserkoren hatte lief für meinen Geschmack viel zu oberflächlich ab, und auch Brody war mir nicht sonderlich sympathisch. Schon relativ schnell wurde mir klar, dass das Buch wohl sehr spicy werden wird, was sich dann im Weiteren Verlauf auch bestätigt hat. Die beiden landeten extrem schnell miteinander im Bett, wobei den Sexszenen für meinen Geschmack definitiv zu viel Platz eingeräumt wurde. Und auch an anderen Stellen im Buch wurde für meinen Geschmack zu dick aufgetragen, z.B. was Brodys Vergangenheit als Player anging.
Auch die Erzählperspektive hat mir nicht soo gut gefallen und alles in allem kam das Buch einfach nicht an das Niveau heran, das ich von anderen Büchern der Autorin gewohnt bin. Ich hoffe, dass dies beim nächsten Buch wieder anders sein wird. Da nach ca. einem Drittel der Funken bei mir immer noch nicht übergesprungen ist und ich Brody und auch Darcy eher noch unsympathischer fand habe ich beschlossen, das Buch abzubrechen.

Veröffentlicht am 24.03.2025

Blieb unter meinen Erwartungen

Note to myself: Liebe ist keine Option
0

Obwohl ich die Bücher von Kira Mohn bisher immer sehr gerne gelesen habe, ist bei "Note to myself" der Funke bei mir leider nicht ganz übergesprungen. Schon den Einstieg in das Buch fand ich etwas zu schnell ...

Obwohl ich die Bücher von Kira Mohn bisher immer sehr gerne gelesen habe, ist bei "Note to myself" der Funke bei mir leider nicht ganz übergesprungen. Schon den Einstieg in das Buch fand ich etwas zu schnell und abrupt. Schlag auf Schlag folgten neue Erkenntnisse und Entscheidungen und oft hatte ich das Gefühl, dass 1-2 Seiten zwischendurch fehlten, in denen das jeweilige Thema kurz verarbeitet wurde. Nachdem die Grundsteine der Handlung gelegt waren, lies das Tempo zwar etwas nach, aber einen richtigen Zugang zu den Charakteren konnte ich auch dann noch nicht entwickeln. Alice aber besonders Lennon blieben für mich ziemlich farblos und schwer greifbar. Die Kennenlerngeschichte der beiden war zwar nett zu lesen, hat mich aber nie richtig gefesselt. Etwas spannender fand ich die Schwärmerei von Alice Freundin und Kollegin Zara für einen Kunden, die dann aber zunehmend überzogener wurde. Die Charaktere wurden auf wenige überbetonte Eigenschaften reduziert, während sie ansonsten recht blass blieben. Bei Lennon war es vor allem seine Unerschütterlichkeit und Gedult, die ihn aber auch irgendwie langweilig rüberkommen lies. Bei Alice eigentlich nur ihre Begeisterung für 10-Punkte-Listen, die zum Teil ziemlich zusammenhanglos zwischen den Kapiteln standen. Das Thema mit dem Wettbewerb und das kranke Nachbarsmädchen von Lennon gerieten zunehmend in den Hintergrund, sodass die Handlung immer verschwommener wurde. Seltsam fand ich auch die Figur von Mindy, die ja eigentlich eine gute Freundin von Alice war, die sie sich sogar als Trauzeugin hätte vorstellen können... Aber nach der Szene mit Bennett war sie völlig von der Bildfläche verschwunden und hat Alice nicht mal eine entschuldigende Nachricht geschickt. Insbesondere gegen Ende des Buches konnte ich Alice' Entscheidungen oft auch nicht wirklich nachvollziehen. Das Tempo wurde wieder sehr rasant und die Ereignisse haben sich geradezu überschlagen, was es mir schwer gemacht hat, richtig mitzufiebern. Auch das Setting New York hat nicht so richtig zu den vielen zufälligen Begenungen und dem Kleinstadtflair gepasst - wo doch in einer Großstadt wie New York eigentlich alles hektischer und anonymer abläuft.

Alles in allem lies sich das Buch zwar ganz nett lesen, kam für mich aber nicht an die Erwartungen und das Niveau, das ich von der Autorin kenne, heran.

Veröffentlicht am 06.02.2024

Der Funke ist nicht übergesprungen...

Somebody to Love – Northern-Hearts-Reihe, Band 1 (Dein SPIEGEL-Bestseller)
0

Auf das neue Buch von Rebekka Weiler habe ich mich riesig gefreut, da mich ihr Roman "The moment i lost you" total bewegt hat und ich dieses Buch einfach komplett verschlungen habe. Da sich der Klappentext ...

Auf das neue Buch von Rebekka Weiler habe ich mich riesig gefreut, da mich ihr Roman "The moment i lost you" total bewegt hat und ich dieses Buch einfach komplett verschlungen habe. Da sich der Klappentext wieder sehr emotional und nach einer schweren Story angehört hat, war ich sehr neugierig, wie die Autorin dieses Thema umsetzt.
Leider muss ich sagen, dass der Funke bei mir diesmal nicht übergesprungen ist und ich konnte der Autorin die Geschichte nicht so ganz abkaufen. Die Protagonisten Freya und Emil fand ich zwar beide sympathisch, doch eine Verbindung konnte ich zu beiden nicht wirklich aufbauen. Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen, aber ich konnte das Buch auch mal gut beiseitelegen, ohne direkt weiter lesen zu müssen, weil es sich für mich immer etwas gezogen hat.
Was die Beziehung zwischen Freya und Emil angeht, so fand ich es zwar irgendwie schön, dass vieles zwischen den beiden ganz leicht war, aber gerade in dieser vertrackten Situation hätte ich mehr widerstreitende Gefühle in beiden erwartet, was die Gefühle füreinander angeht.
Der zweite Handlungsstrang, der "unaufgeklärte" Tod von Emils Drillingsbruder Hendrik, der Freya und Emils Familie falsch vorkommt, kam mir am Anfang wie ein sehr großes Rätsel vor und ich hatte die wildesten Theorien dazu, was wirklich passiert sein könnte. Am Ende steckte eigentlich gar nicht so viel hinter dem ganzen Aufhebens, was für mich den Spannungsbogen dann zusätzlich abgeschwächt hat.
Abschließend muss ich leider trotzdem sagen, dass das Buch meine Erwartungen nicht ganz erfüllt hat.

Veröffentlicht am 23.06.2023

Nette Idee mit Schwächen

Für jede Liebe ein Problem
0

Grundsätzlich hat mir "Für jede Liebe ein Problem" ganz gut gefallen. Ich fand die Idee mit der Kochshow ganz interessant, die ein spannendes Setting für das Buch lieferte und der ganzen Geschichte einen ...

Grundsätzlich hat mir "Für jede Liebe ein Problem" ganz gut gefallen. Ich fand die Idee mit der Kochshow ganz interessant, die ein spannendes Setting für das Buch lieferte und der ganzen Geschichte einen guten Rahmen gab. Gleichzeitig hatte ich dadurch aber auch das Gefühl, dass der Spannungsaufbau darunter gelitten hat, da es zu sehr um die Runden der Kochshow und das mögliche Ausscheiden und zu wenig um die Gefühle zwischen Dahlia und London ging. Dass mit London eine nichtbinäre Person Teil dieses Buches wae fand ich spannend und es war auch interessant für mich, die Verwendung der entsprechenden Pronomen zu sehen, auch wenn ich besonders am Anfang große Schwierigkeiten mit dem Lesen hatte. In meinem Umfeld habe ich bisher leider nicht mit den Pronomen zu tun gehabt, umso wichtiger finde ich es, dass man durch Bücher einen Bezug dazu bekommen kann.
Schlussendlich muss ich aber sagen, dass mich das Buch trotz der schönen Grundidee nicht richtig überzeugen konnte. Die Handlung hat sich gezogen und ich wurde nicht so richtig warm mit Dahlia und London, bzw. hatte keinen so tiefen Bezug zu ihnen, wie ich mir das gewünscht hätte. Und noch ein persönlicherer Kritikpunkt: ich fand sehr schade, dass in der Kochshow so ein starker Fokus auf Fleisch und Fisch lag und dass es hier so gar keinen Ansatz zu mehr Vegetarismus oder Veganismus gab, obwohl Dahlia anfangs sagte, dass sie am liebsten vegetarisch kocht. Schade, dass dieses aktuelle Thema in einem Buch über das Kochen so wenig berücktisichtigt wurde. Ein veganes Menü hätte ja auch eine spannende Challenge sein können.