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Veröffentlicht am 07.08.2023

Willkommen an der Dunbridge Academy

Dunbridge Academy - Anywhere
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Emma reist von Deutschland nach England, um an der Dunbridge Academy zu studieren. Eigentlich möchte sie hier ihren Vater suchen, der sie während ihrer Kindheit verlassen hat. Womit sie nicht rechnet: ...

Emma reist von Deutschland nach England, um an der Dunbridge Academy zu studieren. Eigentlich möchte sie hier ihren Vater suchen, der sie während ihrer Kindheit verlassen hat. Womit sie nicht rechnet: Die Dunbridge Academy beschert ihr eine neue Familie - und jede Menge Trouble.

Emma und Henry sind beides sehr sympathische Charaktere, auch wenn ihre Geschichte vor allem zu Beginn dadurch geprägt ist, dass sie durch ihr Verhalten Henrys Freundin Grace wiederholt verletzen. Auch wenn sowohl Emma, als auch Henry sich wiederholt falsch verhalten und Grenzen überschreiten, konnte ich ihre Verhalten doch nachvollziehen. Mir hätte die Liebesgeschichte der beiden auch ohne Grace' Part sehr gefallen.

Ab der zweiten Hälfte des Buches geht die Geschichte dann in eine vollkommen andere Richtung, was ich nicht erwartet hatte. Es ist ein deutlich traurigeres Buch. Insgesamt fühlte sich die Geschichte für mich ein wenig zu langgezogen an, ich hatte aber auch ein leichteres Thema erwartet.

Der Schreibstil der Autorin ist richtig toll und fängt all die Gefühle perfekt ein. Auch die Akademie wird toll beschrieben, am liebsten möchte man selbst ein Auslandsjahr dort verbringen.

Für alle, die also Lust auf einen Academy-Roman mit ernsten Themen haben, ist der 1.Teil der Reihe absolut richtig.

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Veröffentlicht am 07.08.2023

Eigene Grenzen

Nur noch ein einziges Mal
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Das Buch ist mir überall auf instagram begegnet und liegt schon eine Weile auf meinem SUP, sodass nun endlich der Moment gekommen war, es zu lesen.

Erwartet habe ich eine Dreiecksgeschichte und war nicht ...

Das Buch ist mir überall auf instagram begegnet und liegt schon eine Weile auf meinem SUP, sodass nun endlich der Moment gekommen war, es zu lesen.

Erwartet habe ich eine Dreiecksgeschichte und war nicht ganz darauf vorbereitet, in welche Richtung sich die Beziehung zwischen Ryle und Lilly entwickelt. Die Autorin schafft es jedoch mit viel Feingefühl, Nuancen und ein differenziertes Bild der Geschichte aufzuzeigen. Manchmal war es mir jedoch einfach too-much. Hoovers Schreibstil ist emotional, manchmal aber auch einfach zu dramatisch. Das Ganze hat sich beim Lesen eher wie ein Hollywood-Streifen angefühlt, als real. Gut, dass es vielleicht bald einen Film dazu gibt.

Zu den Charakteren hatte ich zwiegespaltene Gefühle. Lily war eine emotionale, auch starke Frau, aber manchmal hat es sie sich mit ihren Begründung, insbesondere in Bezug auf Atlas, für mich zu leicht gemacht. Atlas wiederum war ein Goldstück, ich hätte gerne mehr über ihn gelesen. Alyssa war als Nebencharakter ebenfalls wunderbar herzlich.

Fazit: Ein sehr emotionales Buch mit großen Worten und Gesten, das berührt aber auch stellenweise überzieht.

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Veröffentlicht am 25.06.2023

Auf dem Weg zur Selbstbestimmung

Eine Lady hat die Wahl
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Zur Regency-Zeit war es als Frau alles andere als einfach, selbst bestimmt zu leben. Viel mehr galt es, sich den gesellschaftlichen Regeln und vor allem den Männern unterzuordnen. In "Eine Lady hat die ...

Zur Regency-Zeit war es als Frau alles andere als einfach, selbst bestimmt zu leben. Viel mehr galt es, sich den gesellschaftlichen Regeln und vor allem den Männern unterzuordnen. In "Eine Lady hat die Wahl" begleitet man Eliza, die auch unter diesen Regeln und ihrem Ehemann litt und langsam lernt, ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen.

Zunächst dachte ich, einen typischen, historischen Liebesroman zu lesen, allerdings zeigten sich nach und nach die modernen Einflüsse à la Bridgerton. Eliza ist zunächst eine verhaltene, junge Frau, die überraschend das Erbe ihres verstorbenen Ehemanns erhält und auf einmal auf eigenen Beinen steht. Dabei wird sie stet von ihrer Cousine und besten Freundin Margaret begleitet, vor allem als lebensfroh und schlagfertig beschrieben werden kann. Die beiden entschließen sich, nach Bath zu reisen und hoffen dort, mit mehr Freiheit leben zu dürfen.

Eliza und Margaret waren zwei tolle weibliche Protagonistinnen. Während Margaret von Anfang an lebensfroh und risikobereiter ist, legt Eliza nach und nach ihr Pflichtbewusstsein ab und entwickelt sich zu einer selbstständigen Frau. Währenddessen ist sie gefangen zwischen zwei Männern, die immer wieder ihre Wege schneiden: Somerset, ihre alte Jugendliebe, die sie vor Jahren nicht heiraten konnte, da sie dessen älteren, vermögenderen Bruder heiraten musste und Melville, Jungesselle und Schwerenöter, der es wiederum mit den Regeln nicht so ernst nimmt. Lange Zeit wusste ich nicht, an wen sie schlussendlich ihr Herz verschenken würde.

Das ist das tolle an diesem Roman: Nichts ist schwarz-weiß (wie ich es sonst meist in diesem Genre lese), sondern es gibt viele Grautöne, sodass man die Handlungsweisen vieler Charaktere vielleicht nicht mag, aber nachvollziehen kann. Dies führt auch zu der ein oder anderen unerwarteten Entwicklung, die den Roman - und Eliza - in eine neue Richtung schubst. Insbesondere zum Ende hin kommt dadurch viel Spannung auf. Zu Beginn verlief mir die Handlung zu schleppend und Ereignisse wurden zu ausführlich erzählt, sodass mir hier ein wenig die Spannung fehlte. Das letzte Drittel des Buches schlägt hier eine vollkommen andere Richtung ein.

Alles in allem ein toller, gut geschriebener, überraschender Roman, über Eliza, die sich im alten England selbst und damit auch zu sich findet. Um es mit Elizas Worten zu sagen: "Sie ist sehr jung, und wer sie ist ... mag sich noch einmal ändern."

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Veröffentlicht am 11.06.2023

Der Blutkönig und seine Königin

King of Battle and Blood
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Was für eine Reise. "King of battle and blood" hat es mir zunächst alles andere als leicht gemacht. Die Geschichte von Isolde und Adrian beginnt mit viel spice, eher wenig Inhalt und kommt daher auf den ...

Was für eine Reise. "King of battle and blood" hat es mir zunächst alles andere als leicht gemacht. Die Geschichte von Isolde und Adrian beginnt mit viel spice, eher wenig Inhalt und kommt daher auf den ersten 200 Seiten kaum voran. Prinzessin Isolde wird von Adrian ausgewählt, ihn zu heiraten, im Gegenzug schließt er einen Friedensvertrag mit ihrem Land. Erst ab circa der Hälfte des Buches offenbaren sich nach und nach die geschichtlichen Verstrickungen und warum es überhaupt zum Krieg kam, ebenso, wie Adrian gerade Isolde auswählte.

Vielleicht merkt man schon, dass mich das Buch zu Beginn nicht überzeugen konnte. Isolde war für mich nicht gerade eine Sympathieträgerin. Selbstbewusst finde ich super, hier wirkte es mitunter überheblich. Adrian hingegen wirkt zu Beginn kalt. Die Beziehung zwischen ihr und Adrian ist zunächst rein körperlich und wirkt mitunter überzogen (sehr, sehr viel spice - eine Verbindung, die zunächst nur auf Anziehung beruht). Und vor allem gab es für mich zu viele Parallelen zum Blood-and-Ash-Universum und zu der Geschichte "Shadow and Ember", was mich wohl am meisten gestört hat, weil ich mit letzterer schon so meine Probleme hatte und nun das Gefühl hatte, die Geschichte ein weiteres Mal zu lesen ... (Mädchen soll bösen, der eigentlich nicht ganz so böse ist, König heiraten und töten, sie verlieben sich aber ineinander, Mädchen ist Mensch, er Vampir, Mädchen ist bewandert mit Waffen, die Blutbäume, ...)

... bis schließlich der Mittelteil begann. Wenige Bücher schaffen es, mich ab diesem Zeitpunkt noch zu überzeugen, aber man muss einfach sagen, dass die Autorin einen tollen, flüssigen und spannenden Schreibstil hat, der auch immer wieder kleine Wow-Momente geschaffen hat. Ab der Hälfte des Buches kommt bezüglich einiger Andeutungen Licht ins Dunkle UND es war ganz anders, als ich erwartet habe. Ab da an habe ich die Geschichte geliebt, denn nun treten auch noch Hexen auf und dieser Plot-Twist war vielleicht ab einem bestimmten Zeitpunkt zu erahnen, aber gibt dem Buch zum Glück eine ganz neue Richtung, die mir richtig gut gefallen hat. Auch die Anziehung zwischen Isolde und Adrian macht mehr Sinn, auch, weil beide immer mehr von sich Preis geben. Adrian wurde richtig sympathisch, weil er sich in Bezug auf Isolde immer wieder verletzlich zeigte und manche seiner Worte haben mir ein bisschen Herzklopfen entlockt. Auch Isoldes innere Zerrissenheit in Bezug auf ihre Heimat wird deutlich, denn sie verliebt sich in Adrian, obwohl er doch ihr Gegner ist.

Zum Ende bin ich sehr versöhnt mit diesem Buch auseinander gegangen und möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Für Vampirfans, die viel spice lieben, gibt es dazu eine große Empfehlung.

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Veröffentlicht am 03.06.2023

Liest sich am besten mit einem Kaffee

Magie und Milchschaum
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"Magie & Milchschaum" war für mich eine ganz neue Lesereise innerhalb des Fantasygenres. Viv, ein Ork, endschließt sich, nach Jahren des Söldnerdaseins, einen eigenen Kaffeeladen zu öffnen. Von ihrer letzten ...

"Magie & Milchschaum" war für mich eine ganz neue Lesereise innerhalb des Fantasygenres. Viv, ein Ork, endschließt sich, nach Jahren des Söldnerdaseins, einen eigenen Kaffeeladen zu öffnen. Von ihrer letzten Reise hat sie dabei ein ganz besonderes Fundstück mitgenommen, dass ihr bei diesem Plan helfen soll - allerdings lockt es auch Neider und unbeliebte Gäste an...

Die Geschichte wird sehr ruhig erzählt, eher wie eine Abfolge der Ereignisse. Man begleitet Viv dabei, wie sie ihr Café aufbaut und alles Nötige zusammensucht und dabei auch über helfende Hände stolpert, wie zum Beispiel Kobold Kal oder die Sukkubus Tandri. Die Nebencharaktere des Buches machen einen großen Charme des Buches aus, denn es sind recht eigentümliche Kreaturen, die auch in deren Gesellschaft manchmal mit Vorurteilen zu kämpfen haben. Umso schöner ist es, zu beobachten, wie all diese Kreaturen zusammenkommen, sich ergänzen und etwas Wunderbares erschaffen.

Ein wenig hat mir manchmal die Spannung gefehlt, deshalb vier Sterne. Es ist auf jeden Fall eine etwas andere Fantasygeschichte, die trotz der für das Genre unüblichen Ruhe gut unterhält.

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