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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2023

Unterhaltsam, eindringlich, anders, empfehlenswert.

Das Summen
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„Das Summen“ stand auf der Shortlist des renommierten, kanadischen Scotiabank Giller Prize und ist durchaus spannend und lesenswert. Der Autor Jordan Tannahill hat einen sehr guten, flüssigen Schreibstil, ...

„Das Summen“ stand auf der Shortlist des renommierten, kanadischen Scotiabank Giller Prize und ist durchaus spannend und lesenswert. Der Autor Jordan Tannahill hat einen sehr guten, flüssigen Schreibstil, weshalb ich den Roman auch an einem einzigen Tag durchgelesen habe.⁣

Die Protagonistin Claire hört eines Tages ein unerklärliches Summen, das sie fortan jede Sekunde begleitet und irgendwann in die Arme einer sektenähnlichen Gemeinschaft führt. Ihre Familie hält sie für wahnsinnig und wendet sich von ihr ab, denn niemand in ihrem Umfeld kann dieses mysteriöse Geräusch wahrnehmen. ⁣

Der Plot ist für mich eine Metapher für alle existierenden Verschwörungstheorien und das Unverständnis, das einem entgegengebracht wird, wenn man an etwas glaubt, das die Mehrheit nicht sehen/hören kann. Andererseits ist es erschreckend mitzuerleben, welchen Mikrokosmos sich Betroffene aufbauen, zunehmend isolieren und überall Gefahr und Gespenster sehen.⁣

Das Buch gefällt mir. Es hat einen intelligenten Spannungsbogen und ein dramatisches Ende. Für mich persönlich hätte es aber ruhig noch etwas tragischer ausfallen können. Irgendein heftiger Twist hätte der Geschichte gut getan. Dennoch mochte ich es und würde es auch weiterempfehlen. Die Empfindungen der Protagonistin sind sehr gut beschrieben, genau so wie ihr Kopfkino, an dem sie uns die ganze Zeit teilhaben lässt.⁣

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Kann man lesen, muss man aber echt nicht. Grauenhafte Übersetzung!

Death's Obsession
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Naja, kann man mal zwischendurch lesen, muss man aber wirklich nicht, da auf den 190 Seiten nicht viel und auch nichts spannendes passiert. Das Ende war abzusehen, ist aber immerhin konsequent. Die relativ ...

Naja, kann man mal zwischendurch lesen, muss man aber wirklich nicht, da auf den 190 Seiten nicht viel und auch nichts spannendes passiert. Das Ende war abzusehen, ist aber immerhin konsequent. Die relativ wenigen Spice-Szenen waren ganz gut geschrieben, aber alles in allem ist das alles 08/15 Fließband-Dark Romance.

Der Hauptprotagonist ist hier der Tod, der sich in eine junge Frau verliebt, die bei einem Autounfall eigentlich hätte sterben sollen. Er besucht sie meistens nachts, hinterlässt Geschenke und Schriftrollen. Aber sobald sie diese jemandem zeigen will, verschwinden die Gegenstände.

Lilith geht zum Psychiater, hadert mit ihrem Schicksal, ist verzweifelt und wird von ihrem Freund nicht gerade unterstützt. Am liebsten wäre sie ihrer Familie in den Tod gefolgt. Dieser inszeniert verschiedene, herausfordernde Situationen, um Lilith etwas zu lehren. Und irgendwann kommen sich die beiden auch körperlich näher. Sein Gesicht kann sie allerdings nie sehen.

Die Übersetzung ist unterirdisch schlecht und als ich gesehen habe, dass es die gleiche Dame ist, die Hunting/Haunting Adeline übersetzt hat, dachte ich mir nur, dann gute Nacht Marie. Das kann ja nichts werden. Mir graut es jetzt schon davor, Hunting/Haunting Adeline zu beginnen, bei so einer unverschämten Leistung.

A popos: 17€ für 190 Seiten?! Ohne Worte. Ich hatte das Buch gebraucht gekauft und sofort zum selben Preis wieder verkauft, sodass ich wenigstens keinen Verlust hatte. Als Hörbuch gibt es diesen Roman nicht. Von mir keine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Anstrengend, langweilig und kitschig. Schade.

Blooming Hope
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Puh, diese Geschichte war mir einfach zu anstrengend, größtenteils zu langweilig und zu klischeehaft. Lediglich die letzten 70 Seiten passierte dann endlich mal was Interessantes, aber alles davor war ...

Puh, diese Geschichte war mir einfach zu anstrengend, größtenteils zu langweilig und zu klischeehaft. Lediglich die letzten 70 Seiten passierte dann endlich mal was Interessantes, aber alles davor war Kitsch pur.

Man nehme für das Cozy-Setting einen Blumenladen in dem eine junge, vom Schicksal gebeutelte Frau anfängt zu arbeiten und auf einen äußerst charmanten Mann trifft, der natürlich Pilot ist und einer Unbekannten wöchentlich Blumen und Karten schickt.

Unsere Protagonistin trifft irgendwann zufällig auf die Beschenkte und just an dem Tag kommt der sexy Pilot hinzu. Daraufhin verbringen beide Zeit miteinander, in Blumenfeldern und Flugsimulatoren, und sind plötzlich verliebt, lassen sich aber mit dem Sex ganz viel Zeit. Sehr unrealistisch …

Das junge Glück wird dann getrübt, als ein Geheimnis herauskommt. Und was ist die Reaktion darauf? Richtig. Einfach gar nicht mehr miteinander reden und Ghosting.

Es werden durchaus emotionale und traurige Themen behandelt, aber von Anfang an habe ich die Tension zwischen den Hauptprotagonisten leider einfach nicht gefühlt. Die Kennenlernszenen waren auch nicht sexy und es gab so gut wie keinen Spice. Alles in allem war mir das alles zu seicht und das Verhalten so mancher Beteiligten nicht nachvollziehbar, der Plot dafür aber umso vorhersehbarer.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Zu viele lesbische Sexszenen. Zu unpassend für den literarischen Anspruch und insgesamt relativ langweilig.

In ihrem Haus
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Eine durchaus interessante Familiengeschichte, die mich jedoch vor allem im Mittelteil mit den unerwartet vielen lesbischen Sexszenen sehr gelangweilt hat. Auch ohne diese hat man es als Leser irgendwann ...

Eine durchaus interessante Familiengeschichte, die mich jedoch vor allem im Mittelteil mit den unerwartet vielen lesbischen Sexszenen sehr gelangweilt hat. Auch ohne diese hat man es als Leser irgendwann verstanden, dass die Anziehungskraft zwischen den beiden Protagonistinnen sehr stark ist. In Anbetracht des literarischen Anspruchs, fand ich es von daher etwas unpassend.

Zudem ist es irgendwie unrealistisch bzw. übertrieben, dass gleich 2 Geschwister in einer Familie die gleiche Neigung haben. Kann man machen, aber meinen Geschmack hat es nicht getroffen. Der Schreibstil der Autorin, die Charakterzeichnung und die Idee an sich war aber ganz gut.

Wir begleiten die Geschwister Louis, Hendrick und Isabel, die ihre Kindheit in einem großen Familienhaus in der niederländischen Provinz verbracht haben. Nur Isabel lebt noch dort seit dem Tod der Mutter.

Eines Tages quartiert Louis seine aktuelle Freundin Eva in das Haus ein, während er beruflich unterwegs ist. Für Isabel ein Albtraum, denn sie ist gerne alleine und möchte keine Fremde in ihrer gewohnten Umgebung beherbergen.

Von Anfang an zeigt Isabel dem unerwünschten Gast die kalte Schulter, während Eva in kindlich-naiver Weise versucht, Isabels Zuneigung zu gewinnen. Und obwohl ständig Gegenstände verschwinden und Eva sich nicht an Isabels Vorgaben hält, beginnt es zwischen den beiden zu knistern.

Isabel wird von ihren Gefühlen überwältigt, vor allem, als sie Evas Geheimnis entdeckt, das mit der Vergangenheit ihres Hauses verknüpft ist. Im Grunde geht es in diesem Roman sehr stark um die eigene Identität, um Verbitterung, zu sich selbst ehrlich zu sein und natürlich um die Beziehung zwischen Mutter und Geschwistern. Die Charakterentwicklung aller Beteiligten liegt hier im Fokus. Sonderlich spannend ist das alles aber jetzt nicht.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Etwas zu viel Spice und langweiliger Fall.

Spuken für Fortgeschrittene
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Dies ist der 2. Fall von Detective Rain Christiansen und er hat mir weniger gut gefallen, als der 1. Es waren dann doch etwas zu viele Spicy-Szenen zwischen Rain und seinem Freund Danny für mich und der ...

Dies ist der 2. Fall von Detective Rain Christiansen und er hat mir weniger gut gefallen, als der 1. Es waren dann doch etwas zu viele Spicy-Szenen zwischen Rain und seinem Freund Danny für mich und der Kriminalfall auch nicht sonderlich spannend.

Der Fokus lag auf Rains Gabe bzw. Fluch, von morgens bis abends Geister sehen zu können und den dadurch bedingen Schlafmangel, sowie die nicht mehr vorhandene Privatsphäre. Deshalb drängt ihn sein Umfeld dazu, mit Gurus und Psychologen zu reden, was natürlich auch keine Abhilfe schafft.

Manchmal war es ganz witzig, aber im Grunde hat es mich gelangweilt. Es gibt auch wieder Verstorbene, die teilweise kryptische und unverständliche Aussagen tätigen, sodass Rain den Fall mühsam wie ein Puzzle zusammensetzen muss.

Des Weiteren geht es noch um das Thema Zusammenziehen und den Status Quo von Rains und Dannys Beziehung. Ich denke, ich werde die Reihe trotzdem weiterverfolgen, in der Hoffnung, dass es mehr Spannung und weniger Spice gibt.

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