Ein Schauerroman?
Northanger AbbeyInhaltsangabe: Ein finsteres Familiengeheimnis oder doch nur blühende Phantasie?
Catherine Morland liest gerne Schauerromane. Als ihr gebildeter Verehrer sie seiner Familie vorstellt, ist diese not amused. ...
Inhaltsangabe: Ein finsteres Familiengeheimnis oder doch nur blühende Phantasie?
Catherine Morland liest gerne Schauerromane. Als ihr gebildeter Verehrer sie seiner Familie vorstellt, ist diese not amused. Die Aura des alten Landsitzes ›Northanger Abbey‹ beflügelt Catherines Phantasie so sehr, dass sie bald glaubt, einem Familiengeheimnis auf der Spur zu sein.
Sichtweise/Erzählstil: Wir tauchen ein an der Seite von Catherine und beobachten von Außen wie sie das gesellschaftliche Leben empfindet und gern in ihren Romanen abtaucht. Wir bekommen einen guten EInblick in ihre Gedanken und Emotionen. Es ist ein leichtes eine stabile Verbindung zu ihr Aufzubauen.
Spannung/Story: Die erste Hälfte des Buches beschäftigt sich mehr mit dem gesellschaftlichen Treiben in Bath und wie Catherine ihre neuen Freunde kennen lernt. Hier muss man auch mal laut auflachen oder wütend schnauben. Die lockere Geschichte lässt sich einfach so weglesen und man kann super entspannen.
Jedoch ist der Part um das Kloster Northanger Abbey meiner Meinung nach zu kurz geraten. Man muss im Hinterkopf behalten, das Jane Austen hier eine Parodie über Horrorgeschichten geschrieben hat. Das spiegelt sich sehr gut in der zweiten hälfte des Buches wieder, auch wenn wir nicht lange in dem Kloster verweilen. Die Fantasie scheint oft mir Catherine durchzugehen und man schüttelt den Kopf wegen ihres Verhaltens.
Fazit: Auch wenn es eine leichte lockere Geschichte für zwischendruch ist, hatte ich persöhnlich zu hohe Erwartungen an das Buch.