Das Buch " Von riesengroß bis klitzklein" von Julia und Klee Sabine Rothmund ist ein sehr besonderes Buch, das ich in der Art noch nicht gesehen habe. Das Besondere daran ist, dass man zunächst eine Zeichnung ...
Das Buch " Von riesengroß bis klitzklein" von Julia und Klee Sabine Rothmund ist ein sehr besonderes Buch, das ich in der Art noch nicht gesehen habe. Das Besondere daran ist, dass man zunächst eine Zeichnung sieht und später wird aus dieser Zeichnung herausgezoomt, z.B. sieht man zuerst eine Kuh auf der Wiese, im nächsten Bild sieht man dann aber, dass die Kuh ein Bild auf einer Milchtüte ist. So erlebt man eine Geschichte voller überraschender Wendungen, die zum Nachdenken anregt und spielerisch das Erkennen von Zusammenhängen fördert.
Die Zeichnungen sind wirklich schön und liebevoll gestaltet, es gibt bei jedem Lesen immer wieder neue Details zu entdecken.
Das Buch lässt uns mit dem Gefühl und den Gedanken zurück, wie schön und schützenswert unsere Welt doch ist und das man mit offenen Augen achtsam durch die Welt gehen sollte.
Worum geht es? Kurz gesagt: um Migräne. Aber das reicht nicht, denn Migräne ist vor allem eins: komplex. Autorin Meike Status setzt in ihrer Methode auf vier Säulen (Trigger, Energiehaushalt, Körperarbeit ...
Worum geht es? Kurz gesagt: um Migräne. Aber das reicht nicht, denn Migräne ist vor allem eins: komplex. Autorin Meike Status setzt in ihrer Methode auf vier Säulen (Trigger, Energiehaushalt, Körperarbeit und Entspannung) und damit auf ein ganzheitliches Verständnis von Migräne. Sie beginnt damit, ihren eigenen Weg zu beschreiben und wie die einzelnen Schritte und Erkenntnisse auf dem Weg zur Entwicklung der T.E.K.E.®-Methode ausgesehen haben. Ein interessanter Einblick, der auch mir spannende Erkenntnisse gebracht hat. Jede Säule wird im Folgenden ausführlich dargestellt und eine Vielzahl an Übungen und Fragen hilft dem Leser dabei, sein persönliches Programm zusammenzustellen. Denn – der sieht von Mensch zu Mensch unterschiedlich aus. Das ist ein wichtiger und guter Ansatz, der mir sehr positiv aufgefallen ist.
Das Buch war äußerst angenehm, flüssig und gut verständlich zu lesen. Man merkt deutlich, dass hier eine Journalistin am Werk war. Besonders interessant fand ich auch die Gespräche, die die Autorin mit verschiedenen Expertinnen zu unterschiedlichen Themen geführt hat. Dadurch wurde noch einmal ein anderer Blickwinkel eingebracht und das Beschriebene verdeutlicht und ergänzt.
In erster Linie ist das Buch natürlich für Menschen mit Migräne interessant und meiner Meinung nach wirklich hilfreich, aber auch Nichtbetroffene können einiges lernen – über Stress (denn den hat wohl jeder) und den Umgang damit, sowie generell den achtsamen Umgang mit sich selbst und den eigenen Ressourcen.
Nicht unbeachtet lassen möchte ich zunächst die Aufmachung des Buches. Selten habe ich sich so angenehm anfühlende Seiten zwischen den Fingern gehabt und so eine angenehme Schrift vor den Augen. Kleinigkeiten, ...
Nicht unbeachtet lassen möchte ich zunächst die Aufmachung des Buches. Selten habe ich sich so angenehm anfühlende Seiten zwischen den Fingern gehabt und so eine angenehme Schrift vor den Augen. Kleinigkeiten, die für mich viel ausgemacht haben. Ich habe mich jedes Mal wieder darüber gefreut, wenn ich das Buch in die Hand genommen habe. Die angenehme Haptik gilt übrigens ebenso für das Äußere und auch die Optik fällt ins Auge – hier wird schon deutlich: dieses Buch wird laut, will (und muss) sichtbar sein.
Jetzt aber zu den inneren Werten. Autorin Emilia Roig ist Politologin sowie Gründerin und Geschäftsführerin des „Center for Intersectional Justice (CIJ)“ mit Sitz in Berlin. Ihr Einsatz für Gleichberechtigung und Gerechtigkeit hat ihren Ursprung schon in ihrer Kindheit, in der sie in einer algerisch-jüdischen-karibischen Familie in Frankreich aufwuchs.
Worum geht es? Emilia Roig hinterfragt in ihrem Buch patriarchale und als „normal“ angesehene Strukturen, insbesondere die alteingefahrene Institution Ehe. „Das haben wir eben immer schon so gemacht“ gibt es hier nicht. Alternative Beziehungsmodelle haben gerade in letzter Zeit immer mehr Aufmerksamkeit bekommen, sind aber immer noch die Ausnahme. Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen, die sich im klassischen Modell Ehe nicht wohlfühlen.
Behandelt werden eine Vielzahl an Themen, es geht unter anderem um Unterdrückung und klassische Rollenverteilung, die ungesehene Arbeit, die Frauen leisten, Geld und Sex in der Ehe das binäre Geschlecht, gleichgeschlechtliche Liebe und auch einen Ausblick in die Zukunft – Was kommt nach der Ehe? Dabei gibt die Autorin auch ganz persönliche Eindrücke und erzählt von ihren eigenen Erfahrungen und Erlebnissen. So erzählt sie davon, dass sie nach einer schönen Hochzeit (die später geschieden wurde) mit vielen Freunden und Familie in eine „Ehe-Depression“ gefallen ist. Damals war das Phänomen noch nicht geläufig und sie wusste lange Zeit nicht, was mit ihr los ist.
Ein sehr gut recherchiertes und klug geschriebenes Buch, aus dem ich einige Erkenntnisse und Informationen mitnehmen konnte und einige Anstöße und Impulse bekommen habe, zu hinterfragen und weiterzudenken. Auch wenn ich die Ehe nicht per se ablehne (darum geht es auch gar nicht), finde ich es großartig und wichtig, neue Impulse zu bekommen und alte Denkmuster aufzubrechen. In dem Zusammenhang sind die Kommentare, die ich zu dem Buch schon gelesen habe, kaum zu glauben. Dort wird gefordert (übrigens ausschließlich von Männern) „lasst uns doch in Ruhe“ und wenn ein Kind kommt, solle es doch nicht gleich weggeben werden, dann müsse der Mann eben arbeiten und die Frau zu Hause bleiben. Ich denke immer, es ist schon so viel passiert, aber der Blick aus meiner Bubble heraus bestätigt leider immer wieder: Es ist noch viel zu tun. Umso besser, dass es Bücher wie dieses gibt. Selbst wenn man mit etwas nicht 100% d´accord geht, wünsche ich mir doch eine Offenheit und Awareness für bestimmte Themen. Es lohnt sich. Deshalb von mir eine ganz klare Empfehlung!
Als ich den 592 Seiten schweren Thriller „Der Morgen“ von Marc Raabe das erste Mal in den Händen hielt, hatte ich ein bisschen Respekt –habe ich im Moment überhaupt Zeit für so ein Buch bzw. wie lange ...
Als ich den 592 Seiten schweren Thriller „Der Morgen“ von Marc Raabe das erste Mal in den Händen hielt, hatte ich ein bisschen Respekt –habe ich im Moment überhaupt Zeit für so ein Buch bzw. wie lange werde ich dafür denn um Gottes Willen brauchen? Turns out: für diesen Pageturner habe ich mir die Zeit genommen und ihn innerhalb von ein paar Tagen verschlungen. Gerade der dramatische Showdown hat mich ein paar Stunden Schlaf gekostet. Mein zweiter Gedanke war übrigens: Was für eine coole Optik mit dem schwarzen Scherenschnitt.
Worum geht es? Es handelt sich um den ersten Band einer neuen Reihe um das Ermittlerduo Art Mayer und Kommissar-Anwärterin Nele Tschaikowski. Nele mochte ich sofort, mit Art habe ich mich zu Beginn etwas schwergetan. Nach ein paar Seiten war ich aber auch von dem eher rauen „Draufgänger“ mit dem großen Herzen angetan. Selbst als seine dunkle Vergangenheit aufdeckt. Einmal Art-Fan, immer Art-Fan. An der Siegessäule in Berlin wird auf der Ladefläche eines Kleinlasters eine tote Frau gefunden. Es handelt sich um die Frau des Gesundheitsministers, die mit ihrem Blut die Adresse des Bundeskanzlers auf den Körper geschrieben hat. Ein hoch brisanter Fall mit Verwicklungen in die höchsten politischen Kreise. Brisant ist auch die Vergangenheit, die Art mit den beteiligten Personen hat. Durch Rückblenden erfahren wir gerade in der ersten Hälfte des Buches, was sie miteinander verbindet. Unfassbar gekonnt gelingt es dem Autor, die Puzzlestücke nach und nach freizulegen und ein Gesamtbild zu schaffen, das spannender kaum sein könnte und vor unerwarteten Wendungen nur so strotzt. Dabei werden auch aktuelle Themen wie Deep-Fakes bzw. Fälschungen von Bild- und Videomaterial generell, aufgegriffen, die gerade die Ermittlungsarbeit immer mehr erschweren und berücksichtigt werden müssen.
Von mir eine ganz klare Empfehlung. Ich kann den nächsten Teil kaum erwarten und werde mich bis dahin erstmal anderen Büchern des Autors zuwenden, in der Hoffnung, dass diese ähnlich gut sind. Da habe ich ganz klar Nachholbedarf.
Ich finde Willodeen als starke weibliche Hauptperson (und Helden des Buches) großartig. Sie ist klug, empathisch, engagiert und kämpft dafür, was ihr wichtig ist. Nachdem sie ihre Familie verloren hat, ...
Ich finde Willodeen als starke weibliche Hauptperson (und Helden des Buches) großartig. Sie ist klug, empathisch, engagiert und kämpft dafür, was ihr wichtig ist. Nachdem sie ihre Familie verloren hat, lebt sie eher zurückgezogen bei zwei älteren Frauen. Als Forscherin interessiert sie sich für die Natur und vor allem für Tiere. Davon gibt es im Dorf Purchance einige ganz besondere Arten, z.B. Kreischer und Summbärchen. Als die unbeliebten Kreischer gejagt und ausgerottet werden, kehren auch die beliebten und für den Tourismus wichtigen Summbärchen nicht ins Dorf zurück. Willodeen vermutet einen Zusammenhang und macht sich auf die Suche nach den Kreischern. Beide Tierarten sind übrigens auf dem großartigen Cover abgebildet, das mich schon von Anfang an neugierig auf das Buch gemacht hat und wirklich ein Highlight darstellt.
Das Buch ist mit wunderschönen Zeichnungen mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Die Schrift ist etwas größer und es gibt viele Absätze, was altersgerecht und angenehm für junge Leser ist.
Die wichtige Botschaft rund um Umwelt- und Tierschutz und das zerbrechliche und genau aufeinander abgestimmte Gefüge der Natur, ist wunderbar leicht und doch eindrücklich in die Geschichte eingeflochten und kann so schon jungen Lesern mit auf den Weg gegeben werden. Auch Willodeens Entwicklung ist ein schöner und wichtiger Teil der Geschichte. Anfangs eher zurückgezogen, entwickelt sie im Laufe der Geschichte eine wundervolle Freundschaft zu Connor.
Eine klare Empfehlung – nicht nur für junge Leser.