Spannender Ausflug in die Pfalz
Biertrinker sind verdächtigDie ersten Seiten haben mich nicht so recht begeistert und ich brauchte ein bisschen, bis ich wirk-lich drin war in der Geschichte. Aber dann hat es mir gut gefallen und ich mochte die Besonderhei-ten ...
Die ersten Seiten haben mich nicht so recht begeistert und ich brauchte ein bisschen, bis ich wirk-lich drin war in der Geschichte. Aber dann hat es mir gut gefallen und ich mochte die Besonderhei-ten dieses Regionalkrimis. Den Dialekt, den einer der Chefs bei der Polizei spricht, die Beschrei-bungen der Landschaft vor Ort in der Pfalz und die ganze Lebensart haben mir gut gefallen – es war wie ein netter und zugleich spannender Ausflug in diesen Teil Deutschlands.
Detlev Menke, anfangs Hauptfigur und verkrachte Existenz, findet eine weibliche Leiche in einem Hotelzimmer. Eigentlich war es ein erotisches Treffen, aber dann hat er die Polizei am Hals und steht im Verdacht ein Mörder zu sein. Dabei sieht er sich doch als Privatdetektiv.... Anfangs mochte ich ihn nicht sonderlich, da er ein Weiberheld ist und vom Geld seiner Mutter lebt, die gutgehendes Weingut hat. Erst nach und nach wird er sympathisch und taut auf.
Gut gefallen hat mir die Polizei mit ihren Mitarbeitern. Diese werden in ihrer täglichen Arbeit so gut beschrieben, dass man den Alltag und die Ermittlungsarbeit quasi direkt mitbekommt. Das hat mir Spaß gemacht, zumal man dann ja auch raten konnte, wer der Mörder ist. Einzig der mehrfache Hinweis, dass in der Realität alles anders ist als in Filmen, hat mich etwas gestört.
Ich habe gelacht, war genervt von einer schrecklichen Person, habe mit Detlev und seiner Familie mitgefühlt: Die Autorin hat es wunderbar geschafft, den Leser mit in die Geschichte zu ziehen und die Figuren so darzustellen, wie sie eben im Leben wirklich sind.
Gerne wäre ich bei einem zweiten Fall des Detektivs Deti dabei!