Als ich den Klappentext dieses Buches las, habe ich mir Miles als einen schüchternen Kerl vorgestellt, der Mallory deshalb nur aus der Ferne beobachtet. Der Titel hat mich dann natürlich etwas verwirrt ...
Als ich den Klappentext dieses Buches las, habe ich mir Miles als einen schüchternen Kerl vorgestellt, der Mallory deshalb nur aus der Ferne beobachtet. Der Titel hat mich dann natürlich etwas verwirrt und ich dachte: Oh, okay. Erotik.
Ich war also zunächst sehr gespannt darauf, was mich erwartet und in welche Richtung die Geschichte geht.
Zum Inhalt:
Miles beobachtet Mallory schon seit langem und lenkt insgeheim ihr Leben. Doch bis jetzt hat er sich ihr gegenüber noch nicht gezeigt. Mallory lebt demnach vollkommen ohne Wissen um Miles' Existenz. Sie arbeitet hart für ihre Karriere und landet schließlich bei einer großen Firma in New York. Abends in einem Club trifft sie auf den geheimnisvollen Oz. Beide sind sofort hin und weg voneinander. Die Frage ist, wann die Blase zerplatzt.
Zum Buch:
Der Schreibstil ist flüssig und hat mich beim Lesen auf keinen Fall gestört. Die Idee hinter der Geschichte ist an sich auch nicht schlecht und Mallory und Miles stellen zwei tolle Charaktere dar. Man kann sich anfangs gut in die unerfahrene Mallory hineinversetzten, die alles unheimlich spannend findet und etwas naiv vorgeht. Und auch Oz/Miles ist anfangs auf der richtigen Schiene. Ein bisschen Besessenheit kann ja in einem Erotikroman ganz spannend und prickelnd sein.
Leider hört dann mein Lob auch schon auf. Ich muss gestehen, dass es mich echt viele Nerven gekostet hat, das Buch bis zum Ende zu lesen. Mallory wird immer naiver, Miles' Besessenheit ist ungesund und beinahe krank und Mal's Reaktionen darauf wirken oft sehr unauthentisch. Generell fehlt mir in dem Buch etwas mehr Realität und Tiefe. Bis zu letzt ist mir nicht klar geworden, wann sich die beiden überhaupt ineinander verliebt haben bzw. auf was ihre Liebe baut. Sie war einfach da, dann waren sie auch schon zusammen und schließlich heiraten und Kind und das gerade Mal in knapp drei Wochen erzählter Zeit. Zudem nimmt die Geschichte wohl alle Klischees mit, die sie finden konnte. Nur sind diese dann auch noch nicht richtig ausgefeilt. Mir schien es zwischendurch, als seien die Autorinnen in Hetze. Es ging einfach zu schnell und war zu unbegründet.
Dadurch haben mich dann auch die erotischen Szenen, von denen ein solches Buch ja irgendwie lebt, nicht wirklich überzeugt. Ich konnte die Beziehung einfach nicht für voll nehmen und dies zog seine Konsequenzen nach sich.
Die Beziehung ist eher etwas krank, weil Mallory nachgibt, wo immer es geht und Oz dies ausnutzt. Das ganze nennt sich dann die "große Liebe". Meiner Meinung nach wurde hier einfach der Schwerpunkt etwas falsch gesetzt. An den Stellen, an die eigentlich Lust und Verlangen treten sollte, tritt auf Oz Seite oft der Drang nach vollständiger Kontrolle.
Fazit:
Mich hat dieses Buch nicht überzeugt. Es war die meiste Zeit äußerst nervig zu lesen. Ich würde es demnach nicht weiterempfehlen. Was die Autorinnen betrifft, so sehe ich noch eine Chance in einem Folgeband über Paige und Ryan, zwei der Figuren, die ein interessantes Paar abgeben könnten. Dann muss aber etwas mehr Gefühl und Tiefe in die Geschichte mit einfließen.
Achtung, diese Rezension enthält teilweise Spoiler, die aber nicht den Spannungsaufbau der Story betreffen.
Zum Schreibstil:
Ich kann nicht wirklich viel Positives über dieses Buch sagen, außer vielleicht, ...
Achtung, diese Rezension enthält teilweise Spoiler, die aber nicht den Spannungsaufbau der Story betreffen.
Zum Schreibstil:
Ich kann nicht wirklich viel Positives über dieses Buch sagen, außer vielleicht, dass der Schreibstil trotz allem für einen Lesefluss gesorgt hat. Mir war es aber trotzdem zu oft zu viel Geschwafel. Dialoge und innere Monologe, die eigentlich immer und immer wieder das gleiche ausgesagt haben. Dazu das extrem zeitdehnende Erzählen, das eigentlich kein Problem gewesen wäre, außer im Hinblick darauf, dass das Buch gar nicht so lang war.
Zur Geschichte allgemein:
Es fing eigentlich alles ganz vielversprechend an. Denn klar, Dark Romance hat auch Schattenseiten. S* kann ausgenutzt werden – zur Folter, egal ob körperlich oder psychisch. So fand ich Grace von Anfang an sehr spannend, weil sie erstens Teil dieser Community war (BDSM), aber auch in einem starken Abhängigkeitsverhältnis zu ihrem Freund stand und in dieser Beziehung misshandelt wurde. Ich erwartete also eine Frau, die mit mehreren Traumata zu kämpfen hat und außerdem in einer Situation festsitzt, die sich nicht mal eben so klären lässt. Und auch, wenn Erwartungen immer mit Vorsicht zu genießen sind, fand ich diese Erwartungen nicht unberechtigt, denn sie wären authentisch gewesen.
Miles ist ebenso spannend anfangs. Er kommt direkt aus dem Entzug, arbeitet nun wieder in dem Club, den er mit seinen Geschwistern aufgemacht hat und hat gleichzeitig den Verlust seiner besten Freundin zu bewältigen. Bei beiden Figuren gibt es also viele Hintergründe, viel Potential für Tiefe und starke Emotionen. Leider schwenkt die Story ziemlich schnell in eine Richtung, die für mich nicht mehr nachvollziehbar war.
Es beginnt mit einer Verkettung von Dialogen und Geschehnissen, die wenig authentisch wirken und die realen Missstände einfach ignorieren. Dazu gehört beispielsweise, dass sich das Buch auf eine Art und Weise auf das Thema S konzentriert, die stark an den Haaren herbeigezogen wird. Das hier ist Dark Romance. Keiner zuckt bei sowas mit der Wimper, wenn die Figuren in einem Sclub BDSM praktizieren. Auch nicht, wenn sie dies auch zuhause machen. Wann ich allerdings sehr wohl zusammenzucke, ist an den Stellen, an denen der S über alles gestellt wird, ohne die Geschehnisse zu berücksichtigen.
So denkt Miles schon viel zu früh wieder daran, mit Grace zu schlafen, bzw. mehr zu tun. Ihr müsst euch vorstellen, dass die erste Szene eine ist, in der Grace schwerst misshandelt und fast vergewaltigt wird und Miles denkt an Sex, sobald er sie befreit hat? Was ist los mit ihm? Okay, wir verbuchen es unter einer starken sexuellen Anziehung zwischen den beiden. Aber Grace hat anfangs solch eine Angst vor anderen und Männern, dass sie bei jeder Bewegung seinerseits zusammenzuckt. Wer denkt dann an S? Niemand der gesund ist jedenfalls. Und hier werden keine Hinweise darauf gemacht, dass Miles es nicht ist.
So geht es dann eigentlich weiter. Die Anfangsszene zieht sich unheimlich lang. Es wird extrem zeitdehnend erzählt, um dann einzelne mit „zwei Wochen später“ einzuführen. Was sich einfach nur wie ein künstliches in die Länge ziehen anfühlte, denn in dieser Zeit dazwischen passierte nichts zwischen den beiden. Nichts, was den Zustand von davor geändert hätte.
Dazu kommt, dass hier mit den Wörtern „Sub“ und „Dom“ regelrecht um sich geworfen wird. Durch diese Hierarchie, die dadurch formiert wird, wird Grace von Anfang an klein gehalten, auch wenn sie etwas anderes glauben will. Sie kommt aus einer Beziehung (wenn man es denn so nennen will), in der sie absolut gar nichts zu sagen hatte und lässt sich dann gleich wieder von Miles in die gleiche Position bringen. Und da ist es ganz egal, dass er sie, anders als ihr Ex-Freund, wie ein Mensch behandelt. All ihre Gedanken dazu, dass sie ein eigenständiger Mensch ist, ein Leben haben sollte und haben darf, werden einfach überrollt. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die komplette Handlung sich nur auf ihr Sleben zusammen beschränkt. Am Anfang habe ich mich gefragt: Wann darf sie denn jetzt endlich duschen? Zuletzt war es nur noch: Wann hat sie zuletzt Tageslicht gesehen? Nur weil man in einer solchen BDSM-Beziehung lebt, heißt das ja noch lange nicht, dass man keine anderen Inhalte in seinem Leben hat. Das hier ist einfach irgendwo immer noch toxisch, weil nicht aufgearbeitet
Alles in allem kann man zu Grace sagen, dass ihre Traumata hier nicht wirklich aufgearbeitet wurden. Mir fehlte die Tiefe komplett und ihre plötzlichen 180°Wendungen konnte ich einfach nicht nachvollziehen.
Mit Miles ist es nicht wirklich anders. Sein Entzug kommt zwischen den beiden praktisch gar nicht mehr zur Sprache, dabei arbeitet er nach wie vor in dem Club. Es ist ja okay, wenn das Buch sich auf etwas anderes fokussieren will, aber vielleicht hätte man ihm das dann von vornherein rauskürzen sollen, damit man dort als Leser:innen gar nichts erwartet. So dachte ich immer nur: Ach stimmt, der Herr hat jetzt ja eine Ablenkung. Weil Ablenkung natürlich die einzig richtige Lösung für die Gedanken sind, die er hat.
Auch andere Elemente des Handlungsverlauf machten für mich keinen Sinn. Beispielsweise der Deal, der eigentlich nicht wirklich einer war, weil sein Angebot nur menschlich war und sie keine Sekunde eine Fake-Beziehung geführt haben. Dann die Bilder von ihr nackt in der Zeitung – wer druckt sowas? Und wozu war Amanda gut, wenn die beiden es nicht einmal schaffen, ein ernstes Gespräch zu führen, ohne dass es aus Geschwafel und Varianten der immer gleichen Aussagen bestand oder in einer Snummer endete. Versteht mich nicht falsch: Ich lese durchaus Bücher, in denen die Protagonist:innen viel S* haben. Das ist es nicht, was ich daran nicht gut finde, sondern die fehlende Story im Allgemeinen dahinter. Für alles andere würde ich wahrscheinlich einfach ein Heftchen eines anderen Genres zu Rate ziehen.
So, und weil ich jetzt noch sehr lange so weitererzählen könnte und euch am Ende dann wahrscheinlich den kompletten Handlungsverlauf vorgekaut hätte (was ich eigentlich schon getan habe), bezieht sich mein letzter Punkt nun auf das Ende. Ein Happy End, wie man es bei Romance eben so erwartet. Nur fehlte mir auch hier jegliche Emotion. Es werden zwar nochmal ein paar Themen hervorgeholt, aber so kurz angerissen und abarbeitend, dass ich sie nicht ernst nehmen konnte. Grace überlegt dafür nochmal ganz genau, was sie eigentlich schon weiß und kommt zu dem Schluss, dass sie jetzt als Individuum handelt (was ich so nicht bestätigen kann) und deshalb jetzt alles besser ist. Charakterentwicklung gleich null, auch, wenn es anders dargestellt wird.
Ich habe mich auf jeden Fall bis zu diesem Ende durchkämpfen müssen und auch das konnte die Geschichte dann nicht für mich retten.
Fazit:
Dieses Buch kann ich leider nicht wirklich weiterempfehlen. Mir fehlte die Authentizität, die Gefühle, die Tiefe – selbst die sexuellen Szenen waren nicht besonders gut beschrieben und verzerren einfach den Blick auf das Genre Dark Romance. Glaubt mir, auch da kann man eine Charakterentwicklung erwarten. Miles und Grace haben aber eher das Gegenteil bewiesen, somit lest es, wenn euch Band 1 gefallen hat, andernfalls einfach nicht.
Schreibstil:
Das hier war wieder ein Buch, bei dem mir sehr doll aufgefallen ist, wie sehr man sich doch an einen Schreibstil gewöhnen kann. Zum Glück habe ich mir aber Notizen gemacht und den anfänglichen ...
Schreibstil:
Das hier war wieder ein Buch, bei dem mir sehr doll aufgefallen ist, wie sehr man sich doch an einen Schreibstil gewöhnen kann. Zum Glück habe ich mir aber Notizen gemacht und den anfänglichen Eindruck festgehalten. Und der war, dass mir die Sätze zu lang waren. Sie waren einfach ziemlich verbaut, es kam oft zu Wiederholungen und alles verlief immer sehr schnell in klischeehaften Floskeln. Nach und nach habe ich mich zwar daran gewöhnt und konnte der Geschichte dann auch gut folgen, aber es fehlte die ganze Zeit die Tiefe. Und das lag vor allem daran, dass sich nicht so richtig Zeit dafür genommen wurde, mal echte Emotionen auszuschreiben. Stattdessen blieb alles oberflächlich, geradezu glatt und orientierte sich weiterhin an den Floskeln. Echte Gefühle kamen so bei mir als Leserin nicht an. Das fand ich unheimlich schade, weil die Geschichte das auch nicht so ganz retten konnte.
Zur Geschichte allgemein:
Ich muss sagen, dass ich keinen der Bände zuvor gelesen habe. Wahrscheinlich kennt man Milo und Gianna ansonsten schon. Ich aber kannte keinen und wurde vollkommen ins kalte Wasser geschmissen. Oder eher ins warme, denn es schien alles schon passiert. Milos Story beginnt nicht so ganz glücklich. Er liegt im Krankenhaus und Gianna ist seine Krankenschwester. Eins ist von vorneweg klar: Er hat sich in sie verknallt. Da wird nichts hinter dem Berg gehalten oder in Zweifel gestellt. Bei Gianna ist es so ähnlich, nur dass sie sich gar nicht so viel Zeit nimmt, darüber nachzudenken. Immerhin hat sie noch ein Leben außerhalb des Krankenhauses, in dem sie mit ihrem Ex-Verlobten zu kämpfen hat. Das war es dann aber auch schon. Man liest abwechselnd aus beiden Perspektiven und eigentlich ist die einzig beschriebene Thematik ihre Liebe zueinander und Milos Familie, die immer wieder vorbeikommt, Essen bringt und sehr freundlich ist. Durch Giannas Vergangenheit kommt etwas Abwechslung hinein, aber irgendwie fehlte mir dennoch die Lebensgrundlage der beiden. Haben sie keine Freunde? Keine Hobbys? Es schien mir alles fast wie ein kleines Kammerspiel – alles blieb in und um das Krankenhaus und die Familie.
Dazu kam dann eben, dass die beiden das Verlieben quasi überspringen. Klar, sie sind nicht gleich zusammen, aber so wirklich Zeit, um sich anzunähern, bekommen sie auch nicht. So fand ich die Story erstmal ganz süß, erwartete mir aber doch mehr. Vielleicht eine spannende Wendung, ein Problem, das sie gemeinsam durchstehen müssen oder irgendwas dergleichen. Das passierte aber nicht. Stattdessen haben sie alles, was uns Leser:innen Nähe und Emotionen gebracht hätte, übersprungen. Ebenso wie Probleme. Milo ist am Anfang ziemlich lädiert und muss danach noch aufpassen. Eine Riesenchance, die beiden näher zusammen zu bringen. Das passierte aber nicht.
Ich überlege gerade, was ich noch dazu schreiben kann, wie die Handlung aufgebaut ist, aber so viel fällt mir da tatsächlich nicht ein. Es blieb flach, eindimensional und wiederholte sich zudem dauernd, sodass mir zwar klar wurde, was beispielsweise Gianna belastet, aber mich gleichzeitig auch immer wieder dazu verlockte, Seiten zu überspringen. Und sowas finde ich immer besonders schade, weil ein Buch ja nur begrenzt lang ist. Da sollte es schon jedes Wort, jeden Satz zu nutzen wissen.
Der Wendepunkt ist dann ähnlich unspektakulär wie alles davor. Es ist alles plötzlich höchst dramatisch und man selbst versucht dahinterzukommen, was nun der Unterschied zu den Geschehnissen zuvor gewesen ist. Ich habe sie nicht gefunden. Das passt dazu, dass es sich dann auch ganz unspektakulär simpel und flach wieder auflöst. Tiefe konnte hier einfach nicht erzeugt werden.
Was mich am Ende besonders irritiert hat, war, dass die Perspektiven der anderen Figuren (aus den vorherigen Bänden) mit aufgegriffen wurden. Zwar fand ich das ganz süß und für Leser:innen der anderen Bände war es bestimmt schön, noch etwas von ihnen zu hören, aber es hat Milo und Gianna total die Show gestohlen. Plötzlich ging es nur noch darum, wie glücklich alle sind, um Hochzeiten und Kinder und die happy Family. Es wirkte alles unheimlich schnell abgehandelt, war ganz am Ende sogar nur noch stichpunktartig aufgeführt und hat mich echt etwas geschockt zurückgelassen. Milo und Gianna sind in diesem Wust von glücklichen Pärchen nämlich nichts besonderes. Ich hatte ehrlich gesagt noch nicht einmal das Gefühl, zu ihnen eine stärkere Beziehung zu haben, als zu denen, von denen ich nur zwei, drei Seiten gelesen und vorher noch nie gehört hatte.
Fazit:
Für mich war dieses Buch leider gar nichts. Es war alles zu flach, zu wenig spannend, wiederholte sich zu sehr und gab den Hauptfiguren nicht viel Platz. Tiefe wollte nicht so recht aufkommen, da alles sehr klischeehaft und schnell abgehandelt wirkte. Mir schien es, als wäre das Paar von Anfang an einfach nur happy und daran änderte sich dann auch nicht viel. Das Ganze zwischendurch hätte es nicht gebraucht. Wirklich sehr schade, denn ich habe schon viele tolle Bücher der Autorin gelesen.
Hallo ihr Lieben<3
Dies ist die erste Rezi, bei deren Verfassen ich mich geradezu schlecht fühle. Ich habe das Buch nämlich nicht zu Ende gelesen, dabei wollte ich es so gerne mögen. Es ging aber nicht. Irgendwo ist dann auch bei mir der Punkt gekommen, an dem ich sage: Dafür ist mir meine Zeit zu kostbar.
Das was ich bisher habe, ich habe bis zur Hälfte (49%) des Buches gelesen, möchte ich euch aber noch gerne bewerten.
Falls wer die Reihe nicht kennt: Es handelt sich um eine Dilogie, deren erster Band jedoch quasi abgeschlossen ist. Wie der Titel es hier schon andeutet, geht es nach dem Happy End noch weiter. Ich würde nicht empfehlen diesen Band zu lesen, ohne vorher den ersten gelesen zu haben.
Der Klappentext:
Endlich haben Cinder alias Brian und Ella sich gefunden! Die beiden schweben auf Wolke sieben und sind verliebter denn je. Aber schneller als ihnen lieb ist, holt sie die Realität wieder ein. Zwischen Alltagsstress und Familienproblemen ist Brian schließlich immer noch der angesagteste Schauspieler Hollywoods – und das merkt auch Ella, die plötzlich mehr denn je im Rampenlicht steht. Doch ist ihre Liebe wirklich stark genug, dem Druck des Showbusiness standzuhalten?
Der Schreibstil:
Das Buch lässt sich flüssig lesen. Direkt am Stil habe ich nichts auszusetzen. Allerdings waren es mir ein paar zu viele Dialoge. Es passierte einfach wenig.
Meine Meinung:
Ich habe mich echt gefreut, weiterlesen zu können. Gerade, weil die Liebesgeschichte der beiden nicht so alltagstauglich wirkte, wie so manch andere. Es fängt auch ganz gut an. Die Liebe zwischen Ella und Brian ist da. Unerschütterlich und tief. Ich bewundere, wie direkt sie zueinander stehen und sich davon auch nicht abbringen lassen. Gerade Brian hat sein altes Leben komplett abgelegt.
Was ihnen das Leben nun schwer macht, ist Brians Promistatus. Das fand ich wirklich gut dargestellt. Es wurde alles bedacht, es gab die ein oder andere Situation, die entstanden ist, weil Ella es nicht gewöhnt ist und so weiter. Dabei wird außerdem nie vergessen, dass Ella eine Beeinträchtigung hat. Es bleibt also alles sehr real und authentisch.
Leider auch der Zeitraum. Diese erste Hälfte erzählt sehr ausführlich von circa zwei Wochen. Zwei Wochen, in denen die beiden sehr sehr sehr viel miteinander reden. Klar, Ella und ihr mangelndes Selbstbewusstsein, die Probleme mit den Paparazzo usw. Das war für mich auch alles verständlich. Allerdings ergab es einfach keinen guten Handlungsverlauf, der mich nun an das Buch gefesselt hätte. Die wichtigen Botschaften kommen schon bei der Offenlegung des Problems hervor. Da brauche ich nicht noch zehn Seiten Text dazu. Ich habe es zur Kenntnis genommen, eigentlich zog es aber nur an mir vorbei.
Hinzu kommt noch, dass ich immer im Hinterkopf hatte, dass die beiden noch nicht wirklich alt bzw. erwachsen sind. Ella hat gerade erst die Schule fertig. Dennoch geben sie sich sehr erwachsen (vor allem Brian. Ella ist in ihren Gedanken oft auch noch sehr jung und naiv), sind sich immer in allem einig… Ich hätte einfach erwartet, dass die beiden mehr Freude am Leben haben, vielleicht einiges erstmal so lassen, wie es ist und sich ihrer Liebe hingeben. Sie diskutieren und verkomplizieren aber oft einfach nur und machen immer nur das Richtige. Anscheinend ist das so. Ganz zum Leidwesen des Vaters, der dann der Böse ist. Ja, er hat einiges verbockt und ich hätte oft an Ellas Stelle genauso gehandelt, aber es ist einfach unrealistisch, dass ein so frisches Paar nur richtige Entscheidungen trifft.
Als Ella dann mit dem typischen: Ich will mich Austoben-Kram ankam, wurde es mir einfach zu viel. Erst ist ihre Liebe so stark und dann muss sie sich noch was beweisen. So viel älter ist Brian nun auch nicht. Das hätte man auch zusammen machen können. Für mich fehlte einfach komplett die Spannung und so habe ich abgebrochen….(was ich echt selten tue).
Fazit:
Leider konnte mich dieses Buch überhaupt nicht überzeugen. Es hätte doch einfach nach Band eins enden sollen. Die beiden reden zu viel, dadurch gibt es zu wenig Handlung und auch keine Spannung. Es plätschert an einem vorbei wie die Beschreibung eines unaufgeregten, eingerosteten Ehelebens. War leider nicht meins.
Leider nur 1 von 5 Sterne von mir. (Dazu muss ich natürlich sagen, dass ich nach der Hälfte abgebrochen habe und somit nicht das ganze Buch beurteilen kann. Wenn es mich nur leider nicht fesseln kann, kann ich es auch nicht vollständig lesen… Und will es auch gar nicht.)