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Veröffentlicht am 08.08.2023

Gute Idee, aber etwas träge

Das Glück der Geschichtensammlerin
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Wir begleiten Janice, eine Putzfrau, die außer gut putzen, auch noch sehr gut zuhören kann. Sie sammelt die Geschichten, die die Menschen ihr erzählen. Es geht um Hoffnung, Trauer, Liebe, Freundschaft ...

Wir begleiten Janice, eine Putzfrau, die außer gut putzen, auch noch sehr gut zuhören kann. Sie sammelt die Geschichten, die die Menschen ihr erzählen. Es geht um Hoffnung, Trauer, Liebe, Freundschaft und vieles mehr. Janice selber ist sehr verschlossen, bis sie auf Mrs B trifft. Wird es ihr gelingen, die Geschichte von Janice zu erfahren? Insgesamt habe ich mit dem Buch etwas schwer getan. Die Thematik ist toll, hat aber sehr viele Längen. Auch fehlte mir etwas der rote Faden und es hätten auch gerne ein paar Geschichten weniger sein können. Mrs B ist ein sehr gut beschriebener, sympathischer Charakter, während ich zu Janice nur wenig Zugang gefunden habe. Störend habe ich ihr Verhältnis zu ihrem Mann empfunden, den sie seit vielen Jahren einfach nur erträgt. Irgendwie passte das für mich nicht richtig in das Buch. Trotz kurzer Kapitel fehlte mir der Schwung in der Geschichte. Das Cover des Romans ist sehr hübsch gestaltet, fast schon ein bisschen altmodisch. Aber es passt zur Geschichte.
Wer eine ruhige Geschichte über das Leben sucht, ist hier sicher gut aufgehoben. Ich bin leider bis zum Schluss mit dem Buch nicht warm geworden.

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Veröffentlicht am 04.08.2023

Nr. 14

Saat der Sünde
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Nr. 14 für Kate Burkholder. Erneut wird es persönlich für Kate. Sie ermittelt privat und wieder nicht in Painters Mill, Ohio, sondern diesmal in Pennsylvania. Dort wurden die Knochen von Bischofs Ananias ...

Nr. 14 für Kate Burkholder. Erneut wird es persönlich für Kate. Sie ermittelt privat und wieder nicht in Painters Mill, Ohio, sondern diesmal in Pennsylvania. Dort wurden die Knochen von Bischofs Ananias Stoltzfus, der vor vielen Jahren verschwand, gefunden. Daneben das Gewehr von Jonas Bowman, mit dem Kate eine Geschichte aus ihrer Jugend verbindet. Wie schon in "Dein ist die Lüge", ist der Fall also privater Natur . Und wieder konnte mich die Story nicht so ganz fesseln. Die Spannung war auf nicht so hohem Niveau wie in den anderen Fällen. Außerdem fehlten mir die Mitarbeiter, die für mich einen großen Teil des Charmes der Reihe ausmachen.
Ein Pluspunkt des Buches war, dass man erneut mehr über die Vergangenheit von Kate erfährt.
Ich hoffe, dass Nr. 15 wieder im vertrauten Umfeld spielt.

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Veröffentlicht am 31.07.2023

Das Verschwinden der Mona Lisa

Die Erfindung des Lächelns
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Mona Lisa, wer kennt sie nicht. Viele Geschichten ranken sich um das berühmte Gemälde von Leonardo da Vinci. Spektakulär der Raub des Bildes im Jahr 1911 aus dem Louvre. Genau um diesen Diebstahl rankt ...

Mona Lisa, wer kennt sie nicht. Viele Geschichten ranken sich um das berühmte Gemälde von Leonardo da Vinci. Spektakulär der Raub des Bildes im Jahr 1911 aus dem Louvre. Genau um diesen Diebstahl rankt sich der Roman von Tom Hillenbrand.
Tom Hillenbrand fängt die Atmosphäre der Kunstszene dieser Zeit wunderbar ein. Seine Beschreibungen lassen die dazugehörigen Bilder im Kopf entstehen. Der Leser begegnet Pablo Picasso und dem Dichter Guillaume Apollinaire.
Gleichzeitig, mit der Suche nach dem Bild, entstehen viele Nebenschauplätze. Hier liegt für mich der Grund, dass sich die Geschichte sehr in die Länge zieht. Sicher, es ist kein Kriminalroman in klassischer Art, aber eine gewisse Spannung ist doch vorhanden. Diese wird durch die, für mich sehr komplizierten, Nebenhandlungen stets unterbrochen. Es ist schwierig, die Handlungsstränge in einen Zusammenhang zu bringen. Vieles bleibt verwirrend. Die Idee der Geschichte war toll, vielleicht war meine Erwartungshaltung auch eine andere. Aber der Roman konnte mich nicht überzeugen. Zu schwerfällig und langatmig. Das konnte auch durch die tolle Atmosphäre dieser Zeit nicht gerettet werden. Von mir gibt es drei Sterne für ein gutes Abbild der damaligen Zeit und eines historischen Ereignisses.

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Veröffentlicht am 22.07.2023

Etwas träge

Wir träumten vom Sommer
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München, Olympische Spiele 1972. Bei jedem kommen da Erinnerungen hoch an das Attentat.
Amrei kehrt im Sommer 1972 nach München zurück, um bei den Spielen zu jobben.
Hier trifft sie auch wieder auf ihre ...

München, Olympische Spiele 1972. Bei jedem kommen da Erinnerungen hoch an das Attentat.
Amrei kehrt im Sommer 1972 nach München zurück, um bei den Spielen zu jobben.
Hier trifft sie auch wieder auf ihre alten Freunde, vor allem auf David und Wastl, wegen denen sie München verlassen hat.
Heidi Rehn vermittelt einen guten Einblick in das Lebensgefühl dieser Zeit.
Die zweite Ebene ist das Jahr 1968. Studentenunruhen und die Reaktionen in München auf die geplanten Olympischen Spiele spiegeln auch hier den Zeitgeist wieder
Insgesamt habe ich aber keinen richtigen Zugang zu dem Buch gefunden. Die Handlung war mir zu schleppend. Die sehr ausgiebige Wiedergabe der politischen Diskussionen der Protagonisten hat einen großen Teil dazu beigetragen.
Von den Charakteren war die Großtante Annamirl diejenige mit der größten Authentizität. Die anderen konnten bei mir keine Sympathie auslösen. Das Buch hat meinen Erwartungen leider nicht entsprochen und daher vergebe ich solide 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.07.2023

Spannungsbogen nur bis zur Mitte des Buches

Zwei Fremde
4

Eine tolle Ausgangssituation. Einsames Hotel, Schnee, zwei Fremde, von denen einer lügt.
Mittendrin Remie, eine junge Frau an ihrem letzten Arbeitstag im Hotel. Die Situation zwingt sie dazu, eine Entscheidung ...

Eine tolle Ausgangssituation. Einsames Hotel, Schnee, zwei Fremde, von denen einer lügt.
Mittendrin Remie, eine junge Frau an ihrem letzten Arbeitstag im Hotel. Die Situation zwingt sie dazu, eine Entscheidung zu treffen, von der das Leben abhängen könnte. Die erste Hälfte des Buches lebt von der Ungewissheit um die Frage, wer lügt? Wer ist der Polizist und wer der entflohenen Verbrecher? Es ist wirklich spannend geschrieben und man fiebert mit. In Rückblenden erfährt man einiges über Remies Vergangenheit.
Aber dann geht dem Thriller die Luft aus. Endlose Landschaftsbeschreibungen unterbrechen permanent den Lesefluss und den Spannungsbogen. Logikfehler schleichen sich in die Handlung ein. Die Protagonisten handeln teilweise sehr konstruiert. Es kommt zwar noch mal Spannung durch eine überraschende Wendung auf, aber die kann den zweiten Teil des Buches für mich auch nicht mehr retten.
Insgesamt hat das Buch unterhalten, hinterlässt aber keinen nachhaltigen Eindruck bei mir.

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