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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2023

Die Zuckerbaronin

Die Zuckerbaronin
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Als im Jahr 1908 das kurz zuvor von Constantin Fahlberg endeckte Saccharin auch in Deutschland verboten ist, schmuggelt Korbinian Schinder zusammen mit seinen drei Töchtern Martha, Gwendolyn und Helene ...

Als im Jahr 1908 das kurz zuvor von Constantin Fahlberg endeckte Saccharin auch in Deutschland verboten ist, schmuggelt Korbinian Schinder zusammen mit seinen drei Töchtern Martha, Gwendolyn und Helene das süße Gold von der Schweiz nach Österreich und Böhmen. Es ist wesentlich billiger als der teure Zucker, der in den Fabriken aus Zuckerrüben hergestellt wird.
Auf dem Erntedankfest im Dorf verliebt sich die 18jährige Martha in einen jungen Mann, den sie bis dahin noch nie gesehen hat. Sie weiß nicht, dass er der Sohn des von der Familie verhassten Zuckerfabrikanten Wallendorf ist.
Noch nie hatte ich mir Gedanken um den beliebten Süßstoff gemacht, der heute in vielen Haushalten eine Selbstverständlichkeit ist. Dass er von 1902 bis zum ersten Weltkrieg verboten und nur in Apotheken für Diabetiker erhältlich war, war mir daher neu. Kein Wunder, das der Schmuggel boomte.
Die beiden Autoren haben in diesem Roman fiktive und historische Begebenheiten und Personen nachvollziehbar und authentisch miteinander verwoben. Die Handlung ist voller Spannung und unvorhersehbaren Wendungen. Bildhaft sind die verschiedenen Protagonisten dargestellt und so gelang es mir, mich jederzeit in sie hineinversetzen zu können.
Dieses Buch hat mir, nicht zuletzt durch den flüssigen und fesselnden Schreibstil, wunderbare und mitreißende Lesestunden bereitet. Jetzt freue ich mich auf die Fortsetzung, die Ende Oktober 23 erscheinen soll. 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.07.2023

Ein bewegender Roman über die Zeit des Berliner Mauerbaus

Die gespaltene Stadt
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Dieses Buch, behandelt die Schicksale von Menschen, die vom Mauerbau im Jahr 1961 dramatisch betroffen werden. So begegnet der Leser unter anderem dem 12jährigen Peter, für den das Ganze ein willkommenes ...

Dieses Buch, behandelt die Schicksale von Menschen, die vom Mauerbau im Jahr 1961 dramatisch betroffen werden. So begegnet der Leser unter anderem dem 12jährigen Peter, für den das Ganze ein willkommenes Abenteuer ist und der sein Handeln und die daraus resultierenden Folgen nicht absehen kann. Seine Tante Anja, die als Sekretärin beim dem Regierenden Bügermeister Willi Brandt arbeitet, will dem Jungen helfen, doch sie kann es durch die politischen Verhältnisse nicht so, wie sie möchte. Auch für Elke und Harry ändert sich alles, da sie eine wichtige Entscheidung zu lange vor sich herschieben.
In kurzen Kapiteln erzählt Michael Wallner, wie sich das Leben der Protagonisten am 13. August 1961 über Nacht verändert und ihre Zukunft in Frage stellt. Die Handlung ist voller Dramatik und Emotionen. Sie ist fesselnd und der Spannungsbogen steigt bis zum Schluß kontinuierlich an. So war es mir fast unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen, denn ich mußte unbedingt wissen, wie es weiter geht.
Die politischen Ereignisse, die der "Aktion Rose" folgten, hat der Autor hervorragend in die Thematik eingeflochten und zeigt damit, dass er diesen Roman penibel recherchiert hat.
Mein Fazit:
Eine sehr bewegende, dramatische Geschichte, nachvollziehbar und authentisch. 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 25.07.2023

Lebendig und bildgewaltig

Der Traum von einem fernen Glück
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Dieser zweite Teil der Reihe „Die Frauen von Luxor“ handelt von der jungen Journalistin Francine Tremblay, die im Jahr 1922 für die „Times“ über die Ausgrabung und die Funde am Grab von Tutanchamun berichtet. ...

Dieser zweite Teil der Reihe „Die Frauen von Luxor“ handelt von der jungen Journalistin Francine Tremblay, die im Jahr 1922 für die „Times“ über die Ausgrabung und die Funde am Grab von Tutanchamun berichtet. Eine schwierige Aufgabe, denn sie muss sich gegenüber den männlichen Journalisten behaupten, die der Meinung sind, eine Frau gehöre an Heim und Herd. Eventuell dürften sie noch als Sekretärin fungieren.
Und dann taucht auch noch ihre einstige Liebe Oliver Gilmore auf, den sie niemals mehr wiedersehen wollte.
Auch in diesem Buch hat die Autorin fiktive Personen mit realen Charakteren und historischen Ereignissen gekonnt verwoben. Die Protagonisten sind bildhaft und authentisch beschrieben. Die Handlung ist fesselnd und der Spannungsbogen bleibt bis zum Schluss erhalten.
Fazit:
Ein sehr gut recherchierter Roman, der mir unterhaltsame und spannende Lesestunden bereitet hat.
5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 24.07.2023

Ein wundervoller Roman, der ans Herz geht

Vom Ende der Nacht
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Dieser Roman erzählt die ergreifende und zutiefst berührende Geschichte von Rosie und Will, die sich als Teenager kennen lernen, jedoch nicht in der Lage sind, zu ihren Gefühlen zu stehen. Die aufwühlende ...

Dieser Roman erzählt die ergreifende und zutiefst berührende Geschichte von Rosie und Will, die sich als Teenager kennen lernen, jedoch nicht in der Lage sind, zu ihren Gefühlen zu stehen. Die aufwühlende Handlung zieht sich über 2 Jahrzehnte, in denen sie sich immer wieder begegnen, sich fast zueinander bekennen und wieder auseinander gehen. Sie finden andere Partner, doch ihre Gefühle und Gedanken bleiben stets bei ihrer unerfüllten großen Liebe.
Dieses Buch hat mich schon nach den ersten Seiten derart gefesselt, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Der Schicksalsschlag, den Rosie hinnehmen musste und der sie das ganze Leben lang verfolgen wird, kam völlig unvorbereitet und ließ mir den Atem stocken.
Mit ihrem ruhigen und eindringlichen Schreibstil hat mir die Autorin mehr als einmal Herzklopfen verursacht. Sie hat die Protagonisten so authentisch und nachvollziehbar dargestellt, dass ich mich jederzeit in sie hineinversetzen konnte.
Mein Fazit:
Ein ergreifendes Buch, das wohl niemand, der es einmal angefangen hat zu lesen, aus der Hand legen kann. Es ist eines der aufwühlendsten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe.
5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 09.07.2023

Eine bewegende Familiengeschichte

Kornblumenzeit
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Dieser Roman erzählt die Geschichte von Käthe und Carl Kühnapfel, die sich im Jahr 1928 in Locken, einem kleinen Dorf in Ostpreußen, ineinander verlieben, heiraten und eine Familie gründen. Carl ist Bäckermeister, ...

Dieser Roman erzählt die Geschichte von Käthe und Carl Kühnapfel, die sich im Jahr 1928 in Locken, einem kleinen Dorf in Ostpreußen, ineinander verlieben, heiraten und eine Familie gründen. Carl ist Bäckermeister, sein Geschäft floriert und die Familie gehört zu den wohlhabenden Einwohnern. Innerhalb weniger Jahre bekommt Käthe 6 Kinder. Ihr Leben ist geprägt von Arbeit, zumal sie auch noch in der Landwirtschaft der Familie mithelfen muss. Trotzdem sie ist glücklich und zufrieden mit ihrem Leben. Doch schlagartig ändert es sich, als sie im Januar 1945 aus ihrer Heimat fliehen muss und Carl von den Russen gefangen genommen wird. Käthe ist gesundheitlich angegriffen und es ist fraglich, ob sie den Torturen einer Flucht mit ihren Kindern gewachsen ist.
Während im ersten Teil des Buches die tägliche Arbeit und das Familienleben ruhig beschrieben wird, wechselt die Handlung im zweiten Teil, und es wird dramatisch und fesselnd. Die Strapazen der Flucht, die Ängste und die Ungewissheit, ob und wie man das angestrebte Ziel erreichen wird, hat Simona Wernicke eindrucksvoll und nachvollziehbar beschrieben. Mehr als einmal lief es mir kalt über den Rücken.
Bildhaft sind die verschiedenen Charaktere beschrieben und so war es mir möglich, mich in sie hineinversetzen zu können. Der Schreibstil führt zügig und locker durch diesen Roman. Ganz besonders hat mich beeindruckt, das ich am Ende des Buches erfahren konnte, wie es mit den einzelnen Personen in der Zukunft weiter ging.
Mein Fazit:
Dieses Buch, das die Autorin nach den Erzählungen ihres Vaters geschrieben hat, hat mir faszinierende und spannungsvolle Lesestunden bereitet. Voll Überzeugung empfehle ich es weiter und vergebe 5 Sterne.

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