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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2023

Unterhaltsam und gut recherchiert

Zwischen den Sommern
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Nach dem Tod ihrer Großmutter Klara entdeckt Isabell beim Ausräumen des Hauses einen Karton. In ihm befinden sich 130 Tonbandkassetten, auf die Klara ihr Leben aufgezeichnet hat. Nach und nach taucht Isabell ...

Nach dem Tod ihrer Großmutter Klara entdeckt Isabell beim Ausräumen des Hauses einen Karton. In ihm befinden sich 130 Tonbandkassetten, auf die Klara ihr Leben aufgezeichnet hat. Nach und nach taucht Isabell in die Erinnerungen der Großmutter ein.
Alexa Hennig erzählt abwechselnd in zwei Zeitebenen. Einmal von Isabell im Jahr 2000, zum anderen von Klara in den Jahren 1939 bis 1943. Der Leser erlebt eine von Pflichtgefühl und Zweifeln innerlich zerrissene Frau, die nach und nach beginnt, das NS-Regime in Frage zu stellen.
Obwohl ich anerkenne, dass dieses Buch, das auf den Erinnerungen der Großmutter der Autorin beruht, viel Recherchearbeit und Mühe gekostet hat, gelang es mir nicht, mich in die Protagonisten hineinversetzen zu können. Viele Ereignisse erschienen mir zu umrissen und die einzelnen Charaktere blieben farblos. Und so konnte mich der Roman nicht mitreißen. Vielleicht lag es aber auch nur daran, dass mir der erste Teil der Trilogie nicht bekannt war. Trotz allem war er angenehm zu lesen und recht unterhaltsam. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 01.08.2023

Ganz okey

Wir träumten vom Sommer
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Aufgrund der Zusage eines Jobs als Hostess bei den olympischen Spielen 1972 kehrt Amrei von Florenz nach München zurück. Eine Unterkunft findet sie bei ihrer Tante Annamirl, bei der sie schon Ende der ...

Aufgrund der Zusage eines Jobs als Hostess bei den olympischen Spielen 1972 kehrt Amrei von Florenz nach München zurück. Eine Unterkunft findet sie bei ihrer Tante Annamirl, bei der sie schon Ende der 1960er Jahre als Studentin gewohnt hat.
In dieser Geschichte, die in zwei Zeitebenen spielt, nämlich 1968 und 1972, ist Amrei der Hauptcharakter. Der Leser begleitet sie durch die Studentenbewegungen der 68er und in die Zeit der olympischen Sommerspiele mit ihrem Attentat, auf das die Autorin jedoch kaum eingeht. Hier dachte ich, dass es in diesem Roman eine größere Rolle spielen würde.
Bei der Erzählung des Studentenlebens und den damit verbundenen ausschweifenden, langen Diskussionen ergaben sich für mich unnötige und uninteressante Längen, die ich einfach nur so überflog. Auch erschienen mir die einzelnen Protagonisten blass und farblos und ich konnte mich nicht für sie erwärmen. Die einzige Ausnahme hiervon war die sehr moderne Tante Annamirl. Abgesehen davon ist die Geschichte sehr gut recherchiert, doch sie hätte meiner Meinung nach wesentlich mehr Potential gehabt.
Mein Fazit:
Kann man lesen, muss man aber nicht. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.07.2023

Das Theater muss überleben

Das Theater am Park - Stimmen der Hoffnung
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Die junge Leonora, Tochter des Theaterbesitzers und Intendanten Fritz von Uhlenberg, träumt von einer Karriere als Opernsängerin. Doch ihr Vater hat für sie andere Pläne. Sie soll einen reichen Mäzen des ...

Die junge Leonora, Tochter des Theaterbesitzers und Intendanten Fritz von Uhlenberg, träumt von einer Karriere als Opernsängerin. Doch ihr Vater hat für sie andere Pläne. Sie soll einen reichen Mäzen des Unternehmens heiraten. Dagegen bestimmt er seinen Sohn Albert als seinen Nachfolger. Doch als der erste Weltkrieg ausbricht, melden sich Albert sowie etliche der Angestellten an die Front. Es scheint das Aus für das Schauspielhaus zu sein. Leonora will das Familienerbe unbedingt erhalten. Doch sie ist eine Frau und wird von der von Männern dominierten Welt nicht akzeptiert.
Dieser Roman gibt dem Leser einen Einblick in die Welt der Oper. Er ist der Auftakt über eine Künstlerfamilie und führt den Leser in die Jahre 1913 bis 1918. Er beschreibt den Kampf einer jungen Frau, ein angesehenes Traditionstheater durch den ersten Weltkrieg zu retten. Lebendig sind die verschiedenen Charaktere beschrieben. Die Handlung, bei der auch eine Liebesgeschichte nicht fehlt, ist ziemlich vorhersehbar. Trotzdem hat mir dieses Buch, auch durch seinen flüssigen Schreibstil, unterhaltsame Lesestunden bereitet. Und somit vergebe ich 3 Sterne und für Liebhaber der leichten Unterhaltung eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 24.07.2023

Mehr Märchen als Roman

Dornblüte
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Nachdem der Arzt Carl Haiden von einem Patienten unverhofft ein lebenslanges Wohnrecht auf einem Landsitz im Erzgebirge erhalten hat, zieht er im Jahr 1824 mit seiner Frau Johanna und seinen drei Kindern ...

Nachdem der Arzt Carl Haiden von einem Patienten unverhofft ein lebenslanges Wohnrecht auf einem Landsitz im Erzgebirge erhalten hat, zieht er im Jahr 1824 mit seiner Frau Johanna und seinen drei Kindern dort hin. Doch schon bald wird die Harmonie der Familie gestört. Immer wieder taucht ein verwahrlostes junges Mädchen auf und verschwindet wieder. Der 17jährige Sohn Jaspar begibt sich erfolgreich auf Spurensuche. Doch was hat es mit diesem Mädchen auf sich und wo kommt es her? Wird die Familie dieses Rätsel lösen können?
War dieser Roman am Anfang für mich nachvollziehbar, so driftete er doch bald ins Phantastische ab. Ein schlossähnliches Anwesen, in dem es nach Meinung einiger Anwohner spuken soll. Eigentlich ein abgedroschenes Thema. Trotzdem hat es der Autor geschafft, der Geschichte durch unvorhersehbare Wendungen Spannung zu verschaffen. Doch es fiel mir nicht immer leicht, mich in die Protagonisten hineinzuversetzen. Vor allem das Ende ließ mich an die Märchen meiner Kindheit denken. Und wenn sie nicht gestorben sind, …......
Fazit:
Ein märchenhafter historischer Roman, der mich leider nicht ganz überzeugen konnte. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.07.2023

Das Geheimnis einer Erbschaft

Wie Spuren am See - Die Erbin
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Isabella hat von einer ihr unbekannten Frau überraschend eine Villa in Lindau am Bodensee geerbt. Jetzt reist sie dorthin, um diese zu besichtigen. Schon gleich nach ihrer Ankunft lernt sich ihren Nachbarn ...

Isabella hat von einer ihr unbekannten Frau überraschend eine Villa in Lindau am Bodensee geerbt. Jetzt reist sie dorthin, um diese zu besichtigen. Schon gleich nach ihrer Ankunft lernt sich ihren Nachbarn Chris kennen, der mit Ada, der ehemaligen Besitzerin des Anwesens, befreundet war. Isabella möchte mehr über Ada erfahren und gemeinsam mit Chris versucht sie, in deren Vergangenheit einzutauchen. Dabei offenbaren sich dramatische Begebenheiten.
Da ich schon einige wundervolle Bücher der Autorin lesen durfte, war ich natürlich auf diesen Start der Reihe sehr gespannt. Doch leider konnte mich dieses Mal die Geschichte nicht restlos überzeugen. Abgesehen davon, dass sie für meinen Geschmack zu viele Längen enthielt, konnte ich mich auch in die Protagonisten nicht so ganz hineinversetzen. Zwar konnte ich die Love-Storys durchaus nachvollziehen, dennoch kam mir Georgs Part allzu fantastisch und unrealistisch vor. Trotzdem hat mir dieser Roman unterhaltsame Lesestunden bereitet. Daher kann ich ihn weiterempfehlen und vergebe 3 Sterne.

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