Greg in der Schule - sehr witzig und sehr monothematisch
Gregs Tagebuch 18 - Kein Plan von nixZum Inhalt
Auf Greg Heffleys Schule läuft’s nicht rund: Bei einem Test belegte die Bildungsanstalt den letzten Platz im gesamten Bundesstaat. Das verwundert nicht – denn im Unterricht wird der Lehrplan ...
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Auf Greg Heffleys Schule läuft’s nicht rund: Bei einem Test belegte die Bildungsanstalt den letzten Platz im gesamten Bundesstaat. Das verwundert nicht – denn im Unterricht wird der Lehrplan nicht sehr penibel umgesetzt. So lässt sich die Bald-Pensionärin Mrs Lacky von der Klasse in Sozialwissenschaften das beste Angebot für ihre Ruhestandskreuzfahrt austüfteln, die Geometrielehrerin diskutiert am liebsten über ihren neuen Hund und der Naturwissenschaftspauker klärt über die Zusammensetzung von Fürzen auf.
Das hat Folgen: Nach dem Testergebnis werden einige neue Ideen umgesetzt. Sponsoren mischen nun im Schulbetrieb kräftig mit. Für erfolgreiche Schüler werden Anreize in Form der Mitgliedschaft im Überfliegerclub geschaffen, was für die Mitglieder zum Beispiel mehr Beinfreiheit im Unterricht zu Folge hat.
Trotzdem droht die Schließung der Schule. Ein neuerlicher Test soll darüber entscheiden. Und Greg fragt sich, was aus ihm und seiner Schulkarriere werden soll.
Meine Meinung
Wieder gelingt es dem Jeff Kinney, aktuelle gesellschaftliche Strömungen durch witzige Pointierungen in eine Geschichte und in Bilder zu fassen.
Aus Geldnot müssen die Schüler Nudeln aus der Mensa statt Bandwürmer zensieren, in der Mensa werden mit Karamell überzogene Tofu-Hotdogs angeboten und der Lateinlehrer bringt eine Fantasiesprache bei, da er eigentlich gar kein Latein kann! Das brachte mich nicht nur zum Schmunzeln, sondern ließ mich manchmal auch mehr als das Fünkchen Wahrheit entdecken: Mangelnde Schulausstattung, die Fokussierung auf Gesundheitstrends und unausgebildete Seiteneinsteiger als Lehrkräfte sind nur manche der Entwicklungen, die nicht nur in den USA zu beobachten sind.
Bei diesem Band der Reihe steht meiner Meinung nach die Thematik Schule im Vordergrund. Sie dominiert fast vollständig die gesamte Handlung. Von der Schule unabhängige Erlebnisse Gregs in der Familie oder mit seinen Freunden sind so gut wie nicht zu finden. Selbst das Date Gregs mit seiner Flamme führt letztendlich zu einschneidenden Folgen für den Schulstandort.
Die Auflösung am Ende kommt bei mir am Ende etwas zu schnell, besonders im Vergleich zur ausführlichen Darstellung der Probleme in Gregs Schule.
Ansonsten aber hat mir dieser Comic-Roman mit seiner Figurenzeichnung und seinem Witz wieder sehr gut gefallen – wenn er diesmal auch ein reines Schul-Special war.