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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2023

Viel mehr als nur eine schöne und talentierte Schauspielerin

Die einzige Frau im Raum
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Hedy Kiesler ist auf dem Weg in eine erfolgreiche Schauspielkarriere, als ihr zukünftiger Mann sie für sich entdeckt. Er ist Waffenhändler und spielt eine große Rolle in der Politik. Durch ihn erhofft ...

Hedy Kiesler ist auf dem Weg in eine erfolgreiche Schauspielkarriere, als ihr zukünftiger Mann sie für sich entdeckt. Er ist Waffenhändler und spielt eine große Rolle in der Politik. Durch ihn erhofft sich Hedy für sich und für ihre Eltern den nötigen Schutz in schwierigen Zeiten, denn sie ist jüdischer Herkunft. Über ihren Mann erfährt sie einiges über die Pläne des Dritten Reiches; dieses Wissen nutzt sie später, um an der Seite der Alliierten zu kämpfen. 1937 gelingt es ihr, aus dem goldenen Gefängnis ihrer Ehe auszubrechen und nach Amerika zu flüchten. Dort beginnt sie ihre Schauspielkarriere als Hedy Lamarr.

Das Leben der Hedy Lamarr ist wahrlich eine Geschichte, die einen hollywoodreifen Film abgeben würde. Sie ist nicht nur schön, sondern auch sehr interessiert an allem, was um sie herum passiert, und ihr scharfer Verstand wurde bereits in der Kindheit von ihrem Vater gefördert. Die Autorin Marie Benedict kenne ich bereits aus anderen Biografien, und so wusste ich, dass mich auch diesmal ein äußerst spannender Roman um eine interessante Frau erwartet. Mit Interesse habe ich Hedys Schicksal verfolgt, habe die Höhen und Tiefen ihres Lebens gerne erkundet. Ihre Gedanken, ihre Bedenken und ihre Zweifel konnte ich gut nachvollziehen. Es wird nicht das gesamte Leben der berühmten Schauspielerin geschildert, doch man erhält ein gutes Bild von der Frau, die hinter diesem Namen steht.

Sehr gerne empfehle ich dieses Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 27.07.2023

Der Wolf in sich selbst

Wolf
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Kemi soll eine Woche ins Ferienlager im Wald. Viele aus seiner Klasse nehmen an diesem Ferienlager teil, darunter auch Jörg, der von vielen Mitschülern geärgert wird, und drei Schüler, die Jörg immer wieder ...

Kemi soll eine Woche ins Ferienlager im Wald. Viele aus seiner Klasse nehmen an diesem Ferienlager teil, darunter auch Jörg, der von vielen Mitschülern geärgert wird, und drei Schüler, die Jörg immer wieder ärgern. Die Betreuer wollen, dass alle Kinder Teil der Gruppe sind, auch wenn sie alle unterschiedlich sind und jeder für sich anders. Doch Jörg ist andersiger, und Mark nutzt jede Gelegenheit, um ihm das zu zeigen. Kemi allerdings lernt Jörg näher kennen und schätzen. In seinen Träumen begegnet er einem Wolf, seiner eigenen Angst. Und er lernt, mit dem Wolf zu leben und mutig zu sein.

Kemi erzählt die Geschichte aus seiner Sicht, und so kann man seine Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Er beobachtet genau, wie Mark und die beiden Zwillinge Jörg bei jeder Gelegenheit mobben, er möchte so gerne was dazu sagen, doch er merkt, dass das gar nicht so einfach ist. Zudem hat er ja ohnehin keine Lust auf das Ferienlager und auf die Natur, am liebsten würde er sofort nach Hause zurückgehen. Doch ist es nicht eigentlich Jörg, der noch eher nach Hause flüchten sollte? Kemis Gedanken entsprechen den Gedanken und Gefühlen von Kindern und Jugendlichen, er zeigt sich sehr feinfühlig und kann seine Erlebnisse gut an seine Leser weitergeben. So kann man nachvollziehen, wie Kemi an seinen Erlebnissen wächst, wie er sich mit dem Wolf in sich anfreunden und ihn annehmen kann. Die Illustrationen passen sehr gut zur Geschichte und spiegeln die Ereignisse bestens wieder. Immer wieder guckt dabei der Humor zwischen den Zeilen und den Illustrationen heraus, das nimmt dem Thema etwas die Schwere.

Dieser Kinder- und Jugendroman nimmt sich dem Thema Mobbing sehr feinfühlig an, so dass ich das Buch sehr gerne allen jungen und junggebliebenen Lesern ab ca. 11 Jahren empfehle. Ich vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 26.07.2023

Was geschah vor 20 Jahren?

Erinnere dich!
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Arno Seitz erhält eine Einladung zum Klassentreffen. Er zögert noch daran teilzunehmen, denn nach dem Abitur verschwand seine Freundin Maja bei einer Wanderung spurlos. Seither verdrängt er jede Erinnerung ...

Arno Seitz erhält eine Einladung zum Klassentreffen. Er zögert noch daran teilzunehmen, denn nach dem Abitur verschwand seine Freundin Maja bei einer Wanderung spurlos. Seither verdrängt er jede Erinnerung an sie und ist froh darüber, nun in Berlin und damit in großem Abstand zu seinem Heimatort zu leben. Doch als er teilnimmt, überschwemmen ihn Bilder, Gefühle, längst Vergessenes. Und es gibt jemand, der ihn anonym dazu zwingen will, sich an die Geschehnisse von damals zu erinnern und sich schuldig zu bekennen. Denn er war es, der Maja als Letzter gesehen hat.

Es ist eine beklemmende Atmosphäre, die Arnos Rückkehr in seinen Heimatort heraufbeschwört. Der Leser erfährt seine Gefühle hautnah, erlebt seine Zweifel, seine Befürchtungen, all seine Gedanken. Dabei ergeben sich immer wieder neue Aspekte der Geschichte, mit neuen Fragen, neuen Befürchtungen und Zweifeln. Über allem steht die Frage, was denn nun wirklich vor 20 Jahren geschah. Jeder erscheint verdächtig, nichts scheint sicher zu sein. Kann Arno seinen neu errungenen Erinnerungen überhaupt trauen? Das ist spannend geschildert, die flüssige Schreibweise hat mich flugs durch den Thriller getrieben.

Mir hat diese Geschichte eine gehörige Portion Spannung beschert, so dass ich das Buch sehr gerne weiter empfehle. Ich vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 25.07.2023

Rasante Verfolgungsjagd

Going Zero
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Ein Überwachungsprojekt der CIA in Zusammenarbeit mit Silicon-Valley-Wunderkind Cy Baxter soll herausfinden, wie gut zehn Testpersonen so aus ihrem Leben verschwinden können, dass sie unauffindbar sind. ...

Ein Überwachungsprojekt der CIA in Zusammenarbeit mit Silicon-Valley-Wunderkind Cy Baxter soll herausfinden, wie gut zehn Testpersonen so aus ihrem Leben verschwinden können, dass sie unauffindbar sind. Sie sollen 30 Tage unentdeckt bleiben – wem das gelingt, der erhält ein Preisgeld von 3 Millionen Dollar. Eine davon ist eine unauffindbare Bibliothekarin aus Boston, eigentlich eine vermeintlich leichte Beute. Doch es gelingt ihr immer wieder, ihren Verfolgern zu entwischen. Wird es ihr gelingen, das Preisgeld zu erringen?

Schon der Einstieg in die Geschichte ist überzeugend und zieht den Leser sofort in seinen Bann. Eine Jagd beginnt, wie sie spannender nicht sein könnte, denn Kaitlyn schafft es immer wieder in letzter Minute, ihren Verfolgern zu entwischen. Doch die Geschichte erzählt nicht nur von dieser spannenden Jagd auf die zehn Testpersonen, wobei vor allem Kaitlyn im Mittelpunkt des Geschehens steht. Es geht auch darum, wie sehr der Staat seine Bürger überwachen darf. Vor allem aber gibt es eine überraschende Wende, die das Buch in eine ganz andere Richtung verschiebt als anfangs gedacht. Hier wird die Geschichte nicht mehr ganz so glaubwürdig.

Insgesamt ist das Geschehen äußerst spannend und hat mich bestens unterhalten können. Zudem lädt das Thema zum Nachdenken über die Themen Überwachung und nationaler Sicherheit ein. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 25.07.2023

Ort des Grauens

Diabolisch
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1995 warten der sechsjährige Alex und seine ältere Schwester Lotte vergeblich darauf, dass ihr Vater sie vom Sport abholt. Sie machen sich allein auf den Heimweg, doch nur Lotte wird heil zu Hause ankommen. ...

1995 warten der sechsjährige Alex und seine ältere Schwester Lotte vergeblich darauf, dass ihr Vater sie vom Sport abholt. Sie machen sich allein auf den Heimweg, doch nur Lotte wird heil zu Hause ankommen. - Siebenundzwanzig Jahre später geschehen im Dorf mehrere blutige Morde. Oberkommissarin Larissa Flaucher sieht einen Zusammenhang zwischen den Geschehnissen von damals und den heutigen Verbrechen. Dabei stößt sie auf ein Geheimnis und gerät selbst in größte Gefahr…

Es sind eine Reihe von Begriffen, die im Verlauf des Buches fallen, die in meinen Augen bestens passen auf diese Geschichte: Höllenloch, Mordnest, Mordhausen, Horrordorf, Killerkaff, Ort des Grauens. Die Polizei scheint der Verbrechen gar nicht Herr zu werden, der Täter ist ihr immer mindestens einen Schritt voraus. Und doch ist die Erzählung äußerst glaubhaft aufgebaut, wobei die heutigen Geschehnisse abwechselnd mit denen aus der Vergangenheit erzählt werden. Dabei gibt es einige überraschende Wendungen, die der Geschichte immer wieder neue Aspekte beschert.

Mir hat dieses Buch immer wieder größte Schauer über den Rücken gejagt. Sehr gerne empfehle ich es weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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